Archiv des Autors: kurvenfieber

Kurven bis zum schwindlig werden

TOURBERICHT ARDENNEN
Freitag, 22.5.2009 | 2. Tag

Die Ardennen sind doch immer wieder eine Reise wert. Was sind wir heute für Kurven gefahren! Unablässig ging es links herum und gleich wieder rechts herum. Den Berg hinauf und dann wieder hinab – auf Wegen, die bei uns allein der Landwirtschaft vorbehalten wären. Vorbei an gurgelnden Bächen und määndernden Flüssen, durch Wälder und Wiesen – einfach fantastisch.

Bei strahlendem Sonnenschein gab es nach gut eineinhalb Stunden Fahrt, die erste Kaffeepause. Zuvor waren uns immer wieder alte Citroens begegnet, die das lange Wochenende wohl für ein Treffen und/oder eine Ausfahrt durch die Ardennen nutzten. Dann war das „European Space Center“ nahe Transinne das Ziel. Hier wollten wir eigentlich die Ariane und das Columbus-Shuttle besichtigen. Doch der entsprechende Bereich war wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Statt dessen legten wir in Redu ein schönes Mittagspäuschen ein und ließen uns im Anschluss von einen liebenswerten Belgier in die Geheimnisse des Papierschöpfens einweihen. Speedy hingegen nutze die angebotene Führung im Space Center und konnte die Raketen und Shuttle-Modelle, die im Maßstab 1 zu 1 aufgebaut waren, zumindest von außen besichtigen. Das war schon sehr beeindruckend.

Die obligatorische Kaffeepause am Nachmittag legten wir am Belvedere nahe der fünf Ourthe-Schleifen ein, bevor es über Roche en-Ardenne zurück ins Hotel ging. Und weil die ursprünglich geplante Strecke über die N 89 doch zu langweilig schien, wurde schnell noch eine kleine Schleife über eine kurvenreiche Nebenstrecke eingelegt.

Kurz vor 18 Uhr waren wir wieder im Hotel. Gerade noch rechtzeitig, um ein paar belgische Pralinés zu kaufen …

Auf nach Spa Francorchamps

TOURBERICHT ARDENNEN
Donnerstag, 21.5.2009 | 1. Tag

Während im Rhein-Main-Gebiet schwere Gewitter niedergehen, sind wir bei strahlendem Sonnenschein in den Ardennen unterwegs. Fast alle Teilnehmer waren bis 16 Uhr im Hotel eingetroffen, so dass wir einigermaßen pünktlich zur ersten Tour starten konnten. In zwei Gruppen werden wir bis Sonntagmittag die Ardennen erkunden, die sich für kurvenreiche Motorradtouren geradezu anbieten

Zunächst ging es, auf vorwiegend kleinen kurvenreichen Straßen, nach Spa Francorchamps. Ein schmaler, asphaltierter Feldweg, der in Deutschland nur von landwirtschaftlichem Verkehr hätte befahren werden dürfen, führte uns bis direkt an die legendäre Rennstrecke. Unablässig donnern Motorräder über den engen Kurs und legen atemberaubende Schräglagen hin. Wir treffen eine 81 Jahre alte Frau, die ihren Hund spazieren führte, und sich – obwohl sie hier schon lange wohnt – immer noch über den „fürchterlichen Motorenlärm“ beklagt. 24 Stunden lang würde Rennen gefahrenen und das schon seit Tagen, meinte sie. Zugegeben, es klang schon ein wenig „kernig“, wie an diesem Donnerstag die Motorräder unablässig ihre Runden drehten.

Ein kurzes Kaffeepäuschen legten wir am späten Nachmittag am Wasserfall von Coo ein. Auf dem Weg dorthin werden wir von einem feuerroten Ferrari ausgebremst. Der ist so flach, dass er nur im Schritttempo über die Bodenwellen, die am Ortsausgang von Francorchamps in den Asphalt eingelassen sind, fahren kann.

Während wir uns eine ausgiebige Kaffeepausen gönnen, nutzt Speedy die Zeit, um mit seiner Gruppe noch ein paar zusätzliche Kilometer zu fahren. Gleichwohl treffen wir fast zeitgleich im Hotel ein und freuen uns auf das Abendessen. Das stellt uns vor unvermutete Schwierigkeiten: zum einen ist nicht so ganz klar, was sich hinter den klangvollen Namen der Menuvorschläge tatsächlich verbirgt, zum anderen dauert es eine kleine Ewigkeit, bis das Essen endlich auf dem Tisch steht. Was wir bekommen, ist aber lecker und so können wir nach dem ersten Tag in den Ardennen zufrieden schlafen gehen.

Der ersten Pässe sind wieder offen

Aufgrund des schneereichen Winters hat es in diesem Jahr viel länger als sonst gedauert. Jetzt aber sind, nach einer Mitteilung des ADAC, die ersten Wintersperren auf einzelnen Passstraßen aufgehoben.

In Österreich können bereits die Großglockner-Hochalpenstraße, in der Schweiz die Pässe Flüela, Oberalp und Splügen wieder befahren werden. In Italien sind das Penserjoch und das Würzjoch wieder offen, in Frankreich die Pässe Allos und Croix de Fer.

Die meisten der übrigen Alpenpässe, die im Winter nicht geräumt werden und deshalb bis ins späte Frühjahr gesperrt sind, dürften wohl erst Ende Mai wieder befahrbar sein. Dazu zählt diesmal auch der Gotthardpass. Noch später werden erfahrungsgemäß das Timmelsjoch und der, vor allem bei Motorradfahrern beliebte Gaviapass zwischen Bormio und Ponte di Legno freigegeben. Bei beiden Hochalpenstraßen fallen die Schranken erst Anfang bis Mitte Juni.

Wer in nächster Zeit eine Tour in die Alpen plant, sollte sich im Internet oder unter der Rufnummer 01805 101112 (14 Cent/min, gegebenenfalls abweichende Preise aus Mobilfunknetzen) über die aktuelle Lage erkundigen. Gut möglich, dass der eine oder andere Alpenübergang kurzfristig früher geöffnet wird – oder Pässe, bei denen die Wintersperre bereits aufgehoben wurde, witterungsbedingt wieder geschlossen werden müssen.

Gute Fahrt! Wir werden Mitte Juni, bei unser Tour in den Norden der Toskana, ein paar schöne Pässe in den Dolomiten unter die Räder nehmen.

Lust auf Ardennen?

Autsch, das hat sicher weh getan! Ein Teilnehmer unserer Ardennentour, die am Donnerstag (Himmelfahrt) beginnt, ist am Wochenende beim Fahrrad fahren schwer gestürzt. Die rechte Hand musste geschient werden und ein paar Zähne haben wohl auch dran glauben müssen. An ein langes, kurvenreiches Wochenende in Belgien ist da nicht mehr zu denken.

Schade – vor allem aber gute Besserung!

Den unfallbedingt frei gewordenen Platz im halben Doppelzimmer würden wir gern kurzfristig wieder besetzen. Insbesondere, da unser „Patient“ leider keine Reisekostenrücktrittsversicherung abgeschlossen hat.

Es warten vier abwechslungsreiche, geführte Touren auf Dich, ein Besuch bei der ESA, bei dem wir unter anderem die Raumfähre Columbus besichtigen werden, ein Abstecher zur Rennstrecke Spa Francorchamps sowie eine unterirdische Bootsfahrt auf dem Rubicon – und natürlich viele nette Teilnehmer, eine tolle Landschaft und ganz viele Kurven!

Mehr Infos, auch zum Reisepreis, findest Du auf unserer Homepage unter dem Kurzlink: http://www.firsturl.de/03q6kR0. Oder einfach eine kurze Mail schreiben an: kurvenfieber@mac.com

Wir freuen uns schon jetzt auf einen herrlichen Saisonstart in den Ardennen. Hier hat uns das Motorrad fahren immer besonders viel Spaß gemacht.

Komm zum Sommerfest: 10. bis 12. Juli 2009

Bis heute haben sich bereits fast 30 Motorradfahrer für unser Sommerfest angemeldet, das in diesem Jahr erstmals an der Lahn stattfindet. Noch haben wir vorsorglich ein paar freie Zimmer für „Spätentschlossene“ reservieren können, doch so langsam werden die Kapazitäten knapp. Wer Zeit und Lust hat, mit dabei zu sein, sich bislang aber noch nicht anmelden konnte, sollte nicht mehr allzu lange warten.

Los geht´s am späten Freitagnachmittag mit einer ersten kurvenreichen Runde rund ums Gelbbachtal. Mit allen, die bis 16 Uhr im Hotel nahe Nassau sein können, wollen wir schon mal ein paar abwechslungsreiche Kilometer zurücklegen.

Am Samstag steht dann eine ganztägige Motorradtour entlang der Lahn auf dem Programm. Hier findet sich alles, was ein Motorradfahrer-Herz höher schlagen lässt: Kurven, Kehren, Serpentinen, schmale Straßen, die sich eine Anhöhe hinauf schlängeln, um sich bald darauf wieder hinab ins Tal zu stürzen, dichte Wälder, idyllische Flussschleifen, nette Cafes und vor allem eine atemberaubende Landschaft.

Nach einer mehr als kurvenreichen Tour haben wir uns das leckere Abendessen sicher verdient. Diesmal steht ein „Rustikaler Winzerabend“ auf dem Programm: vorweg eine Bauernsuppe, dann saftiger Spießbraten vom Grill soviel Jeder mag und zum Abschluss ein tolles Dessertbuffet warten auf uns.

Wir würden uns freuen, möglichst viele Motorradfahrer bei unserem Sommerfest begrüßen zu können. Anmelden kannst Du Dich bei Interesse ganz einfach per Mail unter kurvenfieber@mac.com, ein offizielles Anmeldeformular und Angaben zum Teilnehmerpreis findest Du auf unserer Homepage unter folgendem Kurzlink: http://www.firsturl.de/OpSV69H.

Wir freuen uns schon jetzt auf kurzweilige Tage mit Dir und vielen anderen netten Motorradfahrern und Motorradfahrerinnen.

Manchmal lohnt es sich, Harley zu fahren

Ein ungewöhnliches Urteil hat jetzt das Oberlandesgericht Düsseldorf gefällt. Bei einem Verkehrsunfall war eine Harley Davidson Electra-Glide beschädtigt worden und musste in die Werkstatt. Wegen eines fehlenden Ersatzteils stand sie dort 78 Tage. Der geschädigte Motorradfahrer verlangte für diese Zeit eine Nutzungsausfallentschädigung in Höhe von 66 Euro pro Tag – insgesamt 5148 Euro.

Das lehnte die gegnerische Versicherung ab, stand dem Geschädigten doch ein Auto zur Verfügung, mit dem seine Mobilität gewährleistet war. Obwohl gängige Rechtsprechung, legte der Harley-Fahrer gegen ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Berufung ein und fand in der nächsten Instanz einen Richter, der offensichtlich nachvollziehen konnte, dass Motorradfahren mehr ist, als reine motorisierte Fortbewegung.

Zwar sei unstrittig, dass der Kläger in der Zeit der Reparatur sein Auto hätte nutzen können, doch könne eine Harley nicht durch einen PKW ersetzt werden. Das Fahrgefühl sei völlig anders, zudem müsse der spezifische Gebrauchsvorteil berücksichtigt werden, der sich durch die Nutzung eines besonders hochwertigen, luxuriösen Motorrades ergebe, befanden die Richter.

Da sich die beiden „Nutzungswerte“ nicht entsprechen, stünde dem Harleyfahrer die von ihm geforderte Nutzungsausfallentschädigung grundsätzlich zu. Der Anspruch wurde gleichwohl um ein Drittel gekürzt, da in dem in Frage stehenden Zeitraum das Wetter an 26 Tagen so schlecht war, dass von einer Motorradfahrt nicht ausgegangen werden könne.

Wichtig zu wissen: Das OLG hat in seinem Urteil darauf abgestellt, dass eine Harley etwas besonderes sei. Fahrer „normaler“ Motorräder werden wahrscheinlich auch künftig leer ausgehen, steht neben der eigenen Maschine noch ein Auto zur Fortbewegung zu Verfügung. Aber immerhin lässt das Urteil aufmerken.

Ausführliche Infos dazu findest Du unter anderem auf der Homepage der Rechtsanwälte Blechschmidt & Kümmerle, der wir die Entscheidung entnommen haben: http://www.mitfugundrecht.de/index.php?itemid=1031

Nur noch ein Platz frei bei der Reise nach Masuren

Auch bei unserer abenteuerlichen Reise nach Masuren und Kaliningrad wird es nun langsam eng. Gestern kamen noch zwei Anmeldungen rein, damit sind (vorerst) fast alle Kapazitäten erschöpft.

Bei der Tour an die Masurischen Seen – die Anfang August stattfindet – können wir im Augenblick noch einen Platz im halben Doppelzimmer anbieten; die Reise nach Kaliningrad ist (leider) schon ausgebucht. Bei Interesse würden wir gleichwohl eine Anmeldung empfehlen: Nur dann hast Du die Chance nachzurücken, wenn einer der Teilnehmer (aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen) plötzlich absagen muss. Und das kommt gelegentlich schon mal vor.

Mehr geht leider nicht

Anfangs waren wir ja ein wenig in Sorge. Die Tour in die Ardennen hatten wir beim Nachtreffen in Bad Breisig noch nicht im Programm. Doch nachdem sich die Reise nach Mallorca nicht realisieren ließ, wollten wir zumindest Ersatz anbieten. Also: das erste lange Wochenende im Mai rausgesucht und nach einem attraktiven Ziel geschaut.

Die Ardennen bieten sich für ein verlängertes Wochenende geradezu an: Nicht so weit weit, wenig los, attraktive Ziele, vor allem aber schöne, kleine, kurvenreiche Straßen. Schnell waren denn auch die ersten zehn Plätze vergeben, dann ließ das Interesse scheinbar nach. Doch es war, wie es (eigentlich) immer ist: Kurz vor dem Reisetermin kommen fast täglich neue Anmeldungen, so dass wir jetzt schon (wieder) eine Warteliste führen müssen.

Alternativ können wir eine schöne Tour in den Bayerischen Wald anbieten, die wir vom 6. bis 10. Juni 2009 im Programm haben. Hier gibt es derzeit noch fünf freie Plätze. Bei Interesse empfehlen wir, sich schnell anzumelden …

Nähere Infos gibt es am einfachsten per Mail unter kurvenfieber@mac.com oder nach einem Klick auf diesen Kurzlink: http://www.firsturl.de/W82yLJe

Drohen bald Probleme beim GPS?

Haben wir ab 2010 ein Problem mit der Satelliten-Navigation während unserer Touren? Nach einer Meldung von „Spiegel-online“ könnten die Leistungen der auch am Motorrad mittlerweile weit verbreiteten GPS-Geräte schon im nächsten Jahr eingeschränkt sein.

Hintergrund sind Warnungen des US-Rechnungshofes, der darauf aufmerksam macht, dass alte Satelliten, die nicht wie geplant ausgetauscht wurden, bald schon ausfallen könnten. Aufgrund von Verzögerung bei der Entwicklung sowie einer Überschreitung des Budgets um rund 870 Millionen Dollar sei der geplante Austausch ins Stocken geraten.

Um fehlerfrei funktionieren zu können braucht das GPS-System eine Mindestkonfiguration von 24 aktiven GPS-Orbitern im All. Derzeit kreisen 31 Satelliten um die Erde. Für die Navigation selbst ist der Kontakt zu mindestens vier Satelliten notwendig; die Berechnung von Routen ist umso genauer, je mehr Satelliten dafür herangezogen werden können.

Bei einer GPS-Konfiguration von 24 Satelliten stehen für die Navigation vor Ort, in gut 40 Prozent aller Fälle, acht Satelliten gleichzeitig zur Verfügung. Fallen zwei der 24 Orbiter aus, sinkt diese Quote schon auf unter 30 Prozent. In der Stadt oder im Gebirge, wo Teile des Himmels verdeckt sind, sind häufig schon jetzt nur die vier zur Navigation unbedingt erforderlichen Satelliten „sichtbar“ – manchmal auch weniger.

Sollte es beim dem von den US-Miliärs betriebenen GPS-System tatsächlich zu Beeinträchtigungen kommen, könnten eventuell Signale anderer Navigationssysteme mitbenutzt werden. Das russische System „Glonass“ soll kurz vor der Einführung stehen; „Galileo“, Europas Antwort auf GPS, verzögert sich hingegen weiterhin. Allerdings müssen GPS-Geräte die Signale der beiden Konkurrenten „verstehen“ können.

Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hält man es für sehr unwahrscheinlich, dass die Zahl der verfügbaren GPS-Satelliten tatsächlich auf unter 24 sinkt. So lange dem so ist, kann der heutige Standard gehalten werden. Also doch kein Anlass zur Sorge?

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,624009,00.html

US-Bericht „GPS – Significant Challenges in Sustaining and Upgrading Widely Used Capabilities“, Link: http://www.gao.gov/products/GAO-09-670T

Automatischer Garagentoröffner

Einfach genial, da hätten wir auch schon längst drauf kommen können! Es ist doch wirklich lästig, wenn man von einer Motorradtour nach Hause kommt und die Maschine in die Garage stellen möchte: Motor aus, absteigen, aufbocken, Handschuhe ausziehen, Schlüssel suchen, Tor aufschließen und hochschieben, wieder aufs Motorrad setzen und in die Garage fahren.

Ein BWM-Fahrer aus England hatte jetzt eine tolle Idee, wie sich dieses Problem ganz einfach lösen lässt. Bitte auf den nachfolgenden Link klicken:

http://www.collegehumor.com/video:1910627

Super Idee, oder? Ich habe nur noch nicht herausgefunden, wo man den Garagentoröffner bestellen kann …