Ein Land für GS-Fahrer

Güstrow sollte der nördlichste Punkt unserer heutigen Tagestour sein. Einmal entlang der vielen Seen Mecklenburgs wollten wir heute fahren und die Landschaft genießen, die sich uns äußerst vielfältig präsentierte. Laubwälder, deren frisches Grün in der Sonne strahlte, Rapsfelder, die bis zum Horizont reichten, ewig lange baumbestandene Alleen, idyllische Städte, weite Ackerflächen und vor allem Straßen, die die Fahrwerke unserer Motorräder bis zum Äußersten forderten.

Kopfsteinpflaster, Frostaufbrüche und welliger Belag – wohl dem, der große Räder, vor allem aber ordentlich Federweg vorweisen konnte. Wir hatten die Wahl: entweder breite und damit langweilige, aber in der Regel gut ausgebaute Landstraßen oder kleine, unübersichtliche Nebenstrecken, die Mann und Maschine forderten. Wofür wir uns entschieden hatten? Keine Frage, oder …
Der Fleesensee war unser erstes Ziel. Nach gut eineinhalb Stunden erreichten wir Malchow und steuerten ein nach dem See benanntes Hotel zur ersten Kaffeepause an. Auf der Terrasse sitzend, genossen wir die Aussicht sowie ein Stück Rhabarberkuchen – und wollten irgendwie gar nicht mehr weiter.
Die Mittagspause legten wir kurz nach 13 Uhr in der „Grenzburg“ am Inselsee ein. Hier ließen wir uns von einer überraschend einfallsreichen Küche verwöhnen. Insbesondere der frische Spargel, mit Rührei, gebratenen Schinken und Schwarzbrot war ein Genuss.
Auf dem Weg zurück zum Hotel war der Anteil der Bundesstraßen deutlich höher als am Vormittag, dennoch fanden wir noch ausreichend Rüttelpisten – dafür erst einmal kein Kaffee für die Nachmittagspause. Es war wie immer: wenn Du kein nettes Lokal brauchst, findest Du eben diese zu Hauf an jeder Straßenecke, aber dann, wenn Du sie suchst …
In Wittstock an der Dosse wurden wir schließlich fündig. Bei herrlichem Sonnenschein saßen wir am fein rausgeputzten Marktplatz und tranken Kaffee. Bis zum Hotel war es nun nicht mehr weit. Gegen 18 Uhr rollten wir auf dem Parkplatz aus und waren mehr als zufrieden mit unserem heutigen „Tagwerk“.
Nach dem Abendessen saßen wir noch lange auf der Terrasse zusammen, bis die Nacht so langsam hereinbrach. So kann es die ganze Woche über bleiben.
 
Eine kleine Stärkung zwischendurch. Motorradfahren ist anstrengend.

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