Beschauliche 230 Kilometer

TOURBERICHT PYRENAEN
Samstag, 12. September 2009 | 4. Tag

Ein wenig frisch war es schon, des morgens, kurz nach 9 Uhr, im „Vall d‘ Aneu“. Gut, dass wir noch einen Fleece-Pullover unter die Jacke gezogen hatten. Beim Anstieg zur „Port de la Bonaigua“ fuhren wir aus dem Schatten, der dicht zwischen zwei Felswänden eingeschlossenen Straße heraus und genossen den herrlichen Sonnenschein.

Auf 2072 Metern angekommen, legten wir erst einmal ein ausgiebiges Kaffeepäuschen ein, bevor wir uns wieder ins Tal stürzten. Kurz hinter Vielha, an einem der vielen Kreisel, standen Polizisten, die fast jedes vorbeifahrende Fahrzeug kontrollierten – so auch uns. Führerschein, Fahzeugpapiere, ein kritischer Blick aufs Reifenprofil und wir konnten weiterfahren.

Ein kurzes Stück nur auf der N 230, dann zweigten wir ab zum Col du Portillon. Schmal und kurvenreich windet sich das unübersichtliche Sträßchen den Berg hinauf; auf der Passhöhe wechselten wir wieder von Spanien hinüber nach Frankreich.

Nachdem wir Bagneres-de-Lucheron auf dem innerörtlichen „Prachtboulevard“ durchquert hatten, ging es wieder bergan, den Col de Peyresoude hinauf. Hier legten wir eine kleine Mittagspause ein und genossen Omlette, Crepes oder ein Sandwich mit Fromage à la Ferme.

Der Col de Aspin, den wir bald darauf erreichten, hüllte sein Haupt schon ein wenig in Nebel; auf dem 2115 Meter hohen Col de Tourmalet ging die Sichtweite gegen Null. Immer wieder peitschte der heftige Wind dichte Nebelschwaden über die Fahrbahn. Je höher wir fuhren umso mehr Namen der Radprofis standen auf dem Asphalt. Auch wenn heute keine Radfahrer unterwegs waren, so konnten wir doch nachvollziehen, welche Stimmung auf diesem Pass herrschen muss, wenn sich die Profis der Tour de France hier hochquälen.

Auch wenn es wegen der tief hàngenden Wolken eigentlich nichts zu sehen gab, legten wir auf der Passhöhe einen kurzen Stopp ein und machten ein schemenhaftes Foto vom legendären Radfahrerdenkmal. Dann ging es hinab ins Tal und durch den Gorges de Luz nach Argelest-Gazost. Hier wollen wir drei Nächte bleiben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s