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Nur noch einmal durch Österreich?

So langsam beginnen wir die nächste Saison etwas konkreter zu planen. Schweden könnte ein Ziel sein, vielleicht mal wieder das Erzgebirge. Mit Sicherheit aber nicht Österreich oder ein Land, dass nur durch die Fahrt durch die Alpenrepublik erreichbar ist. Nach Italien kommt man glücklicherweise auch auf anderen Wegen …

Die Vignette ist gekauft, der Ärger bleibt

Mich ärgert der unverhohlene Zwang, in den Sommermonaten die Autobahn an bestimmten Stellen nicht verlassen zu dürfen oder diese benutzen zu müssen. Auf der Rückreise von Gardasee war plötzlich die alte Brennerstraße gesperrt, jetzt ist es am Wochenende auch verboten, die A10 zwischen Puch-Urstein und St. Michael im Lungau zu verlassen. Geht’s noch?

Natürlich habe ich Verständnis für die staugeplagten Anrainer. Aber dass, was sich österreichische Politiker derzeit erlauben – Auto- und Motorradfahrer über viele Kilometer auf der Autobahn zu kasernieren – ist keine Lösung. Mich wundert, dass der deutsche Verkehrsminister so ruhig bleibt und nur Verbalattacken reitet.

Es ist schon unverschämt, alle, die nicht die Autobahn benutzen (wollen) als Mautpreller zu verunglimpfen. Steht irgendwo geschrieben, dass der Urlaubsreisende in Österreich zwanghaft die Autobahn benutzen muss – noch dazu, wenn er mit dem Motorrad anreist?

Ich habe bei einer Fahrt durch Österreich immer eine Plakette am Ducato, weil ich alle Verkehrswege nutzen möchte. Meist fahre ich bis Innsbruck-Süd die Autobahn und wechsle dann auf die alte Brennerstraße, weil ich die Europabrücke einfach nicht mag. Da fahre ich lieber kurvenreich und zeitraubend dem Grenzübergang auf der Landstraße entgegen, trinke unterwegs einen Kaffee, tanke noch mal voll und kaufe gelegentlich im Supermarkt ein. So beginnt für mich der Urlaub.

Doch all das darf ich nicht mehr. Ich darf auch nicht, vom Tauern kommend, auf die Landstraße wechseln, wenn ich der Autobahn überdrüssig bin. Verboten, ab dem Wochenende. Ich finde das unglaublich.

Und so werde ich Österreich erst einmal meiden und aus der Tourenplanung ausklammern. Schade für meine befreundeten österreichischen Hoteliers – aber so geht das einfach nicht. Zumal ich es für mehr als befremdlich halte, dass die vorgeschriebenen „Ausweichstrecken“ immer gebührenpflichtig sind. Würde Österreich zu den „Sperrzeiten“ auf die Maut verzichten, könnte man ja geneigt sein, dem Ganzen noch einen Sinn abzugewinnen. So aber empfinde ich das Verhalten als Provokation – obwohl ich eine Vignette für die Autobahn habe.

Schade eigentlich, denn irgendwie passt das doch alles nicht zusammen. Da wirbt man um Touristen und ärgert sich dann, wenn diese in Scharen kommen. Muss ja nicht sein. Wir werden Österreich zumindest im nächsten Jahr nicht im Programm haben. Das wird jetzt wahrscheinlich Niemanden beeindrucken, musste aber mal gesagt sein. Ich hoffe, Ihr versteht mich.

Video

Tessin: Der Montag im Video

Der Stausee „Lago di Luzzone“ im „Valle di Blenio“ war unser erstes Ziel. Von dort ging es – mit einem Fotostopp am „Gruselhotel“ – auf abenteuerlichen Wegen zum Lago Ritom und von dort – auf einer kurvenreichen Nebenstrecke – wieder zurück in Richtung Bellinzona. Unterwegs haben wir natürlich noch eine kleine Kaffeepause eingelegt

Hier ist das Video von unserer Tour:

 

Die Route dazu findest Du auch auf GPSies

180924_Mo_Strecke

Dass wir bereits am ersten Tourtag ordentlich Höhenmeter zurückgelegt haben, zeigt die Statistik:

180924_Mo_Statistik

Erste Infos zu den Motorradtouren, die wir für 2019 geplant haben, findest Du hier:

Unsere Angebot an Motorradtouren in der Saison 2019

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Schreib einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com – wir antworten so schnell wie möglich.

Ein herrlicher Saisonabschluss

Wollen wir wirklich schon wieder nach Hause fahren? Das Wetter bleibt auch in den nächsten Tagen stabil und sonnig, die Straßen sind herrlich kurvig und erstaunlich leer noch dazu und eigentlich …

Doch wir müssen zurück, werden dieses Wochenende im Elsass aber in allerbester Erinnerung behalten. Mit einer strahlende schönen Sonne im Rücken fahren wir durch ausgedehnte Weinberge, deren goldgelbes Laub eine unnachahmliche Stimmung zaubert.

Dann geht es wieder „in die Berge“ – Mont Sainte Odilie will erklommen werden. Wir legen einen kurzen Abstecher zum Kloster ein, bietet doch die Aussichtsterrasse herrliche Fernblicke.


Kaum haben wir den Klosterberg erreicht, beginnen die Glocken zu läuten. Es ist zehn Uhr, die Messe beginnt. 

Wir setzen die Fahrt in Richtung Kandel fort. Die Suche nach einer Möglichkeit unterwegs noch einen Kaffee zu trinken, erweist sich als vorhersehbares Drama. Entweder gibt es kein Lokal oder das solchige ist noch geschlossen. Auch zwei kleine Bäckereien verkaufen nur Brot und Kuchen – beim letzten Mal hatten wir Glück in einem Hotel, doch daran fehlt es auch gerade.

Nachdem uns die vergebliche Suche reichlich Zeit gekostet hat, beschließen wir auf die Pause zu verzichten und fahren weiter Richtung Kandel. Dort gibt es einen kleinen Bauernhof mit guter Küche und Sonnenterrasse – da fahren wir jetzt hin.

Wir genießen die letzten Kilometer in Frankreich, die uns parallel der Autobahn auf waldreichen Straßen zur Grenze führen. Zehn Minten später ist das Etappenziel erreicht. 

Wir sitzen in der Sonne und genießen das gemeinsame Mittagessen. 


Und weil es so schön ist, und wir eigentlich noch nicht nach Hause wollen, gönnen wir uns noch ein Stück Kuchen zum Nachtisch.


Dann heißt es Abschied nehmen. Schön war das Wochenende und schön die gesamte Saison. Es hat wieder einmal viel Spaß gemacht, mit Euch allen Motorrad zu fahren.

Mit einer idyllischen Impression aus Kandel verabschieden wir uns offiziell in die Winterpause. Das Elsass-Wochenende war die letzte offizielle Tour in diesem Jahr. Machts gut – bis bald ….

Fahren, bis zum Sonnenuntergang

Was für ein herrlicher Tag. Strahlend blauer Himmel schon früh am Morgen. Und dann ein Frühstück, das zu beeindrucken weiß.


Kurz nach 9 Uhr werfen wir die Motoren an und fahren Richtung Col du Bonhomme. Einmal quer über die Terrasse und schon geht es los.


Tau liegt auf den Wiesen, leichte Nebelschwaden hängen in den Bergen und die Sonne lacht vom Himmel. Kaum losgefahren, könnte man gleich schon wieder einen Fotostopp einlegen. Das machten wir gut eine Stunde später auf einer kleinen „Route forestiere“. Wir halten an einem kleinen Gehöft und werden sofort vom Haushunde begrüßt.


Auch der Blick ins Tal will im Bild festgehalten werden – es ist einfach fantastisch.


Kurz darauf ist der Col du Bonhomme erreicht. Wir gönnen uns ein ausgiebiges Kaffeepäuschen und setzen den Weg auf der Route des Cretes fort. Schon bald stoppt uns laustarkes Gebimmel – es ist Almabtrieb und uns kommt eine Herde Kühe entgegen.


Kurz darauf halten wir erneut, der tollen Aussicht wegen.


Kaum wollen wir wieder losfahren, zieht ein Pulk von 20 Motorradfahrern an uns vorbei. Die haben sich wahrscheinlich beim Warten auf die vorbeitragenden Kühe „zusammengerottet“ und ziehen nun unfreiwillig, gemeinsam ihre Bahn, denn ganz vorne fährt ein Auto, das einfach keinen Platz machen will.

Wir klinken uns ein und folgen dem Tross für ein paar Kilometer, biegen dann aber wieder von der Höhenstraße ab, auf Nebenstrecken, die deutlich weniger befahren sind.

So langsam wird es Zeit für die Mittagsrast. Eher durch Zufall entdecken wir eine kleine Bäckerei, die auch Sandwiches anbietet. Genau das Richtige für einen kleinen Snack. Schon die Auslage ist verlockend.


Ich gönne mir ein „Drei Gänge-Menue“: Kaffee, Flammkuchen und was Süßes.


Über das „Elsässer Belchen“ geht es zur Ferme Auberge du Molkenrain“. Auf kurvenreicher Strecke erreichen wir das rustikale Aussichtslokal, von dem aus sich eine herrliche Aussicht bietet.


Zum nachmittäglichen Kaffee gehört hier unbedingt eine „tarte myrtilles“ – schon allein dafür lohnt sich die Fahrt ins Elsass.


Zum nachmittäglichen Kaffee gehört hier unbedingt eine „tarte myrtilles“ – schon allein dafür lohnt sich die Fahrt ins Elsass. Der Bauernhof hoch oben am Berg hält allerlei Viehzeug, zwei fette Schweine dösen im Schatten, während sich eine Gans ganz aufgeregt in der Abendsonne präsentiert.


95 Kilometer sind es noch, zurück zum Hotel. Tapfer meiden wir auch jetzt jede Hauptstraße und pflügen uns durch die Wälder Richtung Schlettstadt. 

Die immer tiefer stehende Sonne im Rücken fahren wir schließlich durch endlos scheinende Weinberge und erreichen in der Dämmerung unser Hotel. Der letzte ganz Fahrtag dieser Saison musste bei so herrlichem Wetter ausgenutzt werden – wir waren bis zum Sonnenuntergang unterwegs.


Eri versucht beim Feierabendbier noch einmal nachzuvollziehen, wo wir denn überall waren. Dann geht es rasch unter die Dusche und dann zum Abendessen.


Den Abend verbringen wir in trauter Runde. Morgen müssen wir leider schon wieder die Heimreise antreten.

Start mit Hindernissen

Endlich mal wieder ein Elsass-Wochenende mit Sonnenschein. Wir hatten lange überlegt, ob wir Mitte Oktober noch eine Tour Richtung Route des Cretes ins Programm nehmen sollten. Beim letzten Mal, vor vier Jahren, sind wir regelmäig in dichten Nebel eingetaucht, wenn und die Route höher als 500 Meter führte. Der Abzweig zur Königsburg war seinerzeit nur auf dem Navi zu erkennen, nicht aber durch die beschlagene Brille. Und bei der Tour zuvor, da steckten wir am Samstag in dichtem Schneetreiben fest – und das Ende September. Nun aber Sonne satt!


„Mit allen, die bis 16 Uhr am Hotel sind, wollen wir am Nachmittag noch eine erste kleine Runde drehen“ – das hatten wir den Teilnehmern angeboten. Und wenn ich diese Zusage einhalten will, dann muss ich mich so langsam sputen. Also rauf aufs Mopped und los. Statt gemütlich über Landstraßen gehts nun doch wieder auf die Bahn, entspannt Touren kann ich dann ja im Elsass.

Doch schon auf den ersten Kilometern schwarnt mit Böses. Irgendwas stimmt mit der Kupplung nicht. Der Widerstand wird immer geringer, es knarzt und knirscht, wenn ich den Hebel ziehe – und richtig, beim nächsten Ampelstopp sehe ich: der Zug ist gerissen. Weit komme ich nicht mehr.


Ersatz liegt vorsorglich im Topcase (alles was abreißen oder abbrechen könnte, habe ich dabei), so dass sich die Frage stellt: selber reparieren am Straßenrand oder schnell zurück in die Werkstatt?

Motorrad Speth in Kriftel ist nicht weit. Wenn ich es ohne viel schalten bis zur Autobahn schaffe und dann übers Gewerbegebiet fahre, habe ich keine Ampeln und bin immer auf der Vorfahrtstraße. Der Plan geht auf. Um kurz nach eins steht die BMW vor der Werkstatt, keine halbe Stunde später ist der Zug getauscht. Jetzt aber los!


Die ungeliebte Autobahn ist frei, nach einem Tankstopp in Kandel geht es weiter Richtung Straßburg. Wenn es weiter so gut läuft, bin ich mit zwanzig Minuten Verspätung am Hotel. Tut es aber nicht. Ein Unfall auf der Autobahn sorgt für reichlich stockenden Verkehr. Den Boxer mit zwei 45 Liter fassenenden Alukisten am Heck durch den Stau zu zirkeln erfordert Augenmaß und macht nicht wirklich Spaß – auch wenn ich schnell zwei französische Motorradfahrer im Schlepptau habe, denen ich die Gasse frei räume.

Als gar nichts mehr geht, versuche ich mein Glück auf Nebenstrecken. Also runter von der Autobahn und im quälenden Stopp-and-go durch die Vororte der europäischen Metropole. Freitagnachmittag ist irgendwie nicht der richtige Zeitpunkt, um entspannt rund um Straßburg Motorrad zu fahren.

Irgendwann lasse ich die Staus hinter mir und habe endlich freie Fahrt. Die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel, bei einem kurzen Päuschen auf einem kleinen Parkplatz muss das schnell dokumentiert werden.


Mittlerweile sagt das Navi die Ankunftszeit für kurz vor sechs voraus, so dass ich die prächtige Aussicht für einen weiteren Unterwegs-Fotostopp nutze. Jetzt muss ich mich nicht mehr sputen …


Kurz darauf ist Selestat erreicht und damit auch das Hotel, in dem wir unsere Übernachtungen gebucht haben. Der Weg zum Parkplatz führt ganz unorthodox quer über die Terrasse, egal, Hauptsache die Maschinen stehen sicher.


Kurz darauf trifft Stefan mit all jenen ein, die bis vier im Hotel waren. Gut 100 Kilometer war die Gruppe noch mal unterwegs und schwärmt vom tollen Licht, der Fahrt durch die Weinberge und den herrlichen Impressionen.


Natürlich gibt es gleich am ersten Abend deftige Elsässer Hausmannskost:


Ein bisschen Münsterkäse mit Kümmel für den kleinen Hunger danach:


Und schließlich Zitroneneis mit einem Schuss Hochprozentigem. Lecker!


Morgen wollen wir auf möglichst kleinen Straßen bis zum Grand Ballon – bei strahlendem Sonnenschein, versteht sich 😉

Den Rhein rauf und runter 

Die letzte Tagestour der vhs in diesem Jahr. Diesmal gibt Väterchen Rhein die Richtung vor. Wir treffen uns am Rastplatz Heidenfahrt.


Von da aus geht es auf Landstraßen zunächst Richtung Bingen. Bald darauf ist die Bundesstraße 9 erreicht. Die folgt dem Flußlauf über viele Kilometer Richtung Koblenz. Doch Motorrad fahren macht darauf nicht so richtig Spaß: zu breit, zu wenig Kurven, zu viele Autos und Busse, zu viele Geschwindigkeitsbegrenzungen, zu viele …
Also biegen wir so schnell wie möglich auf die kleinen Nebenstraßen ab, die links des Rheins ins „Gebirge“ führt. Schmal und kurvenreich windet sich die schmale Asphalttrasse bergauf und bergab. Am andere Flußufer erhebt sich majestätisch die Loreley, immer wieder genießen wir prachtvolle Ausblicke.

Nach gut eineinhalb Stunden erreichen wir die Rheingoldschänke bei Oberwesel. Zeit für eine Kaffeepause – oder ein zweites Frühstück, gibt es doch jahreszeitenbedingt leckeren Zwiebelkuchen.


Der scheint großes Interesse zu wecken, scheinen die drei mir gegenüber doch intensiv darüber nachzudenken, wie sie ein Stück abbekommen könnten, ohne dass ich es merke …

Weiter geht es Richtung Kaub. Hier wollen wir über den Rhein – und warten nur kurz auf die Fähre. Schnell ist das andere Ufer erreicht.


In einer weiten Schleife fahren wir Richtung Braubach, vorbei an der imposanten Marksburg. Dann geht es quer durchs Hinterland. In Kamp-Bornhofen stoßen wir wieder auf den Rhein und genießen die herbstliche Aussicht.

Anschließend legen wir unsere Mittagsrast ein – und gönnen uns nur eine Kleinigkeit.


Es fängt leicht an zu nieseln. Trotzdem setzten wir die Fahrt wie geplant fort – von so ein bisschen Regen lassen wir uns doch nicht erschrecken. Durchs Wispertal fahren wir kurvenreich Richtung Heidenrod. In der Hexenmühle legen wir die letzte Kaffeepause und sitzen noch einmal in trauter Runde zusammen.


Bei einem leckern Stück Pflaumenstreusel-Kuchen im Glas lassen wir diesen herrlichen Tag ausklingen.


Schön war es – wieder einmal. Danke an alle, die dabei waren.

Die letzte Kaffeepause

Die letzte Tour vom langen Wochenende. So langsam geht es wieder Richtung Heimat. In Wilgersdorf wollen wir noch eine kleine Pause einlegen, dann zerstreuen sich unsere Wege.


Strahlend steht die Sonne am Himmel, als wir gehen 9 Uhr aufbrechen. Auf zumeist schmalen Wegen fahren wir gen Süden. In den Wäldern hängt noch immer der Nebel, die Straßen sind oft mit nassem Laub bedeckt – entsprechend vorsichtig sind wir unterwegs.

Kurz vor elf haben wir unser heutiges Etappenziel erreicht; beim Kaffee lassen wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren und ziehen – trotz des teilweise durchwachsenen Wetters – eine positive Bilanz. Das Ederbergland und die umliegenden Regionen haben uns begeistert; wir kommen wieder – ganz bestimmt.