Archiv des Autors: kurvenfieber

Dramatisches in Zeitlupe

Im Augenblick bin ich dabei, das Video von unserem Enduro-Training mit Guido von „dirt-4-fun“ zu schneiden. Einige Sequenzen habe ich vor Ort in Zeitlupe aufnehmen können. Sieht echt dramatisch aus, wie sich Franz-Josef mit seiner schweren 100 GS einen kleinen Hang hinunterstürzt oder Michael mit seiner DR 350 fast schon leichtfüßig durch den Slalom-Parcour schwänzelt.

Die „slow-motion-Aufnahmen“ machen deutlich, was dabei so alles passiert und wie sich die Teilnehmer auf ihren Motorrädern bewegen. Manchmal muss man schon ein wenig die Luft anhalten, so spektakulär erscheinen einzelne Szenen. War aber alles ganz harmlos.

Zu sehen ist das Video auf dem Nachtreffen Mitte November. Klar ist aber schon jetzt, dass wir auch im nächsten Jahr wieder ein Enduro-Training anbieten wollen.

250.000 Kilometer in zwei Jahren

Ein wahnwitzige Idee hat „Zweirad Norton“, der neue Stützpunkthändler der Touratech AG für den Bereich Deutschland Mitte: Eine serienmäßige 1200er GS, veredelt mit sinnvollem Zubehör, soll in nur zwei Jahren 250.000 Kilometer zurücklegen. Demonstriert werden soll damit die Zuverlässigkeit dieser Maschine; zugleich gibt der „Test“ Aufschluss darüber, was im Laufe der Zeit so alles kaputt gehen kann. Und: dass eine gute Gebrauchte keine schlechte Wahl sein muss.

Damit die hohe Laufleistung in so kurzer Zeit zusammenkommt, wird die GS an potentielle Interessenten vermietet. Je mehr Kilometer dabei zurückgelegt werden, umso geringer ist die Miete. Wer pro Tag 500 Kilometer zusammenbekommt, kann im bevorstehenden Winter völlig (miet-)kostenfrei mit der 1200 GS unterwegs sein. Ein Abstecher ins immer noch sonnige Spanien wäre da durchaus eine Überlegung Wert, oder?

Mehr Infos zu diesem ungewöhnlichen Projekt findest Du auf der speziellen Homepage von Zweirad Norton unter http://www.rekordfahrt.eu.

Das Rekordmotorrad ist seit dem 11.4.2008 unterwegs und hat jetzt bereits gut 170.000 Kilometer auf der Uhr. Auf das Ergebnis sind wir sehr gespannt.

So langsam wird´s

Kaliningrad im Grobschnitt, das Moselwochenende fast fertig, Ardennen im Werden und bei der Tour in den Norden der Toskana fehlen noch die Fahraufnahmen – das ist der augenblickliche Zwischenstand des Videoschnitts für´s Nachtreffen.

Derzeit verbringe ich jede freie Minute damit, am filmischen Rückblick auf unsere Motorradsaison 2009 zu arbeiten. Noch wartet jede Menge Arbeit auch mich, aber bis zum 11. November werden wir das schon hinkriegen. Hat bisher jedes Jahr geklappt – irgendwie.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und ein kurzweiliges Wochenende in Bad Breisig. Die ersten Anmeldungen sind auch schon da. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen: kein Wintereinbruch und kein Hochwasser. Anreise mit dem Auto ist selbstverständlich möglich. Wir sehen uns. Am 13. November geht´s los!

Einladung zum Nachtreffen 2009

Vom 13. bis 15. November laden wir wieder zum alljährlichen Nachtreffen in Bad Breisig ein. Wir treffen uns ab Freitagabend „in der Mühle“, um gemeinsam die Videos von unseren diesjährigen Motorradtouren anzuschauen. Wer Zeit und Lust hat, daran teilzunehmen, ist herzlich willkommen.

Gebucht werden kann das ganze Wochenende oder nur eine Übernachtung von Freitag auf Samstag beziehungsweise Samstag auf Sonntag. Und wer nur mal kurz reinschauen möchte, ist uns ebenfalls herzlich willkommen.

Am Samstagabend, nach dem Buffet, werden wir das Programm für das Jahr 2010 vorstellen; auch in der nächsten Saison warten wieder viele schöne Motorradtouren auf Dich.

Rückfragen beantworten wir gerne vorab. Schreib einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com.

Grüße an den Kaiser

TOURBERICHT MOSELWOCHENENDE
Sonntag, 11. Oktober 2009 | 3. Tag

Ein wenig frisch war es am Morgen des letzten Tourtages unserer Moselreise. Der Himmel bedeckt, aber es blieb trocken. Kurz nach 9 Uhr brummten die Motoren; wir machten uns auf den Weg zum „Deutschen Eck“ nach Koblenz. Nach ein, zwei kleinen Schleifen durch die, quasi auf dem Weg liegenden Seitentäler der Mosel, erreichten wir den geschichtsträchtigen Zusammenfluß von Rhein und Mosel.

1897 war hier ein monumentales Standbild von Kaiser Wilhelm I. errichtet worden – als Dank für die in drei Kriegen (1864, 1866, 1871) erkämpfte Einigung Deutschlands. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs war das insgesamt 37 Meter hohe Denkmal von einer amerikanischen Artilleriegranate schwer beschädigt worden; bis 1993 blieb der Sockel leer und verwaist. Nach langen Streitereien über den Sinn und die Notwendigkeit, den Kaiser wieder zu Ehren kommen zu lassen, steht er seither wieder am Deutschen Eck.

Auch wir machten am Sonntag „unsere Aufwartung“ und setzten – nach ein paar Erinnerungsfotos – unsere Reise zur „Festung Ehrenbreitstein“ fort, die auf der anderen Rheinseite, quasi in Sichtweise liegt. Von dem gewaltigen Bauwerk aus hat man einen tollen Blick auf den Zusammenfluß von Rhein und Mosel. Auf der Terrasse gönnten wir uns noch einen letzten dampfenden Kaffee, dann trat jeder für sich die Heimreise an.

Ein schönes, kurvenreiches, kurzweiliges Wochenende ging zu Ende und setzte den gelungenen Schlußpunkt unter eine wunderbare Motorradsaison 2009. Im November sehen wir uns noch einmal zum Nachtreffen; dann werden wir wissen, welche Touren 2010 im Programm sein werden. Bestimmt wird im Oktober wieder ein Saison-Abschlusswochenende dabei sein. Hast Du bestimmte Wünsche, in welcher Region wir dann das Hotel buchen sollen?

Von wegen Regen

TOURBERICHT MOSELWOCHENENDE
Samstag, 10. Oktober 2009 | 2. Tag

Hätte man dem Wetterbericht Glauben schenken wollen, wären wir heute den ganzen Tag im strömenden Regen unterwegs gewesen. Anhaltende, wolkenbruchartige Niederschläge waren angekündigt gewesen, dazu ein kräftiger, fast schon stürmischer Wind.

Als wir des morgens beim Frühstück saßen, fing es an der Mosel ganz leicht an zu nieseln. Als wir um 9 Uhr die Motoren starteten, hingen in den Seitentälern nur noch dichte Wolkenfetzen. Und als wir in Bruttig-Fankel zur ersten Kaffeepause eintrafen, kam sogar die Sonne hinter den Wolken raus – wàhrend es zu Hause schüttete wie aus Eimern.

Ein Blick auf das „Regenradar“ des iPhone machte deutlich: das Schlimmste ist durch! So war es denn auch. Während wir bis zum Mittagessen eifrig die Seitentäler der Mosel rauf und runter fuhren, wurde das Wetter mit jedem Kilometer besser. Als wir gegen eins im Panoramahotel in Graach eintrafen, war es sonnig und warm. Schöner hätte die kurvenreiche Anfahrt durch die Weinberge nicht sein können.

Nur am Nachmittag, kurz vor dem Kaffee, da kam noch mal ein heftiger Schauer über die Berge gezogen. Während Georg mit seiner Gruppe das Cafe „Moselterrasse“ in Erdiger-Eller gerade noch einigermaßen trocken erreichen konnte, wurden Dieter und Uwe kurz aber ordentlich geduscht.

Petrus wollte uns wohl nur daran erinnern, wie es den ganzen Tag über hätte sein können, trösteten wir uns, denn die letzten 50 Kilometer zurück zum Hotel konnten wir wieder bei strahlendem Sonnenschein zurücklegen.

Mal sehen, welche Wetterprognose sich morgen bewahrheiten wird. Da wollen wir ans Deutsche Eck. Einige Meteorologen prophezeien für den Sonntag Sonnenschein, andere sind nicht ganz so optimistisch. Lassen wir uns überraschen.

Wie Hase und Igel

TOURBERICHT MOSELWOCHENENDE
Freitag, 9. Oktober 2009 | 1. Tag

Die Motorradsaison – zumindest die offizielle – neigt sich dem Ende zu; mit dem Abschlusswochenende an der Mosel setzten auch wir einen Schlusspunkt. Um 16 Uhr waren fast alle Teilnehmer da, so dass wir relativ pünktlich starten konnten.

18 Teilnehmer-Motorräder und vier Tourguides, das ist ein ungewöhnlicher Schnitt. Aber nachdem im vergangenen Jahr fast alle Tourguides beim Saisonabschluss im Elsass dabei waren, wollten wir dies gern beibehalten. Angenehmer Nebeneffekt: Dieter, Uwe und Georg waren mit je einer kleinen Gruppe unterwegs und ich konnte endlich einmal in Ruhe Fahraufnahmen von mir entgegenkommenden Motorradfahrern machen.

Es war ein wenig wie Hase und Igel. Während sich die drei Motorradgruppen noch ein wenig sortierten. war ich schon auf dem Weg nach Buchholz. Unterwegs am Straßenrand gewartet, um die vorbeifahrenden Teilnehmer zu filmen. Dann schnell zurück nach Brodenbach und vor Alken auf die Serpentinenstrecke nach Udenhausen abgebogen. Es dauerte nicht lang, da war die nächste Fahraufnahme „im Kasten“.

Während die Gruppen bei Löf Richtung Münstermaifeld abbogen, war ich schon Richtung Moselkern unterwegs, als die Teilnehmer auf dem Weg nach Treis-Karden waren, stand ich bereits im Lützbachtal. Genau wie einst beim Wettrennen zwischen Hase und Igel.

Ein paar schöne Videoaufnahmen und Fotos sind so entstanden, die unseren filmischen Rückblick auf die Moseltour sicher bereichern werden. Vor allem, weil wir am Freitagnachmittag fantastisches Wetter hatten.

Morgen soll es angeblich nicht ganz so schön werden, aber das warten wir – optimistisch wie wir sind – erst einmal ab.

Neuauflage BMW C1

BMW hat jetzt eine Weiterentwicklung seines einst viel belächelten und oft verschmähten Rollers C1 vorgestellt. Als Stadtfahrzeug – ohne Helmpflicht (!) – konzipiert, konnte sich der C1 jedoch nie richtig durchsetzen und verschwand bald wieder aus dem Programm. Die Namensrechte an dem Begriff C1 wurden an Citroen verkauft, die Restbestände verschleudert.

Jetzt wurde eine optisch deutlich überarbeitete Studie gezeigt, die durchaus auf Interesse stoßen könnte. Versehen mit einem leistungsstarken Elektromotor könnte der neue C1-E, wie er jetzt heißt, durchaus Marktchancen haben. Noch handelt es sich um einen Prototypen; an eine Markteinführung sei vorerst nicht gedacht, heißt es.

Interessant ist das Konzept allemal. Mehr Infos bei „motorrad-news.com“: Hier ist der direkte Link: http://www.motorrad-news.com/2009/10/06/bmw-stellt-c1-e-konzept-vor/

Abschlusswochenende Mosel

Fertig! Die Routen für die drei Tage, die wir am nächsten Wochenende an der Mosel verbringen wollen, sind geplant. Zwischen Koblenz und Bernkastel-Kues gibt es kaum ein kurvenreiches Sträßchen in den Seitentälern, das wir nicht unter die Räder nehmen werden. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen; die Langfristprognose stimmt uns optimistisch.

Freitagnachmittag, den 9. Oktober, geht´s los. Mit allen, die bis 16 Uhr im Hotel sein können, werden wir schon mal eine erste kleine Runde unternehmen. Am Samstag steht dann eine ganztägige Tour auf dem Programm, mit einem leckeren Mittagessen im Panoramahotel. Und am Sonntag wollen wir noch einen Ausflug ans Deutsche Eck unternehmen, bevor es so langsam wieder nach Hause geht.

Auf Grund einer kurzfristigen Stornierung haben wir jetzt noch ein Einzel- bzw. Doppelzimmer frei. Wer sich spontan anmelden möchte, schreibe mir (bis Dienstag) einfach formlos eine Mail: kurvenfieber@mac.com. Wird bestimmt wieder lustig, dieses Wochenende.

Jetzt noch einmal in die Alpen?

Anfang Oktober des nächsten Jahres würden wir vielleicht eine kurvenreiche Abschlußtour ins Programm nehmen wollen. Die Provence könne das Ziel sein. Dort im Herbst Motorrad zu fahren ist sicher herrlich!

Vom Genfer See aus ginge es in zwei Tagesetappen immer Richtung Süden. Durchs Rhone-Tal oder über die Alpen? In diesem Jahr sind Anfang Oktober noch alle Pässe offen – auch die ganz hohen, wie der 2802 Meter messende Restefond de la Bonette. Das wäre natürlich der Knaller, wenn wir bei der Anreise noch ein paar der „Alpenklassiker“ einplanen könnten.

Mehr und konkreter werden wir Euch beim Nachtreffen berichten können. Dann steht die Planung für die nächste Saison bereits fest. Eine Einladung dazu erfolgt in Kürze.