Angekommen in Kaliningrad

TOURBERICHT KALININGRAD – LITAUEN – MASUREN
Montag, 10. August 2009 | 5. Tag

Wir sind da, im Oblast Kaliningrad. Und all die Vorhersagen, die uns Böses weismachen wollten, haben sich als unwahr erwiesen.

Nach dem Start, des morgens um 9 Uhr, sind wir über die „Elblinger Berge“ nach Frombork gefahren, um an der Kirche, in der einst Kopernikus das Weltbild relativierte, ein Foto zu machen. 20 Minuten später standen wir am Grenzübergang nach Kaliningrad.

Am ersten Posten musste nur die Meldebescheinigung ausgefüllt werden. Dann ging es in Vierer-Grüppchen zum Zoll. Hier galt es die Zollerklärung akribisch genau auszufüllen. Ein Schreibfehler und es gab einen neuen Zettel. Die Erklärung musste dann, nebst Reisepass und Fahrzeugpapieren, am Zoll abgegeben werden. Alle relevanten Daten wurden im Computer erfasst – und dann gab es ein offizielles Einreisedokument. Bei 20 Motorradfahrern dauerte das natürlich so seine Zeit, aber nach gut 3 Stunden waren wir durch.

In Sichtweise des Hafens von Kaliningrad legten wir noch ein kleines Kaffeepäuschen ein, um dann – mitten im Berufsverkehr – die Stadt zu durchqueren. Zweispurig quälten sich Auto an Auto durch die breiten Alleen und Paradestraßen, hielten immer wieder Busse den Verkehrsfluß auf. Hier mußten wir Nerven zeigen, wobei viele Autofahrer Platz machten und Passanten am Straßenrand häufig fröhlich winkten.

Durchs Braunschweiger Tor fahrend, erreichten wir bald das Zentrum von Kaliningrad. Rechter Hand die alte Börse und dann die Kant-Insel mit dem Dom – einem der wenigen noch erhaltenen Bauwerke aus der Zeit vor dem Krieg. Doch in Sichtweise anhalten war unmöglich: dicke Betonbarrieren versperrten die Zufahrt zum Bürgersteig.

Also rechts ab, von der Hauptroute abweichen, erst einmal in die falsche Richtung fahren, weil anderes nicht möglich ist und dann bei nächster Gelegenheit wenden. Wieder zurück, scharf rechts und dann ist da auch schon der Dom, an dem Imanuel Kant begraben liegt.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang um das zwischenzeitlich renovierte, historische Bauwerk, stürzen wir uns wieder ins Verkehrsgetümmel und erreichen gegen 19 Uhr das Hotel in Svetlogorsk. Da in Russland die Uhren anders gehen, ist es hier schon 20 Uhr.

Nach dem verspäteten Abendessen sitzen wir noch ein wenig an der Bar zusammen. Morgen klingelt der Wecker für unsere innere Uhr eine Stunde früher, dann geht es über die Kurische Nehrung nach Litauen.

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