Archiv des Autors: kurvenfieber

Endlich: Garmin-Karten für Russland!

Wenn das keine glückliche Fügung ist: Anfang August starten wir zu unserer Motorradtour nach Polen, Kaliningrad und Litauen. Jetzt bietet Garmin in seinem Shop (endlich) digitale Karten für Russland an. Besser könnte das Timing nicht sein!

Ein wenig in Sorge war ich schon. Wenn auch von der Routenfügung durchs Navi verwöhnt, sind wir doch immer noch in der Lage, unsere Ziele anhand einer Landkarte im Tankrucksack zu finden. Bei unserem Abstecher nach Kaliningrad wird uns aber die kyrillische Schreibweise aller Ortsangaben ein wenig Schwierigkeiten bereiten. Wann welcher Abzweig zu nehmen ist, um den nächsten Ort zu erreichen, würde wohl immer in kleines Ratespiel ausarten.

Ich erinnere mich an eine Tour, bei der wir vor Jahren einen Abstecher nach Tschechien unternommen haben. Hauptrichtung: irgendeine Stadt mit ck und y – das konnte ich mir noch merken. Und das wir rechts abbiegen müssen. Dann eine Baustelle mit Umleitung und am nächsten Kreisel ein Hinweisschild: eigentlich gab es in jeder Himmelsrichtung einen Ort, in dem die Buchstaben ck und y vorkamen. Also spontan rechts abgebogen – und wenig später auf dem Kompass gesehen, dass das die falsche Richtung war.

Angekommen sind wir trotzdem. Wenn es nun aber routingfähige Karten für Russland gibt – auch wenn dort zunächst nur die Hauptstraßen abgebildet sind – erleichtert das die Navigation doch erheblich. Wieder einmal Glück gehabt.

Eingeschneit im August

Gerade lese ich im „Tourenfahrer“ einen schönen Bericht über eine Reise mit dem Motorrad durch Norwegen. Das erinnert mich an unsere Tour im vergangenen Jahr. Zwei Wochen lang waren wir unterwegs, von Oslo bis zu den Lofoten, dann mit dem Postschiff zurück nach Molde und von da aus über den „Trollstigen“ und den Geiranger wieder nach Oslo.

Mal abgesehen, von einem Tag mit leichten Schauern auf den Lofoten hatten wir durchweg gutes Wetter. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein von frühmorgens bis in den späten Abend. Und das Mitte September! Im „Tourenfahrer lese ich, dass die Autoren am Geiranger schon mal ein paar Tage eingeschneit waren – im August! Da hatten wir aber wirklich Glück mit dem Wetter.

Passierschein in Grenznähe erforderlich?

Unser Abstecher nach Kaliningrad wird immer sonderlicher. Jetzt habe ich auf der Internetseite von „Kaliningrad aktuell“ gelesen, dass die Kontrollen im grenznahen Gebiet verschärft worden sein sollen. Alle Bereiche, die bis zu sieben Kilometer von der Grenze entfernt liegen, dürfen nur noch mit einem speziellen Passierschein befahren werden. So will man Schmuggel und illegale Grenzübertritte verhindern. Spontane Abstecher an die Küste oder in grenznahe Städte werden damit unmöglich – sobald man die Hauptroute verlässt. Die ist offensichtlich weiterhin frei befahrbar – hoffentlich.

Dafür war die Entscheidung, die Kurische Nehrung mit dem Motorrad zu entdecken, überfällig. Das gesamte Gebiet soll großflächig erschlossen und mit bis zu 30 Hotels bebaut werden, um den Tourismus anzukurbeln. Schon im nächsten Jahr könnten die ersten Bagger rollen. Wir werden dieses einzigartige Kleinod hoffentlich noch in aller Ruhe genießen können. Ich bin sehr gespannt

Endurotraining in der Eifel

Ein Wochenende zum Verschnaufen, dann geht es wieder los. Ende Juli bieten wir ein zweitägiges Endurotraining in der Eifel an. Hoffentlich macht das Wetter mit. Das ist ja im Augenblick so wechselhaft. Wenngleich wir meistens Glück haben. Warum also nicht auch in der nächsten Woche?

Das Training ist für Einsteiger gedacht, die sich mal auf losem Untergrund versuchen wollen. Eine eigene Enduro muss man nicht unbedingt besitzen; drei Teilnehmer werden sich vor Ort eine „leichte Grobstollige“ ausleihen, um erste Erfahrungen auf Schotter zu sammeln. Das wird bestimmt spaßig. Insgesamt zählt unsere Gruppe derzeit 9 „Wagemutige“; mehr als zehn hätten es nicht sein dürfen.

Im Augenblick überlegen wir, welche Endurotour wir im nächsten Jahr anbieten werden? Ein Wochenende in Belgien? Eine ganze Woche durch Rumänien? Oder mal wieder ins französisch-italienische Grenzgebiet? Für Vorschläge und Anregungen sind wir offen. Schließlich sollen vor allem Dir die Touren Spaß machen.

Frühstück am Waldesrand

Das war doch wieder mal eine tolle Idee: Mit 53 Motorradfahrern bei strahlendem Sonnenschein ein kleines Frühstück auf dem Park&Ride-Parkplatz nahe Bad Camberg einlegen. Nach gut einer Stunde Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht. Nacheinander trafen die vier Gruppen ein. Auf dem Parkplatz warteten schon meine Schwester und meine Mutter – mit drei Blechen selbstgebackenem Kuchen, zahlreichen Kannen Kaffee und etlichen Flaschen Wasser oder Schorle. Da wurde gern zugegriffen; allen schmeckte es prima!

Weiter ging es Richtung Mengerskirchen. Da wollten wir in einem schön am Waldesrand gelegenen Hotel unsere Mittagspause einlegen. Hatte bisher noch die Sonne geschienen, trübte es sich jetzt so langsam ein. Dabei hatte der Wetterbericht doch eigentlich nichts von Schauern gemeldet.

Kaum saßen wir unter Sonnenschirm und hatten unsere Bestellung aufgegeben, fing es an zu tröpfeln. Erst nur ein wenig, dann immer kräftiger. Zum Glück ließ der Regen nach dem Essen ein wenig nach, so dass wir zum letzten Abstecher, an den Wiessee, starten konnten. Den sollten wir später als geplant erreichen: Eine Reifenpanne an der R 1100 S eines Teilnehmers zwang uns zu einem längeren Stopp am Straßenrand.

Der ADAC, den wir schnell verständigt hatten, weil sich das Loch nicht flicken ließ, stellte seine Motorradfahrer-Kompetenz ein weiteres Mal unter Beweis: eine der ersten (Standard-)Fragen, die wohl am Computer abgearbeitet werden müssen, war: „Haben Sie einen Ersatzreifen dabei?“

Wir wollen nicht meckern: die BMW wurde in die nächste Werkstatt geschleppt, kriegt am Montag einen neuen Hinterradreifen; damit kann der Urlaub, der sich dem Sommerfest anschließen sollte, nur einen Tag später als geplant immer noch beginnen.

Zum Abendessen waren wieder alle zusammen; bis tief in die Nacht wurde an den Tischen nett geplaudert und gelacht. Auch in diesem Jahr war das Sommerfest der Motorradfahrer wieder ein voller Erfolg.

Auf kleinen Straßen rund um die Lahn

Unser Optimismus ist wieder einmal belohnt worden. Keine Spur von den heftigen Schauern, die für den Nachmittag angekündigt waren. 14 Motorradfahrer starteten wie geplant um 16 Uhr in zwei Gruppen zu einer kleinen Ausfahrt rund um die Lahn. Besser gesagt: 16. Denn gerade als wir losfahren wollten, bog zunächst Wilfried rechts ums Eck und wenig später Andreas, die sich uns schnell noch anschlossen.

Zunächst führte uns die Strecke ein kleines Stück durchs Gelbbachtal und dann Richtung Balduinstein. Die Straßen konnten garnicht klein und kurvig genug sein. Kaum autobreit schlängelte sich das zumeist schmale Asphaltband so manche Anhöhe hinauf, um sich nur wenig später wieder schwungvoll ins Tal zu stürzen.

Nach einer guten Stunde Fahrt fing es dann leicht an zu nieseln. Schnell noch ein Abstecher zum Kloster Arnstein, bietet sich doch von hier ein herrlicher Blick auf die Lahn. Dann stellte sich die Frage: Fahren wir noch ein Stündchen oder biegen wir gleich ab ins Hotel?

Die Aussicht auf eine heiße Tasse Milchkaffee und ein leckeres Stück Kuchen – so mancher bevorzugte auch ein deftiges Schinkenbrot – war zu verlockend. Also ab ins Hotel. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag. Da warten dann gut 250 kurvenreiche Kilometer auf uns.

Welchem Wetterbericht sollen wir glauben?

Bis Mittwoch war fürs Wochenende noch heftiger Regen prognostiziert. Heute können wir Hoffnung schöpfen. Zumindest die Vorhersage auf meinem iPhone sagt für Freitag Sonnenschein und für Samstag bedeckten Himmel aber keinen Regen voraus. Ganz anders hörte sich das am Abend in der Hessenschau an. Da war von kräftigen Schauern die Rede, die zumindest am Freitag über den Westen ziehen sollten. Für den Samstag sah es dann schon wieder besser aus.

Meist kommt es dann doch anders, als die Wetterfrösche uns glauben machen wollen. Ist auch egal. Wir fahren Motorrad! Sowohl am Freitag wie auch am Samstag! Und es wird schön werden, davon bin ich überzeugt. Wenn wir mit insgesamt 53 Personen (auf 46 Motorrädern) unterwegs sein werden, kann es doch gar nicht regnen. Zumal uns alle, die aus terminlichen Gründen leider nicht mitfahren können, ganz fest die Daumen drücken. Danke für die vielen netten entsprechenden E-Mails.

Einfach mal den Fachmann fragen

Wie bitte finden wir in Svetlogorsk folgende Adresse: „10 Vereschagina ul.“? Da steht nämlich unser Hotel, in dem wir übernachten werden, bevor es weiter Richtung Kurische Nehrung geht. Leider gibt es vom Kaliningrader Oblask noch keine digitalisierten Karten für meinen Garmin, so dass wir uns vor Ort wieder anhand einer Landkarte aus Papier orientieren müssen. Doch woher nehmen?

google-maps bietet lediglich eine grobe Orientierung und kennt die gesuchte Straßenangabe nicht. Im Internet gesucht, finde ich nur Anbieter, die historische Karten des ehemaligen Rauschen um das Jahr 1900 feilbieten. Was nun?

Rufen wir doch mal im „Landkartenhaus Angermann“ in Wiesbaden an, denke ich mir, die gut sortiert und fachkundig sind. Da hat man mir schon drei tolle Landkarten von Litauen, im Maßstab 1:200.000, besorgen können, die sonst nirgendwo aufzutreiben waren. Und auch diesmal spricht alles für die Kompetenz des Landkartenhauses: ein aktueller Stadtplan von Swetlogorsk kann bestellt werden und einer von der Stadt Kaliningrad gleich dazu. Prima. In einer Woche sollen beide da sein. Dann weiß ich auch, wie wir zum Hotel kommen. Nahe des Meers, am Waldesrand, soll es liegen …

Für mich hat sich wieder einmal gezeigt, dass das Internet vieles, aber nicht alles kann. Und wie wichtig es ist, Fachgeschäfte nicht nur zu Rate zu ziehen, sondern dort auch einzukaufen. Sonst gibt es sie irgendwann nicht mehr.

Toller Service – danke

Heute hatte ich die Gelegenheit, mir bei „Foto Oehling“ in Mainz Sonys neue Video-Kamera anzuschauen. HDR-TG7 heißt das aktuelle Modell, das über ein paar nette Gimicks verfügt, die mich interessieren könnten: Zum einen ist da die GPS-Funktion: Videos und Fotos werden mit den Koordinaten des Aufnahmeortes versehen, so dass sich immer nachvollziehen lässt, wo welcher Clip gefilmt oder welches Bild gemacht wurde. Zum anderen können während des Filmens nun Fotos in einer Auflösung von 2 Millionen Pixel gemacht werden. Das ist schon toll!

Allerdings nimmt Sonys „Neue“ Filme im AVCHD-Format auf. Und keiner konnte mir bisher sagen, ob und wie ich diese Art von Filmen in meinem Schnittprogramm weiterverarbeiten kann. Freundlicherweise konnte ich vor Ort ein paar Testclips auf mein MacBook Pro ziehen – um frustriert festzustellen, dass „meine“ Konvertierungsprogramme mit AVCHD nicht zurecht kommen.

Der freundliche Fachhändler meinte, ich solle die Clips doch auf einen sicher ebenfalls vorhandenen PC ziehen, sie dort mit „Edius_Neo“ konvertieren und anschließend in eine avi-Datei wandeln. Die könnte ich ja dann in iMovie importieren. Möglich – aber wieviel Zeit wird das in Anspruch nehmen? Während einer Motorradtour fallen hunderte von Videoclips an!

Also habe ich mal bei der Fachzeitschrift „videoaktiv“ nachgefragt, die ich des öfteren am Bahnhofskiosk kaufe. Die Antwort kam schnell und kompetent – vielen Dank! Mit der neuesten Version von iMovie soll ein bearbeiten möglich sein – entsprechende Hardware vorausgesetzt. Das werden wir gleich mal ausprobieren. Wäre toll, wenn´s klappt.

Kaffee und Kuchen

Oh je – da kommt meine arme Mutter aber ganz schön ins Schwitzen! Am Samstag starten wir während unseres alljährlichen Sommerfestes zu einer Tagestour, die uns unter anderem Richtung Lahn und Westerwald führen wird. Nach gut 70 Kilometern (oder gut eineinhalb Stunden Fahrt) wollen wir nahe Bad Camberg eine erste Kaffeepause einlegen. Da wir in der Nähe kein ansprechendes Gasthaus finden konnten, habe ich kurzerhand meine Mutter und meine Schwester gefragt, was sie davon halten, uns auf einem nahegelegenen Parkplatz mit Kaffee und Kuchen zu verköstigen?

Eine tolle Idee, fanden beide. Denn Zeit, des abends zum Essen zu kommen, haben sie nicht. Aber morgens, mal eben schnelll nach Bad Camberg fahren, dass ließ sich einrichten. Allerdings zählen wir bis heute mehr als 50 Teilnehmer!

Woher nun all die Kaffeekannen nehmen, um ausreichend „Heißgetränke“ bereithalten zu können? Und wieviele Bleche Kuchen müssen gebacken werden, damit jeder ein Stück abbekommt? Und wann sollten die Vorbereitungen beginnen, damit am Samstagvormittag alles fertig ist?

Ich bin sicher, die beiden kriegen das hin. Diese ungewöhnliche Kaffeepause wird uns allen sicher lange in Erinnerung bleiben. Hoffentlich spielt das Wetter mit …