Zwei Stunden zu früh?

Das sieht zumindest für den Vormittag doch gar nicht so schlecht aus. Das Regenband, das schon für den Vormittag prognostiziert war, lässt auf sich warten. Und was der Nachmittag bringt, da schauen wir doch erst einmal … 


Jetzt gibt es erst einmal Frühstück. Wurst, Käse, Ei und Marmelade – alles da, so kann der Tag beginnen.  Wir sitzen nett in einer Kuschelecke zusammen und sind optimistisch. Die Wetter-App von Silvi prognostiziert Regenschauer erst ab 17 Uhr – da sind wir dann schon auf dem Weg Richtung Hotel.


Kurz vor 9 Uhr stehen wir an den Motorrädern. Während Silvi noch überlegt, vielleicht den Roller zu nehmen (kleiner Scherz), zeigt sich Ralf zerknirscht. Es hatte seine Maschine gestern als einer der Ersten in der Garage abgestellt und ist nun von einer Horde Holländer zugeparkt. Und die machen noch keine Anstalten zu frühstücken ;-(


„Wenn das Wetter hält, sehen wir uns beim Mittagessen, ich komme dann nach“, meint Ralf – also können wir starten. 

Wir fahren Richtung Sauerland, nahe des „Kahlen Asten“ wollen wir den ersten Kaffeestopp einlegen. Nebelschwaden hängen in den Wäldern und über die Felder wehen immer wieder dichte Wolkenfetzen. Einzelne Laubbäume stehen in bunten Farben am Straßenrand; der Herbst kommt, das ist unverkennbar. 

Obwohl wir uns häufig zwischen 500 und 700 Höhenmetern bewegen, sind die Temperaturen noch angenehm mild. Auch liegt noch nicht so viel Laub auf den Straßen. Kurz nach halb elf erreichen wir das „Berghotel Hoher Knochen“ nahe Schmallenberg und legen den ersten Kaffeestopp ein.


Weiter geht es zunächst Richtung Norden fahrend, um dann doch wieder Kurs gen Süden zu nehmen. Auf kleinen kurvenreichen Straßen fahren wir durch dichte Wälder und über zahlreiche Höhezüge, um kurz vor Bad Berleburg, um in der Jagdstube Grünewald die Mittagsrast einzulegen. Die liegt idyllisch am Flusslauf der Eder, umgeben von Wiesen und Wäldern.


Wildbratwurst mit Pilzen ist einer der Favotiten.


Aber auch der Nachtisch – kurzerhand zum Hauptgericht erklärt – weiß zu überzeugen.


Kaum sitzen wir wieder auf den Motorrädern, fängt es an zu regnen. Erst ganz leicht, dann sinflutartig. Bis wir den nächsten Parkplatz erreichen, sind wir schon ganz schön nass. Die Regenkombi hatten die wenigsten an, es war ja nicht nicht 17 Uhr ;-!

Und so wirft sich vornehmlich Wilfried in die Plastikpelle; er mochte Silvis Wetter-App nicht so ganz vertrauen.


Alle anderen standen derweil unentschlossen bis verhalten optimistisch „im“ nahen Waldesrand und harrten der Dinge, die da kommen sollten.


Auf den nächsten Kilometern regnete es dann mal mehr, mal weniger, stellenweise auch garnicht. Zumindest aber so viel, dass sich die Regenkombi schon gelohnt hätte. Und so wurde nach dem Tankstopp kurzerhand auf die Kaffeepause verzichtet und das Hotel relativ direkt angesteuert.

Kurz vor dem Ziel dann wieder trockene Straßen. Es ist 17 Uhr als wir die Maschinen abstellen – und promt fängt es an zu regnen. Silvis Wetter-App hatte doch recht: die hatten den ganzen Tag über die Vorhersage für Battenberg angezeigt 😉

Nach dem Duschen geht es gleich an den Grill. Hausherr Axel lädt zum Grillfest ein. Während die Bratkartoffeln schon in der großen Pfanne brutzeln, gönnen wir uns ein Feierabendbier und lassen den Tag Revue passieren.


Eigentlich sind wir ganz zufrieden. Abgesehen von den beiden letzten Stunden sind wir trocken durch den Tag gekommen, sind auf herrlichen Strecken schön zusammen Motorrad gefahren und hatten jede Menge Spaß dabei. Morgen soll die Sonne wieder scheinen – kurzum: es ist alles in Ordnung.

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