Molti strade senza barriere

TOURBERICHT FRIAUL
Mittwoch, 4. September 2013 | 4. Tag

Heute ist Endurowandern angesagt, zumindest für einen Teil der Gruppe. Während Stefan mit den „Straßenfahrern“ über den „Passo Croce di Comelico“ Richtung Innichen und dann durchs Lesachtal fährt, um über das „Nassfeld“ und den abenteuerlichen „Passo di Lanza“ zurück nach Ravascletto zu gelangen, wollen Klaus, Andreas, Jörg und zunächst auch Peter mit mir ein wenig Schotter fahren.

Gleich hinter dem Hotel zweigt die Zufahrt zur „Panoramica del Vette“ ab. Bis auf 2000 Meter führt der kehrenreiche Weg hinauf und bietet fantastische Ausblicke in die umliegenden Täler und auf die karstigen Gipfel der Karnischen Dolomiten.

Wir lassen es ruhig angehen, legen den einen oder anderen Fotostopp ein und erreichen rechtzeitig zur ersten Kaffeepause Ovaro. Der Auftakt war schon mal vielversprechend, auch wenn die „Panoramica“ wieder ein Stück mehr mit Asphalt versehen wurde, als bei meinem letzten Abstecher.

Nach dem obligatorischen Espresso brechen wir auf in Richtung „Lago die Sauris“ und wollen dabei den „Passo delle Forcelle“ unter die Stollenreifen nehmen. Peter verabschiedet sich, mit einer „normalen“ Triumph ist ihm die Weiterfahrt (verständlicherweise) zu anstrengend.

Der Einstieg ist schnell gefunden, auch wenn ein Schild am Wegesrand vor Bauarbeiten warnt. Leider waren auch hier die „Teerkocher“ am Werk und haben die schmale, extrem steile und kurvenreiche Strecke bis zur Passhöhe mit frischem Asphalt versehen – schade.

Dafür ist der Weg hinunter zum Lago di Sauris überwiegend unbefestigt, so dass wir doch noch auf unsere Kosten kommen. Die Mittagsrast legen wir im uns bekannten Rifugio „Tita Piaz“ ein und gönnen und zwei große Pannini – eines mit ordentlich Schinken und das andere mit dick Käse.

Über die zwischenzeitlich ebenfalls durchasphaltierte, aber fahrerisch reizvolle „Sella di Razzo“ geht es Richtung „Forcella Lavardet“. Hier müssen wir (endlich) richtig „arbeiten“: grober Schotter und tiefe Auswaschungen fordern Mann und Motorrad. Bis zur Rampe mit den asphaltierten Kehren haben wir ordentlich zu tun.

Unser letztes Ziel ist die „Forcella del Zovo“. Gleich hinter Campolongo zweigt das schmale Sträßchen ab und führt kaum autobreit durch romantische Dörfer. Auf der Passhöhe angekommen, gönnen wir uns auf 1606 Meter im „Rifugio Forcella Zovo“ einen Strudel zum Kaffee. Der Blick auf die umliegenden Berge ist fantastisch – eigentlich wollen wir hier garnicht mehr weg.

Auf der Abfahrt ins Tal sind „leider“nur noch gut 700 Meter unbefestigt, gleichwohl sind wir hier – auf den schmalen, kurvenreichen und häufig sehr unübersichtlichen Straßen – mit unseren Enduros schon gut aufgehoben. Insofern war es insgesamt ein toller Tag, mit vielen Eindrücken, die wir allesamt nicht missen mögen. Vielleicht schaffen wir es ja auch morgen noch mal, ein wenig auf Schotter zu fahren …

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Auch wenn der Schotter zunehmend dem Asphalt weicht, ist eine Enduro auf der Panoramica del Vette noch immer das beste Motorrad.

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