Archiv des Autors: kurvenfieber

Schlammschlacht in Großheubach

TOURBERICHT TRIAL-TRAINING
Samstag, 27. März 2010 | 2. Tag

Wieder einmal lag der Wetterbericht daneben – glücklicherweise. Heftige Regenschauer waren für das Wochenende angekündigt und das über Stunden. Als wir uns kurz vor 9 Uhr auf den Weg in den alten Steinbruch von Großheubach machen, ist davon (noch) nichts zu spüren. 17 Teilnehmer des ADAC-Trial-Trainings drängen sich vor Elmars Hänger, um Helme, Stiefel, Hosen und Protektoren im Empfang nehmen zu können. Schnell sind drei Gruppen eingeteilt – und schon geht´s los.

Während sich Uli mit allen, die das erste Mail ins Trial fahren reinschnuppern wollen, auf der grünen Wiese im an- und Kreis fahren übt, nimmt Elmar all Jene unter seine Fittiche, die zwar noch nicht Trial fahren können, sich eben solches aber schon ein wenig zutrauen. Kurt hingegen macht sich gleich auf den Weg in den Steinbruch, um mit denen, die in den vergangenen Jahren bereits dabei waren, die „ersten Sektionen“ zu fahren.

Die Mittagspause findet erstmals im Freien statt. Schnell sind ein paar Biertisch-Garnituren aufgestellt; alle stürzen sich mit Heißhunger auf die von Elmar liebevoll gekochten Nudeln mit Fleischsoße. Dazu gibt´s Salat, zum Nachtisch Joghurt und frisches Obst. Lecker! Vielleicht machen wir das beim nächsten Mal wieder. Eigentlich hätten wir bei Hermann im Clubhaus gegessen – wahrscheinlich auch Nudeln. Da aber, aufgrund des strengen Winters im Frühjahr einige Veranstaltungen in Großheubach ausgefallen waren, die alle an „unserem Wochenende“ nachgeholten wurden, war es ein wenig voll auf dem Platz – und damit auch im Clubhaus. Da war die schnell improvisierte Küche im Freien eine wirklich tolle Idee.

Am Nachmittag kam dann der Regen. Gut eine Stunde trätschte es ordentlich vom Himmel. Das trat dem Trial fahren keinen Abbruch. Schnell die Regenjacke übergeworfen und schon ging´s weiter. Auch wenn der Untergrund nun stellenweise reichlich schlammig wurde, ließ es sich mit den kleinen, leichten Trialern immer noch erstaunlich gut im Steinbruch fahren. Das stellten erstaunt auch Ingrid, Charly, Andrea, Georg und Stefan fest, fünf Teilnehmer unserer Motorradtouren, die spontan nach Großheubach gefahren waren, um uns zu besuchen und mal zu schauen, was wir denn da so treiben.

Bis gegen 17 Uhr hatten wir unseren Spaß, dann ging es zurück ins Hotel. Da warteten schon zwei Masseure auf die Teilnehmer, um all jene Muskelgruppen, von denen niemand wusste, dass sie überhaupt existieren, die aber beim Trial-Training ordentlich beansprucht werden, ein wenig durchzukneten. Für so manchen eine echte Wohltat!

Nach dem leckeren Abendessen lichteten sich die Reihen langsam, kein Wunder, wurde uns doch in der Nacht eine Stunde geklaut. Ab Sonntag leben wir in der Sommerzeit, das heißt, eine Stunde früher aufstehen! Dem galt es frühzeitig Tribut zu zollen.

Auf geht’s zum Trialtraining

TOURBERICHT TRIAL-TRAINING
Freitag, 26. März 2010 | 1. Tag

Pünktlich mit der erste Oster-Reisewelle geht’s Richtung Großheubach. Wieder wollen wir zum Saisonstart ein Wochenende lang Trial fahren. Viele „altbekannte Gesichter“ sind dabei, die teilweise schon seit Jahren mitmachen, aber auch so mancher Neue will sich mal auf losem Untergrund versuchen.

Obwohl ich mich relativ früh auf den Weg mache, melde der TMC-Empfänger des Navi einen Stau nach dem anderen. Die automatische Suche nach Alternativrouten führt auch nicht weiter; nur die prognostizierte Wartezeit variiert.

Kurzerhand ändere ich die Routenführung von „schnellste Strecke“ auf „kürzeste Strecke“, müsste sich so doch die Autobahn – die einen Bogen macht – umfahren lassen. Es funktioniert! Auf herrlichen Nebenstraßen, die auch einen Abstecher mit dem Motorrad lohnen würden, erreiche ich am frühen Abend die „Paradeismühle“ nahe Klingenberg.

Nach und nach treffen die Teilnehmer ein, so dass wir pünktlich um 19:30 Uhr zu Abend essen können. Im Anschluß gibt es noch ein kleines Video vom Trial-Training des Vorjahres – quasi als Appetitanreger für die nächsten beiden Tage. Wir sind gespannt, was uns an diesem Wochenende erwarten wird.

Endlich wieder TÜV

Das war ja mal wieder höchst kompliziert. Im Januar habe ich den Ford Transit in die Werkstatt gefahren: Einmal Inspektion und TÜV bitte, lautete der Auftrag. Zwei Wochen später die telefonische Rückfrage: „Das Motoröl ist milchig, wir vermuten eine defekte Kopfdichtung. Ist es sehr eilig oder können wir noch ein paar andere, dringende Kunden-Aufträge abarbeiten?“

Ich hatte Zeit. Mitte März wäre ausreichend. Die Motorreparatur würde sicher nicht ganz billig. Der zeitliche Aufschub kam da ganz gelegen. Wo und wer die Kopfdichtung verheizt hat, ließ sich im Nachhinein nicht mehr klären. Wahrscheinlich waren die knapp 80 Benzin-PS an einem der vielen Pässe, die wir im vergangenen Jahr unter die Räder genommen hatten, doch etwas überfordert. Vollgeladene 2,8 Tonnen über mehr als 2000 Meter hohe Berge zu wuchten, ohne „ins Schwitzen zu kommen“, ist ja auch nicht ganz einfach – trotz Zusatzkühler.

Mitte März dann der Anruf. Das Auto sei fertig, nur TÜV gäbe es nicht. Da die vor zwei Jahren eingebaute Gas-Anlage noch nicht in die Papiere eingetragen sei, würde der Prüfer keine Plakette erteilen. Ich müsse erst zur Zulassung.

Dort angekommen erklärte man mir, dass ein Eintrag nur mit gültigem TÜV-Bericht erfolgen würde … Wie denn jetzt?

Also zurück zur Werkstatt und mit dem TÜV-Prüfer telefoniert. Wir einigten uns auf einen TÜV-Bericht ohne Mängel – und ohne Plakette. Die würde ich dann von der Zulassung bekommen.

Heute war ich wieder auf der Zulassung. Mit dem Ford Transit, dem Gutachten für die Gasanlage, Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein, ASU und einem TÜV-Bericht, der keine Mängel aufwies. Und siehe da. Nach einer halbe Stunde Wartezeit war ich 19,90 Euro los, hatte neue Papiere nebst entsprechendem Eintrag und zehn Minuten später auch eine neue TÜV-Plakette. Bis 2012 muss der alte Ford jetzt noch halten – mindestens!

Nur die Frage, ob ich dank der Gas-Anlage nun eine Umweltplakette bekomme, die konnte mir auf der Zulassung keiner beantworten. Nach der Schlüsselnummer im Fahrzeugbrief nicht. Da aber Gas keine Schadstoffe emittiert, vom Grundsatz her schon. Man werde das prüfen und mich dann anrufen. Ich bin gespannt.

Gelungener Auftakt: Erste-Hilfe-Kurs

Mit einem Erste-Hilfe-Kurs speziell für Motorradfahrer haben wir am Samstag, den 20. März 2010, die Saison eröffnet. Veranstaltungsort war diesmal das Fahrsicherheits-Zentrum des ADAC Hessen-Thüringen in Gründau.

Pünktlich um 9 Uhr ging es los. 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich angemeldet; alle waren gekommen. Vom Absichern einer Unfallstelle über die Schockbekämpfung bis hin zum Helm abnehmen und der Herz-Lungen-Wiederbelebung wurden alle relevanten Themen durchgesprochen und in praktischen Übungen auch umgesetzt.

Stabile Seitenlage in einer Protektorenkombi? Gar nicht so einfach! Rautek-Rettungsgriff bei einem 120 Kilo wiegenden Motorradfahrer? Schwierig! Im Praktischen zeigte sich, dass die Theorie oft grau und der Ansatz, im Erste-Hilfe-Kurs für Motorradfahrer viel selbst zu üben, richtig ist.

Mathias, Rettungssanitäter beim DRK und selbst Motorradfahrer, nahm uns schnell die Angst vielleicht etwas falsches zu tun und führte kurzweilig durch die einzelnen Übungseinheiten. Die Zeit verging wie im Fluge – dass der Kurs letztlich eine Stunde länger dauerte,als geplant, spricht für sich.

Einig waren sich am Ende alle: Auch im nächsten Jahr sollte es so einen Kurs unbedingt noch einmal geben. Schließlich sind aller guten Dinge drei.

Einen ersten Eindruck von der „Premierenveranstaltung 2009“ findest Du hier: http://tinyurl.com/y9h25z7. Erste Impressionen dieses Jahres stellen wir in Kürze ins Netz.

Ganze 22 Kilometer – immerhin

Die erste „Tour“ in diesem Jahr ist ganz 22 Kilometer lang geworden. Aber immerhin bin ich am zweiten schönen Frühlingstag, den wir im März verzeichnen konnten, schon mal ein wenig unterwegs gewesen.

Eigentlich wollte ich am Nachmittag in wenig am Motorrad schrauben und dann kurz zur Tankstelle fahren. Aus dem Schrauben ist nicht viel geworden. Erst kam der Nachbar zur linken und schob seine Maschine aus der Garage – nicht ohne mich in ein Schwätzchen zu verwickeln -, dann der Nachbar zur rechten, der mir davon erzählte, im Spätsommer in die Pyrenäen fahren zu wollen. Und da wir da im vergangenen Jahr waren, wurden natürlich ausgiebig Erfahrungen ausgetauscht.

Schließlich kam noch Horst vorbei; nicht auf der 1200er GS sondern auf dem Fahrrad. Da wir uns lange nicht gesehen hatten, wurde auch hier ein wenig geplaudert. Immerhin konnte ich noch den Halter vom Garmin wieder richtig befestigen, um dann nicht nur zur Tanke sondern eine kleine Runde über Diedenbergen zu fahren – gibt es da doch eine herrliche Serpentinen-Kombination. Ganze 22 Kilometer sind so zusammen gekommen. Ohne Navi übrigens.

Morgen starten wir mit einem Erste-Hilfe-Kurs speziell für Motorradfahrer in die neue Saison. Noch bin ich wild entschlossen, mit dem Motorrad nach Gründau fahren zu wollen. Auch wenn das Wetter wieder schlechter werden sollte. Mal schauen …

vhs Infoabend

Am Dienstag, 16. März, findet bei der Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises ein Infoabend zu den Motorradtouren im Jahr 2010 statt. Ab 19:30 Uhr treffen wir uns in der Pfarrgasse, im Gebäude der vhs in Hofheim. Neben den Infos zu den aktuellen Touren wird auch ein kleines Video gezeigt. Wir freuen uns über Jeden, der mal reinschaut. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Noch ein bisschen Winter

Die gelbe G/S ist wieder da. Über den Winter hat sie die schicke Verkleidung der Paris-Dakar nebst der dazu gehörigen „Wasserrohre“ verpasst bekommen. Fahrbereit ist sie trotzdem nicht. Vor ein paar Tagen habe ich die Sitzbank zu „seats&more“ in den Westerwald gebracht. Das Möbel muss dringend aufgepolstert werden!

Insofern kann der Winter noch ein wenig bleiben; erst nach Ostern ist die G/S wieder fahrbereit. Gemein oder?

Da ich aber in den nächsten Tagen sowieso wenig Zeit zum Motorrad fahren habe, soll die Sonne ruhig scheinen. Für alle, die kein Saisonkennzeichen haben oder seit März schon wieder unterwegs sein dürfen.

Wir sehen uns vielleicht zum Erste-Hilfe-Kurs speziell für Motorradfahrer (am Samstag, 20. März) oder beim Trial-Training am Wochenende drauf (26. bis 28. März).

Danke Nina

Was für eine nette Überraschung! Heute finde ich in meinem Postfach eine E-Mail von Nina aus Norwegen. 2008 waren wir zwei Wochen lang mit den Motorrädern im Land der Trolle unterwegs und haben unter anderem auf den Lofoten eine tolle Bootstour in den Trollfjord unternommen. Nina, die Frau des Kapitäns und gute Seele des Geschäfts, hatte seinerzeit ein nettes Erinnerungsfoto für uns gemacht – konnte dies dann aber nicht mehr finden, um es uns zuzumailen. Wie schade.

Heute schreibt Nina mir: „I remember we took a photo with Johnny’s camera, and today I found it at the extern hard disk.“ Und da ist es:

Der Trolljford war das Ziel unserer Bootstour

Wir alle erinnern uns noch gerne an die herrlichen Tage in Norwegen. Wagemutig sind wir erst Anfang September aufgebrochen, in der Hoffnung, dort einen „goldenen Herbst“ erleben zu dürfen. Viele hatten uns Dauerregen, manche sogar Schnee und Eis prophezeit. Statt dessen: zwei Wochen (fast nur) strahlender Sonnenschein! War eine tolle Tour. Wenn ich mir so das Bild anschaue, werde ich direkt ein wenig wehmütig.

Kein Zeit zum Mopped fahren

Was für ein herrlicher Tag. Endlich mal wieder Sonnenschein und relativ milde Temperaturen. Glücklicherweise haben nicht alle meine Motorräder Saisonkennzeichen. Da könnte man doch glatt mal eine erste Runde drehen …

… oder die Garage aufräumen, was schon längst überfällig ist. Der „harte Winter“ hat keine Gelegenheit geboten, mal für ein paar Stunden nach draußen abzutauchen, um Ordnung zu schaffen, wo wieder mal das Chaos tobt: Fünf dicke Kartons mit Tourenkarten für die Teilnehmer der ADAC-Touren stapeln sich in der einen Ecke, die Kiste mit dem neuen Helm von Schuberth in der anderen. Vor einigen Wochen sind neue Stiefel gekommen; die alten waren undicht und wurden freundlicherweise umgetauscht …

Also war Aufräumen angesagt. Motorrad fahren können wir noch genug in diesem Jahr. Das meinte auch der Nachbar, der inständig darauf hofft, dass auch am Montag noch die Sonne scheint. Vor dem 1. März darf er mit seinen Motorrad nicht auf die Straße – und heute schreiben wir erste den 27. Februar. In seiner Verzweiflung hat er dann auch aufgeräumt, in seiner Garage.

Oberdrauburg statt Kötschach

Eigentlich hatten wir unsere Reise nach Istrien in Kötschach beginnen lassen wollen. Weil wir aber auch bei dieser Reise wohl mit drei Gruppen unterwegs sein dürften, werden die Zimmerkapazitäten in dem ursprünglich geplanten Hotel knapp. Wir haben deshalb den Start- und Endpunkt nach Oberdrauburg verlegt – gut 13 Kilometer weiter nördlich, noch vor dem Gailberg gelegen.

Von dort aus geht es dann nach Istrien und wahrscheinlich über Slowenien wieder zurück. Da wir das erste Mal in Kroation unterwegs sein werden, sind wir schon sehr gespannt, welche Eindrücke uns dort erwarten werden.