Ganz zum Schluss: 639 Jahre Musikgenuss

Der letzte Tag unserer Harzreise ist angebrochen. Während Deutschland rings um uns herum im Regen versinkt, haben wir das schönste Wetter.

Halberstadt ist heute das Ziel. Zur Burchardikirche wollen wir fahren, wird hier doch ein ganz ungewöhnliches Musikstück „aufgeführt“. Eine Komposition von John Cage soll die nächsten 639 Jahre „aufgeführt“ werden. Normalerweise dauert das Stück gut eine halbe Stunde – auf Jahrhunderte „gestreckt“ ist immer nur „ein“ Ton zu hören. Verrückt und interessant zugleich.

Nach einer schönen Pause in einer kleinen Kaffeerösterei fahren wir weiter. Quedlinburg wäre einen Besuch wert gewesen, doch nachdem wir in Wernigerode und Stolberg Fachwerkhäuser zuhauf gesehen haben, lassen wir das „Weltkulturerbe“ links liegen und fahren direkt ins „Stembergerhaus“. Dort wartet beim Köhler eine leckere Erbsensuppe auf offenem Feuer auf uns.

Anschließend lassen wir uns in die Geheimnisse des Köhlerhandwerks einweihen und erfahren, dass Holzkohle sowohl zum Zähne putzen wie auch zur Reinigung der Magen- und Darmflora taugt. Man kann damit natürlich auch grillen.

Ein letzter Kaffeestopp, dann geht es zurück ins Hotel. In Bad Lauterburg kommt es bei Schritttempo zu einem dummen Verbremser, mit ärgerlichen Folgen: Das betreffende Motorrad kippt um und der Schalthebel bricht ab. Sonst ist nichts weiter passiert. Doch 50 Kilometer vom Hotel ist die Fahrt (erst einmal) zu Ende.

Glücklicherweise haben wir unseren Begleitbus dabei und so können wir die Maschine wenigstens ins Hotel holen. Mit einem Kerzenstecker, Schlauchschellen und Klebeband basteln wir einen neuen Schalthebel; einfach wäre es gewesen, alles was abbrechen kann dabei zu haben. Aber auch so nimmt unsere kurzweilige Reise durch den Harz ein glückliches Ende.

Schön war sie gewesen, die Woche, abwechslungsreich, wenn auch manchmal – angesicht schikanöser Geschwindigkeitsbegrenzungen – etwas nervig. Der Harz ist eine tolle Region für Motorradfahrer, wir kommen bestimmt mal wieder.

Und wieder ein Tag mit Sonnenschein

Zwei Tage bleiben uns noch im Harz; bislang hatten wir riesiges Glück mit dem Wetter. Und auch heute scheint wieder die Sonne.

Nach dem ersten Kaffeestopp fahren wir durch’s wildromantische Bodetal, vorbei an der Rosstrappe, zum Hexentanzplatz. Natürlich ist hier alles voll mit Touris – zu denen wir auch irgendwie zählen – aber doch irgendwie nett und eigentlich ein Muss, wenn man im Harz unterwegs ist. Also halten auch wir für ein Foto, werfen einen Blick ins gegenüberliegende Tal und zu dem heute gut sichtbaren Brocken. Zu dem fliegen die Hexen ja angeblich in der Walpurgisnacht.

Nach einem herrlichen Mittagessen in der Bückemühle legen wir am Nachmittag noch einen Stopp an der einzigen Stabkirche in Deutschland, in Hahnenklee, ein. Weil es bis zum Hotel nicht mehr weit ist, beschließen wir, die Kaffeepause dort einzulegen, ist die dortige Terrasse mit Seeblick doch auch ein lohnendes Ziel.

Morgen wollen wir unter anderem nach Halberstadt und Quedlinburg – bei hoffentlich weiterhin schönen Wetter.

Einmal quer durch den Harz

Wieder ein Tag mit Sonnenschein – dabei hatte die Wettervorhersage für die Woche ganz anders ausgesehen. Aber, wir wollen es nicht beschwören.

Nach dem Frühstück werden wir zuerst zum Gruppenfoto vors Hotel gebeten, dann geht’s Richtung Osterode. Ein kleines, lediglich weiß markiertes Sträußchen vor Clausthal-Zellerfeld weckt unser Interesse: erst geht es über Schotter, dann über rumpeliges Kopfsteinpflaster und schließlich über glatten Asphalt vorbei an den Prinzenteichen zur Bundesstraße 241.

in Osterode, das wir ebenfalls auf einer Nebenstrecke erreichen, legen wir einen kurzen Stopp am alten Friedhof ein. Schon von weitem sind die Reste eines alten Turms zu sehen, der mal zu einer Burg Heinrich des Löwen gehörte. Die sollte alte Handelswege sichern. Denn vom unweit gelegenen heutigen Großparkplatzes mit dem historischen Namen „Bleiche Stelle“ waren einst Waren hinauf nach Clausthal-Zellerfeld transportiert worden.

Über Sankt Andreasberg erreichen wir Braunlage, wo wir diesmal in der „Hubertushöhe“ unsere Kaffeepause einlegen. Auf der sonnendurchfluteten Terrasse „sammeln wir Kraft“, denn die nächsten 75 Kilometer wollen wir ohne Pause zurücklegen. Gut eineinhalb Stunden kurvenreicher Fahrt auf zumeist kleinen Straßen warten auf und. Dann ist die Wolfsmühle erreicht, wo wir zum Mittagessen einkehren.

Stolberg, die alte Fschwerkstadt, hat sich für uns herausgeputzt; staunend fahren wir an unzähligen, liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern vorbei. In Elend lädt wenig später die kleinste Fachwerkkirche Deutschlands zu einem kurzen Fotostopp ein; die größte hatten wir tags zuvor in Clausthal-Zellerfeld fotografiert.

Dann folgen wir für einige Kilometer den Gleisen der Harzer Schmalspurbahn und haben Glück: im Bahnhof „Drei Annen Hohne“ steht gerade ein Lokwechsel an. Schnaubend steht die eine Dampflock auf dem Nebengleis, während die andere nebst Waggons gerade einfährt. Schnell wird umgekuppelt und schon setzt das schnaubende Ungetüm seine Fahrt hoch zum Brocken fort. Ein beeindruckendes Schauspiel, für das wir uns ein wenig Zeit nehmen.

Die Kaffeepause am Nachmittag legen wir in der Fachwerkstadt Wernigerode ein. Nachdem das „schmalste Haus“ fotografiert ist, geht’s zum Eis essen an den Marktplatz.

Noch eine gute dreiviertel Stunde Fahrt und wir sind wieder in Hotel. Das Abendessen ist wieder einmal köstlich und reichlich, das letzte Bier genießen wir mit der einbrechenden Nacht auf der Terrasse. Genau der richtige Abschluss für so einen tollen Tag.

Morgen wollen wir zum Hexentanzplatz, durch’s Bodetal fahren und in Hahnenklee die Stabkirche anschauen. Vielleicht schaffen wir am Nachmittag noch einen Abstecher zur Ockertalsperre. Da soll es riesige Windbeutel geben …

Immer zwischen den dunklen Wolken durch

Früh am Morgen lässt der Himmel die ersten blauen Stellen in der Wolkendecke erkennen. Nach dem Frühstück sind die schon deutlich größer geworden.

Unser erstes Ziel ist die Marktkirche von Clausthal-Zellerfeld, die grösste Holzkirche in Deutschland. Nach einem kurzen Fotostopp geht es auf Nebenwegen zur „Einhornhöhle“ bei Schwarzfeld. In dem karstigen Gestein hatte man einst viele Knochen gefunden und geglaubt, es mit Einhörnern zu tun zu haben. Ein fantasievolles Skelett steht heute vor dem Eingang zur Höhle, die tatsächlich Bären als Ruhestätte diente.

Mit „gebremstem Schaum“ geht es über Nordhausen weiter zum Kyffhäuser. Was nervt sind die ständigen Tempolimits. Breite Straßen und dann sind nur 70 oder 80 km/h erlaubt, innerorts häufig nicht mehr als 30. Reine Schikane – oder Abzocke, denn geblitzt wird recht häufig. Die alte Bergrennstrecke hoch zum Kyffhäuser macht vieles wieder wett. Den Abzweig zur Burgschänke verpassen wir irgendwie und rumpeln auf unbefestigter Wegstrecke erstmal hoch hoch zum Kassenhäuschen. Schuld war das Navi, das diesen Weg vorgeschlagen hatte 😉 Wegweiser braucht man dann ja nicht mehr zu lesen …

Wenig später sitzen wir bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse und machen ausgiebig Mittag. Bis jetzt ist es uns immer gelungen, den dunklen Wolken auszuweichen. Das klappt auch auf dem Weg nach Worbis, wo wir den alternativen Bärenpark besuchen.

Eine herrliche Strecke führt uns übers Ohmgebirge nach Herzberg. Hier tanken wir noch einmal voll und klemmen uns auf die Bundesstraße, um schnell zurück ins Hotel zu kommen. Schließlich ist es schon fast 18 Uhr und wir haben noch 45 Kilometer vor uns.

Rechts der Straße, über den Gipfeln des Harz, türmen sich bedenklich dunkle Wolken auf. Regen droht – und zwar heftig. Doch wieder gelingt es uns, einen Weg um das drohende Unwetter herum zu finden. Auf den letzten Kilometern sind nur die Straßen nass, wir aber erreichen trocken das Hotel.

Schön war’s, wieder einmal. Morgen fahren wir einmal quer durch den Harz. Hoffentlich wieder nur bei Sonnenschein.

Perfektes Timing

Die ganze Nacht über hatte es geregnet. Und auch während des Frühstücks gingen kräftige Schauer nieder. Dem optimistischen Hinweis, dass es pünktlich um 9 Uhr – zum Tourstart – aufhören würde zu regnen, mochte niemand glauben. Gleichwohl war dem so.

Die Sonne strengte sich mächtig an, die dunklen Wolken zu durchbrechen, was ihr nur ansatzweise gelang. Damit waren wir schon zufrieden, denn jetzt war es trocken. Und mehr musste nicht sein.

Die gewählte Route führte uns auf kleinen Nebenstrecken zunächst Richtung Norden. Kurz hinter Schladen überquerten wir zum ersten Mal die ehemalige Grenze, die Deutschland einst in West und Ost teilte. Hätte am Straßenrand nicht großes Hinweisschild gestanden, wir wären wohl achtlos an dieser imaginären Grenze vorbeigefahren. Und dass, obwohl wir doch heute ganz bewußt immer wieder zwischen „den beiden Staaten“ hin und her fahren wollten.

Spätestens in Wülperode wäre uns jedoch aufgefallen, nun im „Osten“ zu sein: Wir rumpeln über grobes Kopfsteinpflaster, links und rechts der Dorfstraße ducken sich kleine Häuser. Bei Wennerode sind wir wieder im Westen, bei Abbenrode im Osten und bei Bad Harzburg wieder im Westen. So geht es fortwährend – bis zum Mitttag.

Bei Bad Harzburg klemmen wir uns auf die kurvenreiche B 4, die uns über Torfhaus nach Braunlage bringt. Vom Brocken, der sich bei der Anfahrt eindrucksvoll in dichte Wolken gehüllt hatte, ist hier nichts mehr zu sehen.

In Braunlage legen wir eine Kaffeepause ein, rechtzeitig vor dem ersten kräftigen Regenschauer. Kaum ist der vorübergezogen, setzten wur die Fahrt fort. Auf kurvenreicher Strecke geht es ins 640 Meter hoch gelegene Hohegeiß und von dort nach Walkenried und weiter Richtung Duderstadt. Immer wieder queren wir dabei die alte „Zonengrenze“ und sogar einen alten Wachturm

Rechtzeitig vor dem nächsten Regenschauer legen wir unsere Mittagsrast ein; als die Straßen wieder trocken sind, nehmen wir wieder Kurs gen Norden. Ein kurzer Fotostopp an der mystisch blau schimmernden Quelle der Ruhme, dann ist bald darauf Bad Grund erreicht. Und weil die Wolken immer dunkler werden, legen wir hier in einem netter Cafe noch eine Pause ein. Kaum haben wir die Stachelbeertorte bestellt, fängt es an zu regnen – perfektes Timing.

Gut 25 Kilometer sind es jetzt noch bis zum Hotel. In der Bergstadt Wildemann erwischt uns dann doch noch ein kleiner Schauer; ganz so, als wollte der Himmel uns zeigen, wie es den Tag über auch hätte sein können. Am Hotel selbst waren die Straßen schon wieder trocken, so dass wir diesen Tag zufrieden abschließen können.

Morgen wollen wie zum Kyffhäuser fahren. Mal sehen, wie da so das Wetter ist.

Ein lauer Abend am See

So hatten wir uns das gedacht: Bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse unseres Hotels sitzen und das Treiben auf dem Innerstestausee beobachten. So Mancher kreuzt mit seinem Segelbote im leichten Wind, während wir uns an einem Milchkaffee laben.

Nach und nach treffen die Teilnehmer ein. Bis zum Abendessen sind fast alle da. Nur einer fehlt, der auch telefonisch nicht erreichbar ist. Hoffentlich ist nichts passiert.

Unterdessen wird der große Grill angeworfen. Den herrlichen Sommerabend nutzt das „Berghotel am See“, um uns mit Steaks und Würstchen sowie einer Vielzahl an Salaten zu verwöhnen. Bis tief in die Nacht sitzen wir draußen und genießen den gelungenen Auftakt unserer Harzreise.

Morgen soll das Wetter angeblich wieder schlechter werden. Lassen wir uns überraschen …

Keine Straße doppelt

Dem Anspruch, keine Straße doppelt zu fahren, werden wir im Harz wohl nicht ganz gerecht. Zu klein ist die Region, um fünf Touren zu planen, bei denen stets Straßen unter die Räder genommen werden, die wir bei dieser Tour noch nicht gefahren sind. Aber so mancher Abschnitt ist so schön, dass man ihn im Laufe der Woche einmal rauf und tags drauf wieder runter fahren kann.

Vom Hexentanzplatz über den Kyffhäuser bis hin zur letzten noch bestehenden Köhlerei ist alles im Programm. Das längste Musikstück ebenso, wie ein Abstecher zur einzigen Stabkirche im Harz. Bergwerke und Tropfsteinhöhlen werden wir allenfalls besuchen, wenn es dauerhaft regnet – aber davon wollen wir nicht ausgehen.

Wir freuen uns schon jetzt auf abwechslungsreiche Tage. Am Samstag geht´s los. Für den letzten freien Platz haben wir auch noch eine Teilnehmerin gefunden, so dass einer erfolgreichen Tour nichts mehr im Wege steht. Und dann kommen „nur noch“ das Riesengebirge nebst Hoher Tatra, die Oberitalienischen Seen und der Thüringer Wald …

Gute Heimreise

Ein langes, ausgiebiges Frühstück am Sonntagmorgen, mit Rührei und Speck, dazu ein frischer Kaffee, Orangensaft und Brötchen, da mag man eigentlich gar nicht aufs Motorrad steigen. Das Hotel Fröhlich in Dansenberg bei Kaiserslautern verwöhnt uns und lässt den Abschied schwer werden.

Anders als bei den übrigen Wochenendtouren gibt es beim Sommerfest keine geführte Tour mehr bis Sonntagmittag, dafür ist das Ganze auch ein wenig preiswerter. Und so tritt nach und nach ein Jeder ganz individuell – oder in kleinen Grüppchen – die Heimreise an. Schön war es wieder, unser Sommerfest und wieder einmal hatten wir Glück mit dem Wetter.

Im nächsten Jahr planen wir ein solches Treffen wieder mehr Richtung Vogelsberg ein. Das wird vor allem Jene freuen, die aus Nordrhein-Westfahlen oder Thüringen kommen. Für die ist es dann nicht ganz so weit. In diesem Jahr waren wir übrigens auf Wunsch eines einzelnen Teilnehmers in der Pfalz. Der war immer traurig, weil alle bisherigen Feste so weit weg von ihm waren und er deshalb nicht kommen wollte/konnte. Jetzt haben wir im das aktuelle Sommerfest quasi fast vor die Haustür geplant – ratet mal, wer leider terminlich verhindert war …

Und dann ist es ganz einfach passiert

Eigentlich starten wir ja immer um 9:00 Uhr. Bei Sommerfest machen wir eine Ausnahme. Da samstags immer wieder Teilnehmer kurzentschlossen kommen, geht es erst um 9:30 Uhr los. So bleibt ausreichend Zeit für die morgendliche Anreise. Hans-Jürgen, Wolfgang und Klaus-Dieter waren es diesmal, die zur Tagestour dazu stoßen wollten.

Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir die Motoren und fuhren ein kurzes Stück auf der kurvenreichen B 270 Richtung Waldfischbach-Burgalben. Dann ging es in kleinen Schleifen zunächst Richtung Leimen, anschließend nach Münchweiler und in einem Bogen über Lemberg nach Salzwoog und Schönau. Hier legte wir im Landhaus Mischler eine gemütliche Kaffeepause ein, bei der allerdings vorwiegend Apfelsaftschorle getrunken wurde.

Jetzt war es nicht mehr weit bis ins Elsass. Auf winzig kleinen Straßen fuhren wir die Grenze entlang. Tiefe Wälder wechselten sich ab mit Streuobstwiesen und weiten Feldern. Kilometerlang fuhren wir durch dichte Alleen, in denen gerademal unsere Motorräder Platz hatten. Bei Bitche zweigten wir nahe der mächtigen Zitadelle dann wieder gen Norden ab und erreichten pünktlich zur Mittagszeit die Rehmühle.

Auf langen Bänken saßen wir im Freien, darauf hoffend, dass die dunklen Wolken, die über uns zogen, „dicht halten“ würden – was sie weitestgehend auch taten. Der Sonnenschein überwog und so konnten wir uns in Ruhe stärken.

Auf der Fahrt Richtung Hotel schrammten wir am Außenbezirk von Pirmasens vorbei. Und da ist es dann ganz einfach passiert. Wir stehe auf der Linksabbiegerspur, es wird grün, wir fahren langsam los. Die ersten drei Motorräder passieren die Kreuzung und dann quert plötzlich ein Auto die Fahrbahn. Das hatten die Nachfolgenden nicht gesehen. Es kommt zur Kollission.

Dank Erste-Hilfe-Kurs wissen wir sofort, was zu tun ist: Unfallstelle absichern, Notruf absetzen, nach dem gestürzten Motorradfahrer schauen, der glücklicherweise ansprechbar ist und sich offensichtlich nur an der Hand verletzt hat. Helm abnehmen und auf den Rettungswagen warten. Der ist recht schnell da. Ebenso die Polizei, die den Sachverhalt aufnimmt und einen Abschlepper organisiert. So ein Mist – aber: hätte schlimmer kommen können.

Ein Teil der Gruppe fährt im Anschluss direkt ins Hotel, die anderen drehen noch eine kleine Runde. Am Abend heißt es dann: „Soweit alles in Ordnung“. Glück gehabt.

Beim abendlichen Grillfest diskutieren wir immer wieder mal den Unfall. Wäre er vermeidbar gewesen? Inwieweit hat das Fahren in der Gruppe vielleicht zu einer kurzen Unachtsamkeit geführt? Motorrad fahren ist gefährlich, ein gewisses Risiko fährt immer mit. Das ist uns heute wieder deutlich vor Augen geführt worden.

Es ist schon spät, als die Letzten zu Bett gehen. Die Küche des Hotels hatte wieder ordentlich aufgefahren. Vor allem das „Pfälzer Saumagen-Carpaccio“ war uns ans Herz gelegt worden. Und das war richtig lecker. Angesichts der milden Temperaturen konnten wir den Abend draußen im Biergarten verbringen, unter den Ästen einer mächtigen Kastanien. Schade, dass morgen schon wieder alles vorbei sein wird.

Willkommen zum Sommerfest

Das war doch wieder mal richtig schön. Am Freitag gegen Mittag von Frankfurt aus losgefahren, um am Nachmittag in der Pfalz eintreffen zu können. Um kurz nach 15 Uhr war Dansenberg erreicht, die ersten Teilnehmer waren schon da.

Kurz nach 16 Uhr starteten wir zur ersten Tour. Durch den Reichswald ging es grob in Richtung Johanniskreuz und dann auf schmalen, kurvenreichen Waldwegen Richtung Weidenthal. In Lambrecht zweigten wir ab ins Elmsteinertal, dass an Wochenenden für Motorradfahrer gesperrt ist.

Ein kurzer Stopp am Johanniskreuz und schon fahren wir auf Nebenwegen zurück ins Hotel. Da wartet ein schöner Biergarten auf uns. Nach dem ersten Feierabendbier geht’s unter die Dusche und dann zum essen auf die Terrasse.

Die Küche des Hotel Fröhlich lässt sich nicht lumpen: Nach hausgemachtem Griebenschmalz und Quark auf frisch gebackenem Brot wird eine Cremesuppe von frischen Pfifferlingen gereicht und anschließend das Salatbuffett gestürmt. Als Hauptgericht gibt es unter anderem leicht geräuchertes Forellenfilets oder hausgemachte Spinatknödel. Lecker! Zur Verdauung dann noch ein kleines Schnäpschen und einen Espresso mit Vanillieeis – Mensch, geht es uns gut!

Morgen fahren wir in den Süden der Pfalz und den Norden der Vogesen. Wird auch ein toller Tag werden, bestimmt.