Was für ein toller Tag

Lange Gesichter beim Frühstück. Es regnet. Die ganze Nacht und jetzt auch am Morgen. Gut 300 Kilometer liegen vor uns und etliche Pässe, einige davon fast 2000 Meter hoch. Spaß macht das nicht.

Doch wie so oft, reißt um 9 Uhr der Himmel auf. Nur die Straße ist noch nass, am Himmel sind schon erste blaue Lücken zu erkennen. Geht doch.

Doch erst einmal geht nichts. In jeder unserer drei Gruppen ist mindestens einer, der möglichst bald tanken muss. Und im Ort gibt es nur eine Automatentankstelle, die  sich bei deutschen Kredit- oder EC-Karten sehr wählerisch zeigt. Da ist ein Drama vorprogrammiert.

Nachdem wir eine gute halbe Stunde den Tankautomaten traktiert haben, sind alle Tanks randvoll und es kann losgehen. Über den Col de la Colombiere geht es zum Col de Araviz. Hier zweigen wir ab und nehmen auf wilden Schotterpfaden den Col de l‘ Arpetaz unter die Stollenreifen. Einsam ziehen wir unsere Bahn durchs Gebirge und genießen die fantastische Aussicht auf die bereits verschneiten Gipfel der umliegenden Berge.

Diese Etappe haben wir in einem kleinen Video zusammengefasst.

 

Vorbei an Albertville fahren wir auf Nebenstrecken zum Co de la Madeleine. Kurz hinter dem Pass zweigt ein unbefestigter Weg zum Lac de Loup ab. Auch von diesem Abschnitt gibt es ein kleines Video:

 

Der schmale Schotterweg trifft am Col de Chaussee wieder auf Asphalt; von hier ist es nicht mehr weit nach Montvenier. Hier stürzt sich ein gerade einmal autobreites Sträßchen in engen Kehren ins Tal.

Kurz darauf gewinnen wir, bei St-Julien-Mont-Denis, auf einer Straße, die einem Korkenzieher gleicht, wieder an Höhe. Kurz hinter dem Con du Mollart legen wir noch ein kurzes Kaffeepäuschen ein, bevor wir Kurs auf den Col de la Croix du Fer nehmen. Auf 2067 Meter liegt die Passhöhe – hier oben sieht es fast aus, wie auf dem Mond.

Gut 40 Kilometer noch und wir sind im Hotel. Les Deux Alpes erreichen wir auf Nebenstrecken. Den ganzen Tag über war es trocken, doch fünf Kilometer vorm Hotel fängt es wieder an zu tröpfeln. Egal, an der Bar prasselt schon der Kamin und wir werden äußerst herzlich empfangen im Hotel Valentin.

Zum Abendessen gibt’s Raclett und zum Nachtisch Blaubeertarte. Genau der richtige Abschluss eines erlebnisreichen Tags wie heute. Morgen wollen wir nach Bardonecchia – und müssen die Route umplanen. Die D 1091 ist kurz hinter Les Deux Alpes gesperrt. Die Straße sei weggerutscht, heißt es. Wir werden schon eine schöne Alternative finden.

Aussicht am Abzweig zum. Lac de Loup.

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