Monatsarchiv: April 2013

Wer möchte mit nach Korsika?

Am 1. Mai brechen wir zu unserer abwechslungsreichen Motorradtour nach Korsika auf. Treffpunkt wird am Abend unser erstes Hotel in Bourg-en-Bresse sein. Von da aus fahren wir am nächsten Morgen gemeinsam weiter nach Gap und am Freitag dann nach Toulon. Von dort geht es mit der Nachtfähre nach Korsika. Sechs Tage werden wir auf der sagenumwobenen Insel sein und die Zeit für ausgedehnte Motorradtouren nutzen. Ein Hotelwechsel ist eingeplant, um Korsika in Gänze „erfahren“ zu können.

Am Donnerstagabend geht es dann zurück aufs Festland; am Samstagabend sind wir wieder in Bourg-en-Bresse und am Sonntag, den 12. Mai, fahren wieder zurück nach Hause.

Für einen männlichen Motorradfahrer hätten wir kurzfristig noch ein halbes Doppelzimmer frei. Denkbar wäre auch, dem Fahrer unseres Begleitfahrzeugs auf dem Beifahrersitz des Fiat Ducato Gesellschaft zu leisten.

Die Teilnahmegebühr beträgt für Motorradfahrer für die 12-tägige 1675 Euro, einschließlich aller Übernachtungen mit Halbpension und den beiden Fährpassagen sowie Gepäcktransport im Begleitfahrzeug. Dem Beifahrer würden wir lediglich die reinen Übernachtungskosten mit Halbpension berechnen.

Interesse? Wir würden uns über eine entsprechende E-Mail freuen – an: kurvenfieber@mac.com

Mit 20 Maschinen auf Tour

Das Hotel „Gut Hühnerhof“ ist mit einer der Gründe, warum wir so gern das Sicherheitstrainings-Wochenende im Programm haben. Das Abenessen, die Zimmer, das Frühstück, die netten Mitarbeiterinnen – es passt einfach alles.

Punkt 9 Uhr laufen die Motoren – auch der der Suzuki DR 650. Alle Sorgen waren unbegründet. Ein Knopfdruck und der mächtige Einzylinder stampf auf und ab. In drei Gruppen machen wir uns auf den Weg; die Sieberzmühle ist das Ziel für die Kaffeepause.

Jetzt muss sich die Suzi bewähren: drei 1200er GS „hängen mir im Nacken“, eine SuperTenerré sowie eine PS-starke Versys. Doch der Einzylinder schlägt sich wacker: auf den schmalen, kurvenreichen Straßen ist nicht unbedingt Leistung sondern vielmehr Handlichkeit gefragt. Und mit gerade einmal 160 Kilo „Kampfgewicht“ wieselt die Suzi bebende um die Ecken. Zumindest war ich kein Bremsklotz …

Nach einem leckeren Milchkaffee auf der sonnigen Terrasse der Sieberzmühle geht’s auf vorwiegend kleinen Straßen nach Jossa. Im dortigen Bikergasthof lassen wir uns zur Mittagszeit mit ordentlichen Portionen verwöhnen. Immer noch haben wir die herrlichen Straßen für uns alleine und brechen auf zur letzten kurvenreichen Etappe, die uns zurück in die Nähe von Gründau, in einen netten „Berggasthof“ bringen wird.

Von da an ging’s individuell nach Hause. Wie schön, dass wir uns bald schon wiedersehen: am 1. Mai brechen wir zu einer fast zweiwöchigen Reise nach Korsika auf. Die DR wird da als Ersatzmotorrad (und für den einen oder anderen Enduroausflug) im Ducato stehen …

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Etwas größer, etwas schwerer, etwas leistungsstärker als die DR 650 – bei der Mittagspause im Jossatal weckt die neue 1200er GS unser Interesse.

Sicherheitstraining für Tourteilnehmer

Alle Jahre im April bieten wir – in Zusammenarbeit mit dem ADAC Hessen-Thüringen – ein Sicherheitstraining speziell für die Teilnehmer der geführten Touren an. Heute war es wieder so weit. 20 begeisterte Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer waren nach Gründau gekommen, um auf dem ADAC-Trainingsgelände unter anderem Blickführung, Ausweichen und vor allem das richtige Bremsen zu trainieren.

Normalerweise nutze ich die Gelegenheit, das Training in vielen Fotos und Videosequenzen festzuhalten. Doch diesmal waren die Prioritäten anders gesetzt. Nach „nur“ eineinhalb Stunden „Dokumentation“ wurde die Kamera weggepackt und der Ducato gestartet.

Wolfenbüttel war das Ziel, das ich bis 20 Uhr erreichen wollte. Da wartete eine Suzuki DR 650 SE darauf, den Besitzer zu wechseln. Also rauf auf die Bahn, den Tempomat auf grob gestellt und der untergehenden Sonne entgegen gefahren. Alles lief prächtig, erwartungsvoll öffnete sich gegen halb neun das Garagentor.

Da stand sie: pulverbeschichteter Rahmen, tiefe breite Fußrasten, hochgelegter Lenker, Stahlflex, Miniblinker … kurzum, so wie ich mir auch umgebaut hätte. Das Problem nur: sie sprang nicht an. Licht ging, Blinker auch, nur offensichtlich mangelte es an Zündstrom. Also ein bisschen rumprobiert – und siehe da: bei gezogenem Kupplungshebel ging’s.

Also rein in den Ducato und schnell zurück nach Gründau. Um Mitternacht war unser Hotel, das „Gut Hühnerhof“, erreicht – gerade noch rechtzeitig um mit jenen Teilnehmern, die den Weg ins Bett noch nicht gefunden hatten, einen kleinen Schlummertrunk zu nehmen.

Morgen wird die DR ihre Bewährungsprobe haben. Da wollen wir eine wenig durch die Ausläufer der Rhön und dem Spessart fahren. Hoffentlich springt sie an …

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„Startaufstellung“ vor dem Sicherheitstraining. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann auf den Trainingsplatz.

Jetzt ist alles wieder gut

Die gelbe BWM hat wieder TÜV – endlich! Eigentlich hätte die alte G/S ja schon im September vergangenen Jahres auf ihren technischen Zustand hin überprüft werden müssen. Da aber alle anderen Motorräder, die sonst noch so in der Garage stehen, auch in „geraden“ Jahren zum TÜV müssen, lag der Gedanke nahe, die Maschine erst in 2013 vorzuführen.

Doch der lange Winter sorgte anschließend für Probleme. Denn es fand sich einfach keine Gelegenheit, die G/S einer ordentlichen Grundreinigung zu unterziehen. Dreckig zum TÜV fahren, kam nicht in Frage. Das mögen die Prüfer nicht so. Und wenn der Prüftermin schon überzogen ist, sollte alles getan werden, um den Mann im grauen Kittel milde zu stimmen.

Also verstrich der März und die ersten Tage im April. Das Moselwochenende rückte näher und die G/S war immer noch ohne TÜV. Also musste die alte, schwere FJ 1200 her halten, um auf kurvenreicher Strecke in die Saison zu starten. Das ist schon ein Unterschied, wenn man ansonsten die leichtfüßige G/S gewohnt ist – klappt aber nach zwei Tagen Fahrt erstaunlich gut.

Dann: endlich Sonne! Also den Putzeimer raus und die betagte BMW auf Hochglanz gewienert. Nach gut zwei Stunden harter Arbeit stand das gute Stück da – fast wie neu. Und der Prüfer war begeistert. Schon am nächsten Tag klebte die neue Plakette auf dem Kennzeichen. Jetzt ist alles wieder gut.

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Die Reifen sind (wieder) rund

Nach diesem Wochenende sind wir (wieder) „eingeschwungen“. Die Nebentäler der Mosel laden geradezu dazu ein, die im Winter eckig gestandenen Reifen wieder rund zu fahren. Und das haben wir am Wochenende ausgiebig getan.

Nach dem Frühstück ging´s zunächst nach Treis-Karden, dort auf die andere Seite der Mosel und dann zurück Müden. Spätestens da waren die Motoren warm gefahren und die Müdigkeit des Morgens verflogen. Also: die engen Serpentinen des Müdener Berg hinauf und einmal „quer durchs Geläuf“ ins Rheinische Schiefergebirge. Auf kurvenreicher Strecke – was denn sonst? – erreichen wir schließlich Boppard und finden direkt am Rheinufer ein nettes Plätzen für die morgendliche Kaffeepause.

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Anschließend folgen wir „Vater Rhein“ ein Stück des Weges, um dann doch wieder auf die Mosel zu treffen. Gegen Mittag sind wir zurück in Brodenbach. Genau zur richtigen Zeit. Es ist sonnig und warm – das entsprechende Wetter für die „Tieffliegerfraktion“, die uns und allen anderen mehrfach lautstark demonstriert, dass man auf der gut ausgebauten Uferstraße auch deutlich schneller als den maximal erlaubten 100 km/h unterwegs sein kann. Wie schön, dass wir lieber auf kleinen, engen, unübersichtlich und manchmal auch recht holprigen Nebenstraßen unterwegs sind. So wie an diesem ADAC-Wochenende – herrlich war´s!

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Die „Unerschrockenen“, die sich schon vor Wochen – als noch Schnee lag und es bitter kalt war – zum Moselwochenende angemeldet haben: Bernd, Dirk, Peter, Harald, Andrea, Christoph, Georg, Stefan und Manfred (sowie Uwe, der das Bild gemacht hat).

Vielversprechender Auftakt

Auch wenn die Wettervorhersage Sonne satt versprochen hat – es ist immer noch April! Strahlende blauer Himmel am frühen Morgen. Wir sitzen beim Frühstück und blicken direkt auf die Mosel. Schwere Frachtschiffe tuckern wummernd an uns vorbei; am anderen Ufer erstrahlt Löv in der Morgensonne.

Punkt 9 Uhr laufen die Motoren. 9 Maschinen setzen sich in Bewegung und fahren flussabwärts Richtung Süden. Nach einem ersten kurvenreichen Abstecher durchs Lützbachtal erreichen wir auf herrlich kleinen Straßen rechts der Mosel schließlich Zell. Hier legen wir in kleines Kaffeepäuschen ein,

In Reil haben wir unseren südlichsten Punkt erreicht, wechseln die Flußseite und fahren über die Ausläufer der Vulkaneifel bis nach Ulmen. Hier lassen wir uns ein deftiges Mittagessen schmecken. Bis jetzt hat der April seinem Namen alle Ehre gemacht: von blauem Himmel über dunkle Wolken bis hin zu einem kurzen Schauer hatten wir alles!

Dafür scheint ab jetzt nur noch die Sonne. Bis nach Klotten ist es eigentlich nur ein Katzensprung; wir schaffen es, gut 70 Kilometer kurvenreiche Wegstrecke zu einer attraktiven Tour zusammen zu basteln und sitzen pünktlich um halb vier auf der sonnendurchfluteten Terrasse des Hotel „Zur Post“. Motorrad fahren kann so schön sein!

Nach einem leckeren Stück Rhabarberkuchen und einer Tasse Kaffee geht es so langsam wieder zurück nach Brodenbach. Im Hotel Peifer haben wir diesmal Quartier genommen und werden dort um kurz nach 18 Uhr eintreffen.

Die gute Küche und das nette Ambiente runden das Motorradwochenende an der Mosel in idealer Weise ab – bis jetzt passt alles gut zusammen.

Morgen wollen wir noch einen Abstecher an den Rhein unternehmen, bevor es gegen Mittag wieder nach Hause geht.

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Unsere Belohnung am Nachmittag: ein leckeres Stück Rhabarberkuchen im strahlenden Sonnenschein auf der Terrasse des Hotel Post in Klotten an der Mosel.

Saisonstart an der Mosel

Eigentlich wollten wir ja schon seit gestern im Brabant sein. Zum Endurowandern, aber auch, um jene – uns unbekannte Gegend – mal mit dem Motorrad zu entdecken. Ein Aufbruch zu neuen Zielen, sozusagen – mal was anderes eben.

Doch die Neigung, auch mal in Nachbarland Holland zu weniger kurvenreichen aber nicht minder interessanten Touren aufzubrechen war (wie befürchtet) nicht sonderlich groß.

Also haben wir nach Alternativen gesucht und sind an der Mosel gelandet. Und wie sollte es anders sein: kaum starten wir ins Wochenende, scheint der Frühling auszubrechen. Sonne satt ist uns versprochen – trotzdem ist Jeder bei der Anfahrt nach Brodenbach irgendwie nass geworden. Einen Schauer gab’s immer.

Der guten Stimmung tut das keinen Abbruch. Pünktlich um 16 Uhr starten wir am Nachmittag zur ersten Runde. Die führt, auf kurvenreicher Strecke, von der Mosel an den Rhein und wieder zurück – herrlich!

Wir belohnen uns mit einem leckeren Abendessen und hoffen auf den morgigen Tag. Da soll der Frühling endgültig Einzug halten. Unterdessen wir es Nacht an der Mosel, auf die wir vom Restaurant aus blicken. Gut, dass wir uns trotz zunächst widriger Prognosen nicht haben davon abhalten lassen, an diesem Wochenende zu einer ersten Tour aufzubrechen.

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Die Wettervorhersage ist vielversprechend. Mal sehen, ob der April hält, was er verspricht.