Kaffee ohne Wasser

Am frühen Freitagmorgen ist es noch reichlich trübe in der Eifel. War uns für heute nicht strahlender Sonnenschein versprochen? Spätestens zur Mittagszeit wird’s besser, sagen die Prognosen voraus – na also, dann aber los!

Auf vielen kleinen kurvenreichen Straßen arbeiten wir uns gen Westen vor. Dasburg – dessen namensgebenden Burg(ruine) imposant auf einem Bergkegel thront – ist unser erstes Ziel. Bei Jan und Hilly Koelewjin vom Hotel Daytona wollen wir die erste Pause einlegen – in unmittelbarer Nähe zu Luxemburg.

Kleine sprachliche Barrieren sorgen dabei für eine gewisse Heiterkeit. Klaus bestellt – mit unverkennbar hessischem Sprachklang – „nen Kaffee unne Wasser“. Für Hilly, die aus Holland kommt, hört sich das an wie „ein Kaffee ohne Wasser“ – worauf sie mehr als irritiert zu uns schaut …

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Das ist er, der berühmte „Kaffee ohne Wasser“, bestellt in Dasburg.

Das amüsante Missverständnis ist schnell aufgeklärt, so dass Jeder bekommt, was er möchte. Frisch gestärkt folgen wir kurz darauf dem mäandernden Lauf der Our Richtung Vianden. Es trübt sich ein wenig ein, bald darauf fängt es an zu nieseln.

In Roth legen wir einen kurzen Stopp ein und beratschlagen: weiter bis Echternach und auf der deutschen Seite wieder zurück? Oder gleich die Landesseite wechseln und zum Mittagessen fahren? Wir entscheiden uns für letztere Variante und erreichen auf trockener Straße den Hinkelshof in Körpenich.

Nach und nach treffen auch Georg und Stefan ein, so dass wir zusammen Mittag essen können. Anschließend nehmen wir den „Parco Naturel Germano-Luxembourgeois“ unter die Räder und fahren uns – angesichts der vielen Kurven und Kehren – fast schwindelig.

Die Suche nach einer geeigneten Gelegenheit für die nachmittägliche Kaffeepause gestaltet sich erwartungsgemäß schwierig. In Neuerburg werden wir endlich fündig und staunen – in der Sonne sitzend – über die in wahren Heerscharen einfallenden holländischen Motorradfahrer.

Eine Stunde und gut 50 Kilometer später sind wir zurück im Hotel, genießen das Feierabendbier auf der Terrasse und freuen uns auf das viergängige Abendessen: Variationen von Fluss und Meer, Brunnenkressesuppe, Ragout vom Mai-Bock mit Eifeler Mehlklößchen und Rotkohl sowie – zum Abschluss – Erdbeeren mit Eis.

Satt und zufrieden – sowie mit einer aufgesetzten Schlehe im Bauch zwecks Verdauung – geht’s zu Bett. Wir wollen fit sein für die nächste Tagestour. Die führt uns morgen erst in den Norden der Eifel und dann über den Nürburgring wieder zurück. Natürlich bei strahlendem Sonnenschein.

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Luxemburg war das Ziel der heutigen Tagestour – auf tollen kleinen Straßen!

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