Die letzte Etappe

Heute geht es zurück an den Genfer See – 330 Kilometer Strecke, unter anderen über zwei der höchsten Alpenpässe. Und das alles erneut bei strahlendem Sonnenschein.


Noch einmal frühstücken wir im Soleil des Neiges, dann rollen wir durch das Tal der L’Ubaye und setzen in Jausiers den Blinker links. Der Fluss hat sich tief in den Fels gegraben, streckenweise führt die kurvenreiche Strecke durch dunkle atemberaubende Schluchten. Nach einer guten halben Stunde Fahrt erreichen wir den Col de Vars. Zwei kurze Fotostopp, einer davon mit fantastischer Aussicht, dann geht es weiter.


Der 2356 Meter hohe Col d I’Izoard ist unser nächstes Ziel. Weit unterhalb des Gipfelplateaus legen wir noch eine kleine Kaffeepause ein, dann geht es schwungvoll der 2.000 Meter-Marke entgegen. Wieder gehört die Straße uns ganz alleine, keine Auto „stört“ die zügige Fahrt zum „Gipfelplateau“.


Wenig später ist Briancon erreicht. Hier wartet ein ganz besonderes Schmankerl auf und: der/das fast 2000 Meter hoch gelegene Croix de Toulouse. Ein schmales kurvenreiches Sträßchen führt in unzähligen engen Kehren steil bergan – die letzten 1000 Meter sind geschottert, was bei einigen Teilnehmern für deutlichen Verdruss sorgt. Sorry Jungs – wir hatten das kurze Stück für „zumutbar“ gehalten.


Denn für Aussicht vom Croix de Toulouse auf die Festungsstadt Briancon ist einfach überwältigend.

Kurz vor dem Col de Lautaret legen wir eine kleine Mittagsrast ein. Eine Crepperie lässt auf eine nur kurze „Fahrtunterbrechung“ hoffen – müssen wir doch noch ein wenig Strecke machen. Am längsten hat am Ende das Bezahlen gedauert 😉


Beim „Anstieg“ zum Lautaret fasziniert uns der Blick auf den fast 4000 Meter hohen vergletscherten „La Meije“. Direkt auf der Passhöhe zweigt der Weg zum Galibier ab. Auf 2642 Meter liegt die Passhöhe. Vor allem Radfahrer bevölkern das Plateau, führt hier doch eine der „Königsetappen“ der Tour de France herüber.

Wir genießen (auch) die kurven- und kehrenreiche Fahrt bergab, die direkt in den Col de Telegraph mündet. In St. Michelle-de-Maurienne nehmen wir dann erst mal wieder breite Straßen unter die Räder. Leider fehlt uns die Zeit für einen Abstecher zur spektakulären Kehrenkombination von Montvenier – ein Blick von der Straße muss diesmal reichen.


In Aiguebelle legen wir noch eine letzte Kaffeepause ein und gönnen uns noch ein kleines Eis zur Erfrischung. Dann stürzen wir uns wieder ins Kurvengetümmel, auf Nebenstrecken, Richtung Annecey. Auch um 18 Uhr tobt hier noch der Feierabendverkehr, der uns auf den letzten Kilometern auf eine harte Probe stellt.

Gegen 19 Uhr sind alle wieder im Hotel – müde, glücklich und zufrieden. Eine tolle, abwechslungsreiche und fahrerisch sehr anspruchsvolle Woche liegt hinter uns – bei dutchweg strahlendem Sonnenschein (von dem kurzen Hagelschauer am Bonette mal abgesehen).


Als besonderes Highligt zum Schluss gibts noch eine kleine Geburtstagsfeier, dann ist Schluss. Wie so oft, eigentlich viel zu früh…

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