Was sagt das Regenradar?

So ein Frühstück mit netten Motorradfahrern ist doch immer wieder etwas sehr Schönes. Wir sitzen zusammen an zwei langen Tischen und genießen die Zeit bis zum Tourstart. Noch ein Tässchen Kaffee, vielleicht doch ein Fünf-Minuten-Ei und dann gehts so langsam hoch aufs Zimmer zum umziehen.


Punkt neun auf dem Parkplath sucht Charly in seinem Navi vergebens Bronnbach. Dort wollen wir – nahe des Klosters – die erste Kaffeepause einlegen. Dumm, wenn die Feindaten fehlen. Auf dem Garmin sind immer noch die Karten von der zurückliegenden Tour ins Chinque Terre installiert. So wird das nichts ;-(

Zum Glück fährt Stefan unserer Gruppe voraus – der kennt den Weg – und auch Speedy, der die zweite Gruppe führt, weiß, wo es lang geht. 

Ein banger Blick zum Himmel – nach Regen sieht das eigentlich nicht aus, obwohl der doch prognostiziert war. Das Regenradar zeigt die Schlechtwetterfront westlich von uns. Wir wollen in den Süden, das könnte klappen. Und so mäandern wir die ersten 70 Kilometer auf möglichst kleinen durch den Spessart.


In Stadtprozelten geht es mit einer kleinen Fähre über den Main und schließlich – dem Lauf der Tauber folgend, nach Bronnbach. Wir finden einen äußerst idyllischen Parkplatz für die Motorräder und auf der anderen Straßenseite das kleine Lokal zur ersten Rast.


Kaffee und Schorle sind der Renner und auch das erste Stück Apfelkuchen mit Sahne geht des morgens um halb elf schon. Speedy hardert mit der netten Wirtin ob des Kakaos, den er bestellen möchte: möglichst ohne Pulver aber mit viel frischer Milch und ohne Sahnehaube – nein, lieber doch mit …


Weiter gehts nach Hammelburg. Ein schneller Blick aufs Regenradar lässt hoffen, es könnte trocken bleiben. Bleibt es natürlich auch und so genießen wir die gut 90 Kilometer ins Fränkische. Oftmals haben wir die Straßen ganz für und alleine und genießen die herrlichen Ausblicke.


Das Lokal zur Mittagsrast ist schnell gefunden. Wir sitzen auf der Terrasse und genießen Pizza oder Pasta. Nach der Speisekarte wird die Landkarte studiert, brauen sich im Westen doch schon wieder dunkle Wolken zusammen.


Wir schlagen einen weiten Bogen Richtung Rhön und erreichen „Taufstein“ am späten Nachmittag. Im gleichnamigen Hotel haben wir uns zur Kuchenpause angekündigt und steigen von den Moppeds, als die ersten Regentropfen fallen. Das ist timing ;-(

Bei Kaffee und Rhabarberkuchen warten wir auf Speddy. Doch der meldet sich per WhatsApp und lässt uns wissen, dass es eine Reifenpanne gegeben habe. Hoffentlich lässt sich der Schaden reparieren und die Gruppe kommt zu Hotel.


Die letzen 70 Kilometer dorthin sind dann doch verregnet. Es plätschert mal mehr und mal weniger. Zudem ziehen dichte Nebelschwaden durch die Wälder. So langsam wirds abenteuerlich.

Gegen 18 Uhr rollen wir auf dem Hotelparkplatz aus. Jetzt eine heiße Dusche und dann zum Abendessen. Statt Grillfest gibt es Grillteller – lecker.


Morgen fahren wir schon wieder nach Hause. Und in zwei Wochen ins Friaul und im September ins Vercors. Auch das wird schön, wir freuen uns schon drauf.

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