Wetterkapriolen

Der Regen ist da, wie angekündigt. Die Schauer, die des morgens niederprasseln, nehmen an Intensität immer mal wieder zu. Keine schönen Aussichten. Dafür zwitschern die Vögel, dass es eine wahre Pracht ist.

Wir sind ein wenig unentschlossen und beschließen, uns aufzuteilen. Stefan fährt mit den „Unerschrockenen“ (Michael, Ingo und Dirk) wie geplant um 9 Uhr los. Uwe macht sich mit den „Unentschlossenen“ um 11:30 Uhr auf den Weg nach Maria Laach, wo wir uns dann zum gemeinsamen Mittagessen treffen wollen.

Es nieselt noch immer ein wenig, als wir uns zweieinhalb Stunden später ebenfalls auf den Weg machen. Das Thermometer zeigt gerade einmal 6 Grad Plus, auf einer Höhe von 250 Metern. Stefans Truppe wird nach der Kaffeepause die „Hohe Acht“ ansteuern, den mit knapp 700 Metern höchsten Punkt der Eifel. Da waren es dann nur noch 3,5 Grad …

Gegen halb eins erreichen wir die Klostergaststätte von Maria Laach. Das Parken ist für Motorradfahrer kostenfrei; im Lokal ist wunschgemäß ein Tisch am Fenster für uns reserviert. Alles bestens; danke. Eine heiße Tomatensuppe oder eine Currywurst mit Pommes sind so ganz nach unserem Geschmack. Zum Nachtisch noch ein „Klostergedeck“: Vanilleeis mit Karamellsauce und Nüssen, dazu ein Espresso – herrlich …

Es nieselt nur noch, als wir wieder aufbrechen. Ich möchte mir noch die Kirche von Maria Laach anschauen, alle anderen wollen lieber Motorrad fahren. So verabreden wir uns um halb vier zur gemeinsamen Kaffeepause; mir bleibt mehr als eine Stunde für eine private Fotopirsch. Zunächst durch den Skulpturengarten, dann durch die Kirche …

Es regnet nicht mehr, zwischenzeitlich lugt sogar die Sonne zwischen den Wolken hindurch. Ein Spatzenpaar hat ein Mauerwerk gebrütet und verpflegt den Nachwuchs nun durch einen engen Schlitz – herrlich anzuschauen …

Zur nachmittäglichen Pause treffen wir uns wieder. Die Gruppe war gut 75 Kilometer unterwegs, ich nur rund 15 Kilometer. Ein Stück Kuchen haben sich alle verdient. Vom gestrigen Muttertag gibt es noch Himbeertorte mit Buttercreme in Herzform, die sich prima durch zwei teilen lässt. Ich entscheide mich für das letzte Stück Mandarinenkuchen …

Bis zum Hotel ist es nicht mehr weit. Wir stürzen uns kurvenreich von den Moselanhöhen ans Flussufer. Ein Tankstopp noch und wir sind wieder da.

Das Abendessen ist wieder ganz nach unserem Geschmack: nach einer leckeren Spargelcreme-Suppe gibt es ein ordentliches Cordon bleu vom Eifelschwein, mit Pommes frites und Salat. Als Desert ein feines Creme brûlée mit Himbeere – und ganz zum Schluss was Hochprozentiges. Nach der feinen Zwetschge gestern, heute mal eine Mirabelle. Was für ein toller Tag …

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