Auf Regen folgt Sonnenschein …

… heute war es eher umgekehrt: nach dem gestrigen Tag voller Sonnenschein, war es heute ein wenig trüb und feucht. „Aber nur bis elf Uhr, dann scheint wieder die Sonne“, vermeldete Silvi optimistisch, nach einem verhaltenen Blick auf die Wetter-App.

Ganz gleich, wie das Wetter werden sollte, die Stimmung beim Frühstück war bestens.


Um 9 Uhr ging es dann los – zunächst Richtung Edersee, Obwohl es leicht nieselte, wählten wir natürlich nicht den direkten Weg, sondern schlängelten uns ein wenig durchs hügelige Bergland.

Ein falsch gesetzter Wegpunkt ließ die erste Etappe zunächst in Assel-Süd enden – bot damit aber willkommene Gelegenheit, die ansonsten im Edersee versunkene Brücke bei Vöhl zu besichtigen.


Wenig später parkten wir dann wie geplant an der kleinen Pension „Zur Idylle“ und legten den geplanten Kaffeestopp ein. Und weil die Chefin extra für uns aufgeschlossen hat, kurbeln wir den Umsatz an und bestellen – völlig selbstlos – auch noch ein Stück Kuchen.


Zwischenzeitlich verkündet Silvi, dass sich die Wetter-App aktualisiert habe und nun ab 13 Uhr mit trockenen Straßen zu rechnen sei.  Frohe Mutes starten wir die Motoren und umrunden einmal den kaum mehr vorhandenen Edersee – insbesondere im Zulauf ist der Wasserstand erschreckend niedrig.

An der Staumauer halten wir für einen kurzen Besichtigungs- und Gruppen-Foto-Stopp, dann geht es weiter.


Richtig regnen tut es immer noch nicht. Es nieselt „nur“, dass aber mehr oder weniger dauerhaft. Kurz nach 13 Uhr erreichen wir den Landgasthof Knoche in Armsfeld, nahe Bad Wildungen. „Sie könne uns Schnitzel empfehlen“, meint die Wirtin freundlich lächelnd –  löst damit aber, zu ihrer Verwunderung, keine Begeisterungsstürme aus. Wir haben in den vergangenen Tagen so viel Fleisch gegessen, dass wir jetzt lieber eine heiße Kürbissuppe wählen, allenfalls einen Strammen Max.


Gut 100 Kilometer haben wir für die Rückfahrt eingeplant, einschließlich Tank- und Kaffeestopp. Auf kleinen kurvigen Straßen touren wir durch ausgedehnte Wälder und eine hügelige Feldgemarkung. Immer wieder ist die Straße voller nasser Blätter, manchmal mal auch mit ordentlich Dreck von Traktoren verschmutzt, die gerade aus dem Acker kommen. Entsprechend vorsichtig sind wir unterwegs. Und doch ist es passiert ;-(

Hinter Bergfreiheit überzieht brauner Schlampes die Fahrbahn. Weil ein Auto auf der schmalen Straße entgegen kommt, bremst einer der Teilnehmer ab und zieht zum rechten Fahrbahnrand. Dabei kommt das Hinterrad ins Rutschen, die Maschine dreht sich um 180 Grad, wirft ihren Fahrer ab und schlägt mit dem Hinterrad in den Kühlergrill des entgegenkommenden Autos ein.


Glücklicherweise ist Niemandem etwas passiert. Wir sichern die Unfallstelle ab, informieren die Polizei und den Abschlepper und atmen erst einmal tief durch. Glück gehabt.
Eineinhalb Stunden später sind Auto und Motorrad „verladen“ und alle Formalitäten erledigt. Zweimal Totalschaden lautet die Bilanz der Unglückssekunde, die uns noch einmal verdeutlicht, dass man nie vorsichtig genug fahren kann. Kommt die Fuhre erst mal ins Rutschen, ist alles vorbei …

Gut eine Stunde brauchen wir jetzt noch ins Hotel. Kurz noch mal tanken, dann machen wir uns auf den Weg.


Jetzt endlich scheint auch wieder die Sonne, so dass wir auf den letzten 50 Kilometer des heutigen Tages fahrerisch noch mal auf unsere Kosten kommen – auch wenn wir jetzt natürlich besonders vorsichtig fahren.


Auf das Glück, das wir hatten, stoßen wir am Abend kräftig an. Morgen gehts wieder nach Hause – bitte unfallfrei.

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