Das kleine Pässe-Karrussel

TOURBERICHT FRIAUL
Donnerstag, 5. September 2013 | 5. Tag

Zwei Hände voll an attraktiven Passstraßen standen heute auf den Programm: Forcella Lavardet, Sella di Razzo, Passo di Pura, Passo di Mauria, Passo Chibiaba, Passo Staulanza, Passo Giau, Passo Tre Croci, Passo del Zovo und zum Schluss noch die Cima Sappada. Eine schöne, gut 300 Kilometer lange Runde mit einem Gesamtaufstieg von 7382 Höhenmetern. 6 Stunde 2 Minuten reine Fahrzeit, 3 Stunden 20 Minuten Pause bei einem Reisedurchschnitt von 50,8 km/h. Nackte Zahlen, die in keinster Weise den eigentlichen Fahrspaß widerspiegeln.

Durchs „Val Pesarina“ geht’s zunächst Richtung Westen. Nachdem wir eine Vielzahl an kleinen Ortschaften hinter uns gelassen haben, geht es kurvenreich und stetig ansteigend durch den Wald. Über den Razzo-Sattel „stürzen“ wir uns hinab zum Lago di Sauris und fahren durch einen engen, direkt in den Fels geschlagenen, dunklen Tunnel hoch zur Anhöhe des Pura-Pass. Im dortigen Rifugio legen wir eine kurze Kaffeepause ein, bevor es über den Mauriapass Richtung Pieve di Cadore geht.

In Venas setzen wir den Blinker links und sind endlich wieder auf kleinen Straßen unterwegs. So langsam wird es Zeit für eine Mittagspause. Auf der Zufahrt zum Passo Staulanza entdecken wir in einer Kehre ein Hinweisschild zur „Malga Vescova“. Gut einen Kilometer folgen wir dem unbefestigten Weg, dann kommen erste Zweifel auf, ob wir den richtigen Abzweig genommen haben. Doch kurz darauf weist uns ein neuerliches Schild den Weg, bald darauf haben wir auch dieses (spontane) Etappenziel erreicht.

Das auf gut 1800 Metern gelegene Agritourismo bietet neben Speckbrot vor allem selbstgemachte Polenta mit Wurst oder Käse an, die in dieser traumhaften Umgebung fast schon himmlisch schmecken. Zur „Verdauung“ gibt’s einen schnellen Ritt hoch auf den Giau, der mit seiner faszinierenden Aussicht immer wieder zu begeistern weiß.

Nach einem Tankstopp in Cortina fahren wir über den „Tre Croce“ Richtung Auronzo und legen am Fuße des kleinen „Passo del Zovo“ eine Kaffeepause ein. Gut 65 Kilometer sind es jetzt noch bis „zu Hause“ – um 18:23 Uhr sind wir wieder in Hotel.

Morgen treten wir die Rückfahrt nach Oslo an … wenn wir denn – wie eigentlich geplant – nach Norwegen gefahren wären. Sind wir aber nicht. Und so können wir noch einen ganzen Tag durchs Friaul streifen – und auch noch mal ein wenig Enduro fahren.

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Ausblick von der „Malga Vescova“. Auf einer kleinen Almhütte haben wir Polenta mit Wurst gegessen – und das Bergpanorama genossen.

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