Die Eisheiligen sind da – und machen ihrem Namen alle Ehre. 6 Grad zeigt das Bordthermometer; viel mehr werden es heute nicht werden. So mancher kramt die Regenjacke aus dem Topcase – die schützt nicht nur vor Nässe, sondern auch vor Kälte …

Wir rollen zunächst die Mosel entlang, erklimmen die erste Anhöhe und stürzen und bald darauf wieder kurvenreich ins Tal. Heute ist ein Tag, beim die Straßen keine 100 Meter weit geradeaus führen werden.
Der Abzweig ins Schrumptal scheint wegen Bauarbeiten gesperrt. Kein Durchkommen, auch nicht für Radfahrer steht an der Zufahrt. Keine Chance? Doch Halt: kurz hinter dem Sperrschild geht eine Straße links weg, die ebenfalls nach Münstermaifeld führt – vielleicht können wir die nehmen? Wir wenden kurz und versuchen unser Glück – um festzustellen, dass offensichtlich beide Straßen offiziell nicht befahrbar sind. Ich frage ein Ehepaar, das gerade in ein Auto steigt, ob es für Motorradfahrer nicht doch die Möglichkeit gebe …
„Das Schrumptal ist wieder offen, da könnt ihr durchfahren“, ruft sie mir freundlich winkend zu. Also versuchen wir unser Glück und fahren besonders vorsichtig die kleine Straße entlang, die von zahlreichen Mühlen gesäumt wird.
wirklich kein

Wenig später legen wir an der Burg Pyrmont einen Fotostopp ein. Eine steinerne Brücke – auf der eine kleine Kapelle steht – führt übers Tal, unterhalb lädt die Mühle Pyrmont Wanderer zu einer Rast ein. Wir aber fahren weiter …








Unser nächstes Ziel ist der Valwiger Berg; die kehrenreiche Serpentinenstrecke die hier hinauf oder hinunter führt, wird spaßhalber auch das „Stilfser Joch“ der Mosel genannt. Bevor wir die unter die Räder nehmen, stärken wir uns erstmal mit einer Kaffeepause, oder einem heißen Kakao mit Sahne …

Gleich gegenüber vom Gasthof steht einen unscheinbar wirkende Wallfahrtskapelle. Die Küsterin war so nett, die Tür für uns etwas früher aufzuschließen. So konnte ich während der Kaffeepause noch ein paar Bilder machen …
















Gut 80 Kilometer sind es bis Treis – nicht auf direktem Weg, sondern mit ein paar schönen Schleifen über die Moselanhöhen. Zuvor stürzen wir uns aber das „Stilfser Joch der Mosel“ hinunter und genießen jeden Meter Strecke. In Treis machen wir im Bootshaus Mittag und genießen den Ausblick auf den kleinen Yachthafen.






Die vorletzte Etappe des heutigen Tages führt uns hoch hinaus – am Gedeonseck wollen wir noch einmal Pause machen und den sensationellen Ausblick auf die Rheinschleife genießen …





Auf einer kleinen Info-Tafel heißt es: „An diesem Ort verweilte Johann Baptist Berger, Pfarrer in Boppard von 1833 bis 1888, mit dem Dichternamen „Gedeon von der Heide“ und ließ sich von dem herrlichen Ausblick zu seinen Gedichten und Liedern inspirieren. Zu seinem Gedenken benannte man diese Platz „Gedeonseck“. Nun wissen wir Bescheid.
Nachdem wir reichlich Aussicht – und auch Kuchen – genossen hatten, machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel …

Ein Feierabendbier und reichlich Fachgesprächen später, ging es zum Abendessen. Heute gab es Ingwer-Karottensuppe als Vorspeise, ein lecker Schnitzel vom Eifelschwein mit einer herrlichen Pilzsauce, Pommes und Salat. Zum Nachtisch noch Tiramisu – herrlich …






Auf der anderen Seite der Mosel, hoch oben am Berg, erstrahlt jeden Abend ein Kreuz: sichtbares Glaubenbekenntnis einer überwiegend katholischen Bevölkerung, wurde mir gesagt …


Ein wunderbarer Tag geht langsam zu Ende. Gegen Nachmittag waren die Temperaturen gerademal zweistellig – aber es war trocken.

Das Kreuz leuchtet links oben im Bild



























































































































































