Archiv des Autors: kurvenfieber

Kurven, Kurven, nichts als Kurven

TOURBERICHT „IN DEN NORDEN DER TOSKANA“
Donnerstag, 18. Juni | 5. Tag

Sonnig ist es schon früh am Morgen und es verspricht, wieder einmal sehr warm – um nicht zu sagen heiß zu werden. Deshalb geht es heute in die Berge. Der nahegelegene Apennin ist das Ziel. Auf winzig kleinen, meist kaum autobreiten Straßen schrauben wir uns Meter für Meter in die Höhe. Bald schon haben wir die 1000 Meter-Marke überschritten.

Immer wieder genießen wir atemberaubende Ausblicke, tief hinunter ins Tal oder auf kleine Dörfer, die wie Vogelnester an den Bergen kleben. Nach gut einer Stunde Fahrt, erreichen wir die Hàngebrücke „Ponte Sospeso“, die das 35 Meter tiefe Tal auf einer Länge von 220 Metern überspannt. Ganz Mutige, zu denen ich in dieser Beziehung sicher nicht zähle, wagen einen kleinen Spaziergang auf dem leicht schwankenden Drahtseil.

Die obligatorische Kaffeepause legen wir in der nahegelegenen „Villa Basylewski“, wo uns Selena auf das herzlichste mit Kaffee und kleinem Gebäck verwöhnt. Eigentlich hatten wir hier drei Nächte verbringen wollen, aber als die ehemalige Sommerresidenz einer russischen Gräfin im Winter wegen Umbauarbeiten plötzlich geschlossen wurde, hatten wir uns kurzfristig nach einer Alternative umsehen müssen.

Weiter geht die Fahrt durch Abetone dem „Passo Radici“ entgegen. Pasta mit frisch gesammelten Pilzen stehen auf der Speisekarte, die uns vorzüglich munden. Dann wird es noch einmal abenteuerlich, denn das schmale Sträßchen bei San Pellegrino di Montagne stürzt sich steil und in engen Kehren zu Tal.

Noch ein Fotostopp an der Teufelsbrücke bei Borgo a Mozzano, dann schlagen wir den Weg zum Hotel ein. Jeden Meter, den wir nun an Höhe verlieren, wir es heißer und heißer. Es ist, als fahre man einem Fön entgegen. Viel später als im Juni ist es in der Toskana nicht auszuhalten.

Morgen geht es zurück in den Norden. Am Gardasee werden wir noch eine Zwischenübernachtung einlegen, bevor wir am Samstagabend wieder in Innichen, dem Ausgangspunkt unserer Reise sein werden. Bis dahin liegen noch gut 600 Kilometer Fahrt vor uns.

Den Nachmittag am Pool verbringen

TOURBERICHT „IN DEN NORDEN DER TOSKANA“
Mittwoch, 17. Juni | 4. Tag

Keiner scheint so richtig traurig zu sein, dass sich die ursprünglich geplante Buchung in der Villa Basilewsky nicht hat realisieren lassen. Die Alternative, die wir gefunden haben, die Villa Capuggi nahe Pistoia, kommt auch gut an. Der Pool lockt und nach zwei langen Fahrtagen möchte so mancher heute Nachmittag gern relaxen oder schwimmen gehen.

Da wir mit drei Gruppen unterwegs sind, kann diesen Interessen Rechnung getragen werden: Speedy, der als einziger Tourguide das nötige Equipment dabei hat, übernimmt die „Badetruppe“ und ist schon im 15 Uhr wieder im Hotel. Uwe will ein gutes Stündchen länger fahren und Dieter ist mit den „Nimmersatten“ unterwegs.

Erstes Ziel für alle drei Gruppen ist das Geburtshaus von Leonardo da Vinci, das etwas außerhalb jener Stadt liegt, die dem Künstler ihren Namen gegeben hat. Von da aus fahren wir weiter in Richtung San Gimignano, werden aber bereits in Empoli vom Verkehrschaos in der Innenstadt gebremst. Der Versuch, über die SS 429 auszuweichen, endet an einer gut 20 Minuten geschlossenen Bahnschranke.

Dann endlich haben wir freie Fahrt. Ein kleines Kaffeepäuschen an einer Bar in den Bergen und die Stadt mit den sieben Geschlechtertürmen ist nicht mehr weit. Angesichts des drohenden Touristenrummels, und weil alle schon mindestens einmal in San Gimignano waren, biegen wir kurz zuvor jedoch scharf rechts ab und legen unser kleine Mittagspause in Montaione ein.

Mitten im Zentrum liegt eine Aussichtsterrasse die einen fantastischen Ausblick auf die herrlich hügelige toskanische Landschaft bietet. Der Blick reicht bis San Miniato, unserem nächsten Ziel. Von da aus geht es weiter nach Montevettolini, einen befestigten Weiler in den Bergen, der nur über eine kleine, kurvenreiche Straße zu erreichen ist.

Noch ein Tankstopp vor Pistoia und nach gut 200 Kilometern traumhafter Fahrt durch die Ausläufer der Toskana erreichen wir um 16:15 Uhr das Hotel. Speedy ist mit seiner Gruppe schon da und genießt bereits das „dolce vita“ am Pool und Dieter dürfte bis 18 Uhr auch wieder im Hotel eingetroffen sein. So kam jeder auf seine Kosten.

Am Ziel: Im Norden der Toskana

TOURBERICHT „IN DEN NORDEN DER TOSKANA“
Dienstag, 16. Juni | 3. Tag

Wieder war es ein langer Tag. Obwohl wir die Po-Ebene auf der Autobahn durchquert haben, war die letzte Gruppe doch erst kurz nach sieben im Hotel: gut 380 Kilometer wollen erst einmal gefahren sein.

Vom Hotel Garden ging es zunächst zum Idrosee. Kurz vor Desenzano del Garda legten wir einen kurzen Kaffeestopp ein, bevor es auf die Autobahn ging. Das elend lange und fahrerisch völlig unattraktive Stück bis Modena wollten wir so schnell wie möglich hinter uns bringen.

Einen Stau kurz vor dem Abzweig zur A 22 umgehen wir italienisch elegant auf der Standspur. Einem der LKW-Fahrer scheint dies nicht zu gefallen; er versucht uns mit einer Wasserpistole aus dem Beifahrerfenster heraus nass zu spritzen. Kurz vor Modena verlassen wir die Autobahn und sehen in weiter Ferne den Apennin.

Auf winzig kleinen Straßen erreichen wir Pavullo nel Frignano und bald darauf Sestola. Inmitten des Apennin genehmigen wir uns eine etwas längere Kaffeepause mit herrlicher Fernsicht. Etwa 100 Kilometer liegen jetzt noch vor uns; gut zwei Stunden Fahrt.

Bei Portetta Therme erreichen wir die SS 64, die uns direkt nach Pistoia führt. Mittlerweile ist es fast halb sieben. Flott geht es kurvenreich bergan. „Einen Vorteil hat die späte Ankunft ja“, denke ich mir, „da sind die Straßen wenigstens frei“ – und prompt quält sich ein 40 Tonner vor uns den Berg hinauf.

Ab der Stadtgrenze ist es nicht mehr weit bis zum Hotel, sagt zumindest das Navi. Doch noch gibt es keine Hinweisschilder – auch am eigentlich letzten Abzweig nicht. Das fehlte jetzt noch, wenn der Wegpunkt falsch gesetzt wäre und wir zu später Stunde noch das Suchen anfangen müssten. Doch es hat alles seine Richtigkeit. Um 19:15 Uhr stehen die Motoren und wir sind da!

Lohn der Strapazen ist ein toller Grillabend im Garten des Hotels, mit einem Buffett, das keine Wünsche offen lässt. Volltreffer, würde ich sagen.

Und es wurden doch 330 Kilometer

TOURBERICHT „IN DEN NORDEN DER TOSKANA“
Montag, 15. Juni | 2. Tag

Kurz nach 9 Uhr brummten die Motoren. Ein erster kurzer Stopp am Falzarego und dann weiter zum Pordoi zum Kaffeetrinken. Jetzt nur noch durchs Fassatal und hinter Trento den Monte Bondone hinauf. Dann wären wir gegen 16 Uhr im Hotel. Vielleicht ein wenig früh?

Ein Abstecher zur Sella bietet sich an und dann über Kastelruth, vorbei an der Seiser Alm, zum Karerepass. Doch die Strecke zieht sich und die Zeit fängt wieder einmal an uns davon zu laufen. Die Straßen sind herrlich, die Landschaft ist es auch, doch wenn wir weiter fahren, wie geplant, sind wir noch um sieben nicht im Hotel. Da haben wir unsre Ankunft aber für 18:30 Uhr angekündigt, soll es heute Abend doch ein schönes Essen am Pool geben.

Also gehen wir – ausnahmsweise – vor Egna auf die Autobahn und spulen die gut 50 Kilometer bis Rovereto im Eiltempo ab. Die steile Abfahrt nach Torbole ist immer wieder ein Erlebnis, dann gilt es den Einstiege ins “ Valle di Ledro“ zu finden und schon sind wir da.

Umrahmt von italienischer Live-Musik lassen wir uns im Garten des Hotels mit „Strigoli an Rehragout“, grünen Knödeln mit zerlassener Butter, Schweinerippchen aus dem Ofen und einem leckeren Schokoladenkuchen verwöhnen. Morgen geht weiter nach Pistoia.

Ein entspannter Tag im Sole Paradiso

TOURBERICHT „IN DEN NORDEN DER TOSKANA“
Sonntag, 14. Juni | 1. Tag

Ungewohnt, aber auch das ist Urlaub. Trotz herrlichstem Sonnenschein bin ich heute nicht einen Meter Motorrad gefahren. Statt dessen habe ich am Morgen spät und ausgiebig gefrühstückt und bin in trauter Runde – mit Ingrid, Charly, Angelika, Frank, Margit und Gerhard – bis nach halb zehn zusammengesessen.

Dann galt es, die geplanten Routen noch ein wenig zu „optimieren“. Dieter hatte für den ersten Tag ambitionierte 365 Kilometer vorgeschlagen, die vorwiegend über kleine Straßen führen sollte. Eine herrliche Strecke, die aber möglicherweise viel Zeit kosten würde. Und da man uns am Lago di Ledro – unserer nächsten Station – um 18:30 Uhr mit einen Aperitiv begrüßen will, könnte das knapp werden.

Also habe ich mich auf die Terrasse unter einen Sonnenschirm gesetzt, einen Kaffee Latte getrunken, und habe am Laptop die Routen noch mal ein wenig nachgearbeitet. Jetzt sind es für den ersten Tag noch gute 270 Kilometer, die über den Falzarego, den Passo Pordoi und den Monte Bondone führen.

Gegen 15 Uhr trafen die ersten Teilnehmer ein, kurz nach 18 Uhr waren wir komplett. Ein erstes kühles Bier im Garten und dann wartete ein tolles siebengängiges Abendessen auf uns. Herrlich! Das Sole Paradiso ist immer wieder eine Reise wert.

Recht früh ging es dann auf die Zimmer; die meisten wollten ausgeschlafen sein, wenn es morgen zunächst Richtung Gardasee und dann nach Pistoia geht.

Auf in den Süden

TOURBERICHT „IN DEN NORDEN DER TOSKANA“
Samstag, 13. Juni | Anreise

Offiziell startet unsere Motorradreise in den Norden der Toskana erst am Sonntag. Weil ich aber nicht so recht weiß, wie schnell ich die 700 Kilometer bis Innichen zurücklegen werde, fahre ich lieber schon am Samstag los. So beginnt der Urlaub streßfrei. Und ich bin am Nachmittag schon vor Ort, wenn die ersten Teilnehmer eintreffen.

Die Anreise verläuft problemlos. Die Autobahn in Richtung Süden ist relativ frei. Gegen Mittag erreiche ich „den Irschenberg“. Es ist immer wieder ein herrlicher Anblick, von hier auf die Alpen zu schauen. In Kufstein Süd fahre ich von der Autobahn ab; jetzt liegen der „Pass Thun“ und der Felbertauerntunnel vor mir.

Herrscharen von Motorradfahrern kommen mir entgegen; das lange Wochenende geht zu Ende. So mancher wird um etliche Euro erleichtert die Heimreise antreten: die österreichische Gendamerie ist auf den Bergstrecken fleißig am blitzen.

Mit meinen knapp 80 Benzin-PS habe ich da keine Sorgen; knapp 30 km/h im zweiten Gang, mehr ist nicht drin, als ich die knapp 1700 Meter hohe Zufahrt zum Felbertauern-Tunnel erreiche. Doch die faszinierende Landschaft entschädigt für die Strapazen und kürzer als über den vielbefahrenen Brenner ist diese Route auch – zumindest im Hinblick auf die Kilometer.

Kurz nach 18 Uhr erreiche ich das Hotel; früher als gedacht. Angelika und Frank sind schon seit Anfang der Woche da, Margit und Gerhard seit Donnerstag. Ingrid und Charly kamen kurz vorher an. Erst wird ein kleines Schwätzchen gehalten, dann werden die Motorräder entladen.

Morgen kommen dann alle anderen Teilnehmer. Mit 28 Maschinen gehen wir am Montag „an den Start“. Mit Sozias, Tourguides sowie Franz-Josef und Monika im Begleitbus zählt unsere Gruppe fast 40 Personen. So groß war die Resonanz bisher nur selten. Toll, dass die Reise in den Norden der Toskana so eine überragendes Interesse gefunden hat.

Telekom zockt und ärgert Bestandskunden

Es wäre ja auch zu schön gewesen, jetzt schon das ganz neue iPhone zu bekommen. Nachdem die neueste Generation dieses Wahnsinnsgeräts endlich über eine vernünftige Navigationslösung verfügt, hätte ich gern sofort zugegriffen. Auf meinem alten iPhone gibt es nämlich ein paar nette Applikationen, die beispielsweise Fotos, die mit dem Telefon aufgenommen wurden, mit den aktuellen Längen- und Breitengraden versehen. So lässt sich später in google-maps exakt nachvollziehen, wo genau die Bilder aufgenommen wurden.

Da mein altes iPhone, eines der ersten Generation, nicht wirklich mit GPS-Daten umgehen kann – die Abweichung zum jeweiligen Standort kann 700 Meter und mehr betragen – bin ich an einer Optimierung natürlich brennend interessiert. Aber die Telekom zockt: Bestandskunden, deren Vertrag noch keine 18 Monate lang gilt, sollen 20 Euro „Ablöse“ pro „fehlendem Monat“ zahlen. Unverschämt, oder?

Ich bin gespannt, ob die Nachfrage nach dem neuen iPhone wirklich so gewaltig ist, wie eine solche Regelung vermuten lässt. Oder ob die Telekom nicht schon recht bald feststellen wird, dass Geld allein nicht glücklich macht und verärgerte Bestandskunden sich möglicherweise nach entsprechenden Alternativen umschauen werden. Das wäre dann doppelt dumm – für die Telekom und für Apple.

Domazlice entdecken

TOURBERICHT BAYERISCHER WALD
Mittwoch, 10. Juni | 5. Tag

Noch einmal wollen wir einen Abstecher nach Tschechien unternehmen. Domazlice ist das Ziel, eine kleine Stadt nahe der Grenze, die allein wegen ihres langgezogenen Marktplatzes einen Besuch lohnt.

Gut eine Stunde sind wir auf kleinen Nebenstraßen unterwegs, bis Klaus-Peter unvermutet für Durcheinander sorgt. Weil die Gruppe beim Abbiegen ein wenig auseinander gerissen war, blieb er am Straßenrand mit eingeschalteter Warnblinkanlage stehen – und blinkte auch noch, als wir schon wieder unterwegs waren.

Kein Handzeichen half, keine eingeschaltete Warnblinkanlage der Vorausfahrernden, die BMW von Klaus-Peter blinkte munter vor sich in. Also bei nächster Gelegenheit kurz angehalten und nachgefragt. Offensichtlich lag irgendein Defekt vor, denn der Warnblinker ließ sich nicht mehr ausschalten. Deshalb: Sitzbank runter und die entsprechende Sicherung ziehen – eine nach der anderen; die siebte war dann die richtige.

Bald darauf war Domazlice erreicht. Die bunten Häuser, das Stadttor und der alte Turm gaben schon ein beeindruckendes Ensemble ab. Wir nutzen die Gelegenheit, noch einen guten, vor allem aber preiswerten Kaffee zu trinken, bevor es zurück ins Hotel und dann nach Hause ging. Diesmal schien nur die Sonne!

Kurz vor Würzburg dann der übliche Baustellenstau – diesmal 13 Kilometer auf der A 3 in Richtung Frankfurt – der sich aber auf Landstraßen gut umfahren ließ, wenngleich auch hier die eine oder andere Baustelle für Verzögerungen sorgte. Ein tolles, verlängertes Wochenende ging viel zu schnell zu Ende: Wir hatten tolles Wetter, ein schönes Hotel, nette Teilnehmer und herrliche Touren – danke an alle, die (wieder einmal) dabei waren.

Tolle Führung an der Walhalla

TOURBERICHT BAYERISCHER WALD
Dienstag, 9. Juni | 4. Tag

Die Walhalla bei Regensburg ist heute unser Ziel. Nachdem, kurz nach dem Aufwachen, die Sonne noch kräftig geschienen hat, zieht es sich bald schon kräftig zu. Dunkle Wolken stehen am Himmel, aus denen es immer wieder leicht tröpfelt. Zu wenig, um den Regenkombi anzuziehen, aber doch so viel, dass eine vorsichtige Fahrweise angeraten scheint. Die Straße ist stellenweise immer wieder nass.

Nahe Walderbach, im Schatten der ehemaligen Zisterzienser-Abtei, legen wir die erste Kaffeepause ein. Weiter geht´s, auf kleinen Nebenwegen, bis hinter Nittenau. Dann endet die Fahrt abrupt und unvermutet in Überfuhr. Die schmale Brücke über den Regen ist wegen Baufälligkeit gesperrt. Radfahrer und Fußgänger dürfen auf eigene Gefahr passieren, Auto- und Motorradfahrer nicht. Wir überlegen, ob wir es wagen sollen, denn so morsch sieht die alte Eisenkonstruktion nicht aus, entscheiden uns dann aber doch für den Weg zurück. Und so erreichen wir die Walhalla bei Regensburg nur auf Umwegen.

Hier versucht uns Roberto, ein waschechter Itlaiener, deutsche Geschichte – die ja auch mit italiensicher Geschichte zu tun hat – näher zu bringen. Mit Feuereifer und sehr kenntnisreich erläutert er uns eine Stunde lag, was es mit der Walhalle so alles auf sich hat. Da hätten wir noch stundenlang zuhören können!

Die Mittagspause legen wir sehr spät – erst gegen halb drei – auf Burg Falkenstein ein. Und weil wir so satt sind und die Sonne so herrlich scheint, beschließen wir, heute frühestens um 20 Uhr zu Abend zu essen. So bleibt ausreichend Zeit den bayerischen Wald am Nachmittag noch einmal ausgiebig auf dem Motorrad zu erkunden. Was wir natürlich mit Lust und Leidenschaft tun.

Ein traumhafter Tag

TOURBERICHT BAYERISCHER WALD
Montag, 8. Juni | 3. Tag

Heute wollen wir einen Ausflug nach Tschechien, in den Böhmerwald – dem Pendant zum Bayerischen Wald – unternehmen. Auf schmalen Wegen geht es zur Grenze. Kaum haben wir Tschechien erreicht, laden auch schon die ersten Tankstellen dazu ein, billig Sprit zu bunkern.

Nähe Nyrsko biegen wir auf einen schmalen Pfad ab, der uns kilometerweit durch den Wald führt. Die Wegstrecke ist recht holprig, aber wunderschön. In Zelenza Ruda legen wir die erste Kaffeepause ein, bevor wir wieder in den Böhmerwald eintauchen. Immer höher schraubt sich die Straße, bald sind mehr als 1100 Höhenmeter erreicht. Auf einem kleinen Parkplatz, inmitten dieser herrlichen Landschaft legen wir einen kurzen Fotostopp ein, bevor es zurück nach Deutschland geht.

In Philippsreut stärken wir uns – nach all den Schweinebraten und Haxen der vergangenen Tage – mit einer leckeren Forelle, die wir bei strahlendem Sonnenschein im Freien verspeisen. Noch ein kleiner Abstecher nach Finsterau und schon müssen wir so langsam die Rückreise antreten. Natürlich nicht, ohne zuvor die obligatorische Kaffeepause eingelegt zu haben, bei der wir uns, angesichts des herrlichen Wetters, noch ein Eis mit frischen Erdbeeren gönnen.