Es ist gerade 12:30 Uhr – und die meisten Teilnehmer der kurvenreichen Moselrunde sind schon im Hotel eingetroffen. Zwei fehlen noch, aber wir wollen ja auch erst um 14:00 Uhr zur ersten Tour starten.

Für alle Hungrigen gibt es lecker Flammkuchen; wir sitzen auf der Terrasse und genießen den herrlichen Sonnenschein. Rainer ist seit Langem mal wieder da; alles „alte Bekannte“ bei dieser Tour.

Etwas früher als geplant, starten wir die Motoren. Von der Mosel soll es über den Rhein an die Lahn gehen. Leider ist die nächstgelegene Fähre bei Boppard für Monate außer Betrieb: ein unaufmerksamer Schiffsführer ist mit dem Anleger kollidiert; der muss jetzt erstmal repariert werden …
Auf möglichst kleinen Straßen fahren wir nach St. Goar, um von dort nach St. Goarshausen überzusetzen. Die Fähre erreichen wir „just in time“; als wir die Uferstraße entlang fahren, sehen wir, wie sie sich der Rampe nähert. Stolze 4,70 Euro kostet die Überfahrt für ein Motorrad mittlerweile. Gleichwohl genießen wir die kurze „Seereise“



Unser Ziel ist das verträumte Örtchen Balduinstein. Im alten Bahnhof „Stellwerk“ betreibt Jenniffer mit ihrem Team am Wochenende ein kleines Café. Die Auswahl an leckeren Kuchen hat uns (wieder mal) begeistert. Der Name ist dabei Programm; wir sitzen an einem langen Tisch vor der alten Mechanik, mit der einst Weichen und Signale gestellt wurden …








Rund um das Café ist Baustelle: die alte Lahnbrücke ist abgerissen und die neue offiziell noch nicht in Betrieb genommen. Für Schiffe ist die Durchfahrt unter der Brücke gesperrt, für Motorradfahrer die Fahrt über die Brücke noch nicht erlaubt. Also fahren wir – nach dem Bezahlen – ein kleines Stück retour, bevor wir uns gen Koblenz halten – auf teilweise recht rumpeligen Straßen. Wohl dem, der ein Motorrad mit langen Federwegen sein eigen nennt …








Den Rhein queren wir auf dem Rückweg – langweilig aber pragmatisch – auf der Bundesstraße, die nahe Koblenz über den Fluss führt. Auf den letzten Kilometern sind wieder kleine Straßen angesagt. Noch ein Tankstopp – und wir sind zurück im Hotel …

Punkt halb acht wird das Abendessen serviert. Als Vorspeise gibt es Vitello tonato, anschließend einen kleinen Salat. Als Hauptgericht Kalbsmedallions mit Bratkartoffeln (und reichlich Nachschlag. Zum Nachtisch eine Mousse au chocolat. Alles sehr lecker …






Auf den schönen ersten Tag gönnen wir uns noch was Hochprozentig: Birne und eine alte Pflaume sind die Favoriten.

Morgen soll das Wetter wechselhaft werden. Für die Nacht ist ordentlich Regen angekündigt. Mal sehen, wie es ausschaut, wenn wir beim Frühstück sitzen werden. Bis dahin bleiben wir zuversichtlich 😉




