Noch bis zum Mittag wollen wir heute zusammen Motorrad fahren. Doch wer wird weiterhin dabei sein? Aufbruchstimmung macht sich breit. Einige haben noch bis zu 350 Kilometer vor der Brust, bis sie wieder zu Hause sind, andere fürchten den angedrohten Regen. Dabei verspricht die App zumindest für den Vormittag trockene Straßen.

Am Ende sind es noch Dirk und Ingo, die bis zum Mittag dabei sein wollen. Die kleine Gruppe schafft die Möglichkeit für ein paar schöne Fahraufnahmen. Ich fahre voraus, suche eine gute Position – und wenn alles klappt kommen Stefan, Ingo und Dirk erst dann angefahren, wenn alles für die Aufnahme bereit ist. Bei der Szene mit Burg Thurant im Hintergrund hat das am Vormittag wunderbar geklappt …
Wenig später stehe ich an der Hubertushöhe. Von hier schlängelt sich ein schmales und kehrenreiches Sträßchen hinunter an die Mosel. Gleich zu Beginn findet sich eine fotogene Serpentine …
Im weiteren Verlauf folgen wir zunächst der Mosel, schlagen uns dann querbeet Richtung Koblenz, um am „Rittersprung“ einen kurzen Fotostopp einzulegen.

Im einstigen Hotel gleichen Namens trafen sich vom 8. bis 10. Juli 1948, (mit Ausnahme des Saarlands) 11 Regierungschefs der in den westlichen Besatzungszonen neu gegründeten Länder, um den drei westlichen Siegermächte eine Vorlage zur Gründung eines westdeutschen Staates zu liefern. Daran erinnert heute eine monumentale Säule …
Auf schmalen Waldwegen geht es weiter; das nächste – und letzte Ziel der Tour – ist das Deutsche Eck in Koblenz.
Erfreulicherweise gibt es am Moselufer einen ausgewiesenen Motorradparkplatz, von dort sind es nur ein paar Schritte zur Reiterstatue des Deutschen Kaisers. Der steht auf seiner Statue auf blickt aufs Deutsche Eck: den Zusammenfluss von Mosel und Rhein. Auf der anderen Seite des Rheins erhebt sich eindrucksvoll die Festung Ehrenbreitstein, zu der man seit der Bundesgartenschau mit der Gondel fahren kann.





Wir nehmen uns ein wenig Zeit für eine letzte gemeinsame Kaffeepause, lassen die vergangenen Tage an der Mosel noch einmal Revue passieren.

Wenn später trennen sich unsere Wege. Stefan, Dirk und Ingo fahren nach Hause, ich zunächst zurück ins Hotel. Da steht mein Transporter. Also geht es wieder die Mosel entlang – mit Zeit für ein paar Fotostopps.




Die malerische Obernburg bei Kobern-Gondorf. Um Platz für die Bundesstraße zu schaffen, wurde das Erdgeschoss weitgehend abgerissen und durch einen Tunnel ersetzt – rechts im Bild gut zu sehen. Damals wahrscheinlich eine tolle Ingenieursleistung, heute einfach nur schrecklich …

Wenig später bin ich wieder im Hotel. Bei strahlendem Sonnenschein wird die G/S verladen, dann fahre auch ich nach Hause. Die schöne Moseltour ist zu Ende.




