Archiv des Autors: kurvenfieber

Grillabend beim Sommerfest

Es war für jeden was da

Letzte Vorbereitungen

Morgen, am Freitag, starten wir ins Sommerfest. Diesmal geht´s nach Wettenberg bei Gießen. Insgesamt werden fast 50 Teilnehmer vor Ort sein, davon 33 mit dem Motorrad – plus 5 Tourguides.

Am Freitagnachmittag wollen wir bereits eine erste Tour unternehmen, die uns in Bergland von Lahn und Dill führen wird. Am Samstag steht dann eine ausführliche Tour in den Norden – ins Wittgensteiner Land – auf dem Programm. Gut 300 Kilometer dürften zusammenkommen, wenn wir die Strecke wie geplant fahren. Mal sehen, ob uns das gelingt.

Am Abend wollen wir gemeinsam grillen, wenn das Wetter mitspielt – und danach sieht es aus – wird das sicher sehr schön werden. Natürlich werden wir im Web-Tagebuch berichten; reinklicken lohnt insofern immer wieder.

ADAC Conti-Endurance-Challenge

Hast Du am Sonntag, den 29. August, schon was vor? Siegfried, der nette Kollege vom ADAC, der gelegentlich unseren Tourbus fährt, macht allen Motorsport-Interessierten ein tolles Angebot.

An jenem 29. August findet auf dem Hockenheim-Ring die „ADAC Conti-Endurance-Challenge“ statt. Um 11:30 Uhr startet das Finale der „KTM Super-Duke Battle“, um 12:35 Uhr das Finale der „SideCar-Trophy“. Und um 13:30 Uhr gibt´s den „Le-Mans-Start“ zum Finale der „500 Kilometer Hockenheim“.

Für 6 Euro pro Person werden unter anderem freier Eintritt ins Fahrerlager, Zugang zur Tribüne in der Sachskurve und das Boxendach sowie jede Menge kostenlose Getränke im ADAC-Zelt geboten.

Bei Interesse solltest Du Dich umgehend an Siegfried Nickenig wenden. Am einfachsten per Mail unter Siegfried.Nickenig@hth.adac.de. Wir wünschen allen Teilnehmern heute schon viel Spaß und den Motorsportlern allen nur erdenklichen Erfolg.

Das war’s dann

Gemeinsam wurden die Enduros verladen

Ein wenig feucht in der Eifel

TOURBERICHT Endurotraining
Sonntag, 8. August 2010 | 3. Tag

In der Nacht hatte es angefangen zu regnen, und zwar richtig. Irgendwann, so gegen fünf Uhr, bin ich vom lauten Prasseln sogar wach geworden. Schnell ein Blick auf „Regenradar“ des iPhone geworfen und beruhigt wieder eingeschlafen. Gegen 9 Uhr sollte das Tief durch sein – zumindest an der Mosel.

Das war es dann auch. Nach dem ausgiebigen Frühstück waren nur noch die Straßen nass. So ging es dann, bei durchaus blauem Himmel, erst einmal zum „alten Trainingsgelände“. Dort sollten wir Guido treffen, der mit uns gemeinsam zu einer gut 25 Kilometer weit entfernt gelegenen Motocross-Strecke fahren wollte. Das sah schon lustig aus: vorn ein Opel Mariva, an der Kupplung ein riesiger Anhänger, auf dem fünf kleine Enduros mit viel zu wenig Spanngurten fachmännisch verzurrt waren und dahinter acht Motorradfahrer, die dem „Führungsfahrzeug“ folgten.

Je näher wir dem Nürburgring kamen, umso dichter wurden die Wolken. Kurz vor Mayen fing es dann wieder an zu regnen und das sollte bis gegen Mittag auch so bleiben. Was uns natürlich nicht davon abhielt, mit dem Endurotraining weiterzumachen. Nass wird man sowieso: entweder von innen, weil man schwitzt, oder von außen, weil es regnet.

Zum mittäglichen Grillen war die Sonne dann wieder da und blieb uns bis zum späten Nachmittag erhalten. Es war schon bewundernswert zu sehen, was die Teilnehmer zwischenzeitlich zu leisten im Stande waren. Besonders Martin verdiente unsere volle Hochachtung. Während alle anderen mit geliehenen 230er Hondas über den Parcour eierten, quälte Martin sich und vor allem seine BMW R 1100 GS über so manchen Steilhang oder durch tiefe Wasserlöcher. Dabei ging manchmal die Haftung ein wenig verloren, aber Martin gab nicht auf – und schaffte schließlich, was er schaffen wollte; meistens zumindest.

Irgendwann am Nachmittag war dann die Luft raus und alle reichlich erschöpft. Ein tolles Wochenende ging zu Ende, das allen riesigen Spaß gemacht hatte. Passiert war glücklicherweise (wieder einmal) nichts, so dass die Lust auf eine Fortsetzung heute schon da ist.

Wenn Interesse daran besteht, das Endurowochenende auch im nächsten Jahr ins Programm zu nehmen, schreib uns einfach eine Mail an: kurvenfieber@mac.com

Ein idyllischer Platz fürs Training

TOURBERICHT Endurotraining
Samstag, 7. August 2010 | 2. Tag

Manchmal hat es ja durchaus auch sein Gutes, Ärger mit dem Jagdpächter zu haben. Weil der Anstoß daran genommen hatte, dass Guido an einigen Wochenenden im Jahr Endurotrainings auf einen brach liegenden Acker eines befreundeten Bauers durchgeführt hatte, musste dieser sich zwangsläufig nach Alternativen umschauen.

Und die waren schnell gefunden: auf einer idyllisch gelegenen Wiese, die von mächtigen, Schatten spendenden Bäumen umgeben war, konnten wir den ganzen Tag über herrlich Enduro fahren üben. Angefangen vom ungewohnten Fahren im Stehen über einen immer kniffliger werdenden Slalom-Parcour bis hin zum Bremsen und leichtem Drift auf losem Untergrund war alles dabei.

Mittags haute Guido ein paar leckere Steaks auf den Grill und am Nachmittag besorgte Uwe Kaffee und Kuchen für alle Teilnehmer. Wie er es geschafft hat, den Müdener Berg mit zwölf Stücken Kuchen und sechs Pappbechern Kaffee im Tankrucksack (und zwei weiteren im Topcase) raufzufahren ohne zu kleckern, blieb so manchem ein Rätsel.

Gegen 17 Uhr hatten alle genug; ganz so locker, wie Guido es empfohlen hatte, waren wir mit den kleinen, leichten Mietmotorrädern dann doch nicht im Gelände unterwegs. Die Kondition ließ irgendwann merklich nach.

Morgen geht’s auf eine nahegelegenen Cross-Strecke. Auch das haben wir dem rebellischen Jagdpächter zu verdanken. Mal sehen, was uns dort erwartet

Endurotraining – Auftakt auf der Straße

TOURBERICHT Endurotraining
Freitag, 6. August 2010 | 1. Tag

Sieben Motorradfahrer haben sich in diesem Jahr zu unserem Endurotraining angemeldet. Am Samstag und Sonntag wollen wir unter fachkundiger Anleitung von Guido Grundkenntnisse erlernen oder vertiefen.

Heute aber waren wir erstmal auf der Straße unterwegs. Kurz nach 16 Uhr waren alle Teilnehmer in Brodenbach eingetroffen und so konnten wir gemeinsam gut 100 kurvenreiche Kilometer in den engen Moseltäler zurücklegen. Enge, kehrenreiche Straßen überwogen und so waren die frisch aufgezogenen Reifen auf der roten G/S schnell an den richtigen Stellen aufgerauht.

Kurz nach 18 Uhr waren wir wieder im Hotel und konnten auf der Terrasse die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen. Nach dem leckeren Abendessen ließen wir den Tag entspannt ausklingen. Morgen wird’s schweißtreibender: Um 10 Uhr beginnt das Endurotraining …

Schon wieder nach Hause

TOURBERICHT Fichtelgebirge
Freitag, 23. Juli 2010 | 6. Tag

Es geht nach Hause. Vier herrliche Tourtage liegen hinter uns – und jetzt kommt das schlechte Wetter. Gutes Timing, irgendwie.

Eigentlich wollte ich privat noch ein paar Tage im Fichtelgebirge bleiben, aber die Arbeit im Büro hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also heißt es Koffer packen und gemeinsam mit den Teilnehmern abreisen.

So mancher hat Gefallen gefunden an der „kurzen Woche“ und daran, schon am Freitag wieder zu Hause zu sein. So bleibt noch Zeit für die Familie oder persönliche Erledigungen. Wenngleich wir gut zwei Tage noch hätten fahren können. Aber so gibt es einen Grund zum Wiederkommen. Denn das Fichtelgebirge und die Regionen rundherum sind ein ideales Motorradrevier. Und das Hotel Schönblick in Fichtelberg ein idealer und motorradfahrer-freundlicher Standort für kurzweilige Tagestouren.

Was bedeutet: wir kommen wieder – irgendwann, in den nächsten Jahren. Versprochen.

Ein Abstecher nach Tschechien

TOURBERICHT Fichtelgebirge
Donnerstag, 22. Juli 2010 | 5. Tag

Am letzten Tag unserer Reise durchs Fichtelgebirge wollen wir einen Abstecher nach Tschechien unternehmen. Zuvor legen wir aber einen kurzen Stopp am einstigen Mittelpunkt Europas, in Neualbenreuth ein. Am alten Grenzturm genießen wir die erste Kaffeepause; bald darauf ist die Grenze erreicht.

Kurz vor Boumov biegen wir links auf eine schmale Nebenstraße ab. Die führt zwar durch idyllische Dörfer, ist aber zugleich in einem äußerst schlechten Zustand. Und da sich die meisten Teilnehmer meiner Gruppe nicht trauen, eine gewisse Grundgeschwindigkeit aufzubauen, sondern lieber von einem Schlagloch ins nächste plumpsen, dauert es eine kleine Ewigkeit, bis wir die, in der Landkarte rot markierte Landstraße Nr. 6 erreichen. Gleichwohl lohnt sich der Abstecher, führt uns der schmale Weg doch direkt am alten Schloß von Fürst Metternich vorbei. Und das zu sehen ist schon beeindruckend.

Beeindruckend ist auch Burg Wildenstein in Skalna, auf der wir zu Mittag essen. Lange Zeit war die trutzige Burg für Besucher nicht zugänglich. Heute kann man sich hier wunderbar stärken. Zu empfehlen sind vor allem die Rippchen, für alle die mächtigen Hunger haben. So eine riesige Portion haben wir schon lange nicht mehr gesehen.

Die letzte Kaffeepause sollte es eigentlich an der Wallfahrtskirche Heilige Dreifaltigkeit geben. Doch ein unvermuteter Tankstopp zwingt uns zum improvisieren. An einer Baustellenampel stellt Georg fest, dass er wohl noch für 5 bis 10 Kilometer Sprit habe. Also wird flugs das Navi gefragt, wo es in nächster Nähe wohl Benzin gibt – in Arzberg, in gut 8 Kilometern Entfernung lautet die beruhigende Antwort. Natürlich stellte sich nach dem Tanken raus, dass es noch für deutlich mehr Kilometer gereicht hätte – aber besser so, als schieben.

Auf den Klosterbesuch haben wir dann aus Zeitgründen verzichtet, auch wenn – wie Uwe Gruppe berichtete – direkt neben der historischen Stätte ein wundervoller Biergarten zu finden war.

Little Berlin macht nachdenklich

TOURBERICHT Fichtelgebirge
Mittwoch, 21. Juli 2010 | 4. Tag

Wir arbeiten uns kreisförmig rund ums Fichtelgebirge. Führte die erste Tour in den Westen, fahren wir heute schon in den Nordosten. Der kleine Ort Mödlareuth ist das Ziel, der zu Zeiten der deutschen Teilung auch „Little Berlin“ genannt wurde. Denn genau wie einst in der heutigen Bundeshauptstadt verlief mitten durch Mödlareuth eine Mauer, die den thüringischen Teil, im Osten des kleinen Dörfchens, vom bayerischen Teil im Westen trennte.

Und weil das alles recht spannend und für uns als Außenstehende nicht so ganz nachvollziehbar ist, hatten wir eine Führung gebucht, in der uns die Hintergründe des Lebens im Grenzgebiet anschaulich nahe gebracht wurden. Häufig mussten wir mit dem Kopf schütteln, wenn wir erfuhren, wie perfide das System der Grenzsicherung war und mit welcher Akribie Menschen daran tüftelten, die Flucht von Landleuten zu verhindern. Grausam und gräßlich war das.

Nach dem verspäteten Mittagessen teilten wir uns dann neu auf. Ursprünglich wollten nur sieben Teilnehmer früher ins Hotel fahren, um am späten Nachmittag an einer kleinen Wanderung durch den hoteleigenen Kräutergarten teilzunehmen, doch angesichts der hochsommerlichen Temperaturen waren es schlußendlich doch mehr deutlich mehr als die Hälfte aller Anwesenden, die nichts dagegen hatte, schon gegen 17 Uhr das Motorrad in der Garage parken zu können.

So konnte Stefan mit einer kleinen Gruppe Unermüdlicher noch eine ausgiebige Runde drehen, während die beiden Uwes den gut 100 Kilometer langen Heimweg relativ direkt hinter sich brachten. Punkt 19 Uhr saßen heute alle wieder am Tisch, der diesmal im Garten gedeckt war. Denn es sollte gegrillt werden, was sich angesichts der lauen Sommerabende als eine gute Idee herausstellen sollte.