Monatsarchiv: April 2019

Einmal quer über den Hunsrück

FRÜHSTART MOSEL / Sonntag, 7.4.2019 / 3. Tourtag – Das „Stilfser Joch der Mosel“ ist das erste Ziel des heutigen Tages. Zunächst geht es auf breiter Bundesstraße ein Stück der Mosel entlang Richtung Burgen. Diesmal fahren wir den steilen Burgberg hinauf, um kurz hinter Treis-Karden Richtung Valwig abzubiegen.

 

In engen Kehren windet sich das kleine schmale Sträßchen den „Valwiger Berg“ hinunter; der Vergleich mit dem Stilfser Joch ist zwar ein wenig übertrieben, der Radius so mancher Kehre scheint aber zu stimmen.

 

Auf den nun folgenden Kilometern rund um Zell schlägt die Mosel ihre wohl markantesten Bögen. Die bekannteste Weinlage ist hier die „Schwarze Katz“. Einst tat sich ein Weinhändler schwer mit der Entscheidung, welches der drei verkosteten Fässer er kaufen sollte. Da kam eine schwarze Katze in den Keller, setzte sich auf eines der Fässer und verteidigte dies fauchend. Das kaufte der Händler – zu seiner großen Freude fand der Wein darin, der unter dem Namen „Schwarze Katz“ vermarktet wurde, reißenden Absatz. Folglich wurden bald viele Weinbergslagen in Zell nach dem Stubentiger benannt.

Wir wechseln das Moselufer und erreichen das kleine Örtchen Reil. Reil gehörte bis zur Französischen Revolution zum so genannten Kröver Reich. Hier lebte man nach Regeln, die sich die Menschen wohl schon zu Zeiten gegeben hatten, also noch Könige regierten. Und diese Regeln waren sehr regide: Mörder wurden gerädert, Diebe gehängt, Falschmünzer in heißem Öl gesiedet und wer einer Vergewaltigung für schuldig befunden wurde, dem trieb man einen Pfahl durch den Bauch, wobei das Opfer die ersten drei Schläge tun durfte …

 

Am „Reiler Hals“ legen wir einen kurzen Fotostopp ein – auch weil zwei belgische Autofahrer vor uns den Berg hinauftrödeln. Ein hölzener Liegestuhl lädt zu einer kleinen Rast mit toller Aussicht auf die Mosel – zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges war der „Reiler Hals“ hingegen stark befestigt. 1650, als der Friede schon geschlossen war, erstürmte ein französischer General den kleinen Flecken; 50 Mann kamen dabei ums Leben.

Die gigantische Festungsanlage „Mont Royal“, die der französische Sonnenkönig von seinem Baumeister Vauban auf dem gleichnamigen Berg, nicht weit von hier, errichten ließ, lassen wir links liegen. Wir stürzen uns viel lieber auf einer kleinen kurvigen Straße hinunter nach Kröv an die Mosel. Noch einmal wechseln wir das Flussseite, um in Wolf, im „Landhaus am Ufer“, eine kleine Kaffeepause einzulegen.

Landhaus am Ufer
Uferstraße 5
56841 Traben-Trarbach (Wolf)

Kontakt: Familie Michels
Telefon: 06541 6993

info@landhaus-am-ufer.de
http://www.landhaus-am-ufer.de

GPS 49.976354 7.105298

 

Die mag irgendwie nicht zu Ende gehen, dann wenn wir hier aufbrechen, beginnt unweigerlich die letzte Etappe dieses herrlichen Mosel-Wochenendes. Noch einmal fahren wir auf vornehmlich kleinen Straßen einmal quer über den Hunsrück, um gegen Mittag wieder in Bacharach anzukommen. Das Mittagessen genießen wir – wie schon am Freitag, bei Tourstart – im Gasthaus zur Mühle.

 

Gasthaus „Zur alten Mühle“
Blücherstraße 105
55422 Bacharach (Steeg)

 Kontakt: Jutta Wiese
Telefon: 06743 1443

info@alte-muehle-bacharach.de
http://www.alte-muehle-bacharach.de

GPS: 50.056270, 7.756705

 

 

 

Dann heißt es Abschied nehmen. Drei wunderbare Tagen im Kreise netter Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer gehen zu Ende und wir fragen uns: warum fahren wir eigentlich nicht öfter mal ein ganzes Wochenende lang Motorrad?

Tun wir – zum Beispiel zum Saisonausklang. Da wollen wir vom 18. bis 20. Oktober nach Luxemburg. Mehr Informationen dazu findest Du hier.

https://kurvenfieber.blog/motorradtouren-2019/12-saisonabschluss-in-luxemburg/

Für Rückfragen stehen wir Dir gern zur Verfügung. Schick einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com

 

Der Routenverlauf des 3. Tourtages:

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Der Routenverlauf des 3. Tourtages im Video:

Direkt-Link: https://www.relive.cc/view/r10004501149

Alle Berichte zu dieser Tour auf einen Blick:

Tag 1 / Fr. 5.4.2019: Frühstart an der Mosel
Tag 2 / Sa. 6.4.2019: Zum Schluss zum „Rittersturz“
Tag 3 / So. 7.4.2019: Einmal quer über den Hunsrück

Unsere nächste geführte Motorradtour hat im Mai das Breisgau zum Ziel, im Juni fahren wir für eine Woche an den Lago di Ledro, oberhalb des Gardasees, und im September entdecken wir die Cevennen auf keinen Nebenstraßen. Mehr Infos gerne per Mail unter kurvenfieber@mac.com

Zum Schluss zum „Rittersturz“

FRÜHSTART MOSEL / Samstag, 6.4.2019 / 2. Tourtag – 6 Grad plus und dichter Nebel – das Wetter an der Mosel präsentierte sich wie vorhergesagt. Nach dem Frühstück wird erst einmal alles angezogen, was der Koffer hergibt. Ganz schnell wird uns warm – nicht des „Zwiebelprinzips“ der vielen Kleidung wegen, sondern weil eines der Motorräder angeschoben werden muss. Das feucht-kalte Wetter hat die Batterie in die Knie gehen lassen.

 

 

Mit ein wenig Verspätung machen wir uns auf den Weg. Auf kleiner schmaler kurvenreicher Trasse geht es erst einmal steil bergan, vorbei an der Ruine der Ehrenburg nach Buchholz. Fahren wir auf den ersten Kilometern noch durch eine dicke Suppe, „durchstoßen“ wir ab 300 Höhenmetern die Nebeldecke. Jetzt ist die versprochene Sonne da.

Von Buchholz aus war ein Schlenker über Boppard, runter an den Rhein, und dann wieder rauf auf die Hunsrückhöhen geplant. Also noch einmal mehr durch den dicken Nebel? Nein, wir kürzen ab und gönnen uns statt dessen ein paar schnelle Kilometer auf der Hunsrückhöhenstraße, um bei Alken wieder auf die Mosel zu stoßen. Wie erwartet umgibt uns auf der kurvenreichen Fahrt hinunter an den Fluss erneut ein dickes Wattepolster – angesichts von gerade einmal 3 bis 4 Grad plus, die das Bordthermometer anzeigt, und feuchten Straßen, fahren wir besonders vorsichtig.

 

 

In Alken wechseln wir die Uferseite. Bis 1972 verkehrte hier noch eine Fähre. Mit dem Bau der Mosel-Brücke wurde sie stillgelegt. Bei Hatzenport, dessen Wahrzeichen der alte Fährturm ist, biegen wir ins malerische Schrumpftal ab. Die Straße, kaum autobreit, folgt dem Lauf des Schrumpfbachs, an dem einst mehr als ein Dutzend Mühlen standen. Einige sind noch erhalten und wurden zwischenzeitlich restauriert.

Bald darauf erreichen wir das „Maifeld“, eine der Eifel vorgelagerte Region mit fruchtbaren Ackerböden. Von weitem schon fallen die mächtigen Doppeltürme der Stiftskirche St. Martin und St. Severus ins Auge. Während des Pfälzisches Erbfolgekriegs war Münstermaifeld 1690 fest vollständig zerstört worden. Zwei Jahre später brannte der französische Marshall Louis-Francois de Boufflers die Start erneut nieder – versehentlich: er hatte Münstermaifeld mit Münstereifel verwechselt.

So langsam kämpft sich die Sonne auch in den Niederungen durch den Nebel und so haben wir freie Sicht auf die Mosel, als wir schließlich Moselkern erreichen. Wir folgen dem Fluss nur wenige Kilometer, um bald darauf den „Müdener Berg“ zu erklimmen. Einen weiten Bogen bis Metternich schlagend, geht es wieder runter an die Mosel, deren Verlauf wir nun bis Klotten folgen. Im MoHo-Hotel „Zur Post“ wollen wir die Kaffeepause einlegen.

Hotel „Zur Post“
Bahnhofstr. 24
56818 Klotten

Kontakt: Klaus Berens
Telefon 02671 7116

info@hotelzurpost-klotten.de
http://www.hotelzurpost-klotten.de

GPS: 50.165244 7.202744

 

 

Klaus Behrens erwartet uns schon. Ein kurzer Plausch auf der Straße, dann gehen wir in die Gaststube, wo eine lange Tafel für uns zusammengestellt ist. Wir genießen die kurze Pause, bevor wir uns wieder auf den Weg machen. Ulmen ist das Ziel, da wollen wir im Gasthaus „Bürgerstube“ unsere Mittagsrast einlegen.

 

 

Zunächst folgen wird dem Lauf der Mosel, fahren an Cochem vorbei und erhaschen im Rückspiegel einen Blick auf die mächtige Reichsburg. In Sehl setzen wir den Blinker rechts und fahren den Sehler Berg hinauf. Leider (aus unserer Sicht) wurde vor Jahren auf der Anhöhe eine Ferienanlage mit Golf-Ressort errichtet, so dass die Zufahrt zur herrliche Ausblicke bietenden Straße hinunter nach Ediger-Eller gesperrt wurde.

Also fahren wir einen Bogen über Nehren und erreichen erneut die Mosel. Steil ragen auf den nächsten Kilometer die Weinberge den Hang hinauf. Bis zu 65 Grad Hangneigung werden erreicht. Damit gelten die Lagen im Calmont als die steilsten in ganz Europa. Vielen Winzern der Region galt der Anbau in den vergangenen Jahren als zu beschwerlich, zahlreiche Wingerte wurden aufgegeben und verbuschten. Erst in jüngster Zeit stellen sich vermehrt junge Winzer der Herausforderung und bauen auch in den Steillagen wieder Wein an.

Nahe der Moselschleife am Calmont – dessen Namen mit „warmer Berg“ übersetzt wird – taucht auf der anderen Uferseite die Klostersruine des Augustinerstifts Stuben auf. Von 1208 bis 1788 wurde hier ein auf den Kreuzzügen erbeutetes, um 964 in Byzanz entstandenes Kreuzreliquiar verwahrt, in dem sich ein Holzsplitter vom Kreuz Christi befunden haben soll.

 

 

In Bremm verlassen wir die Mosel und schlagen über Beuren einen weiten Bogen nach Alf. Als es die gleichnamige US-Serie im Fernsehen noch gab, wurden hier reihenweise die Ortsschilder geklaut. Schließlich machte der Bürgermeister aus der Not eine Tugend und legte für Fans eine Sonderedition auf, die käuflich erworben werden konnte.

Auf den nächsten kurvenreichen Kilometern folgen wir dem malerischen Lauf des Alfbachs und erreichen auf Umwegen schließlich Bad Bertrich. Hier haben schon die Römer gebadet. Heute lädt die Vulkaneifel-Therme – Deutschlands einzige Glaubersalztherme – zu einem Aufenthalt mit heilender Wirkung ein.

Vor Lutzerath haben Touristikplaner die Aussichtsplattform „Achterhöhe“, mit atemberaubenden Ausblicken ins Tal, in den Wald gezimmert. Leider fehlt uns heute die Zeit für einen kleinen Abstecher dorthin – das werden wir nachholen. Gut versteckt präsentiert sich auch das Pulvermaar, das sich nur auf dem Display des Navis entdecken lässt, sich ansonsten aber hinter Bäumen und Hecken versteckt.

Maare sind vulkanischen Ursprungs und entstehen, wenn heißes Magma und Grundwasser aufeinander treffen. Die Folge ist eine Wasserstoffexplosion, die nahezu kreisrunde Löcher reißt. In diesen kegelförmigen Vertiefungen sammelt sich dann das Regenwasser.

Bald darauf zweigen wir rechts ab nach Demerath. Auf dem Steinberg, der linkerhand liegt, fanden Waldarbeiter in einem hohlen Baum einst das Skelett eines Mannes. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges soll das Schwedenherr raubend und mordend, vom Maifeld kommend, hierher gezogen sein. Am Steineberger Ley sollen die Soldaten, die von aufgebrachten Bauern verfolgt worden waren, gestellt worden sein. Doch die Schweden wussten sich zu wehren – die Bauern wurden vernichtend geschlagen. Der letzte von ihnen soll lebend in einen Baumstamm gezwängt und dort gefesselt worden sein; er musste qualvoll sterben.

Tatsächlich waren es wohl nicht die Schweden , sondern befreundete kaiserliche Truppen aus Lothringen, die für die grausame Tat verantwortlich waren …

In Ulmen angekommen, stellen wir die Motorräder auf dem Marktplatz ab und genießen eine sonnige Mittagsrast vor dem Restaurant „Bürgerstube“. Das nette Lokal kennen wir schon von früheren Touren; heute legen wir zum mittlerweile dritten Mal hier eine Pause ein.

Hotel Restaurant Bürgerstube
Alter Postplatz 3
56766 Ulmen
 

Kontakt: Udo und Alexandra Kreutz
Telefon: 02676 / 367

 

info@buergerstube-ulmen.de
https://hotel-buergerstube.metro.rest/?lang=de#times
 

GPS 50.20979 6.97919

 

 

Gut gestärkt, aufgewärmt und ausgeruht warten die nächsten 60 Kilometer auf uns. Von der Eifel geht es zurück an die Mosel. Vorbei am „Jungfernweiher“ – einem Ausfluss des Ulmer Maar – geht es in Richtung Monreal und auf baustellenbedingten Umwegen schließlich nach Kattenes.

 

 

Das „Panoramakaffee“, in dem wir die nachmittägliche Kuchenpause einlegen, liegt direkt an der Mosel und bietet von seiner Terrasse aus einen imposanten Blick auf die gegenüber liegende Burg Thurant.

Panorama Café
Familie Künster
Panoramastr. 1
56332 Kattenes

Kontakt: Familie Künster
Telefon: 02605 960137

panoramacafe@t-online.de
http://www.panoramacafe.de

GPS 50.250697 7.442732

 

 

Nach einer ausgiebigen Rast brechen wir zur Schlussetappe des heutigen Tages auf. Es ist spät geworden. Und so lassen wir das „Deutsche Eck“ sprichwörtlich links liegen; den Abstecher zum „Rittersturz“ wollen wir aber noch unternehmen. Angeblich soll einst ein Ritter den steilen Fels hinunter gestürzt sein – daher der Name. Vermutlich befand sich hier auch mal ein Richtplatz.

1892 wurde die erste Waldgaststätte errichtet, die schon bald einem Hotel weichen musste. 1928 wurde eine Standseilbahn gebaut, die hinauf aufs Aussichtsplateau führte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde im „Rittersturz-Hotel“ Geschichte geschrieben: vom 8. bis 10. Juli 1948 trafen sich hier die Regierungschefs der westlichen Bundesländer (mit Ausnahme des Saarlandes) und berieten auf der „Rittersturzkonferenz“ über den Vorläufer des Grundgesetzes.

 

 

Das Hotel wurde 1974 wegen Felssturzgefahr abgerissen und nie wieder aufgebaut. Heute erinnert eine steinerne Steele an dieses Ereignis, das kaum jemandem bekannt ist.

Wir tuckern noch ein wenig auf schmaler Trasse durch den Koblenzer Wald, um dann auf der B 327 wieder volle Fahrt aufzunehmen. Hinter Pfaffeneck stürzen wir uns auf schmaler Trasse wieder hinunter an die Mosel, nicht ohne am Aussichtspunkt „Hubertshöhe“ noch einen kurzen Fotostopp einzulegen. Heute morgen lag hier alles noch in dichtem Nebel

 

 

An der Tankstelle in Brodenbach wird noch einmal vollgetankt, dann rollen die Motorräder auf dem Hotelparkplatz aus. Ein herrlicher Fahrtag geht zu Ende.

Hotel Peifer
Moselufer 43
56332 Brodenbach 

Kontakt: Dana Peifer
Telefon: 02605 756

info@moselhotel-peifer.de
http://www.moselhotel-peifer.de  

GPS 50.225246 7 425911

Am Abend lassen wir uns erneut von der tollen Küche des Hotel Peifer verwöhnen. Unter anderem gibt es gebratenen Lachs auf Tagliatelle; dazu ein schöner trockener Weißwein – herrlich. Schade, dass wir morgen schon wieder nach Hause fahren müssen.

 

 

Routenverlauf des 2. Tourtages:

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Routenverlauf des 2. Tourtages im Video:

Direkt-Link: https://www.relive.cc/view/r10004500860

Alle Berichte zu dieser Tour auf einen Blick:

Tag 1 / Fr. 5.4.2019: Frühstart an der Mosel
Tag 2 / Sa. 6.4.2019: Zum Schluss zum „Rittersturz“
Tag 3 / So. 7.4.2019: Einmal quer über den Hunsrück

Mehr Infos zu (allen) unseren Motorradtouren? Schick einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com . Wir antworten so schnell wie möglich.

Frühstart an der Mosel

FRÜHSTART MOSEL / Freitag, 5.4.2019 / Tourtag 1 – Eigentlich wollten wir ja schon am letzten Wochenende im März zum diesjährigen „Frühstart“ einladen; dann aber gab es mehrere Interessenten, die gerne mitfahren wollten, aufgrund des montierten Saisonkennzeichens jedoch erst im April auf die Straße durften. Also haben wir die Tour kurzerhand um eine Woche auf den 5. bis 7.4.2019 verschoben.

Mosel_So_13

Mit insgesamt 12 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern starteten wir in ein kurzweiliges Wochenende – von den Interessentinnen und Interessenten, deretwegen wir den „Frühstart“ verschoben hatten, war letztlich niemand dabei …

Treffpunkt war am Freitagmittag das „Gasthaus zur alten Mühle“ in Bacharach. Hier wollten wir uns ab 12:30 Uhr zum gemeinsamen Mittagessen treffen, um dann ab 14:00 Uhr – möglichst vollgetankt – über die Hunsrückhöhen an die Mosel zu fahren.

Gasthaus „Zur alten Mühle“
Blücherstraße 105
55422 Bacharach (Steeg)

Kontakt: Jutta Wiese
Telefon: 06743 1443

info@alte-muehle-bacharach.de
http://www.alte-muehle-bacharach.de

GPS: 50.056270, 7.756705

Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg und folgten zunächst der Route, die einst auch der olle Blücher nach seiner ungewöhnlichen Rheindurchquerung gen Frankreich eingeschlagen hatte. Kaum waren (auch) wir „gen Westen“ unterwegs, machten wir kehrt und stürzten uns auf kurvenreicher Strecke noch einmal hinunter an den Rhein, um dann von Oberwesel aus mit neuem Schwung, quer über den Hunsrück nach Mittelstrimmig zu fahren.

Nicht weit von unserer Route entfernt befindet sich die legendäre „Burg Waldeck“, die auf einem Felsvorsprung im Baybachtal liegt. Die Wandervogelbewegung wollte hier, nach dem Zweiten Weltkrieg, einen Ort „gelebter Toleranz“ schaffen. Von 1964 bis 1969 fanden hier legendäre Musikfestivals statt, auf denen die Karrieren von Künstlern wie Reinhardt Mey, Hannes Wader, Hans-Josef Degenhardt und Hanns-Dieter Hüsch ihren Anfang nahmen.

Von Mörsdorf aus, wo eine imposante Hängebrücke täglich viele Besucher in ihren Bann zieht, ist es nicht mehr weit nach Mittelstrimmig. Hier hatten wir uns zum späten Nachmittag zur Kaffeepause im „Aronia-Café“ angekündigt. Das wird von Waltraud Krawielitzki betrieben, die die Erste war, die in Rheinland-Pfalz eine Apfelbeeren-Plantage angelegt hatte. Der Saft der Beere, die zur Familie der Rosengewächse gehört, soll das Immunsystem stärken. Wir probieren verschiedene Kuchen mit der Aroniabeere und einen Schluck von deren herben Saft.

Aronia Café
Flurstraße 14
56858 Mittelstrimmig

Kontakt: Waltraud Krawielitzki
Telefon: 06545 480
 

terrawalli@t-online.de
http://www.aroniacafe-terrawalli.de
ab 15:00 Uhr geöffnet (Mi bis So)

GPS 50.089508 7.280395

Die Schlussetappe des ersten Tages führte uns unter anderem durchs Flaumbachtal nach Brodenbach. Nach weiteren gut 50 kurvenreichen Kilometern – und dem obligatorischen Tankstopp (weil bei einem der Sprit schon wieder reichlich knapp wurde) rollten wir auf dem Parkplatz des Hotels Peifer aus. Hier wollen wir für’s Wochenende Quartier beziehen.

Hotel Peifer
Moselufer 43
56332 Brodenbach 

Kontakt: Dana Peifer
Telefon: 02605 756

info@moselhotel-peifer.de
http://www.moselhotel-peifer.de  

GPS 50.225246 7 425911

Auspacken, duschen, dann zu Abend essen und noch ein wenig gemütlich zusammensitzen – das war das „Programm“ der nächsten Stunden. „Morgen erwartet Euch ein toller Tag, mit ganz viel Sonne“, machte spät am Abend Dana deutlich, eine der beiden „Chefinnen“ vom Moselhotel Peifer. Mit diesem erfreulichen Hinweis ging es dann zu Bett.

Vorm Schlafen gehen noch ein letzter Blick auf die WetterApp: die meldete zumindest in den Morgenstunden Nebel, dann aber bestes Wetter. Geht doch …

Der Routenverlauf des 1. Tourtags:

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Der Routenverlauf des 1. Tourtags im Video:

Direkt-Link: https://www.relive.cc/view/r10004500710

Alle Berichte zu dieser Tour auf einen Blick:

Tag 1 / Fr. 5.4.2019: Frühstart an der Mosel
Tag 2 / Sa. 6.4.2019: Zum Schluss zum „Rittersturz“
Tag 3 / So. 7.4.2019: Einmal quer über den Hunsrück

Wir informieren Dich bei Interesse gern über unsere geführten Motorradtouren. Schreib einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com . Wir antworten so schnell wie möglich.

Video

Ein langes Wochenende an der Mosel

Endlich wieder Motorrad fahren. Gleich zu Beginn des Monats April machten wir uns auf, zu einem langen Wochenende an der Mosel.

RE Camera

Tolle Impressionen während unseres „Frühstarts“ an der Mosel.

Freitag, 5.4.2019

Treffpunkt war am Freitagmittag der kleine Ort Steeg nahe Bacharach – nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es einmal quer über den Hunsrück zu nächst nach Mittelstimmig. Hier legten wir im „Aronia-Cafe“ die erste Pause ein. Von hier aus war es dann – nach dem obligatorischen Tankstopp – nicht mehr weit bis zum Hotel Pfeifer an der Mosel.

Den Routenverlauf des Freitags haben wir, zusammen mit ein paar Bildern, bei „Relive“ hochgeladen:

Direkt-Link: https://www.relive.cc/view/r10004500710

Und hier siehst Du die gefahrene Strecke auf einen Blick:

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Samstag, 6.4.2019

Am Samstagmorgen mussten wir uns erst einmal durch dichten Neben kämpfen. Nach der Kaffeepause aber kam die Sonne raus, so dass wir die kurvenreichen Straßen, die uns bis in die Eifel führen sollten, so richtig genießen konnten. Nach dem Mittagsstopp in  Ulmen ging es zum Kaffeetrinken zurück an die Mosel. Zum Abschluss unternahmen wir noch einen interessanten Abstecher zum „Rittersturz“, bevor wir am frühen Abend wieder unser Hotel erreichten.

Den Routenverlauf des Samstags haben wir, zusammen mit ein paar Bildern, bei „Relive“ hochgeladen:

Direkt-Link: https://www.relive.cc/view/r10004500860

Und hier siehst Du die gefahrene Strecke auf einen Blick:

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Sonntag, 7.4.2019

Vom „Stilfser Joch der Mosel“ ging es am Sonntagmorgen zunächst einmal nach Kröv, um im „Landhaus am Ufer“ eine idyllische Kaffeepause einlegen zu können. Von da fuhren wir – quer über den Hunsrück – nach Bacharach, wo unser langes Wochenende beim gemeinsamen Mittagessen ausklang.

Den Routenverlauf des Sonntags haben wir, zusammen mit ein paar Bildern, bei „Relive“ hochgeladen:

Direkt-Link: https://www.relive.cc/view/r10004501149

Und hier siehst Du die gefahrene Strecke auf einen Blick:

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Einen ausführlichen Reisebericht unseres kurzweiligen Motorradwochenendes an der Mosel findest Du in Kürze hier in unserem Internet-Tagebuch:

Alle Berichte zu dieser Tour auf einen Blick:

Tag 1 / Fr. 5.4.2019: Frühstart an der Mosel
Tag 2 / Sa. 6.4.2019: Zum Schluss zum „Rittersturz“
Tag 3 / So. 7.4.2019: Einmal quer über den Hunsrück

Mehr Infos zu unseren Touren gern per Mail-Anfrage an kurvenfieber@mac.com

Zwei Grad plus und leichter Schneefall

VHS-TOUR: ZUM MITTELPUNKT EUROPAS / Samstag, 13.4.2019 – Der Winter ist zurück – das sagen zumindest die Meteorologen. Der für das Wochenende vorhergesagte Kälteeinbruch hat sich tatsächlich auch auf den Weg ins Rhein-Main-Gebiet gemacht und präsentiert sich mit verhangenem Himmel und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Mühsam versucht die Sonne sich einen Weg durch die dichte Wolkendecke zu bahnen, als ich gegen 8 Uhr zur Garage gehen. „Hauptsache trocken“, denke ich mir. Gegen die Kälte kann man sich warm anziehen.

Sonne

Zum „Mittelpunkt Europas“ soll es heute gehen. Eine entsprechende Tagestour haben wir für die vhs Main-Taunus ausgearbeitet. Ob die, angesichts der nicht so erbaulichen Prognose denn stattfinden würde, fragte der Erste schon am Donnerstag. Der Zweite meldete am späten Freitagabend Zweifel an, weil „kalt und nass zusammen gar nicht geht“. Glücklicherweise blieben die angekündigten Regenschauer bis Samstagmorgen aus. Aber das Wetter war weiterhin unbeständig und was noch kommen würde, konnte keiner wissen. (Wäre ich nicht Tourguides, ich wäre wahrscheinlich auch nicht gefahren).

Beim Dritten war am frühen Morgen „glücklicherweise“ die Batterie platt, weswegen er nicht kommen konnte und der Vierte meldete am Samstag, um 7:11 Uhr, per WhatsApp: bei uns schneit´s. Na prima. Als ich mich kurz nach acht auf den Weg zum Treffpunkt in Weisskirchen machte, fallen auch bei uns die ersten Flocken. Ganz leicht nur, dafür aber kontinuierlich. Und so blieb der Kreis der „Wagemutigen“, die sich ungeachtet aller Wetterunbilden zur Autobahnraststätte aufgemacht hatten, überschaubar.

Helden

Drei Teilnehmer, Stefan als zweiter Tourguides und ich, standen letztlich in einer der Parkbuchten und warteten vergeblich auf die, die noch kommen könnten. Es kam aber keiner mehr …

Blieb die Frage: sollen wir es wagen? Das Thermometer zeigte leichte Plus-Grade, der Schnee blieb nicht liegen und so langsam wurde es sogar ein wenig sonnig. Warm angezogen waren wir, der erste Kaffeestopp lag nur gut 45 Minuten Fahrzeit entfernt – also los?

Die Bedenken überwogen: wir müssen durch den Spessart, da werden die Straßen Höhen von mehr als 400 Metern erreichen. Wenn es auch da schneit – und das sagten gleich mehrere Wetter-Apps voraus – was dann?

Route

Wir waren hin und her gerissen. Wenn alles klappen würde, würden wir einen ganz besonderen Tourtag erleben. Und wenn nicht? Was, wenn der leichte Schneefall in Regen umschlägt? Die Straßen rutschig werden? Vor „überfrierender Nässe“ war am Morgen im Radio gewarnt worden. Ein Blick aufs Regenradar machte zudem deutlich, dass Richtung Würzburg kein „schönes Wetter“ auf uns warten würde. Genau da wollten wir aber hin.

Regen

Am Ende siegte die Vernunft. Wir einigten uns (dann doch relativ schnell) darauf, die Tour „zum Mittelpunkt Europas“ zu verschieben. Mal sehen, ob der Terminkalender in diesem Jahr dafür noch einen freien Samstag her gibt.

Dass das Wetter solche Kapriolen schlägt, konnte niemand wissen. Vor sechs Jahren waren wir beispielsweise zur gleichen Zeit an der Mosel unterwegs und genossen die nachmittägliche Kaffeepause bei strahlendem Sonnenschein. Heute hätten wir wahrscheinlich Eiszapfen von der Nase geschlagen 😉

Klotten

Die nächste vhs-Tour führt am Samstag, den 11.5.2019 – bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein – in den Vogelsberg. Da wollen wir uns in einer kleinen Manufaktur anschauen, wie Schokoküsse hergestellt werden und die natürlich auch probieren. Mehr Infos und die Möglichkeit, Dich direkt bei der Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises anzumelden – findest Du hier.

Rückfragen beantworten wir gerne per Mail unter kurvenfieber@mac.com