Archiv des Autors: kurvenfieber

Saisonstart an der Mosel

Eigentlich wollten wir ja schon seit gestern im Brabant sein. Zum Endurowandern, aber auch, um jene – uns unbekannte Gegend – mal mit dem Motorrad zu entdecken. Ein Aufbruch zu neuen Zielen, sozusagen – mal was anderes eben.

Doch die Neigung, auch mal in Nachbarland Holland zu weniger kurvenreichen aber nicht minder interessanten Touren aufzubrechen war (wie befürchtet) nicht sonderlich groß.

Also haben wir nach Alternativen gesucht und sind an der Mosel gelandet. Und wie sollte es anders sein: kaum starten wir ins Wochenende, scheint der Frühling auszubrechen. Sonne satt ist uns versprochen – trotzdem ist Jeder bei der Anfahrt nach Brodenbach irgendwie nass geworden. Einen Schauer gab’s immer.

Der guten Stimmung tut das keinen Abbruch. Pünktlich um 16 Uhr starten wir am Nachmittag zur ersten Runde. Die führt, auf kurvenreicher Strecke, von der Mosel an den Rhein und wieder zurück – herrlich!

Wir belohnen uns mit einem leckeren Abendessen und hoffen auf den morgigen Tag. Da soll der Frühling endgültig Einzug halten. Unterdessen wir es Nacht an der Mosel, auf die wir vom Restaurant aus blicken. Gut, dass wir uns trotz zunächst widriger Prognosen nicht haben davon abhalten lassen, an diesem Wochenende zu einer ersten Tour aufzubrechen.

20130413-075814.jpg
Die Wettervorhersage ist vielversprechend. Mal sehen, ob der April hält, was er verspricht.

Was für ein Unterschied

Gestern waren wir im Taunus unterwegs. Nach dem Erste-Hilfe-Kurs speziell für Motorradfahrer, den wir zusammen mit dem DRK organisieren konnten, sind wir noch mal Richtung Feldberg gefahren, um an zwei Waldparkplätzen – quasi unter Realbedingungen – unsere frisch erworbenen Kenntnisse erproben zu können. Das war (wieder einmal) äußerst interessant.

In der Nähe von Glashütten hatten wir, bei Temperaturen gerade so über Null, mit heftigem Schneeregen zu kämpfen und mussten auf dem Weg zur Pause über ein kurzes Stück vereisten Waldweg fahren, um das Hotel erreichen zu können, in dem wir uns zu Kaffee und Kuchen angesagt hatten. April-Kapriolen vom Feinsten!

Heute war „Anlassen“ in Gründau und Geldhauses. Die Temperaturen am Morgen wieder deutlich unter Null. Dann aber strahlender Sonnenschein – den ganzen Tag! Bei herrlichstem Wetter unterhielt die Rockband PureQ mit heißen Rhythmen, gab es Trialvorführungen und Auszüge aus dem ADAC-Sicherheitstraining zu sehen, vor allem aber viele liebe alte Bekannte zu treffen.

Was für ein Unterschied im Wetter und den Temperaturen. Wird Zeit, dass es warm wird und wir wieder Motorrad fahren können ohne drei Pullover übereinander anziehen zu müssen.

20130407-224907.jpg
Die Dekra zeigte beim Anlassen den Prototypen eines Motorrades mit Airbag. Auch an den anderen Ständen gab es wieder viele nützliche Informationen für Motorradfahrer – und solche, die es werden wollen.

Es wird langsam wärmer

Die Wetterfrösche sind optimistisch: Mitte nächster Woche soll es wärmer werden. Das passt prima: von Freitag bis Sonntag (12. bis 14. April 2013) haben wir eine geführte Motorradtour im Programm – ein kurvenreiches Wochenende an der Mosel! Noch sind einige Plätze frei. Interesse? Mail an kurvenfieber@mac.com

20130406-092550.jpg

Auch heute sind wir mit den Motorrädern unterwegs. Beim Erste-Hilfe-Kurs für Motorradfahrer wollen wir am Nachmittag bei einer kleinen Tour mal unter „Realbedingungen“ trainieren.

Aktuelle Infos unter http://www.twitter.com/kurvenfieber

Das Tourenprogramm ist da – endlich

In diesem Jahr hat es extrem lang gedauert, bis das neue Programmheft des ADAC Hessen-Thüringen endlich gedruckt vorlag. Unter dem Titel „Gemeinsam mehr erleben“ werden darin wieder viele schöne geführte Motorradtouren angeboten. In der nächsten Woche soll der Versand an alle Teilnehmer erfolgen; hier kannst Du die informative Übersicht schon jetzt als pdf anschauen und downloaden.

Wir haben die pdf in unserer Dropbox abgelegt und hoffen, beim Freischalten des entsprechenden Links keinen Fehler gemacht zu haben. Solltest Du Probleme haben, die Broschüre anschauen zu können, gib uns kurz Bescheid und wir suchen nach einer Lösung. Schreib eine Mail an kurvenfieber@mac.com

Hier ist der Link zur Dropbox

Nachtrag:
Die Broschüre lässt sich jetzt auch direkt von der Website des ADAC herunterladen: Hier klicken

Bild

Photo-Impressionen vom Trial-Training 2013


Das hat wieder einmal Spaß gemacht! Zwei Tage mit einem kleinen Trialer unterwegs sein, ist einfach toll. Mehr Fotos gibt es in unserem Picasa-Album

Trialtraining zum Saisonstart

Auch in diesem Jahr sind wir wieder mit einem Trialtraining in die neue Saison gestartet. Zwei Tage lang waren wir im alten Steinbruch von Großheubach zugange, um wieder ein Gefühl fürs Motorrad fahren zu bekommen. Auf kleinen, gerade einmal 80 Kilogramm schweren Maschinen ging es über Stock und Stein – bei Temperaturen um den Gefrierpunkt! Warm wurde es nur auf dem Motorrad 😉

Trotzdem hat das Trialwochenende wieder einmal riesig viel Spaß gemacht. Man lernt doch immer etwas Neues dazu und ist erstaunt, welche Hindernisse einem am Sonntag nur noch ein müdes Lächeln abgewinnen, die am Tag zuvor noch als unüberwindbar schienen. „Trau Dich“ lautet die Devise – und schon klappt´s.

Dass wir so gerne Trail fahren ist auch ein Verdienst von Elmar Heuer, der uns mit seinen Trainern (diesmal waren Uli und Peter dabei) immer viele gute Tipps gibt. So manche Unsicherheit verliert dank kompetenter Anleitung schnell ihren vermeintlichen Schrecken, es geht stets mit einem durchweg guten Gefühl wieder nach Hause. Dafür ein herzliches Danke schön.

Ob wir auch 2014 wieder mit einem Trial-Training in die Motorradsaison starten werden? Wir denken schon. Unverbindliche Voranmeldungen werden jetzt schon entgegen genommen.

20130328-162253.jpg

Wohin fahren wir im nächsten Jahr

So langsam werden sie konkreter, die Planungen für die nächste Saison. Norwegen wäre ein Ziel, dass bei uns ganz hoch im Kurs steht. Diesmal wäre das Fjordland im Süden Skandinaviens das Ziel. Doch wann wäre die beste Reisezeit?

Im Juni waren wir schon mal da. Tolles Wetter – aber so mancher Pass noch tief verschneit. Juli/August? Lieber nicht, da ist Hauptreisezeit. Also teuer und vor allem: viele Wohnmobile. Die fahren gerademal die in Norwegen erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, so dass ein Überholen nicht möglich ist – oder aber das Risiko eines mehrere hundert Euro kostenden Strafzettels nach sich zieht. Bleibt eigentlich nur Ende August/Anfang September.

So mancher rät mit Sorgenfalten auf der Stirn von diesen Überlegungen ab. Schließlich kann im „Hochgebirge“ schon Schnee fallen. Damit muss man aber auch im Sommer in Norwegen rechnen.

Wir haben mal beim Fremdenverkehrsamt nachgefragt, ob eine Motorradtour im Spätsommer ratsam erscheint. Die Antwort ist ermutigend: „Sie können sicher eine Motorradtour Ende August/Anfang September machen. Vom Wetter her ist es dann eben spätsommerlich, herbstlich. Warme Kleidung nehmen Sie ja sicherlich mit, selbst wenn es auch wirklich warm sein kann zu dieser Jahreszeit. Eben wie bei uns – Wetter ist immer auch ein bisschen Glückssache! Im Gebirge kann es fast immer mal schneien, das passiert auch mal im Sommer. Aber grundsätzlich ist August/September eine sehr schöne Reisezeit für Norwegen, auch auf dem Motorrad“.

Na also: sollten wir im nächsten Jahr nach Norwegen fahren, dann sicher Ende August/Anfang September. Voranmeldungen werden gern entgegen genommen 😉

Testfahrten in Katalonien

In dunkelblau sieht sie richtig schick aus, die neue Triumph Explorer. Eine Woche lang konnten wir den mächtigen Dreizylinder während unserer Reise durch Katalonien auf Herz und Nieren testen. Eine Gelegenheit, die sich kaum einer der Teilnehmer entgehen lassen wollte.

Nach der optischen In-Augenscheinnahme erfolgte der ausgiebige Ausprobieren – auf kleinen, kurvenreichen und manchmal gar nicht so guten Straßen, die in Spanien und Frankreich durch die Ausläufer der Pyrenäen führten. Gleich dreimal waren es GS-Fahrer, die ihren Boxer für einen ganzen Tag gegen die neue Triumph tauschten.

Ihr Fazit: Die Maschine ist eine durchaus ernstzunehmende Konkurrenz zu der Weißblauen. Einziger Kritikpunkt: das Fahrwerk. Auf dem 1200er Boxer lässt sich die Federung elektronisch der jeweiligen Fahrbahnbeschaffenheit anpassen. Diesen „Komfort“ bietet der große Dreuzylinder (noch) nicht.

„Da ist noch Luft nach oben, gleichwohl ein tolles Motorrad“ – so lautete die einhellige Einschätzung der „Testfahrer“. Triumph wird´s freuen; auch wir fanden das Ergebnis interessant. Insofern: danke für´s zur Verfügung stellen.

Bei den vielen Knöpfchen muss man sich erst mal orientieren. Fahren tut sich die Triumph kinderleicht.

Wieder daheim

TOURBERICHT KATALONIEN
Sonntag, 7. Oktober 2012 | 10. Tag

Punkt 6:15 Uhr lief der Autoreisezug im Bahnhof Neu-Isenburg ein. Nach einem erfrischenden Kaffee und einer kleinen Katzenwäsche im Zug konnten die Motorräder von der Verladerampe gefahren werden. Zwar sollte es noch bis 7 Uhr dauern, bis endlich alle Waggons so rangiert waren, dass wir an unsere Motorräder kamen, dann aber ging alles ganz schnell.

Und natürlich musste es, nach einer Woche mit strahlendem Sonnenschein, auf der Fahrt nach Hause auch noch einen kleinen Regenschauer geben. Petrus schien traurig darüber zu sein, dass die Saison für uns zu Ende geht – wir sind es auch, irgendwie. Aber wir freuen uns auch schon auf die nächsten Reisen, die uns 2013 unter anderem in die Toskana und wahrscheinlich nach Norwegen bringen werden. Mehr dazu in Kürze.

Aufbruchstimmung

TOURBERICHT KATALONIEN
Samstag, 6. Oktober 2012 | 9. Tag

Die letzten 120 Kilometer unserer Saisonabschluss-Tour liegen vor uns. Von Prades aus geht es zurück nach Narbonne. Von dort aus sind wir am vergangenen Samstag gen Katalonien aufgebrochen.

Die Koffer sind gepackt, noch ein gemeinsames Abschlußfoto, dann laufen die Motoren. Bei strahlendem Sonnenschein geht es noch einmal auf kleinen kurvenreichen Straßen Richtung DB Autozug. Um 13:40 Uhr soll in Narbonne mit der Verladung begonnen werden, um 16:20 Uhr setzt sich der Zug gen Neu Isenburg und Düsseldorf dann in Bewegung. Auf dem Weg zum Bahnhof wird noch Zeit für einen Einkauf im Supermarkt sein: für das Abendbrot im Zug kaufen wir immer reichlich Brot, Käse, Schinken, Wurst, Wein … ein – um es uns in unserem rollenden Hotel noch einmal so richtig gut gehen zu lassen.

Der Begleit- und Gepäckbus, in dem unter anderem die von Triumph für Testfahrten gestellte Explorer steht, rollt unterdessen auf der Autobahn nach Hause. 1200 Kilometer Distanz wollen bewältigt werden. Nach gut 12 Stunden Fahrzeit ist das Ziel erreicht.

Ein kurzweilige Woche und damit auch eine abwechslungsreiche Saison liegt hinter uns. Alle Touren sind gut verlaufen, es gab keine größeren Unfälle, wir sind’s zufrieden. Schön wärs – wieder einmal. Danke.

20121007-141931.jpg

Zufriedene Gesichter am Ende unserer Reise durch Katalonien. Tolle Straßen, gute Hotels, nette Teilnehmer, leckeres Essen – es hat gepasst.