Ein Tourentag im Nahetal

Die letzte vhs-Tagestour in diesem Jahr. Ganz kurzfristig ins Programm genommen, haben sich letztlich doch elf Motorradfahrer zusammengefunden, um mit uns durchs Nahetal zu fahren.

Von Heidenfahrt aus geht es zunächst nach Bingen. Da, wo die Nahe in den Rhein fließt, queren wir den Fluß das erste Mal. Gut 125 Kilometer weiter im Nordenosten, im saarländischen Selbach, liegt die Quelle. So weit wollen wir heute nicht fahren.

Bad Kreuznach und Münster-Sarmsheim, gelegen am „Tor zur Naheweinstraße“, sind die ersten Orte, die an unserer Roure liegen. Die Nahe, die mal links, mal rechts der Straße liegt, sehen wir nur, wenn wir ihren mäandernden Lauf auf einer Brücke queren.

Die erste Kaffeepause legen wir im malerischen Meisenhein ein. Zuvor galt es „Schwerstarbeit“ zu leisten: nach einem kurzen Unterwegsstopp wollte eine K nicht mehr anspringen. Batterie platt – das Ende der Saison lässt grüßen. Also anschieben, zweiter Gang und los – hat funktioniert.

Auf Nebenwegen geht es hinauf auf den Donnersberg. Zuvor müssen wir in Falkenstein noch eine 25 Prozent steile Straße „bezwingen“; wenig später stehen wir am Abzweig zum „Mont Tonnere“, wie die höchste Erhebung im Pfälzer Bergland im Französischen heißt.

Gut drei Kilometer lang windet sich das kurvenreiche Sträßchen hinauf auf 687 Meter. Sehen tun wir so gut wie nichts – die Wolken hängen tief, wir fahren durch eine dicke Nebelsuppe.

Im Waldhaus, wo wir unsere Mittagsrast einlegen, bollert der Kaminofen, zudem bietet die Speisekarte so manche lukullische Köstlichkeit.

Solchermaßen gestärkt machen wir uns auf den Rückweg. Nach einer Runde um den Donnersberg erreichen wir Ruppertsecken, das mit  498,5 Meter höchstgelegene Dorf der Pfalz. 1401 erstmals in einer Urkunde von König Ruprecht erwähnt, war der Ort von 1816 bis 1945 bayerisch.

Kurz nach 16 Uhr rollen wir vor dem „Zollamt“ in Bingen aus. Draußen auf der Terrasse – mit Blick auf Rhein und Niederwalddenkmal – genießen wir noch einmal Kaffee und Kuchen. Länger als sonst dauert diese Pause. Denn jetzt ist Schluss. Mit den vhs-Touren gehen wir in die Winterpause. Aber: die Planungen für die nächste Saison sind fast abgeschlossen. Spätestens im Frühjahr 2016 sehen wir uns wieder.

Dicke Suppe am Donnersberg. Auf fast 700 Metern wars reichlich neblig.

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