Herrlicher Start in die neue Motorradsaison

Glücklicherweise bin ich nicht der Einzige, der samstagmorgens um 7 Uhr nur ungern aufsteht. Aber wenn man dann in der Garage in Kombi und Stiefel steigt, den Helm aufsetzt und zum Treffpunkt fährt – dann ist die Welt wieder in Ordnung und die „Quälerei“ zu früher Stunde hat sich gelohnt.

So wie mir ging es am Samstag auch vielen Teilnehmern der ersten vhs-Motorradtour in diesem Jahr, die uns ins Tal der Loreley führen sollte. Um Punkt neun trafen wir uns an der Autobahnraststätte Heidenfahrt, um auf möglichst vielen kurvenreichen Nebensträßchen von Bingen bis Boppard und anschließend ins Wispertal zu fahren. Mit dabei waren Dietmar, Michael, Uwe, Harald, Torsten und Susanne, Wolfgang, Artur und Elisabetta, Martina und Knut.

Und weil so eine Tour zum Saisonstart immer etwas ganz Besonderes ist, hatten sich kurzerhand noch die beiden Tourguides Dieter und Georg angesagt. Das will schon was heißen! Denn Dieter wollte eigentlich im Garten „schuften“ und Georg kam extra aus Nordrhein-Westfalen angereist. Toll oder? Lobend erwähnt werden sollte an dieser Stelle auch Siegfried, der in Boppard wohnt und den ich um einen Tipp für ein Lokal zum Mittagessen gebeten hatte. Das „Mühlchen“ hatte er mir empfohlen und war extra noch mal hingefahren, um uns eine exakte Wegbeschreibung geben zu können. Danke! Und dann war da noch Ariane, die im Hunsrück wohnt, nicht mitfahren konnte aber beim Mittagessen wenigstens mal guten Tag sagen wollte. Ist schon eine tolle Truppe, mit der wir da unterwegs sind.

Punkt 9 Uhr ging´s los. Schnell war die B 9 erreicht. Eine rote Ampel in Bingerbrück riss die Gruppe ein wenig auseinander; den Stopp am Straßenrand, der es den an der Ampel Wartenden ermöglichte, wieder aufzuschließen, nutze ein großer Reisebus, um sich vor uns zu setzen. Mit dem schönen Wetter setzte der Ausflugsverkehr ein – auch in Form von gleich drei Wohnmobilen, die wir aber – ebenso wie den Bus – schnell und gefahrlos überholen konnten.

Um diesen Umstand wissend, zweigten wir recht schnell von der dem Rheinverlauf folgenden Bundesstraße in eines der viele Seitentäler ab. Über Manubach gings zur „Rheingoldstraße“ und über Breitstraßen auf Nebenstraßen Richtung Oberwesel. Dann ein Stück dem Rhein folgend nach St. Goar. Hier wollten wir im Schloßhotel „Rheinfels“ ein erstes Kaffeepäuschen einlegen. Freundlicherweise öffnete die „Burgschenke“ für uns eine halbe Stünde früher ihre Pforten, so dass wir bei strahlenden Sonnenschein auf der Terrasse sitzend die herrliche Aussicht genießen konnten.

Kurvenreich auch die nächsten 70 Kilometer, die uns bis in den Hunsrück führten und über´s Mühltal schließlich nach Boppard. Nahe der Seilbahnstation fand sich das von Siegfried empfohlene „Mühlchen“, in dem wir gut zu Mittag essen konnten. Mit der Fähre ging es anschließend über den Rhein; die „schwimmend Brücke“ lag vor Boppard und schien uns geradezu erwartet zu haben.

Auch auf der anderen Rheinseite fanden sich viele, herrlich kurvenreiche Straßen. Erst als wir wieder auf die B 42 trafen, ist es vorbei mit der beschaulichen Einsamkeit in den „Gebirgszügen“ des Rheins. Von der „Blücherstraße“ kommend geraten wir direkt in einen kleinen Stau, der sich vor einer Baustelle gebildet hat: die Bundesstraße wird erneuert und ist nur einseitig befahrbar.

Schnell ist auch dieses „Hindernis“ überwunden und ab Lorch sind wir wieder allein unterwegs. Von den Ausläufern des Wispertals abzweigend geht es den Ranselberg hinauf und auf Nebenwegen zur „Kammerburg“. Doch leider ist der letzte Abzweig gesperrt: „Windbruch – Lebensgefahr – Befahren verboten“ steht auf den Hinweisschildern. Also müssen wir einen Umweg in Kauf nehmen.

Spätestens hier stellt sich die Frage, ob wir nicht doch einen kurzen Stopp am „Drei-Burgen-Blick“ oberhalb von St. Goarshausen hätten einlegen sollen. Den hatten wir nämlich links liegen gelassen, schien der Abstecher dorthin doch mit einer (kleinen) Wanderung verbunden, die sich in Motorradstiefeln immer nur schwer anlässt. So wurden aus der „Schlußetappe“ statt eineinhalb nun gut zwei Stunden Fahrt am Stück. Dafür legten wir die Kaffeepause auch schon an der Laukenmühle ein.

Ein schöner Ausklang einer mehr als schönen ersten Tour zum Saisonstart 2010. Allen, die dabei waren, hat es viel Spaß gemacht. In „Everytrial“ haben wr für Dich die gefahrene Route und ein paar Bilder hinterlegt. Viel Spaß beim Anschauen!

Den reinen Routenverlauf haben wir bei GPSies dargestellt: Einfach mal klicken!

Nicht vergessen: Am 29. Mai geht´s mit der vhs in den Odenwald, am 10. und 11. Juli für ein Wochenende in den Thüringer Wald. Wir freuen uns schon jetzt auf Eure Teilnahme. Mehr Infos findest Du unter: http://www.vhs-mtk.de/index.php?id=&urlparameter=kathaupt:101; Unter Kurssuche dann das Stichwort Motorrad eingeben.

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