Archiv des Autors: kurvenfieber

Neulich beim Fahrradhändler

Meine Nachbarin hat mir ihr altes Fahrrad geschenkt. Sie brauche es nicht mehr, außerdem seien die Reifen platt – ob ich es haben wolle, hatte sie mich gefragt. Gut erzogen, wie ich bin, habe ich nicht nein gesagt. Und für den kleinen Einkauf zwischendurch oder die kurze Fahrt an die zweite Garage ist so ein Rad ja auch nicht schlecht.

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Ganz schön platt, der (Fahrrad)Reifen

Nun habe ich es also und brauche erst mal neue Reifen – fast wie beim Motorrad. Also schnell zum örtlichen Fahrradhändler gefahren, natürlich mit dem Motorrad, und nach Ersatz gefragt. „Alles kein Problem“, meint der erfahrene Schrauber und schaut auf die Straße, um dann beiläufig zu erwähnen, dass er auch Motorrad fahre. Und ob er sich meine Maschine mal näher anschauen dürfe.

Klar, warum denn nicht? Eine F 700 nenne er sein eigen, wenngleich ihm so ein alter Boxer auch gefallen würde, aber dafür seine die Beine leider zu kurz, man müsse ja doch mit den Füßen irgendwie auf den Boden kommen, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Und dass er als Späteinsteiger zunächst nur habe „gedrosselt“ fahren dürfen, anders als seine Kumpels aber mit den damit Beschränkungen immer noch gut leben könne. Seine BMW laufe auf der Autobahn gedrosselt gut 180, viel schneller seien die Anderen mit jetzt voller Leistung auch nicht, zumal er auch eigentlich gar nicht so schnell fahren würde … und mit welchem Tempo ich denn so auf der Autobahn unterwegs wäre?

„Eigentlich fahre ich so gut wie nie Autobahn mit dem Motorrad“, meine ich und wenn, dann meist nicht schneller als 130. Kleine kurvenreiche Landstraßen seien mir viel lieber, sage ich, während er zustimmend nickt, da seien die PS und die Endgeschwindigkeit nicht so entscheidend. „Schließlich fahren wir in unserem Alter nicht mehr mit dem Messer zwischen den Zähnen sondern eher auf ankommen“, philosophiere ich so vor mich hin.

Da hält der Zweiradmechaniker, den meine G/S immer noch in den Bann zieht, kurz inne, lächelt und nickt wieder: „Ja, wir fahren auf ankommen, das gefällt mir, das ist es“, meint er völlig in sich gekehrt.

Wir fachsimpeln noch ein wenig am Straßenrand und vereinbaren, als der nächste Kunde kommt, schnell noch einen Termin für den „Reifenwechsel“. Den könnte ich zwar auch selber machen, freue mich aber jetzt schon auf das nächste Aufeinandertreffen. Nächsten Dienstag soll ich das alte Fahrrad mal zur „Durchsicht“ vorbei bringen.

Irgendwie schön, dass man immer wieder Menschen trifft, die auch Motorrad fahren und der „Funke“ dann oft gleich überspringt. Muss wohl was Besonderes sein, auf zwei Rädern durchs Leben zu fahren …

Fehlt nur noch der Gavia

Vom 3. bis 9. Juni geht es in die Alpen. Nahe Imst werden wir unser Quartier aufschlagen und von dort aus fünf herrlich kurvenreiche Tagestouren unternehmen. Die Routen sind bereits geplant, jetzt müssen nur noch alle Pässe geräumt sein, über die wir fahren wollen.

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Auch im Voralpenland werden wir unterwegs sein.

Auf der Südtiroler Seite sind das Penser Joch und der Jaufenpass bereits frei gegeben. Das Stilfser Joch – das wir gern unter die Räder nehmen wollen – soll ab dem 26. Mai wieder durchgängig befahrbar sein. Und Ende Mai, spätestens Anfang Juni, wird auch die Wintersperre am Timmeljoch aufgehoben – so die augenblicklichen Planungen.

Fehlt zum Glück noch der legendäre Gavia. Dann wäre eine tolle Rundtour möglich: Über den Reschen zum Stilfser Joch, weiter zum abenteuerlichen Gavia und dann über den Passo Tonale und das Hofmadjoch Richtung Meran. Zum krönenden Abschluss rauf aufs Timmelsjoch und wieder zurück zum Hotel. Gut 450 Kilometer kämen so zusammen.

Natürlich haben wir auch noch viele andere, deutlich entspanntere Touren im Programm. Wenn Du (Zeit und) Lust hast mitzufahren, einen Platz hätten wir noch frei. Kurze Info an kurvenfieber@mac.com reicht aus und wir schicken Dir unverbindlich die Unterlagen. Ansonsten gibts ab Anfang Juni hier täglich einen spannenden Tourbericht.

Schwere Entscheidung

Vor gut zwei Jahren ist sie mir „zugelaufen“ – eine alte BMW R 100 RT, bei der der Vorbesitzer dankenswerterweise bereits die Verkleidung abgebaut hat. So steht sie denn nun relativ „nackig“ in der Garage und wartet darauf „gepimpt“ zu werden.

Ein kurzes Rahmenheck würden den Boxer deutlich aufwerten. Im Netz wimmelt es nur von Fotos von entsprechenden Umbauten, die einem den Mund wässrig machen. „Dummerweise“ hat der Vorbesitzer „Conti-Rohre“ montiert und in die Papiere eingetragen bekommen. Die sind lang, schmal und haben vor allem einen bärigem Sound. Hört sich ein wenig infernalisch an, wenn ich mit der R 100 des abends so meine Runden drehe.

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Lang und laut – an der R 100 sind „Conti-Rohre“ montiert.

Das „Ärgerliche“: Die langen Auspuffrohre würden optisch nicht zu einem kurzen Rahmenheck passen. Nun ist guter Rat teuer. Irgendwann muss ich eine Entscheidung treffen:  entweder ich lasse die R 100 so wie sie ist, dann kann ich mich auch weiterhin am augenblicklich tollen Sound erfreuen. Oder ich schraube ein kurzes Heck dran und finde hoffentlich eine passende Auspuffanlage, die mindestens genau so gut klingt.

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Eigentlich sieht sie ja auch so nicht schlecht aus, die alte BMW. Mal sehen, was der Geldbeutel in nächster Zeit so möglich macht …

Ganz alte Schule

Mein Motorrad hat noch eine mechanische Tachowelle – zumindest die rote G/S. Die treibt einen analogen Tacho an und der bereitet mir nun ein wenig Kummer. Nicht der Tacho selbst, sondern das kleine Köpfchen, mit dem sich der Tageskilometerzähler zurück auf Null drehen lässt. Ich mache das meist nach dem  Tanken und weiß so immer, wann ich so viel gefahren bin, dass ich wieder Benzin nachfassen muss.

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Der Knopf zur Tageskilometerzähler-Rückstellung fehlt ;-(

Dieser kleine Knopf ist verloren gegangen. Nun ragt nur noch ein kleiner Stahlstift aus dem Tacho und es ist verdammt fummelig, den so zu fassen zu kriegen, dass eine Nullstellung möglich ist. Also muss ein neuer Knopf her. Leichter gesagt als getan.

Meine Werkstatt meint, dazu müsse der Tacho geöffnet werden. Nur so ließe sich der neue Knopf – so sich denn einer findet – sicher befestigten. Eine Idee, die mir nicht so gut gefällt. Also versuche ich es direkt beim Hersteller – und werde angenehm überrascht.

VDO gehört heute zu Continental, erfahre ich als erstes. Der erste Anruf beim Kundenservice ist wenig hilfreich: ich lande beim Werksschutz. Auch beim zweiten Versuch drücke ich wohl die falsche Ziffer und habe nun einen netten Menschen am Apparat, der eigentlich auch nicht für „technische Fragen“ zuständig ist. Der aber sehr hilfsbereit ist und mir in Frankfurt und in Kassel jeweils eine Werkstatt nennt, die noch analoge Tachos repariert. „Wir haben ja heute nur noch elektronische Tachos“, meint er am Ende des Gesprächs.

Ich versuche es zunächst bei BBG Automotive in Frankfurt. Freundlich werde ich an Meister Eggert verwiesen, der mir Hoffnung macht. „Hier in der Werkstatt habe ich nichts, aber nächste Woche, da bin ich im Lager, da schaue ich mal. Da wird sich bestimmt noch ein Köpfchen finden lassen“, meint er. Und wohl auch ein Tülle, denn das große Loch im Tachoglas lässt den Fachmann vermuten, dass in der kleinen Cockpit-Verkleidung kein Motorradtacho verbaut wurde.

Angesichts so eines tollen Service macht es doch direkt Spaß, so ein altes Motorrad zu fahren. Schade nur, dass es immer weniger Fachleute der „alten Schule“ gibt, die ihr Handwerk noch beherrschen.

Ob die Reparatur gelingt und am Ende wieder ein Köpfchen die problemlose Rückstellung des Tageskilometerzähler möglich macht? Ich werde berichten …

 

 

Baumwipfelpfad – 30 Meter über Grund

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Bis spät in den Abend waren wir unterwegs

Was für ein toller Tag. Bei herrlichstem Wetter ging es hoch an den Edersee und mit den letzten Sonnenstrahlen sind wir wieder zu Hause eingetroffen. 420 Kilometer standen am Ende auf der Uhr – und jeden davon haben wir genossen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder viele schöne Motorradtouren, die von der vhs des Main-Taunus-Kreises angeboten werden; für alle, die vornehmlich auf kleinen Nebenwegen die unterschiedlichsten Regionen Deutschlands neu entdecken und das zusammen mit anderen netten Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern tun wollen.

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Treffpunkt an der Raststätte Wetterau

Diesmal ging es in den Norden von Hessen; der Edersee ist das das Ziel. Wir starten mit 14 Maschinen und insgesamt 17 Personen von der Raststätte Wetterau. Gut 20 Minuten Autobahn „gönnen“ wir uns, um ein wenig vorwärts zu kommen. Doch schon ab der Ausfahrt „Fernwald“ stehen nur noch kleine Landstraßen auf dem Programm. Kurvenreich schlängen wir uns in zwei Gruppen durch eine herrliche Landschaft,

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Gemeinsam unbekannte Regionen entdecken

Die erste Pause legen wir nach knapp 80 Kilometer Fahrt in Gemünden (Wohra) ein. Im „Hessischen Hof“ sitzen wir auf der überdachten Terrasse zusammen und genießen eine Tasse frischen Kaffee oder ein kühles Wasser.

Hessischer Hof
Steinweg 1
35285 Gemünden (Wohra)
Tel. (06453) 356
http://www.hessischer-hof-gemuenden.de

Noch einmal schlängeln wir uns auf kleinen Nebenstraßen – vorbei am Kloster Hanna – immer weiter Richtung Norden und erreichen gut 45 Minuten später die Ausläufer des Edersees. Dieser ist mit knapp zwölf Quadratkilometern Wasseroberfläche und mit fast 200 Millionen Kubikmetern Stauraum der flächenmäßig zweit- und volumenmäßig der drittgrößte Stausee in Deutschland.

1908 wurde mit dem Bau der Staumauer begonnen, im August 1911 schaute Kaiser Wilhelm II vorbei und unterstrich so die strategische Bedeutung des Bauwerks, das zur Wasserstandsregulierung auf der Weser errichtet wurde. Auch bei der offiziellen Eröffnung, am 14. August 1914, sollte der Kaiser dabei sein – da war jedoch schon der erste Weltkrieg ausgebrochen.

Im Zweiten Weltkrieg erlangte der Stausee traurige Berühmtheit als britische Bomber Rollbomben abwarfen und so ein riesiges Loch in die Staumauer sprengten. Eine bis zu acht Meter hohe Flutwelle ergoss sich daraufhin ins Edertal, 47 bis 68 Menschen starben – da gibt es unterschiedliche Angaben.

Erzählt wird diese Geschichte im Sperrmauermuseum, an dem uns unser Weg vorbei Richtung Baumwipfelpfad führt. Auch an dem auf dem Kopf stehenden Haus – eine kuriose Touristenattraktion – sind wir vorbei gefahren.

Sperrmauermuseum

Das tolle Haus

Gegen Mittag sind wir dann an unserem heutigen Etappenziel angekommen: dem Baumkronenpfad am Edersee. 30 Meter über Grund stehen wir an der höchsten Stelle, insgesamt 250 Meter weit ragt der stählerne Weg in die Baumkronen. Obwohl nicht schwindelfrei, habe ich mich mutig entschlossen, das Experiment zu wagen und muss am Ende sagen: kein Problem. Ein tolles Erlebnis mit herrlichen Aussichten auf den Edersee.

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Ausblick vom Baumwipfelpfad auf den Edersee

110 Tonnen verzinkte Stahl wurden verbaut, jeder Pfeiler wurde fünf Meter tief in der Erde verankert, 15.000 Schrauben mussten festgedreht werden und sechs Menschen waren drei Wochen lang, in 867 Arbeitsstunden, damit beschäftigt, den „Treetopweg“ zu montieren. Ein Abstecher, der sich lohnt.

Baumkronenpfad
Brühlfeld 3
34549 Hemfurt
Tel. (05623) 9737977
https://www.baumkronenweg.de

Mittlerweile ist es fast halb zwei und wir haben Hunger. In der „Fischerhütte“ am See haben wir einen Tisch reserviert, findet man dort doch ufernah noch einigermaßen Abstellplätze für die Motorräder. Die meisten ordern ein Fischgericht, wobei wir uns schon fragen, ob die Forelle auf dem Teller tatsächlich aus dem Edersee stammt?

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Mittagsrast mit Forelle

Fischerhütte
Strandweg 9
34549 Edertal-Rehbach
Tel. ( 05623) 4177

Die „Burgruine Frauenberg“ ist das letzte Ziel des Tages. Auf kleinen und zumeist kurvenreichen Straßen geht es zurück Richtung Heimat. Rund 90 Kilometer legen wir zurück und sitzen so erst kurz nach fünf im schattigen Biergarten.

Burgruine Frauenberg
Cappeler Str. 10
35085 Ebersorfergrund
Tel. (06424) 1379
http://www.zur-burgruine-frauenberg.de

Von der einst stolzen Burg zeugen heute nur noch einige kärgliche Mauern. Um 1250 war sie erbaut worden, um Marburg zu sichern. Herzogin Sophie von Brabant wollte damit eine Gegenposition zu mainzischen Burg Amöneburg schaffen und so die „Langen Hessen“ kontrollieren. Bis 1528 war die Anlage teilweise noch bewohnt, wurde dann aber aufgegeben und diente den Bewohner der umliegenden Siedlungen fortan als „Steinbruch“.

Wir pausieren unweit im gleichnamigen Lokal und genießen Kaffee und Kuchen unter einem schattenspendenden Blätterdach mächtiger Bäume.


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Kaffeepause unter schattigen Bäumen

Es ist schon fast halb sieben, als wir zur Schlussetappe aufbrechen. Rund 90 Kilometer sind es noch, bis nach Hause. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit wäre die Autobahn jetzt eigentlich die erste Wahl. Doch eigentlich beginnt jetzt die schönste Zeit um Motorrad zu fahren. Die Temperaturen sind angenehm, die Straßen leer, die vor uns liegende Strecke kurvenreich und eigentlich haben wir doch Zeit. Also Plan B: wir fahren lieber Landstraße.

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Kurzer Fotostopp im Taunus

Häufig liegt die Straße jetzt schon im Schatten. Je näher wir der Heimat kommen, umso tiefer steht die Sonne. Im Taunus lugt sie gerade noch so über die Baumwipfel. Wir genießen jeden Kilometer, den wir bei diesem herrlichen Wetter unterwegs sein können. Erst mit der Dämmerung sind wir wieder zu Hause. Exaktes Timing 😉

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Fahren bis in die Dämmerung hinein.

Ein wunderbarer Tag geht spät zu Ende. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Touren der Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises:

Vom 15. bis 17.6.2018 wollen von der Rhön bis nach Han. Münden fahren und dabei dem Lauf der Fulda folgen. Das verspricht ein abwechslungsreiches, langes Wochenende zu werden: vhs-Tour entlang der Fulda

Und am Samstag, den 14.7.2018 ist die alte Reichsstadt Wetzlar das Ziel. Da wollen wir das Motorrad gegen einen Segway tauschen: vhs-Tagestour im Juli

Mehr Infos und die Möglichkeit, Dich anzumelden, bekommst Du nach dem Klick auf den jeweiligen Link. Wir sehen uns? Das würde uns freuen 😉

Für Rückfragen stehen wir Dir gern zur Verfügung. Schreib einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com

Den Routenverlauf der Tagestour an den Edersee kannst Du Dir, vom Start an der Autobahn bis zur letzten Kaffeepause, auf unserer GPSies-Seite anschauen. Einfach auf das Bild oder den Link klicken: Routenverlauf der vhs-Tour Edersee

Screenshot_Edersee

Hoehenprofil_Edersee

Da haben wir wieder ganz schön Höhenmeter gemacht, auf unserer Tour zum Edersee. Auch wenn zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt der Strecke nur 304 Höhenmeter lagen, sind wir aufaddiert doch insgesamt 2.996 Meter bergan und 2.926 Meter bergan gefahren – und hatte dabei viel Spaß, wie der nachfolgende Bilderbogen zeigt.

Layout_Edersee

 

 

Aus Schaden wird man klug?

Ich ganz offensichtlich nicht. Denn wieder macht ein elektronischer Tacho Probleme. Das hatten wir doch schon mal …

Tacho

Mäusekino – manchmal leuchtet einfach alles auf

An der gelben G/S habe ich vor zwei Jahren einen schönen Tacho von Acewell verbauen lassen. Die klassische große rote Nadel zeigt dabei nicht die Geschwindigkeit, sondern die Drehzahl an, der Impuls wird über ein Kabel direkt von der Tachowelle abgenommen – damit entfällt der störanfällige Sensor am Vorderrad – und der Tacho selbst zeigt mit Öltemperatur, Außentemperatur, gefahrene Strecke, Spannung und, und, und noch so manche technische Spielerei. Alles ganz toll, finde ich.

Jedenfalls so lange, bis ich in Norwegen liegengeblieben bin. Damit die Batterie geladen wird, braucht es einer „Erregerspannung“ – und die wird über einen Inverter erzeugt – oder irgendwie so; mir fehlt da leider das technische Verständnis.  Jedenfalls ist das Ding an meinem Motorrad unterhalb von Jotunheimen durchgebrannt, so dass ich irgendwann mit leerer Batterie liegengeblieben bin. Zwar fand sich ein kundiger Mechaniker, der die BMW wieder zum Laufen brachte, doch das „Lehrgeld“ war angesichts der norwegischen Werkstattpreise gesalzen.

Und jetzt? Habe ich über den Winter an der ehemals roten G/S wieder diesen tollen Acewell-Tacho anbauen lassen. Hatte die Werkstatt doch einen Weg gefunden, den Fehler an der gelben G/S dauerhaft zu beheben. Das stimmte mich zuversichtlich.

Zu früh gefreut. Beim neuerlichen Tachoanbau hat offensichtlich nicht der versierte Meister Hand angelegt sondern irgendwer. Mit dem Ergebnis, dass der Tacho wieder spinnt. Diesmal geht die Batteriekontrollleuchte erst bei 13 V aus, neuerdings hat der Tacho Aussetzer und dann gehen auch die Blinker nicht. Toll, oder?

Mittwoch kommt die BMW erneut in die Werkstatt, bis Freitag soll alles wieder in Ordnung sein, denn am Samstag steht ja die erste Tagestour mit der vhs auf dem Programm. Also: bitte Daumen drücken 😉

Die erste Tagestour in diesem Jahr

Der Edersee ist das Ziel der ersten Tagestour, die wir in diesem Jahr für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises realisieren. Genauer gesagt: der Baumkronenpfad am Edersee. Den wollen wir am Samstag, den 5. Mai 2018 ausgiebig erkunden.

Wir treffen uns um 9 Uhr an der Autobahnraststätte Wetterau Ost, gelegen an der A5 in Fahrtrichtung Norden. Nach einem kleinen Zwischenstopp nahe Gemündet wollen wir gegen Mittag in Hemfurth sein, um anschließend – für gut eine Stunde – in den Baumwipfeln zu entschwinden. Das wird sicher sehr aufregend werden, vor allem für Menschen wie mich, die nicht schwindelfrei sind …

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Verspätet werden wir an der Fischerhütte ein kleines Mittagessen einnehmen, bevor es dann so langsam wieder zurück ins Rhein-Main-Gebiet geht.

Hast Du nicht Zeit und Lust dabei zu sein. Noch haben wir ein paar Plätze frei. Anmeldungen bitte direkt über die vhs. Hier ist der Link dazu:

vhs-Tagestour Edersee

Ein paar interessierte Teilnehmer würden wir noch für unsere Motorradtour entlang der Fulda wünschen. Mitte Juni – von Freitag, den 15.6. bis Sonntag, den 17.6.2018 – gibt der Flusslauf unseren Weg vor. Von der Wasserkuppe in der Rhön bis nach Han. Münden im Norden von Hessen werden wir unterwegs sein und dabei so manche interessante Geschichte entdecken. Wir starten am Freitag um 9 Uhr ab Hofheim und werden am späten Sonntagnachmittag wieder zurück sein. Zwei Übernachtungen mit Halbpension sind im Preis inbegriffen und für Dich gebucht.

Wir würden uns freuen, wenn die bei dieser abwechslungsreichen Drei-Tagestour dabei sein könntest – hier ist der Link dazu:

vhs-Tour: Drei kurvenreiche Tage entlang der Fulda

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Die erreichst uns am einfachsten per Mail unter kurvenfieber@mac.com

 

 

 

Tour zum Anlassen

Kennt Ihr MapOut? Einen tolles Tool, mit dem sich Routen, die als gpx-Datei abgespeichert wurden, in einer Landkarte darstellen lassen. Dabei werden auch die Steigungs- und Gefällestrecken angezeigt, es lassen sich Touren planen … ein echter Tausendsassa. Gibt’s im App-Store und wahrscheinlich auch für Android; einfach mal ausprobieren;-)

Ich habe heute mal die Strecke, die ich zum „Anlassen“ gefahren bin, mit MapOut aufgezeichnet. Kann die gefahrene Strecke dann doch in WordPress exportiert werden. Das ist das Ergebnis:

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P.S. Diese Veröffentlichung ist ein Test – ich bin gespannt, wie das Ergebnis aussieht.

So wie früher …

Der Himmel bedeckt, doch noch ist es trocken. Wird auch so bleiben, sagt zumindest die Wetter-App. Also bin ich mutig und nehme das Motorrad. Kaum sitze ich im Sattel, fängt es an zu tröpfeln. In Richtung meines Ziels aber scheint der Himmel aufzureißen. Wunschdenken?

Fünf Minuten später fahre ich durch strömenden Regen. Die Jacke ist wasserdicht, die Hose auch, nur die knöchelhohen Schnürrstiefel sind es nicht …

Jetzt werden Erinnerungen an früher wach. Damals, als wir kurz vom Abitur, mit den Mopeds zu Schule gefahren sind und an Sicherheitskleidung noch kein Gedanke verschwendet wurde. Bei Wind und Wetter waren wir unterwegs – und eben auch bei Regen. Gorestiefel? Die gab es damals nicht. Turnschuhe waren in.

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Nasse Füße – wie damals, als es noch kein Goretex gab

Daran musste ich denken, als das kalte Wasser so langsam durch die Stiefel sickerte. Ich konnte förmlich spüren, wie sich das Regenwasser in keinen Rinnsalen seinen Weg zur Stiefelspitze suchte, sich dort in kleinen Pfützen sammelte, damit das kalte Nass bei jedem Schalt- oder Bremsvorgang noch einmal die Zehen umspülen konnte – der zwischenzeitlich vollgesogene Socke sei Dank.

Geht aber auch mit Goretex, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Auch sündhaft teure Stiefel bieten keine 100-prozentige Gewähr für trockene Füße. Irgendwann geht auch die beste Membran mal kaputt und dann fühlt sich die Fahrt im Regen wieder wie damals in der Schulzeit an …

Etwas zuviel des Guten

Eigentlich waren wir auf einem guten Weg, doch „Freunde“ zu werden, der neue Garmin 276 CX und ich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Software, klappte es dann doch irgendwie. Zumindest bei den Punkten, die für mich wichtig sind. Und das ist in erster Linie, dass mir das Navi den Weg so anzeigt, wie ich ihn geplant habe.

Das tut das (der?) 276 Cx famos. Eine in Mapsource (!) geplante Strecke kann problemlos vom PC aufs Navi überspielt werden; wird die Route dann aufgerufen, dauert es zwar eine halbe Ewigkeit, bis die Strecke am 276 Cx gerechnet ist, doch dann wird diese exakt so angezeigt, wir sie geplant wurde. Das macht der (das?) nüvi 390 oder 395 nicht; jedenfalls nicht so ohne weiteres.

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Navi-Test auf der Rheinhessen-Tour: Der 276Cx muckt mal wieder

Man darf bei keinem der Geräte allerdings den „Fehler“ machen, die Route unterwegs neu zu berechnen. Dann erreicht man zwar sein Ziel, aber garantiert nicht auf der geplante Route, weil das blöde Navi in einem solchen Fall alle gesetzten Wegpunkte einfach ignoriert. Ärgerlich!

Bei meiner kleinen Tour durch Rheinhessen habe ich den/das 276Cx für den Rückweg eine kurvenreiche Strecke berechnen lassen. Neben kürzester und schnellster Strecke ist das bei den neuen Geräten mittlerweile eine gängige Funktion. Im „Nahbereich“ – von Wiesbaden nach Frankfurt etwa – hat das schon ganz gut geklappt. Für die rund 45 Kilometer lange Distanz war der Routenvorschlag brauchbar. Das heutige hingegen nicht! Woran das liegt? Keine Ahnung.

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Die Route passt schon gar nicht mehr aufs Display.

Von Welgesheim nach Hause sind es über Land knapp 60 Kilometer. Der 276Cx machte daraus eine 427 Kilometer lange Tour. Schon dass die Berechnung so ewig lange dauerte, hatte mich stutzig gemacht. Auch der zweite Versuch – nach Ausschalten und Neustart – brachte keine Besserung. Im Zweifel wäre jetzt guter Rat teuer gewesen ..

Ich werde jetzt mal bei „Garmins“ nachfragen, was die Ursache sein könnte. Auf die Erklärung, wenn es denn eine gibt, bin ich sehr gespannt.