307 Kilometer Sonnenschein

Kurz vor 7 Uhr klingelt der „Wecker“. Ein wenig verschlafen wanke ich zum Balkon, um zu schauen, wie das Wetter wird. Gerade blinzelt die Sonne über die Bäume, die an Ufer der Sarthe stehen, leichte Nebelschwaden ziehen übers Wasser – ein fantastisches Schauspiel. Schnell den Foto geholt, das muss im Bild festgehalten werden.

Nach dem „kleinen Frühstück“, das seinem Namen alle Ehre macht, brechen wir auf. Unser erstes Ziel ist der Dolmen „La Roche aux Fees“; ein megalithisches Grab, dessen Felsplatten einst von zierlichen Feen im „Nachthemd“ transportiert worden sein sollen.

Auf kleinen Nebenstraßen erreichen wir zur Mittagszeit Guer. Links das Rathaus, rechts die Kirche und direkt an Marktplatz eine kleine Bar. Baguette mit Schinken und Käse lautet die Empfehlung, doch für acht Motorradfahrer reicht das Brot nicht mehr. Schnell wird einer der Stammgäste gebeten, zum Bäcker zu laufen und Nachschub zu ordern. 10 Minuten später hat jeder von uns etwas zu essen. So etwas gibt es nur in Frankreich!

Bald darauf erreichen wir die „Pierres Droites“, zahlreiche „Hinkelsteine“, die vor Jahren durch Zufall gefunden und wieder aufgerichtet wurden. Da wir in der Vorsaison unterwegs sind, ist das Kassenhäuschen noch nicht besetzt; 5 Euro gespart.

Die investieren wir wenig später in teuren Sprit. Ulrichs Honda braucht dringend Nachschub; die nächste Tankstelle findet sich in Rochefort-en-terre. In exklusiver Lage, auf einem Plateau neben der Burg gelegen, ruft der Tankwart freundliche 1,78 Euro für den Liter Superbenzin auf!

Kurz bevor wir am Nachmittag Vannes erreichen, unser heutige Etappenziel, fahren wir noch einmal direkt an den „Golfe du Morbihan“ und trinken in Port-Navalo, mit Blick aufs Meer, noch einen leckeren Kaffee. Immer noch scheint die Sonne und es ist ordentlich warm. Waren es heute morgen um 7 Uhr gerade einmal 4 Grad sind es jetzt deutlich über 20 Grad – so könnte es bleiben 😉

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Schon beeindruckend und irgendwie unerklärlich, wie diese riesigen Steine vor Tausenden von Jahren zu einer Grabstätte aufeinander getürmt worden sind

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