Einmal quer durch den Harz

Wieder ein Tag mit Sonnenschein – dabei hatte die Wettervorhersage für die Woche ganz anders ausgesehen. Aber, wir wollen es nicht beschwören.

Nach dem Frühstück werden wir zuerst zum Gruppenfoto vors Hotel gebeten, dann geht’s Richtung Osterode. Ein kleines, lediglich weiß markiertes Sträußchen vor Clausthal-Zellerfeld weckt unser Interesse: erst geht es über Schotter, dann über rumpeliges Kopfsteinpflaster und schließlich über glatten Asphalt vorbei an den Prinzenteichen zur Bundesstraße 241.

in Osterode, das wir ebenfalls auf einer Nebenstrecke erreichen, legen wir einen kurzen Stopp am alten Friedhof ein. Schon von weitem sind die Reste eines alten Turms zu sehen, der mal zu einer Burg Heinrich des Löwen gehörte. Die sollte alte Handelswege sichern. Denn vom unweit gelegenen heutigen Großparkplatzes mit dem historischen Namen „Bleiche Stelle“ waren einst Waren hinauf nach Clausthal-Zellerfeld transportiert worden.

Über Sankt Andreasberg erreichen wir Braunlage, wo wir diesmal in der „Hubertushöhe“ unsere Kaffeepause einlegen. Auf der sonnendurchfluteten Terrasse „sammeln wir Kraft“, denn die nächsten 75 Kilometer wollen wir ohne Pause zurücklegen. Gut eineinhalb Stunden kurvenreicher Fahrt auf zumeist kleinen Straßen warten auf und. Dann ist die Wolfsmühle erreicht, wo wir zum Mittagessen einkehren.

Stolberg, die alte Fschwerkstadt, hat sich für uns herausgeputzt; staunend fahren wir an unzähligen, liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern vorbei. In Elend lädt wenig später die kleinste Fachwerkkirche Deutschlands zu einem kurzen Fotostopp ein; die größte hatten wir tags zuvor in Clausthal-Zellerfeld fotografiert.

Dann folgen wir für einige Kilometer den Gleisen der Harzer Schmalspurbahn und haben Glück: im Bahnhof „Drei Annen Hohne“ steht gerade ein Lokwechsel an. Schnaubend steht die eine Dampflock auf dem Nebengleis, während die andere nebst Waggons gerade einfährt. Schnell wird umgekuppelt und schon setzt das schnaubende Ungetüm seine Fahrt hoch zum Brocken fort. Ein beeindruckendes Schauspiel, für das wir uns ein wenig Zeit nehmen.

Die Kaffeepause am Nachmittag legen wir in der Fachwerkstadt Wernigerode ein. Nachdem das „schmalste Haus“ fotografiert ist, geht’s zum Eis essen an den Marktplatz.

Noch eine gute dreiviertel Stunde Fahrt und wir sind wieder in Hotel. Das Abendessen ist wieder einmal köstlich und reichlich, das letzte Bier genießen wir mit der einbrechenden Nacht auf der Terrasse. Genau der richtige Abschluss für so einen tollen Tag.

Morgen wollen wir zum Hexentanzplatz, durch’s Bodetal fahren und in Hahnenklee die Stabkirche anschauen. Vielleicht schaffen wir am Nachmittag noch einen Abstecher zur Ockertalsperre. Da soll es riesige Windbeutel geben …

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