Archiv der Kategorie: vhs Motorradtouren 2019

Habt Ihr Euch verfahren?

Erst sechs, dann acht, schließlich zwölf – am Ende waren es 14 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer, die mit uns am letzten Samstag im Oktober ganz in den Süden von Hessen fahren wollten. Igelsbach war das Ziel dieser Tour, die wir für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises organisiert hatten. Das Besondere: mitten durch den Ort verläuft die Grenze zwischen Hessen und Baden-Württemberg – das wollten wir uns mal anschauen.

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Zwei unterschiedliche Straßennamen: hier verläuft die Landesgrenze

Die Wettervorhersage war prächtig: morgens leichter Frühnebel, dann aber Sonne satt. Schöner hätte es nicht sein können. Kaum am Treffpunkt angekommen, verzogen sich denn auch die Nebelschleier, wir konnten in einen prächtigen Tag starten. Schnell noch die Birne im Hauptscheinwerfer eine K wechseln, dann konnte es losgehen.

 

 

Nach einem kurzen Stück auf der Autobahn ging es zunächst Richtung „Burg Frankenstein“ und dann, auf möglichst kleinen kurvenreichen Straßen, nach Beerfelden. Ich bin froh, mir jüngst einen Endurohelm mit weit vorgezogenen Schirm gekauft zu haben, blendet die tief stehende Sonne in der ersten Stunde doch gewaltig. Dafür taucht sie die Landschaft in ein fantastisches Licht. Immer wieder hängen dichte Wolken in den Tälern, wie Wattebäusche – faszinierend.

 

 

Kilometer um Kilometer geht es durch den Odenwald, an dem die Straßenbau wohl Gefallen gefunden haben. Zahlreiche Baustellen säumen unseren Weg, oftmals verbunden mit einer ausgeschilderten Streckensperrung. Doch gemäß dem Motto „lass uns doch mal schauen, warum wir hier nicht weiterkommen sollen“, versuchen wir unser Glück und finden meistens ein Schlupfloch.

 

 

Auf unserem Weg nach Beerfelden fahren wir durch Landschaften, die angesichts des spätsommerlichen Wetters einfach nur zu faszinieren vermögen.

 

 

Den ersten Halt legen wir in der Pension „Am Walde“ ein, die ihrem Namen mehr als gerecht wird. An drei großen Tischen ist für uns bereits eingedeckt, die Thermoskannen stehen schon auf dem Tisch. „Ich nehme pro Person sechs Euro, sonst rechnet sich Euer Besuch nicht für mich, dafür könnt Ihr aber auch Kaffee trinken so viel Ihr wollt“, macht die Chefin, eine ältere Damen, deutlich, die sorgsam darauf achtet, dass immer schnell nachgeschenkte wird. Es hat den Anschein, als säßen wir in ihrem Wohnzimmer, tatsächlich werden in der heimeligen Stube die Pensionsgäste verpflegt.

 

 

Nachdem wir die „Kaffee-Flatrate“ ausgiebig genutzt haben, starten wir zur nächsten Etappe, die uns auf schmalen Wegen ganz in den Süden von Hessen bringen wird. Wir folgen dem Lauf des Neckars und biegen dann in die Sackgasse nach Igelsbach ab. Rund 331 Einwohner zählt der Ort (Stand 2013), 224 wohnen in Hessen, 107 in Baden-Württemberg. Denn mitten durch die Wohnbebauung verläuft die Landesgrenze. Ein Kuriosum, das es nicht oft gibt.

„Habt Ihr Euch verfahren“, fragen uns zwei Anwohner, als wir die Motorräder am Straßenrand abstellen und die Fotoapparate herauskamen. Dass wir extra gekommen sind, um den „geteilten“ Ort zu besuchen, verwundert sie ein wenig. Uns wundern eher die Konsequenzen, die aus der Zugehörigkeit zu zwei Ländern resultieren: die Müllabfuhr kommt an verschiedenen Tagen, Ferien und Feiertage sind bei den Nachbarn unterschiedlich, es gelten andere Landesgesetze …

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Genau auf der Grenze: links ist Hessen, rechts Baden-Württemberg

1370 wurde der Weiler Igelsbach das erste Mal erwähnt. Schon im 14. Jahrhundert war der Ort zwischen den hessischen Herren von Hirschhorn und der Kurpfalz aufgeteilt. Versuche, die Grenzen zu verändern, gab es viele; sie scheiterten allesamt. Im Mai 1935 beispielsweise, weil die übergeordneten Landesbehörden im Zuge der „Flurbereinigung“ gern die Landesgrenze im nahegelegenen „Hirschhorner Zipfel“ neu gezogen hätte, was aber auf Widerstand stieß.

So wechselten zwar „die Herren“, die Grenze aber blieb. Im Laufe der Jahrhunderte gehörte der hessische Teil von Igelsbach zum Heiligen Römischen Reich, zum Großherzogtum Hessen, zum Deutschen Bund, zum Deutschen Reich, zur amerikanischen Besatzungszone und seither zur Bundesrepublik Deutschland; seit dem 27. September 1978 ist Igelsbach ein Stadtteil von Hirschhorn.

Gut 20 Kilometer noch und wir sind am Katzenbuckel. In der Turmschänke wollen wir unsere Mittagsrast einlegen.

 

 

Der Katzenbuckel ist mit 626 Metern der höchste Berg des Odenwaldes. Auch wenn man es kaum wahrnimmt, handelt es sich um einen erloschenen Vulkan, der vor rund 60 Millionen Jahren aktiv war. Rund 1.000 Meter im Durchmesser soll sein Schlot groß gewesen sein; ein hoher Gehalt an Magnetit lenkt an einigen Stellen, vor allem am Gipfelfelsen, Kompassnadeln noch immer von der magnetischen Nordrichtung ab. Wir genießen ungeachtet dessen unser Mittagessen und die herrliche Aussicht. Hausgemachte „Herrgottsbescheißerle“ mit Salat (Maultaschen) sind der Renner …

 

 

Es ist schon fast halb drei, als wir wieder auf die Motorräder steigen. Strahlend blauer Himmel und herrlichster Sonnenschein begleiten uns „Zum Steigkopf“ nahe Heppenheim. Zwei mächtige Steintische sind hoch oben am Berg für uns reserviert; noch einmal wollen wir gemütlich zusammensitzen und den herrlichen Ausklang einer abwechslungsreichen Motorradsaison genießen.

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An einem der Tische hat sich ein Ehepaar breit gemacht. Verschämt deutet sie auf das Reservierungsschild und blickt mich fragend an. Ich meine, so lange wir den Platz nicht bräuchten, könne sie gerne sitzen bleiben. Er hingehen schlürft provozierend an seinem halben Liter Wein, blickt in die Runde und fragt ein wenig von oben herab, warum wir denn zwei Tische bräuchten, wir seien doch nur acht.

„Weil gleich noch acht Motorradfahrer kommen und spätestens dann wäre es schön, wenn Sie sich einen anderen Platz suchen würde, denn dieser hier ist für uns reserviert, wie Sie unschwer am Reservierungsschild erkennen können“, meine ich freundlich aber bestimmt. Das wirkt – laut grummelnd packt er seine sieben Sachen und zieht um. Geht doch 😉

Am Selbstbedienungsfenster ordnen wir Kaffee und Kuchen, manch einer auch – wohl angesichts der milden Temperaturen – noch ein Eis mit heißen Himbeeren.

 

 

Irgendwie will niemand so recht nach Hause fahren. Das Ende der Saison ist nah und wir sitzen hier, nach einer tollen Tagestour, am Steigkopf gemütlich zusammen und schmieden Pläne für das nächste Jahr. Schweden, Normandie, Erzgebirge und das Aostatal sind derzeit die Favoriten. Mehr dazu in Kürze.

Nach und nach treten wir dann doch den Heimweg an. War wieder einmal schön mit Euch. Danke – und bis zur nächsten/ersten Tour in 2020.

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Die gefahrene Strecke haben wir wieder in einem kleinen Relive-Video zusammengefasst. Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen.

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Geheime Währungsreserve

15 Milliarden DM Währungsreserve – versteckt in einem geheimen Bunker in Cochem; eigentlich unglaublich. Mittlerweile ist dieser „Tresor“, der viele hundert Meter weit in hartes Schiefergestein gesprengt wurde, öffentlich (im Rahmen einer Führung) zugänglich. Wir haben ihn uns anlässlich einer vhs-Tagestour einmal angeschaut.

Da der Weg weit, die Führung kurzweilig aber gut eine Stunde lang war und das Mittagessen für 22 Motorradfahrer so seine Zeit brauchte, dauerte die Tour am Ende bis zum Sonnenuntergang – was mir persönlich ja immer gut gefällt.

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Die Strecke, die wir gefahren sind – sowie ein paar Fotoimpressionen – findest Du in unserem „Relieve-Video“. Der Bericht zur Tour folgt in Kürze.

Original-Link

Die letzte Tagestour in diesem Jahr führt am 26. Oktober an den Neckar, nach Igelsbach. Mitten durch den kleinen Ort verläuft die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen. Das wollen wir uns mal anschauen. Start ist um 9.00 Uhr an der Raststätte Büttelborn Süd, an der A 67, in Fahrtrichtung Pfungstadt. Hier kannst Du Dich anmelden: vhs-Link

Video-Schnipsel

Nach langer Zeit haben wir mal wieder einen kleinen Trailer mit iMovie erstellt. Das schnell geschnittene Video gibt ein paar kurzweilige Impressionen von unserer vhs-Tagestour zum Keltenfürst wieder.

Du hat Lust mal mit dabei zu sein? In diesem Jahr gibt es noch zwei schöne Tagestouren, die wir für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises anbieten. Im September laden wir zur geheimen Bunkertour an die Mosel. Bis zu 15 Milliarden Mark waren zu Zeiten des Kalten Krieges an gut getarnter Stelle in Cochem eingelagert. Wir haben für Samstag, den 21.9.2019, eine etwa einstündige Führung durch den rund 1.500 Quadratmeter großen einstigen Bundesbank-Bunker geplant und wollen den Besuch mit einer herrlich kurvenreichen Motorradtour durch den Hunsrück an die Mosel verbinden.

Weitere Infos findest Du unter dem nachfolgenden Link:
Geheime Bunkertour
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Der südlichste Punkt Hessens ist hingegen Ziel einer Tagestour, zu der wir am Samstag, den 26.10.2019 einladen. Auf kleinen, kurvenreichen Straßen wollen wir durch den Odenwald fahren und dabei über weite Strecken dem Grenzverlauf zu Bayern folgen. Das Ziel ist Igelsbach, das mit den Attributen »hessisch – badisch – sympathisch« wirbt. Denn mitten durch das kleine Dorf verläuft die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen. Ein Kuriosum, das es nur ganz selten in Deutschland gibt – für uns ein Grund, dem Süden Hessens auf dieser letzten Tagestour in dieser Saison einen kurzweiligen Besuch abzustatten.

Weitere Infos findest Du unter dem nachfolgenden Link:
„Geteiltes“ Dorf
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Bei Rückfragen schreib einfach eine Mail an: kurvenfieber@mac.com

 

Zu Besuch beim Keltenfürst

Mit einer lauten Knall, verursacht durch eine Fehlzündung, rollt die alte G/S auf dem Parkplatz vor der Volkshochschule aus. Michael, Walter und Andreas, die schon frühzeitig angereist waren, zucken merklich zusammen. Ich auch, als ich mir die Folgen dieses kleinen Malheurs betrachte: der linke Vergaser ist durch den plötzlichen Druck förmlich vom Stutzen „gesprengt“ worden und baumelt nun, nur noch von Gaszug und Choke gehalten, neben dem Zylinder …

Was nun? Der Tag fängt ja gut an. Ich krame aus dem Bordwerkzeug einen Schraubenzieher, löse die Schellen und frickele den Vergaser wieder an seinen angestammten Platz. Sollte halte.

Kurz nach 9 Uhr geht’s los. Heute wollen wir den Keltenfürst in Glauberg besuchen. 1988 entdeckte ein Heimatforscher in einem Getreidefeld am Glauberg einen riesigen Grabhügel, der im Laufe der Zeit eingeebnet war, dessen Ringgräben aber aus der Luft noch zu erkennen waren. Bei den Grabungsarbeiten fanden Forscher die Gräber von drei keltischen Kriegern, die hier 500 vor Christus bestattet wurden. Reich mit Grabbeigaben ausgestattet, zählen diese zu den prachtvollsten, die aus jener Zeit bislang gefunden wurden .
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Gefunden wurde auch die komplett erhaltene Statue eines keltischen Kriegers (dem nur die Füße fehlen). Diese beeindruckende Figur gilt als bedeutendster Fund der Latènekultur in Hessen. Die 2.500 Jahre alte Stele wurde am 24. Juni 1996 geborgen und ist im Original im neu errichteten Museum am Glauberg zu sehen. Und genau da fahren wir heute hin.

Auf zunächst meist breiten Straßen geht es über Kronberg, Oberursel und Bad Homburg Richtung Büdingen – mehr Pflicht als Kür. Nach einem malerischen Unterwegsstopp für die älteren Herren unter uns, wird das Asphaltband deutlich schmaler und kurviger. Auf Nebenwegen erreichen wir Glauberg; das Museum oben am Berg ist prima ausgeschildert. Noch einmal durch den Kreisverkehr und schon sind wir da.

Ein gewaltiger Kubus ist da in der Landschaft platziert worden. Beeindruckend. Während die Autos auf Schotter parken müssen, gibt es für Motorräder eine gepflasterte Abstellfläche. Lobenswert. Wir machen erst mal eine Kaffeepause und genießen, unter dem „Vordach“ des Museums sitzend, die Aussicht auf den Grabhügel und das künstlerische Arrangement einer Vielzahl an Keltenfürsten.

7 Euro kostet der Besuch des Museum, die wir gerne investieren. Auf großzügig gestalteten Ausstellungsflächen werden die im Grabhügel gefundenen Exponate präsentiert und erläutert. Dazu viel Hintergrund zur Geschichte der Kelten.

 

Highlight der Ausstellung ist sicher die Original-Stele eines mannshohen Kriegers, die am Fuße des Grabhügels gefunden wurde. „Da mussten die Restauratoren nur mit dem Pinsel dran, ansonsten steht die 2.500 Jahre alte Figur hier genau so, wie sie ausgegraben wurde“, sagt mir einer Museums-Mitarbeiter. Unglaublich.

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Wir machen uns wieder auf den Weg. Im weiten Bogen fahren wir auf möglichst kleinen Straßen Richtung Brachtal und Flörsbachtal.

In Lohrhaupten ist im Hotel Waldeck der Mittagstisch schon für uns gedeckt. Wir genießen die Pause auf der schattigen Terrasse, haben die Temperaturen die 30 Grad-Marke doch schon erreicht. Gut, dass wir nur eine „Kleinigkeit“ bestellen 😉

Durch den waldreichen Spessart fahren wir auf kleinen kurvenreichen Straßen weiter nach Gelnhausen.

Ziel ist das Blockhaus, das auf einer kleinen Anhöhe liegt. Hier im Gelnhäuser Wald haben die Menschen früher ihre Feste gefeiert. Nach getaner Arbeit wollten sich die Bürger am Wochenende erholen – und errichteten das Blockhaus, eine kleine Gaststätte am Ende eines alten Hohlwegs, an dem einst „Holzweiber“ Brennholz aus dem Wald holten.

Vieles scheint hier noch wie früher. Wer essen oder trinken möchte, muss sich an einem kleinen Fenster anstellen und sich seinen Kaffee selber holen. An den Tischen und Bänken sitzen viele ältere Gelnhäuser, die bei Bier und Eisbein mit Brot den lauen Samstagnachmittag genießen – und das wohl jeden Samstag. Man kennt sich, ist per Du und rückt zusammen, wenn weitere Gäste kommen.

Wir genießen die ganz eigentümliche Stimmung, machen uns dann aber irgendwann doch auf den Heimweg. Weil ich (noch) keine Lust auf Autobahn habe, fahre ich zunächst Richtung Seligenstadt – vorbei an Froschhausen, wo jüngst ein heftiger Sturm gewütet hat. Die Folgen sind noch heute sichtbar.

In Seligenstadt geht es – ganz nostalgisch – mit der Fähre über den Main und durch die malerische Altstadt, vorbei an der Einhard-Basilika.

Noch ein paar Kilometer Landstraße und ich orientiere mich so langsam Richtung A3. Die letzten Kilometer fahre ich dann doch Autobahn …

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P.S.: Der Vergaser hat gehalten 😉

Den Routenverlauf haben wir wieder auf unsere Relive-Seite festgehalten. Hier ist da kleine Video.

Der Original-Link

Den Streckenverlauf kannst Du auch auf der Landkarte nachverfolgen

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In diesem Jahr gibt es noch zwei schöne Tagestouren, die wir für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises anbieten. Im September laden wir zur geheimen Bunkertour an die Mosel. Bis zu 15 Milliarden Mark waren zu Zeiten des Kalten Krieges an gut getarnter Stelle in Cochem eingelagert. Wir haben für Samstag, den 21.9.2019, eine etwa einstündige Führung durch den rund 1.500 Quadratmeter großen einstigen Bundesbank-Bunker geplant und wollen den Besuch mit einer herrlich kurvenreichen Motorradtour durch den Hunsrück an die Mosel verbinden.

Weitere Infos findest Du unter dem nachfolgenden Link: Geheime Bunkertour
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Der südlichste Punkt Hessens ist hingegen Ziel einer Tagestour, zu der wir am Samstag, den 26.10.2019 einladen. Auf kleinen, kurvenreichen Straßen wollen wir durch den Odenwald fahren und dabei über weite Strecken dem Grenzverlauf zu Bayern folgen. Das Ziel ist Igelsbach, das mit den Attributen »hessisch – badisch – sympathisch« wirbt. Denn mitten durch das kleine Dorf verläuft die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen. Ein Kuriosum, das es nur ganz selten in Deutschland gibt – für uns ein Grund, dem Süden Hessens auf dieser letzten Tagestour in dieser Saison einen kurzweiligen Besuch abzustatten.

Weitere Infos findest Du unter dem nachfolgenden Link: „Geteiltes“ Dorf
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Wir freuen uns, wenn Du (wieder) mit dabei bist und stehen für Rückfragen gern zur Verfügung. Schreib einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com

 

 

Zwei Tagestouren im Herbst

Auf zwei herrlich abwechslungsreiche Tagestouren, die wir für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises organisieren, wollen wir heute aufmerksam machen. Im „goldenen Herbst“ lohnt das Motorrad fahren ganz besonders – und wenn die Ziele dann noch attraktiv sind, steht einer Anmeldung eigentlich nichts mehr im Wege.

Im September laden wir zur geheimen Bunkertour an die Mosel. Bis zu 15 Milliarden Mark waren zu Zeiten des Kalten Krieges an gut getarnter Stelle in Cochem eingelagert. Wir haben für Samstag, den 21.9.2019, eine etwa einstündige Führung durch den rund 1.500 Quadratmeter großen einstigen Bundesbank-Bunker geplant und wollen den Besuch mit einer herrlich kurvenreichen Motorradtour durch den Hunsrück an die Mosel verbinden.

Weitere Infos findest Du unter dem nachfolgenden Link: Geheime Bunkertour
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

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Mit dem Motorrad unterwegs – zum Beispiel Richtung Mosel

Der südlichste Punkt Hessens ist Ziel einer Tagestour, zu der wir am Samstag, den 26.10.2019 einladen. Auf kleinen, kurvenreichen Straßen wollen wir durch den Odenwald fahren und dabei über weite Strecken dem Grenzverlauf zu Bayern folgen. Das Ziel ist Igelsbach, das mit den Attributen »hessisch – badisch – sympathisch« wirbt. Denn mitten durch das kleine Dorf verläuft die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen. Ein Kuriosum, das es nur ganz selten in Deutschland gibt – für uns ein Grund, dem Süden Hessens auf dieser letzten Tagestour in dieser Saison einen kurzweiligen Besuch abzustatten.

Weitere Infos findest Du unter dem nachfolgenden Link: „Geteiltes“ Dorf
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Wir freuen uns, wenn Du (wieder) mit dabei bist und stehen für Rückfragen gern zur Verfügung. Schreib einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com

 

Einmal in die Wetterau

VHS-TOUR: WETTERAU / Samstag, 6.7.2019 – Eigentlich wollten wir heute die zwei Räder unserer Motorräder gegen vier Räder eines GoKarts tauschen. Doch angesichts von vorhergesagten Temperaturen um die 30 Grad am Nachmittag, behielten wir uns vor, erst nach dem Essen spontan zu entscheiden, ob wir uns ein schweißtreibendes Rennen tatsächlich antun wollen. (Die meisten wollten nicht).

Schon kurz nach halb neun war der Parkplatz an der vhs in Hofheim gut gefüllt. Sieben Teilnehmer hatten sich angemeldet, spontan kam noch Jörg dazu, der fragte, ob er auch mitfahren könne. Konnte er 😉

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Los geht´s, zur ersten Etappe, die nach Lich führt.

Über den großen Feldberg und das Weiltal fuhren wir über Usingen Richtung Münzenberg und weiter nach Lich. Inmitten der malerischen Altstadt, direkt am Stadtbrunnen, fand sich das Café Goebel; hier legten wir die erste Pause ein. Milchkaffee in großen Tassen und ein leckerer Rhabarberkuchen sorgten für die nötige Nervennahrung. Hier im Schatten ließ es sich aushalten 😉

Auf den nächsten Kilometern tasteten wir uns immer wieder an der Nordgrenze der Wetteraus entlang und wechselten ein ums andere mal in den angrenzenden Vogelsberg. Kleine, kurvige Straßen überwogen, die häufig durch kühlen Wald führten. Als wir durch Eichelsachsen fahren, fängt Robert hinter mir an zu hupen. Wir halten an und ich sehe warum: das Topcase neigt sich bedenklich Richtung Rücklicht. An der Gepäckbrücke haben sich zwei Schrauben gelockert und sind abgefallen.

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Das Topcase hat Schräglage

Sinnvollerweise liegt die kleine Dose, in der ich immer ein paar Ersatzschrauben mitführe, noch im Topcase der DR 650er, so dass jetzt erst einmal gute Rat teuer ist. Im Hauseingang nebenan sind zwei Jungs offensichtlich dabei das Familienauto mit dem Gepäck für die nächste Urlaubsreise zu beladen. Ich frage, ob sie möglicherweise zwei 10er Schrauben nebst Mutter hätten. Daraufhin holt einer den Papa, der mit mit in den Schuppen geht. Wie es der Zufall finden, finden sich auf der Werkbank Schrauben satt.

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Ein Schrauben-Paradies in Eichensachsen

„Was fährst Du denn für ein Motorrad“, fragt mich der Senior. Als ich im sage, eine alte G/S, bekomme ich zur Antwort: „Dann nehmen wir Schrauben au Edelstahl“. Flugs ist die Gepäckbrücke wieder angeschraubt und mit zwei zusätzlichen Muttern gesichert, so dass wir die Fahrt fortsetzen können. Noch mal einen ganz herzlichen Dank an meinen unbekannten Retter!

Die Mittagspause legen wir wenig später im Gasthof „Zur Schönen Aussicht“ in Birstein-Obersotzbach ein. Der Wirt begrüßt uns herzlich, fährt er doch auch Motorrad und hat zwei alte BMWs aus den 80er Jahren im Stall. Die Speisekarte gefällt uns: jede Menge Schnitzel in unterschiedlichsten Variationen; hier findet jeder etwas für seinen Geschmack.

Nach dem Essen ist klar. GoKart fahren werden wir ein anderes mal. Heute ist es dazu einfach zu warm. Statt dessen nutzen wir den Nachmittag für eine ausgiebige Tour, die uns nach Bad Vilbel führen wird. Im Ahrenshof wollen wir die nachmittägliche Kaffeepause einlegen. Der Weg dorthin führt vorwiegend durch die Wetterau, die wir jetzt auf ihrer eher flacheren Variante erleben.

Im Ahrenshof angekommen, lassen wir es uns noch einmal gut gehen, bevor wir so langsam den Heimweg antreten.

Die nächsten vs-Tagestour wird uns am Samstag, den 31.8.2019 zum „Keltenfürst“ führen. Weitere Informationen dazu unter folgendem Link.

Neu hinzugekommen sind zwei Tagestouren im September und Oktober. Am Samstag, den 21.9.2019 fahren wir über den Hunsrück an die Mosel, um in Cochem den geheimen Bunker der Bundesbank zu besichtigen. Weitere Informationen dazu unter folgendem Link.

Und zum Abschluss der Motorradsaison fahren wir am Samstag, den 26.10.2019 an die Grenze von Hessen und Baden Württemberg – die verläuft in Egelsbach mitten durchs Dorf. Weitere Informationen dazu unter folgendem Link.

Zu allen drei Tagestouren kannst Du Dich auf der Homepage der Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises jetzt schon anmelden. Gesamtübersicht vhs.

Die Strecke, die wir am Samstag in der Wetterau zurückgelegt haben, haben wir wieder in einem kleinen Reliefe-Video zusammengefasst.

Hier wäre der Original-Link

Auf der Karte kannst Du unsere Route auf einen Blick nachverfolgen.

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Unsere Pausen:

Kaffeepause (Vormittag)
Café Goebel
Oberstadt 2
35423 Lich

Tel.: (06404) 92 84 003
Web: https://relaunch2014.cafegoebel.de/cafe-goebel-lich/

Mittagspause
Gasthaus „Zur schönen Aussicht“
Forsthausstraße 12
63633 Birstein-Obersotzbach

Tel.:(06054) 1801
Web: https://www.pension-becker.net

Kaffeepause (Nachmittag)
Ahrenshof
An der Kirche 1
61118 Bad Vilbel

Tel.: (06402) 51 33 55
Web: http://www.ahrenshof-massenheim.de

Mehr Infos zu unserer Touren gerne per Mail unter kurvenfieber@mac.com

Zum Mittelpunkt Europas

VHS-TOUR: ZUM MITTELPUNKT EUROPAS / Samstag, 1.6.2019 – Diesmal hat alles geklappt. Vor sechs Wochen, da standen vier Unerschrockene, bei Temperaturen knapp über Null und leichtem Schneegriesel, erstmals an der Autobahnraststätte Weiskirchen und überlegten, ob sie bei diesem Wetter ernsthaft eine Motorradtour über die Höhen des Spessarts unternehmen sollten. (Hier ist der Bericht dazu).

Wir wollten nicht und haben lieber einen neuen Termin gesucht. Im zweiten Anlauf passt dann alles. Mit neun Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern machten wir uns am Samstag, den 1. Juni 2019, bei bestem Wetter von Weiskirchen aus auf den Weg.

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Über Hörstein, Schimborn und Krombach hangelten wir uns auf möglichst kleinen Straßen Richtung Westerngrund.

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Dort, an einer kleinen Nebenstraße, befindet sich der augenblickliche Mittelpunkt Europas. Auf einem schmalen, unbefestigten Waldparkplatz werden die Motorräder wagemutig abgestellt und schon werden die Handys gezückt, um diesen denkwürdigen Ort im Bild festzuhalten.

 

 

 

 

 

Die erste Kaffeepause legen wir in Schöllkippen im „Gasthof Post“ ein, der zu den ältesten Gasthäusern im Kahlgrund zählt. 1446 soll der ehemalige Wirtschaftshof auf den Schlosswiesen entstanden sein; in der Schankstube machten einst die Boten Rast, die zwischen Aschaffenburg und Gelnhausen unterwegs waren – und berichteten beispielsweise am 5. Mai 1525 von den Geschehnissen, die sie vom Bauernkrieg erfahren hatten. Wir sitzen heute entspannt im Biergarten und genießen diesen herrlichen Tag.

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Veitshöchheim, nahe Würzburg, ist unser nächstes Ziel, Da läge, auf einem Acker am Wegesrand, der neue Mittelpunkt Europas, sollte Großbritannien die Europäische Gemeinschaft tatsächlich verlassen. Gut eineinhalb Stunden sind wir auf kleinen kurvenreichen Spessartstraße unterwegs und genießen jeden Kilometer. Immer wieder kommen uns größere oder kleine Gruppen an Motorradfahrern entgegen, die herzlich gegrüßt worden.

 

 

 

 

 

Bevor wir aber einen Blick auf die mögliche Zukunft werfen, ist erst einmal Mittagessen angesagt. Es war gar nicht so einfach ein entsprechendes Lokal zu finden. So manche Gaststätte, die wir bei der Vorbereitung der Tour „gegoogelt“ hatten, ist zwischenzeitlich „dauerhaft geschlossen“. Das „mandino“ am Schenkenturm aber hat geöffnet und so genießen wir hier – in traumhafter Lage und mit Blick auf die mächtige Festung im nahgelegenen Würzburg – Pizza und Pasta.

 

 

 

 

 

Gut gestärkt fahren wir, ein Stück auf der breiten, parallel zum Main verlaufenden B27, nach Veitshöchheim bzw. Gadheim. Hierhin, auf einen kleinen Acker am Straßenrand, würde sich der Mittelpunkt Europas verschieben, würden die Briten ihrer Ankündigung umsetzen und aus der EU austreten.

Das Fremdenverkehrsamt in Veitshöchheim wäre darauf vorbereitet. Die Stelle ist bereits mit einem Schlagbaum markiert, eine kleine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein, die Zufahrt erfolgt über einen eigens geschotterten Weg. Das nenne ich vorausschauendes Marketing – Kompliment!

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Weil aller guten Dinge drei sind, wollen wir zum Abschluss dieses herrlichen Tourtages auch dem ehemaligen Mittelpunkt Europas noch einen Besuch abstatten. Der lag bis 2013 nahe Gelnhausen und verschob sich mit dem Beitritt Kroatiens nach Westerngrund – dem ersten Ziel unserer heutigen Reise. Also „hoppeln“ wir über einen Feldweg zurück auf den Asphalt und freuen uns über eine weitere gute Stunde Fahrt auf kurvenreichen Strecken.

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Dabei genießen wir die Aussicht auf hügelige Weinberge, fahren in Thüngersheim im Schritttempo durch die malerische Altstadt, staunen über beeindruckende Felsformationen, folgen wieder einmal die Flusslauf des Mains, werfen bei Karlstadt einen Blick auf die alte Burgruine und laufen kurz vor Ruppertshütten auf eine Hochzeitsgesellschaft auf, deren Autocorso uns über einige Kilometer deutlich ausbremst.

 

 

 

 

 

Noch wenige Kilometer durchs Flörsbachtal fahrend, haben wir unser nachmittägliches Etappenziel erreicht und genießen auf der Sonnenterrasse des „Flörsbacher Hof“ mächtige Eisbecher mit Erdbeeren oder leckeren Kuchen.

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Bis Meerholz ist es nicht mehr weit. Dort liegt, ein wenige versteckt am Waldesrand, der einstige Mittelpunkt Europas: vom 3. Januar 2007 bis zu. 1.7.2017 symbolisierte eine drei Tonnen schwere Skulptur aus rotem Sandstein den damaligen geographischen Mittelpunkt der Europäischen Union. Sieben Künstler aus der Region hatten das Objekt gemeinsam entworfen. Nach und nach wurde in die Skulptur Sand und Erde aus den 27 Mitgliedstaaten der EU eingefüllt, deren Lage eingravierte Linien zweigen.

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Heute liegt dieser geschichtsträchtige Flecken ein wenig vergessen in der Abendsonne. Durch eine alte Parkbank wachsen malerisch Margeriten, die Vögel zwitschern – ansonsten herrscht himmlische Ruhe. So könnte es doch auch in Europa sein …

 

 

 

 

 

Wir treten den Heimweg an. Noch ein paar Kilometern fahren wir auf herrlichen Landstraßen, dann biegen die meisten ab auf die Autobahn. Es ist schon nach 18 Uhr.

 

 

 

 

 

 

Das nächste Ziel: die Wetterau

Die nächste Tagestour mit der vhs führt am Samstag, den 6. Juli 2019 in die Wetterau, einer der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands, Weiträumige Auenlandschaft durchziehen malerische Tal-Landschaften und laden zu einer ausgedehnten Motorradtour geradezu ein. Für Abwechslung wird ein kurzer Stopp an einer GoKart-Bahn sorgen, auf der wir mit allen, die dazu Lust haben, ein paar Runden drehen wollen.

Anmeldung und weitere Informationen direkt über die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises.  Hier ist der Link zur vhs-Seite.

Rückblick:

Von unserer Motorradtour zum Mittelpunkt Europas gibt es wieder ein kleine Video, das den Routenverlauf und ein paar Bilder zeigt.

Original-Link

Den Streckenverlauf kannst Du auch auf unserer GPSies-Seite nachverfolgen. Einfach auf das Bild oder den Original-Link klicken

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Das Höhenprofil zeigt Dir, welche Steigung- und Gefällstrecken wir zurückgelegt haben:

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Unsere Unterwegs-Stopps:

Kaffeepause am Vormittag

Gasthaus Post
Lindenstraße 6
63825 Schöllkrippen
Tel. 06024 630950
www.gasthaus-post-schoellkrippen.de

 

Mittagspause

mandino
Am Schenkenturm
97080 Würzburg (Dürrbachau)
Tel. 0931 960899
www.mandoniowuerzburg.de

 

Kuchenpause am Nachmittag

Flörsbacher Hof
Vockeweg 1
63639 Flörsbachtal-Flörsbach
Tel.: 06057 790
www.floersbacher-hof.de

Mehr Infos über unsere Motorradtouren erhältst Du am einfachsten per Link unter kurvenfieber@mac.com Wir freuen uns darauf, mit Dir auf zwei Rädern unterwegs sein zu können.