Wieder zu Hause

Die Zeit ist vergangen, wie im Flug. Kaum waren wir nach Südtirol aufgebrochen, sind wir auch schon wieder zu Hause. Was bleibt, sind viele schöne Erinnerungen.

Der erste Tag am Staller Sattel und hoch oben am Falzarego. Die schmale Pusterter Höhenstraße und die kurvenreiche Nebenstrecke im Val Badia. Der verregnete Montag, der uns am Dienstag unglaubliche Fernsicht auf der Sellarunde bescherte und die Gipfel der Berge mit einer feinen Schicht Neuschnee bestäubte.

Der Mittwoch schließlich, mit abenteuerlichen Straßen am Passo di Lanza, am Zoncolan und dem Lago di Sauris. Dazwischen Kurven und Kehren zum schwindlig fahren. Unablässig schlängelten sich die Straßen durch Wälder und Wiesen, erklommen kehrenreich so manches Hochplateau, um sich anschließend wieder ins Tal zu stürzen. Stundenlang waren wir fast ganz alleine unterwegs und wagten, kaum dass wir unseren Rythmus gefunden hatten, einen Kurventanz, der zum Heulen schön war.

Dazu das herrliche Essen im Sole Paradiso. Jeden Abend sieben exquisite Gänge. Tagsüber dafür eine deftige Brotzeit in urigen Almhütten. Diese Motorradtour hat allen, die dabei waren, riesigen Spaß gemacht. In ein paar Jahren kommen wir sicher wieder.

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So mancher gönnte sich den Luxus einer Anreise mit Hänger. Bei 700 bis 900 Kilometer Wegstrecke durchaus verständlich

Ein stundenlanges Kurvenkarussel

Der letzte Tag unserer Schlemmerreise ist angebrochen. Noch einmal wollen wir die Zeit zum intensiven Motorrad fahren nutzen. In Innichen hängen früh am Morgen noch dunkle Wolken am Himmel, aber in Kötschach, auf der österreichischen Seite, scheint die Sonne.

Kurvenreich gehts durch Lesachtal. Einige Engstellen lassen erahnen, wie anspruchsvoll die Streckenführung einst gewesen sein muss. Doch trotz zunehmendem Ausbau macht die gut 50 Kilometer lange Fahrt noch immer viel Spass.

Im Gailtalerhof treffen sich alle drei Gruppen bei Christine zur Kaffeepause. Das MoHo-Hotel ist immer wieder Anlaufpunkt bei unseren Touren. Anschließend trennen sich unsere Wege. Während „der andere Uwe“ und Dieter über den Plöckenpass zum Lago di Sauris fahren, steuern wir auf Nebenwegen erst einmal den Passo di Pramollo an.

Oben auf der Passhöhe ist es windig und kalt, so dass wir auf das eigentlich obligatorische „Gipfelfoto“ verzichten. Zumal wir auf der Anfahrt eine paar Autos „vernascht“ haben, die wir jetzt nicht wieder vor uns haben wollen.

In Pontebba zweigen wir auf die schmale Trasse zum Passo di Lanza ab. Vor Jahren noch in „Renaturierung“ begriffen, ist der Asphalt zwischenzeitlich runderneuert. Auch die Serpentinengruppe, die lange Zeit weggerutscht war und nur aus grobem Schotter bestand, ist wieder instandgesetzt. Gleichwohl ist die schmale, teilweise sehr kurvenreiche Trasse, immer noch anspruchsvoll.

Auf der „Passhöhe“ ist das kleine Refugio geöffnet; wir gönnen uns eine ordentliche Portion Spaghetti. Bald darauf stürzt sich die schmale Straße abenteuerlich ins Tal. In Paularo halten wir uns westlich und erreichen nach kurvenreicher Fahrt Paluzza.

In Sutrio zweigen wir auf die alte Trasse zum Monte Zoncolan ab. Auch hier ist der einst grobe Schotter zwischenzeitlich (leider) dem Asphalt gewichen. Doch tiefe Wasserabflussrinnen und Laubreste machen die Fahrt noch immer zur Herausforderung.

Gleich hinter dem Gipfel des Zoncolan hatten einst drei unbefestigte und unbeleuchtete Tunnels für erhöhten Adrinalinausstoß gesorgt. Nachdem eine Etappe des Giro hier entlang führte, waren die Tunnels beleuchtet und die Fahrbahn in Ordnung gebracht worden. Doch so langsam greifen italienische Verhältnisse Platz: die Beleuchtung funktioniert schon nicht mehr und der Belag zeigt erste Aufbrüche!

Nach der Kaffeepause zweigen wir ins kurvenreiche Val Pesarina ab. Kein Auto ist vor uns, wir sind ganz allein unterwegs – herrlich! An der Forcella Lavardet angekommen, entscheiden wir uns gegen den schottrigen Abzweig nach San Stefano di Cadore, sondern fahren weiter nach Auronzo.

Von hier aus geht es noch einmal die 16 Serpentinen zum San Antonio-Pass hinauf und dann weiter zum Kreuzbergpass. Kurz nach 18 Uhr sind wir wieder in Hotel. Heute haben wir uns die Reifen garantiert nicht eckig gefahren. Insofern war der heutige Tag der gelungene Abschluss einer wirklich schönen Motorradtour durch Südtirol.

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Im Gailtalerhof hatten sich alle drei Gruppen zur Kaffeepause getroffen. Danach trennten sich unsere Wege.

Schnee und eine fantastische Fernsicht

Blauer Himmel schon am frühen Morgen. Heute wollen wir die große Sellarunde fahren; nach dem gestrigen Regentag eine Tour, die so ganz nach unseren Wünschen ist. Als wir um kurz nach 9 Uhr die Motoren starten, lacht die Sonne bereits von Himmel. Einzelne Wolkenfetzen hängen noch in den Bergen – es verspricht ein schöner Tag zu werden.

Im Val di Landro liegt die Straße noch im Schatten; entsprechend frisch sind die Temperaturen. Ein kurzer Fotostopp am Drei Zinnen-Blick, dann biegen wir ab zum Misurina-See. Über den Tre-Croci geht es nach Cortina und dann den Giau hinauf. Zum ersten Mal an diesem Tag „knacken“ wir die 2000er-Marke.

Die Fernsicht ist fantastisch. Durch den Regen gestern ist die Luft ganz klar, zudem liegt auf den Bergen eine leichte Schicht an reinweißem Neuschnee – das Panorama ist einmalig! Auf kleinen Nebenwegen erreichen wir Arabba und „erklimmen“ kurz darauf kurven- und kehrenreich den Pordoi. Schon von weitem türmt sich die beeindruckende Felswand des massigen Gebirgsstock vor uns auf.

Auf der Passhöhe selbst liegt Schnee, zusammengeschoben an den Rändern. Gestern waren alle Pässe über 2000 Meter mit einer geschlossen Schneedecke überzogen. Heute ist, bei strahlendem Sonnenschein, davon kaum noch etwas zu erahnen.

Mit der Sella und dem Grödnerjoch fahren wir über zwei weitere 2000er, bevor wir in einer kleinen Bar zum Mittagessen einkehren. Auf herrlich kleinen Nebenstraßen geht es anschließend aufs Würzjoch hinauf und über das wildromantische Lüserntal zurück in Richtung Bruneck.

Nach mehr als 200 Kilometern „Kür“ auf feinsten Straßen, die wir fast für uns alleine hatten, sind die letzten 50 Kilometer auf der SS 49 lästige Pflicht. Wir klinken uns in den Verkehr ein und lassen uns gen Osten treiben. Kurz nach 18 Uhr sind wir zurück im Hotel und genießen das Feierabendbier auf der sonnenüberfluteten Terrasse.

Morgen wollen wir durchs Lesachtal Richtung Kötschach-Mauthen fahren und dann über den Plöcken zum Monte Zoncolan. Die alte Schotterpiste ist zwischenzeitlich komplett durchasphaltiert, aber an der Forcella Lavardet gibt es noch ein mehrere Kilometer langes Stück unbefestigte Strasse …

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Schnee am Pordoi, Anfang Juni. Als wir kamen, war die Straße schon wieder geräumt.

Gelegentlich kann man dem Wetterbericht vertrauen

Bis Auronzo di Cadore sind wir heute immerhin gekommen. Ein Tief zieht über die Alpen und lässt, wie angekündigt, auch Südtirol nicht aus. Kaum dass wir am Morgen die Motoren starten, fängt es an zu regnen. Im Nassen geht es durch das Val Padolia den Kreuzberpass hinauf. Am Horizont wird es ein wenig heller; Hoffnung keimt auf. Vielleicht kommen wir mit einem kurzen Schauer davon?

In Padola fängt es wieder an zu regnen. Kurven- und kehrenreich schlängelt sich die schmale Straße nach Danta di Cadore den Berg hinauf. Auf 1200 Meter hängen die Wolken, fast ist es schon ein wenig nebelig. Mal regnet es, mal ist einfach nur die Straße nass – der rechte Fahrspass will sich so nicht einstellen.

In Auronzo lädt eine kleine Bar zur Kaffeepause. Die Gelegenheit um zu beratschlagen, wie es weitergeht. Doch die Teilnehmer haben sich schon entschieden: keine Kaffeepause, dafür gleich zurück ins Hotel. Also fahren wir die 19 Kehren des Passo del Zovo, die wir gerade erst herunter gefahren sind, wieder rauf und sind 40 Minuten später im Hotel.

Dieter ist mit seiner Gruppe schon da; der zweite Uwe hat mit seinen Teilnehmern noch eine Kaffeepause eingelegt und sich dann – bei einer Gegenstimme – ebenfalls fürs Umdrehen entschieden.

Heute lag der Wetterbericht richtig. Morgen und übermorgen hoffentlich auch: da ist uns wieder strahlender Sonnenschein versprochen!

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Wie gut, wenn das Hotel einen Heizungskeller hat, den wir problemlos zum Trockenraum umfunktionieren können.

Vertraue nie dem Wetterbericht

In der vergangenen Woche haben wir immer wieder mit Interesse den Wetterbericht für Südtirol verfolgt. Innerhalb weniger Tage bot die Vorhersage alles, was Meteorologen so im Angebot haben: von heftigem Dauerregen bis hin zu strahlendem Sonnenschein war alles dabei. Und jeden Tag eine neue, wieder andere Prognose.

Nachdem für den heutigen Sonntag eigentlich Regen vorhergesagt war, schien am Morgen die Sonne, auch wenn immer wieder dunkle Wolken aufzogen. Davon ließen wir uns jedoch nicht beirren und starteten zunächst Richtung Pustertaler Höhenstraße. Nach heftigen Asphaltaufbrüchen und einem Erdrutsch wird der Abschnitt zwischen Thal und Bannberg derzeit instandgesetzt; der Rest der herrlich schmalen Straße aber war (zumindest am Wochenende und in den Abendstunden) befahrbar. Geplant ist, die Pustertaler Höhenstraße in den nächsten Jahren weitgehend Bustauglich auszubauen – was sehr schade wäre.

In Huben, am Abzweig zum Deferegental, legen wir eine kleine Kaffeepause ein. Das Glockengeläut der nahegelegenen Kirche erinnert uns daran, dass Sonntag ist. Kaum ist der Gottesdienst vorüber ,“stürmen“ die Kirchenbesucher „unser“ Lokal zum Frühschoppen; Zeit zum Aufbruch.

Laut Navi sind wir um 10:50 Uhr am Staller Sattel. Das passt, ist doch nur ab der vollen Stunde bis Viertelnach die „Abfahrt“ nach Italien möglich. Auf 2052 Meter liegt die Grenze; wir mogeln und am langen Autostau vorbei, um am Parklatz neben dem kleinen Kiosk ein paar Fotos machen zu können.

Kaum ist der Fotoapparat wieder eingepackt, stellen wir fest, das direkt vor der Ampel noch Platz für sieben Motorräder ist. Die Chance lassen wir uns natürlich nicht entgehen und sind damit die Ersten, als die Ampel auf Grün springt. Toll!

Nach dem Mittagessen biegen wir ab Richtung „Val Badia“. Auf kleinen Sträßchen fahren wir rund um den Kronplatz. In Zwischenwasser nehmen wir den Abzweig recht auf die SS 244, um bei Mantana den Abzweig in eine winzig kleine, parallel verlaufende Nebenstraße zu finden. Im ersten Versuch landen wir auf einem entlegenen Bauernhof, der zweite Versuch ist erfolgreich. Kilometerlang schnurren wir über ein schmales Asphaltband und sind fast ganz für uns alleine.

Überhaupt ist Anfang Juni wenig los in Südtirol. Das haben wir schon bei den zurückliegenden Reisen in der Vorsaison festgestellt.

Die obligatorische, nachmittägliche Kaffeepause legen wir knapp unterhalb des Falzarego ein. Es ist immer wieder faszinierend, die sich stetig ändernden Schatten der Wolken auf den kahlen Wänden des Dolomitengesteins zu beobachten. In Cortina gilt es auf die Schnelle eine Tankstelle zu finden, droht einem Suzi-Fahrer doch der Sprit auszugehen. Den damit verbundenen, letztlich erfolgreichen Kampf mit dem Tankautomaten verfolgen die übrigen BMW GS-Fahrer mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Über den Passo Tre Croci geht es, vorbei am idyllisch gelegenen Misurinasee, zurück nach Innichen. Zum Tanken fahren wir noch einmal nach Österreich; gut 40 Cent Preisunterschied pro Liter rechtfertigen den kleinen Umweg.

Auch wenn manchmal bedrohlich dunkle Wolken am Himmel hingen, blieb es doch den ganzen Tag sonnig und trocken – obwohl doch das genaue Gegenteil vorhergesagt war. Insofern blicken wir optimistisch auf den morgigen Tag: da ist Dauerregen angekündigt.

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Das „Fahrerlager“ am frühen Morgen. Gleich starten wir zu unserer ersten Tour. Ziel ist unter anderem der Staller Sattel.

Anreise bei strahlendem Sonnenschein

Wir sind wieder da, im Sole Paradiso. Nach vielen Jahren haben wir uns die Zeit genommen, erneut für ein paar Tage nach Innichen zu fahren. Schlemmerreise heißt die Tour, weil jeden Tag ein siebengängiges Menü auf uns wartet.

Tagsüber schön Motorrad fahren, abends lecker essen – das hat doch was, oder?

Schon die Anreise war ein Genuss. Von Kufstein über den Felbertauern ins Pustatal, auf herrlich leeren Straßen, während sich am Brenner der Verkehr staute. Monika, Harald und Charly topten das Ganze noch, indem sie über das Timmelsjoch und den Jaufenpass anreisten.

Die Wetterprognose für die nächsten Tage ist ein wenig durchwachsen, aber wir sind wie immer optimistisch. Der große Regen ist erst für Montag angekündigt.

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Mit Blick auf die Hohen Tauern Kaffee zu trinken, hat auch was. Ein kurzer Stopp am Pass Thun ist immer wieder schön.

Foto-Impressionen von der Bretagne-Tour

Es war einfach nur schön. Mit ein wenig Wehmut, aber der Gewissheit, bald schon wiederzukommen, haben wir die Bretagne verlassen. Die Küste, aber auch der Hinterland, haben uns begeistert. Auch wenn es kaum wirklich richtig kurvenreichen Straßen gibt, machte das Motorradfahren im Land der Bretonen richtig Spaß.

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Rückblick auf eine tolle Woche

Wir sind wieder zu Hause. Eine lange Woche waren wir in der Bretagne unterwegs; von Samstag bis Sonntag – neun Tage lang. Gut 3400 Kilometer sind so zusammen gekommen. 2000 Kilometer von Orleans bis Orleans, der Rest für die Ab- und Abreise.

Was wird bleiben von dieser tollen Reise? Herrliche Eindrücke vom Meer und den eindrucksvolle Felsformationen an der Côte de granit rose. Der atemberaubende Sonnenaufgang an der Sarthe nebst Nebelschaden über dem Fluss. Gewaltige Menhire und Steingräber; der Küstenabschnitt, an dem sich das Dorf von Asterix und Obelix befunden haben soll. Hochmoore im Hinterland, winzig kleine Straßen an der Küste und auch „in den Bergen“. Fruits de mer in allen Variationen und …

Es war einfach toll. Wir werden sicher wiederkommen. Und dann werden wir die ganze Westküste abfahren. Bei unsere ersten Tour in die Bretagne haben wir „nur“ den Norden entdecken können. Also: ein Grund zum wiederkommen.

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Der Begleitbus ist leergeräumt, die Motorräder sind verladen. Jetzt ist die Tour zu Ende. Irgendwie schade.

Gut 2000 Kilometer später

Wir sind zurück in Orleans. Heute lag mit gut 340 Kilometern noch mal ein ordentliches Stück Strecke vor uns. Eigentlich hatten wir auf dem Weg zum Ausgangshotel einen Abstecher nach Le Mans unternehmen wollen. Doch leider wurde auf dem Straßenkurs ein Motorradrennen gefahren, so dass es sinnvoller schien, die Stadt weiträumig zu umfahren. So waren wir dann wieder vornehmlich auf kleinen Straßen unterwegs.

Das Wetter schlug am letzten Tag der Reise Kapriolen: eigentlich sollte es vormittags trocken bleiben und gegen Nachmittag regnen – das genaue Gegenteil war der Fall. Glücklicherweise nieselte es nur leicht und das auch kaum länger als eine halbe Stunde, so dass der Regenkombi kaum gebraucht wurde.

Eine erste, kurze Kaffepause legten wir in einer kleinen Bar in Bazourgers ein. Zur Mittagszeit hatten wir bereits La Grand-Lucé erreicht. Eine Brasserie am Marktplatz weckte unser Interesse. Die vielen Einheimischen, die hier ihr Bier tranken oder etwas aßen, schienen und ein gutes Zeichen zu sein. In der Tat, dass war wieder Mal eine gute Wahl.

Vor allem Bruno – gesprochen Brüno – wird uns in angenehmer Erinnerung bleiben. Er half uns beim Übersetzen der Speisekarte. Fisch war die Empfehlung des Hauses – nur welchen gab es? Als alle Erklärungen nicht halfen, malte Brüno die Umrisse auf die Platzdecke, doch noch immer wußten wir nicht, was es gab.

„Flügel von Strich“ lautete die google-Übersetzung von Aile de Raie, was sich letztlich als ein Stück von Rochen entpuppte. Lecker war’s allemal.

150 Kilometer hatten wir am Nachmittag noch vor der Brust. Ein letzter Kaffesstopp bei strahlendem Sonnenschein in Ouzer-le-Marché, eine kleine „Stadtrundfahrt“ am Ufer der Loire in Orleans, dann hatten wir unser Hotel erreicht. Eine erlebnisreiche Woche, die uns bei strahlendem Sonnenschein in die Bretagne führte, ging zu Ende. Schön war’s, wir werden sicher wiederkommen.

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Mit dieser Zeichnung versuchte uns Bruno zu erläutern, dass es Rochen zu essen gab. Hat lecker geschmeckt.

So hätte es die ganze Woche sein können

So langsam treten wir die Heimreise an. Nach Fougeres geht es heute, mit einem Zwischenstopp am Mont Saint Michel. Um ausreichend Zeit für eine Besichtigung zu haben, wollen wir bis zum Mittag möglichst viel Schnellstraße fahren. Eigentlich eine gute Entscheidung, denn das Wetter will heute Morgen nicht so recht. Dunkle Wolken ziehen am Himmel vorbei, aus denen es immer wieder mal nieselt. Zudem ist es recht windig. Ungemütlich also – so hätte es die ganze Woche in der Bretagne sein können!

Wir klemmen uns auf die N 12 und fahren mit den erlaubten 110 km/h immer Richtung Westen. Nach gut eineinhalb Stunden haben wir ordentlich Kilometer gemacht; Zeit für einen Kaffeestopp. Also runter von der Schnellstraße. In Jugon-les-Lacs finden wir ein kleines Logis des France und machen Pause.

Da wir gut in der Zeit liegen, können wir die Strecke bis Cancale auf möglichst kleinen Straßen zurücklegen. Am „Point du Grouin“ finden wir ein kleines Restaurant mit Blick aufs Meer und bestellen noch einmal Meeresfrüchte. Der Mont Saint Michel ist am Horizont schon schemenhaft zu erkennen. Da wollen wir am Nachmittag hin.

Die Zufahrt lässt Schlimmes befürchten! Überall Wohnmobile am Straßenrand, wild geparkte Autos und jede Menge Fußgänger. Schon jetzt, in der Vorsaison, reichlich Chaos. Auf einen der Großparkplätze wollen wir nicht, nur um ein Foto zu machen. Da die Sonne nicht scheint, liegt der Heilige Berg grau in grau im Wasser. Kein wirklich schönes Motiv.

Von der D 275 gelingt ein schöner Schnappschuss und auch von Le Val-St-Pere haben wir eine beeindruckende Sicht. Wenn doch nur die Sonne scheinen würde.

Das tut sie nach der Kaffeepause in Avranches. Gut eine Stunde später sind wir im Hotel. Morgen Abend werden wir wieder in Orleans sein. Schade irgendwie, dass diese tollte Tour schon bald zu Ende ist.

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Gut, wenn wenigstens der Tourguide den Weg kennt. Eine Karte ist trotz GPS hilfreich. Wir haben sie immer wieder mal gebraucht.