Vier Stunden zu spät

Das wird ein wunderbarer Tag werden: Sonne satt, blauer Himmel, kleine Pässe ohne Ende und schmale Straßen, die kaum geradeaus führen.

Gleich nach dem Frühstück gehts los: auf uns wartet eine abenteuerliche Schlucht. Der Weg dorthin: ungewiss. Laut Navi erst mal unbefestigt – entsprechend einiger Berichte im Internet dennoch problemlos fahrbar – in der Realität durchweg asphaltiert. Und die Schlucht? Ein Traum!


Wir fahren und fast schwindelig. Es geht bergauf und wieder bergab, links rum, rechts rum, dann in abenteuerlichen Kehren und immer wieder durch eine faszinierende Landschaft. Nach gut eineinhalb Stunden atemberaubender Fahrt wird es Zeit für eine erste Pause. In Pont-en-Royans finden wir ein Hotel am Straßenrand, dessen Bar tatsächlich geöffnet hat.


So langsam schiebt sich die Sonne am alten Kirchturm vorbei, nach den ersten 70 Kilometern Aufmerksamkeit, genießen wir die Idylle.


Weiter gehts Richtung Combe Laval, einer spektakulären Straße, die dem Berg abgetrotzt ist und förmlich an der Felswand hängt. Doch wir kommen vier Stunden zu spät. Seit 8 Uhr ist die Strecke gesperrt. Bis Anfang Oktober sollen die Sicherungsarbeiten dauern. Große Stahltore versperren die Zufahrt, die mit schweren Eisenketten gesichert sind – hier gibt es kein Durchkommen. Schade …


Doch auch die weiteren Schluchten, durch die wir fahren, sind abenteuerlich. Immer wieder laden zudem herrliche Ausblicke zu einem kurzen Fotostopp ein.
Rechtzeitig zum Mittagessen finden wir ein kleines Lokal und begnügen uns mit einer kleinen Vorspeise. Alles sehr lecker, wenngleich Thomas Zweifel zu haben scheint, das Richtige bestellt zu haben …


Die Kaffeepause legen wir in einer kleinen Mühle ein, die Übernachtungen anbietet. Eigentlich ist man hier nicht unbedingt auf nachmittägliche Gäste eingestellt – eine Kanne Kaffee auf der Terasse ist aber für uns drin – und ein paar Kekse gibt es noch dazu.


Während wir die Pause genießen brummt Dieter vorbei, der wenig später ebenfalls eine Möglichkeit zur Kaffeepause findet.

Kurz nach 18 Uhr sind wir wieder im Hotel. Das Feierabendbier schmeckt; war ein toller Tag heute.


Zum krönenden Abschluss gibt es das Abendessen auf der Terrasse – vor spektakulärer Kullisse.


Dass wir dann noch einen Mondaufgang über den Bergen von Rencurel erleben, ist das Tüpfelchen auf dem i. Schön wars, wir freuen uns schon auf morgen …

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