So hatten wir uns das vorgestellt

Die Sonne kämpft noch ein wenig mit dem Nebel, als wir so gegen 8 Uhr zum Frühstück gehen. Gleichwohl soll es ein schöner Tag werden, daran haben wir überhaupt keine Zweifel. Und so gibt es nur fröhliche Gesichter, als wir gut eine Stunde später auf die Moppeds steigen.


Der Diemelsee ist das erste Ziel. Auf kleinen Straßen geht es Richtung Norden. In den Wäldern hält sich der Nebel, da ist es mit knapp 7 Grad auch ein wenig frisch. Stellenweise reißt der „weiße Vorhang“, durch den wir immer wieder fahren, auf, dann strahlt das Laub an den Bäumen in gold-gelben Farben. Um 10 Uhr setzt sich die Sonne endlich durch und die letzen Nebelschwaden verziehen sich.

Gut eine halbe Stunde später haben wir die Spitze des Diemelsees erreicht und legen in Göbels Seehotel eine erste Kaffeepause ein – mit prächtigem Blick auf den Stausee.


Weiter geht die Fahrt, auf teilweise kaum autobreiten Straßen, mitten durch den Wald. Das hügelige Bergland lädt zu einer ausgedehnten Tour ein, die zunächst in Eslohe endet. Dort wollen wir im Landgasthof Reinert eigentlich Mittag machen, müssen aber erst einmal das Werkzeug auspacken: die Kette an Silvis Yamaha schlackert. Arbeitsteilung ist angesagt: während der eine raucht, schraubt der andere – ruckzuck ist alles wieder in Ordnung.


Zum Mittag gönnen wir uns was Vegetarisches. Nach all den Fleisch-Orgien der beiden vergangenen Tage, ist ein so belegter Flammkuchen genau das Richtige.


Gut 140 Kilometer wären es jetzt noch bis ins Hotel. 100 Kilometer bis zum nächsten Tankstopp – theoretisch. Doch die Reserven schwinden schneller als gedacht, so dass ein früher Tankstopp zu einem ungeplanten Umweg führt.


Wenn wir gegen 18 Uhr im Hotel sein wollen und noch einen Kaffeestopp einlegen möchten, müssen wir jetzt umplanen – und ein wenig abkürzen. Gesagt, getan: 50 Kilometer später sitzen Silvi und Ursula auf der überdimensionalen Parkbank am Forsthaus zur Lahnquelle.


Die Sonne lacht vom Himmel, wir sitzen auf der kleinen Terrasse und gönnen uns ein kleines Stückchen Stachelbeer-Kuchen.


Gerade ums Eck entspringt die Quelle der Lahn. Ein kleines Rinnsal plätschert aus einem großen Tümpel und versickert fast schon wieder in der Wiese. Kaum zu glauben, dass daraus einmal ein Fluss werden soll …


Gut 50 Kilometer liegen noch vor uns, als wir kurz nach 17 Uhr die Motoren zu letzten Tagesetappe starten. Das Wetter hält, die Sonne scheint, also los.


Um kurz nach 18 Uhr sind wir wieder im Hotel. Das Feierabendbier muss leider ausfallen – um 19 Uhr gibs Essen.

Morgen soll es Richtung Edersee gehen. Die Spezialisten checken noch mal den geplanten Routenverlauf, dann gehts so langsam ins Bett – nicht ohne vorher noch ausgiebig die unterschiedlichen Prognosen der unterschiedlichen Wetter-Apps zu diskutieren.


Wir nutzen zwischenzeitlich die hochaktuelle Windows-App. Nach dem Aufstehen schauen wir aus dem Fenster, dann wissen wir, wie das Wetter ist – um und 9 Uhr fahren wir los 😉

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