Archiv des Autors: kurvenfieber

Von wegen, nur schlechte Straßen

Ab 7:30 Uhr sollte es Frühstück geben, doch die Ersten waren viel früher da – eigentlich wie immer. Um 9:00 Uhr starteten wir dann zur ersten Tour, mit vier Gruppen, war das Interesse an unserer Reise ins Riesengebirge und die Hohe Tatra doch so groß, dass wir noch deutlich mehr als die jetzt 36 teilnehmenden Motorradfahrer hätten mitnehmen wollen.

Nahe Jesenik in Tschechien lag unser ersten Ziel; etwa 330 Kilometer Wegstrecke entfernt. Den ersten Stopp gab´s jedoch schon gut 500 Meter nach dem Losfahren: billig tanken und Geld tauschen. Die Frage war: welche Straßen würden uns erwarten? Aufgrund früherer Abstecher nach Tschechien rechneten mit dem Schlimmsten – und wurden nicht enttäuscht. Bei Chrestava zweigte die Route ab gen Norden. Bald darauf war die rechte Straßenhälfte komplett weggerissen, wohl von dem parallel verlaufenden Fluss der hier mal böses Hochwasser geführt haben musste. Die linke Straßenhälfte war dafür ohne Asphalt und mit ziemlich tiefen Schlaglöchern versehen. Das Ganze mehrere Kilometer lang.

Wenn wir überwiegend auf solchen Strecken unterwegs sein sollten, würden wir wohl nie am Etappenziel ankommen. Doch der kurze Abstecker „ins Gelände“ blieb die Ausnahme. Alle anderen Straßen in Tschechien waren gut ausgebaut oder zumindest nicht schlechter als bei uns zu Hause.

Zur Mittagszeit erreichten wir mit „Dolina Adsprach“ einen der entlegensten Winkel der Tschechei. Riesige Felsblöcke ragen hier gen Himmel, ähnlich wie im Elbsandsteingebirge. Auf einem winzig kleinen, kurvenreichen Sträßchen schrauben wir uns auf fast 700 Meter, in der Hoffnung, in der Nähe dieser Sehenswürdigkeit eine nettes Lokal für eine kurze Rast zu finden. Das schienen Hunderte von „Touris“ auf gedacht zu haben, war es doch Sonntag und ganz offensichtlich trifft sich in den „Adersbacher Felsen“ die halbe Nation. Also: nichts wie weg.

Nur wenige Kilometer weiter war wieder Ruhe und Idylle – und eine kleine Mühle am Bach, die gerade einlud, hier Mittag zu machen. Bald darauf erreichten wir Polen und folgen der Grenze zu Tschechien über viele Kilometer. In den „Adlerbergen“ waren wir jetzt unterwegs, die uns auf gut 900 Meter führten. Rechts der herrliche kurvenreiche Straße ein kleiner Bach, der die Grenze zum Nachbarland Tschechien darstellte – ansonsten Idylle pur.

Nach der Kaffeepause und dem dringend notwendig werdenden Tankstopp ging es nahe Jesenik noch einmal über einen gut 1000 Meter hohen, kurvenreichen Pass, dann war Bela pod Pradedem erreicht, wo wir im Hotel „Stara Posta“ eine Übernachtung einlegen wollten. Ein leckeres Feierabendbier im Garten, dann duschen und anschließend schön essen – dieser Tag war rundherum gelungen. Morgen werden wir weiter nach Zakopane fahren.

In Sichtweite zu Polen

Die ersten waren schon früh am Nachmittag da, die letzten erst nach 18 Uhr. Dann aber waren wir komplett und der Parkplatz vor dem Hotel Riedel in Zittau voll besetzt. Nur gut 300 Meter sind es von hier bis ins Nachbarland Polen, durch das wir morgen fahren werden. Das Riesengebirge ist unser erstes Ziel, dann geht es weiter Richtung Hohe Tatra.

Wenn das Wetter so bleibt, wie bei der Anreise, können wir zufrieden sein. Unterwegs in Richtung Zittau wurden wir nur gelegentlich von kurzen, manchmal aber auch recht heftigen Schauern überrascht. Das wäre auszuhalten.

Ein Teil der heutigen Route führte durch’s „Sorbenland“ mit ganz viel Landschaft, kleinen Häuschen am Straßenrand und Ortsschildern, die alle zweisprachig waren. Toll!

Gespannt sind wir, welche Straßen uns morgen erwarten werden. Sowohl in Polen, wie auch in Tschechien haben wir da schon dolle Dinger erlebt. Morgen Abend werden wir schlauer sein …

Wie befürchtet: keine Chance

Nein, wir werden nicht zu dem Hotel am Ende des kleinen Weges fahren dürfen, der im slowakischen Teil der Hohen Tatra liegt. Jetzt haben wir es amtlich: nur der Forst sei berechtigt, weil es sich um ein Naturschutzgebiet handelt. Und wer behindert ist, darf mit dem Auto hoch in den Berg fahren. Ausnahmen sind insofern zwar möglich – aber nicht für uns.

Geben wir also dem Naturschutz den Raum, den er braucht und beachten die restriktiven Beschränkungen, die ganz offensichtlich nicht aufgeweicht werden sollen. Eine Alternative ist schon gefunden. Wir werden jetzt im Hotel Hubertus zu Mittag essen, mit Blick auf das imposante Bergmassiv. Dort sind wir willkommen und freuen uns schon jetzt auf ein typisch slowakisches Menü.

Ob das wohl noch klappen wird?

In gut zwei Wochen werden wir in der Hohen Tatra sein. Von Zittau aus fahren wir mit einer Zwischenübernachtung in Tschechien weiter nach Zakopane. Hier haben wir ein sehr schönes Hotel gefunden. Mehrere Tagestouren stehen auf dem Programm; eine soll uns rund um den imposanten Gebirgsstock führen.

Bei der Routenplanung haben wir auf der slowakischen Seite eine kleine Stichstraße entdeckt, die direkt in die Berge führt und an deren Ende ein imposantes Hotel liegt. 140 Kilometer sind es von Zakopane bis hier, genau die richtige Distanz, um vor eindrucksvoller Kulisse eine Mittagsrast einzulegen.

Die vorsorgliche Anfrage ans Hotel, ob wir willkommen wären und ob man gut 40 hungrige Mäuler auf einmal stopfen könne, ruft unterschiedliche Reaktionen hervor. Mittagessen wäre kein Problem heißt es, aber wir dürften nicht mit den Motorrädern zum Hotel fahren. Im Tal gebe es einen Parkplatz – gegen Gebühr, versteht sich – dort würde man uns gern mit dem Minibus abholen – gegen Gebühr, versteht sich.

Den sich anschließenden Mails über das Warum und Wieso ist schließlich zu entnehmen, dass das Hotel im Nationalpark liegt und allenfalls Übernachtungsgäste mit ihren Autos dorthin fahren dürfen. Ob die, ebenso wie der Minibus, eine Ausnahmegenehmigung brauchen, bleibt unklar. Fakt sei aber, dass nur die Parkverwaltung TANAP in unserer Angelegenheit entscheiden könne.

Also wird im Internet die entsprechende Mail-Adresse recherchiert und höflich nachgefragt, ob wir vielleicht ausnahmsweise, wenn wir langsam und vorsichtig fahren würden, den Weg zum Hotel benutzen dürften. Auch wir seinen für den Schutz der Natur, wollten Natur aber auch erleben und insofern wäre es doch schön, wenn …

Die Antwort ist verblüffend. Wir mögen bitte im Hotel nachfragen. Das aber verweist auf bestehende Regeln, die einzuhalten wir Verständnis haben müssten, Ausnahmegenehmigungen könne nur TANAP erteilen. So weit waren wir schon mal.

Mag man im Hotel keine Motorradfahrer? Oder sind die Schutzvorschriften wirklich so streng. Wir werden jetzt noch mal einen Versuch über das Fremdenverkehrsamt starten. Vielleicht haben wir ja Glück und man kann uns dort weiterhelfen. Es wäre doch schön, inmitten der Berge zu Mittag zu essen. Ob das wohl noch klappen wird?

Alles wird westlicher

Drei Jahre ist es her, dass wir zu unserer Motorradtour nach Kaliningrad und Litauen aufgebrochen sind. Ein wenig abenteuerlich war sie schon, die Fahrt ins Ungewisse. Aber so interessant, dass immer noch eine Fortsetzung geplant ist.

Jetzt war eine unserer Teilnehmerinnen (mal wieder) in Litauen und hat auch Irina in Jurbarkas einen Besuch abgestattet. Die gebürtige Russin hatte sich in der Zeit unseres Litauen-Aufenthalts in ihrer kleinen Gaststätte um unser leibliches Wohl gekümmert. Das gebuchte Hotel bot leider (oder glücklicherweise, wie wir im Nachhinein feststellen konnten) keine Möglichkeit der Verpflegung. Und so waren wir zwei Tage lang liebevoll von Irina umsorgt worden – mit riesigen Mengen Rührei am Morgen und deftigem Essen am Abend. Das war richtig klasse!

Zum Abschied gab´s von uns einen kleinen Blumenstrauß als Dankeschön und von Irina zwei Packungen süße Kekse, die wir auf dem Nachtreffen verspeist haben.

Heute hat sich Irinas kleine Gaststätte zu einem edlen Restaurant gemausert, mit schmucken Tischdecken und in Stoff gehüllten Stühlen. Der Aufschwung scheint spürbar.

Und auch an der ehemaligen Grenze, an der früher Polen, Litauen und das einstige Deutsche Reich zusammenstießen, gibt es Veränderungen. Konnten wir vor drei Jahren noch einfach so zur heute russischen Grenze am „Oblast Kaliningrad“ laufen, verlangt der örtliche Landwirt jetzt zwei polnische Sloty fürs Betreten seines Grundstücks. Dafür wurde aber auch ein zwei Meter hoher Granitgrenzstein auf den Grenzpunkt gebaut.

„Alles wird westlicher“, so der Eindruck der gerade aus Litauen und Polen kommenden Reisenden. Ob´s dadurch auch besser wird? Wir werden wohl bald in die Baltischen Staaten reisen „müssen“, bevor alles Ursprüngliche Vergangheit ist. Aber das scheint der Preis des Fortschritts. Und wer wollte es den Bewohnern verdenken, daran teilhaben zu wollen.

Aufbruchstimmung

Es geht wieder nach Hause. Schon früh sitzen die ersten am Frühstückstisch. Die meisten Koffer sind bereits gepackt. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Schön war sie gewesen, unsere Motorradreise durch den Harz. Abwechslungsreich und kurzweilig.

Allein oder in kleinen Gruppen wird vom Hotelparkplatz aus gestartet. Die meisten müssen ins Rhein-Main-Gebiet. Über die Autobahn wären das gut drei Stunden Fahrt, über Landstraßen kann man daraus noch eine schöne Tagestour machen. Das Wetter hält – also los.

Um neun Uhr starten die Letzten ihre Motoren und fahren mit ein wenig Wehmut nach Hause. So soll es sein. Denn dann gibt es einen Grund, gerne wieder einmal in den Harz zu fahren. Hoffentlich sind bis dahin alle unsinnigen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Streckensperrungen beseitigt.

Ganz zum Schluss: 639 Jahre Musikgenuss

Der letzte Tag unserer Harzreise ist angebrochen. Während Deutschland rings um uns herum im Regen versinkt, haben wir das schönste Wetter.

Halberstadt ist heute das Ziel. Zur Burchardikirche wollen wir fahren, wird hier doch ein ganz ungewöhnliches Musikstück „aufgeführt“. Eine Komposition von John Cage soll die nächsten 639 Jahre „aufgeführt“ werden. Normalerweise dauert das Stück gut eine halbe Stunde – auf Jahrhunderte „gestreckt“ ist immer nur „ein“ Ton zu hören. Verrückt und interessant zugleich.

Nach einer schönen Pause in einer kleinen Kaffeerösterei fahren wir weiter. Quedlinburg wäre einen Besuch wert gewesen, doch nachdem wir in Wernigerode und Stolberg Fachwerkhäuser zuhauf gesehen haben, lassen wir das „Weltkulturerbe“ links liegen und fahren direkt ins „Stembergerhaus“. Dort wartet beim Köhler eine leckere Erbsensuppe auf offenem Feuer auf uns.

Anschließend lassen wir uns in die Geheimnisse des Köhlerhandwerks einweihen und erfahren, dass Holzkohle sowohl zum Zähne putzen wie auch zur Reinigung der Magen- und Darmflora taugt. Man kann damit natürlich auch grillen.

Ein letzter Kaffeestopp, dann geht es zurück ins Hotel. In Bad Lauterburg kommt es bei Schritttempo zu einem dummen Verbremser, mit ärgerlichen Folgen: Das betreffende Motorrad kippt um und der Schalthebel bricht ab. Sonst ist nichts weiter passiert. Doch 50 Kilometer vom Hotel ist die Fahrt (erst einmal) zu Ende.

Glücklicherweise haben wir unseren Begleitbus dabei und so können wir die Maschine wenigstens ins Hotel holen. Mit einem Kerzenstecker, Schlauchschellen und Klebeband basteln wir einen neuen Schalthebel; einfach wäre es gewesen, alles was abbrechen kann dabei zu haben. Aber auch so nimmt unsere kurzweilige Reise durch den Harz ein glückliches Ende.

Schön war sie gewesen, die Woche, abwechslungsreich, wenn auch manchmal – angesicht schikanöser Geschwindigkeitsbegrenzungen – etwas nervig. Der Harz ist eine tolle Region für Motorradfahrer, wir kommen bestimmt mal wieder.

Und wieder ein Tag mit Sonnenschein

Zwei Tage bleiben uns noch im Harz; bislang hatten wir riesiges Glück mit dem Wetter. Und auch heute scheint wieder die Sonne.

Nach dem ersten Kaffeestopp fahren wir durch’s wildromantische Bodetal, vorbei an der Rosstrappe, zum Hexentanzplatz. Natürlich ist hier alles voll mit Touris – zu denen wir auch irgendwie zählen – aber doch irgendwie nett und eigentlich ein Muss, wenn man im Harz unterwegs ist. Also halten auch wir für ein Foto, werfen einen Blick ins gegenüberliegende Tal und zu dem heute gut sichtbaren Brocken. Zu dem fliegen die Hexen ja angeblich in der Walpurgisnacht.

Nach einem herrlichen Mittagessen in der Bückemühle legen wir am Nachmittag noch einen Stopp an der einzigen Stabkirche in Deutschland, in Hahnenklee, ein. Weil es bis zum Hotel nicht mehr weit ist, beschließen wir, die Kaffeepause dort einzulegen, ist die dortige Terrasse mit Seeblick doch auch ein lohnendes Ziel.

Morgen wollen wir unter anderem nach Halberstadt und Quedlinburg – bei hoffentlich weiterhin schönen Wetter.

Einmal quer durch den Harz

Wieder ein Tag mit Sonnenschein – dabei hatte die Wettervorhersage für die Woche ganz anders ausgesehen. Aber, wir wollen es nicht beschwören.

Nach dem Frühstück werden wir zuerst zum Gruppenfoto vors Hotel gebeten, dann geht’s Richtung Osterode. Ein kleines, lediglich weiß markiertes Sträußchen vor Clausthal-Zellerfeld weckt unser Interesse: erst geht es über Schotter, dann über rumpeliges Kopfsteinpflaster und schließlich über glatten Asphalt vorbei an den Prinzenteichen zur Bundesstraße 241.

in Osterode, das wir ebenfalls auf einer Nebenstrecke erreichen, legen wir einen kurzen Stopp am alten Friedhof ein. Schon von weitem sind die Reste eines alten Turms zu sehen, der mal zu einer Burg Heinrich des Löwen gehörte. Die sollte alte Handelswege sichern. Denn vom unweit gelegenen heutigen Großparkplatzes mit dem historischen Namen „Bleiche Stelle“ waren einst Waren hinauf nach Clausthal-Zellerfeld transportiert worden.

Über Sankt Andreasberg erreichen wir Braunlage, wo wir diesmal in der „Hubertushöhe“ unsere Kaffeepause einlegen. Auf der sonnendurchfluteten Terrasse „sammeln wir Kraft“, denn die nächsten 75 Kilometer wollen wir ohne Pause zurücklegen. Gut eineinhalb Stunden kurvenreicher Fahrt auf zumeist kleinen Straßen warten auf und. Dann ist die Wolfsmühle erreicht, wo wir zum Mittagessen einkehren.

Stolberg, die alte Fschwerkstadt, hat sich für uns herausgeputzt; staunend fahren wir an unzähligen, liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern vorbei. In Elend lädt wenig später die kleinste Fachwerkkirche Deutschlands zu einem kurzen Fotostopp ein; die größte hatten wir tags zuvor in Clausthal-Zellerfeld fotografiert.

Dann folgen wir für einige Kilometer den Gleisen der Harzer Schmalspurbahn und haben Glück: im Bahnhof „Drei Annen Hohne“ steht gerade ein Lokwechsel an. Schnaubend steht die eine Dampflock auf dem Nebengleis, während die andere nebst Waggons gerade einfährt. Schnell wird umgekuppelt und schon setzt das schnaubende Ungetüm seine Fahrt hoch zum Brocken fort. Ein beeindruckendes Schauspiel, für das wir uns ein wenig Zeit nehmen.

Die Kaffeepause am Nachmittag legen wir in der Fachwerkstadt Wernigerode ein. Nachdem das „schmalste Haus“ fotografiert ist, geht’s zum Eis essen an den Marktplatz.

Noch eine gute dreiviertel Stunde Fahrt und wir sind wieder in Hotel. Das Abendessen ist wieder einmal köstlich und reichlich, das letzte Bier genießen wir mit der einbrechenden Nacht auf der Terrasse. Genau der richtige Abschluss für so einen tollen Tag.

Morgen wollen wir zum Hexentanzplatz, durch’s Bodetal fahren und in Hahnenklee die Stabkirche anschauen. Vielleicht schaffen wir am Nachmittag noch einen Abstecher zur Ockertalsperre. Da soll es riesige Windbeutel geben …

Immer zwischen den dunklen Wolken durch

Früh am Morgen lässt der Himmel die ersten blauen Stellen in der Wolkendecke erkennen. Nach dem Frühstück sind die schon deutlich größer geworden.

Unser erstes Ziel ist die Marktkirche von Clausthal-Zellerfeld, die grösste Holzkirche in Deutschland. Nach einem kurzen Fotostopp geht es auf Nebenwegen zur „Einhornhöhle“ bei Schwarzfeld. In dem karstigen Gestein hatte man einst viele Knochen gefunden und geglaubt, es mit Einhörnern zu tun zu haben. Ein fantasievolles Skelett steht heute vor dem Eingang zur Höhle, die tatsächlich Bären als Ruhestätte diente.

Mit „gebremstem Schaum“ geht es über Nordhausen weiter zum Kyffhäuser. Was nervt sind die ständigen Tempolimits. Breite Straßen und dann sind nur 70 oder 80 km/h erlaubt, innerorts häufig nicht mehr als 30. Reine Schikane – oder Abzocke, denn geblitzt wird recht häufig. Die alte Bergrennstrecke hoch zum Kyffhäuser macht vieles wieder wett. Den Abzweig zur Burgschänke verpassen wir irgendwie und rumpeln auf unbefestigter Wegstrecke erstmal hoch hoch zum Kassenhäuschen. Schuld war das Navi, das diesen Weg vorgeschlagen hatte 😉 Wegweiser braucht man dann ja nicht mehr zu lesen …

Wenig später sitzen wir bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse und machen ausgiebig Mittag. Bis jetzt ist es uns immer gelungen, den dunklen Wolken auszuweichen. Das klappt auch auf dem Weg nach Worbis, wo wir den alternativen Bärenpark besuchen.

Eine herrliche Strecke führt uns übers Ohmgebirge nach Herzberg. Hier tanken wir noch einmal voll und klemmen uns auf die Bundesstraße, um schnell zurück ins Hotel zu kommen. Schließlich ist es schon fast 18 Uhr und wir haben noch 45 Kilometer vor uns.

Rechts der Straße, über den Gipfeln des Harz, türmen sich bedenklich dunkle Wolken auf. Regen droht – und zwar heftig. Doch wieder gelingt es uns, einen Weg um das drohende Unwetter herum zu finden. Auf den letzten Kilometern sind nur die Straßen nass, wir aber erreichen trocken das Hotel.

Schön war’s, wieder einmal. Morgen fahren wir einmal quer durch den Harz. Hoffentlich wieder nur bei Sonnenschein.