Ein kleines Abenteuer

Anfang Mai geht´s zum Endurowandern nach Nordfrankreich. Drei Tage lang wollen wir nahe Verdun möglichst viel auf unbefestigten Wegen unterwegs sein. Dazu gibt es ein Roadbook und ein Navi namens „Tripy“, das – ganz klassisch – mit Pfeilen als Abbiegehinweis arbeitet, wenn es rechts oder links in die Büsche geht.

Für uns ist das völlig Neuland. Auf unseren bisherigen Endurotouren sind wir entweder einem ortskundigen „Stollenreiter“ hinterher gefahren oder haben uns verschiedene Tracks zusammengebastelt, deren Verlauf wir dann so gut wie möglich gefolgt sind. Hat eigentlich gut funktioniert.

Ad Ketelaars geht andere Wege. Er hat für verschiedenen Regionen Frankreichs, Belgiens, Hollands und Polens mehrtägige Roadbook-Touren ausgearbeitet, die – jeweils von einem festen Standort aus – abgefahren werden können. „Fahrt bitte nicht so schnell und achtet auf die Kühe, die haben sich um diese Zeit noch nicht an Motorradfahrer auf den Feldern gewöhnt“, ermahnt er uns – keine Sorge, wir wollen den Begriff „Enduro wandern“ möglichst wörtlich nehmen.

Wobei: das nachfolgende Video (einer anderen Motorradgruppe) zeigt, was uns bei schlechtem Wetter erwarten könnte:

Endurowandern in Nordfrankreich. Die Jungs waren auch rund um Verdun unterwegs.

Nachdem es in den vergangene Tagen aber relativ trocken war, hoffen wir auf günstigere Umstände. Und auch die übrigen Rahmenbedingungen bessern sich von Tag zu Tag.

„Es gibt in Dun-sur-Meuse zwar eine Tankstelle, aber die hatte im vergangenen Jahr nur Diesel“, warnt uns Ad vor. Auch sonst ist die Infrastruktur dürftig – ein Lokal für einen kleinen Mittagsimbiss zu finden oder für eine Unterwegs-Kaffeepause dürfte schwierig werden. Auf uns wartet „Natur pur“.

Zumindest die Sorge um ausreichend Sprit hat sich zwischenzeitlich aber als unbegründet erwiesen. Wir haben mal bei der „Garage Doer“ in Dun-sur-Meuse angerufen und mit einem sehr netten Monsieur parliert. „Wir haben alles da“, sagte er freundlich. Super 95, Luft für die Reifen und Wasser aus dem Kran – pas de problème.

Da kann ich ja unbesorgt die kleine Beta Alp 200 mitnehmen. Da gehen sagenhafte 6 Liter Benzin in den Tank plus einen Liter Reserve im Kanister, das sollte bei gut 4 Litern Verbrauch für rund 175 Kilometer reichen. So lang sind in etwa auch die Tagesetappen – wenn wir denn alles fahren …

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