Archiv der Kategorie: Pyrenäen 2009

Immer Richtung Süden

TOURBERICHT PYRENAEN
Donnerstag, 10. September 2009 | 2. Tag

Wir sind dann doch pünktlich angekommen. Kurz nach zehn lief der Zug im Bahnhof von Narbonne ein. Doch bis die Motorräder abgeladen und jeder startklar war, verging eine weiter Stunde.

Vorbei an der Abtei von Fontfroide fuhren wir auf der D 611 Richtung Süden, legten in Sichtweite der Ruinen des Schlosses von Aguitar einen Fotostopp ein und mussten dann schon bald eine Tankstelle suchen. Bei mehr als 200 Kilometern wird’s knapp, meinten zwei Teilnehmer; glücklicherweise wurden wir in Estagel fündig, nachdem das Navi uns kurz zuvor auf winzigen Wegen durch die Weinberge gelotst hatte.

Am Nachmittag erreichten wir Collioure, direkt an der „Cote Vermeille“ gelegen. Hier lohnt insbesondere ein Besuch der alten Wehrkirche, deren Turm lange Zeit auch Leuchturm war. Dann ging es hoch in die Berge: der „Tour Madeloc“ war das Ziel. Dort hinauf führt eine nur Handtuch breite Straße, häufig ohne Randsicherung aber mit fantastischen Ausblicken aufs Meer. Schade, dass es mit unserer großen Gruppe kaum Möglichkeiten zum Anhalten und Fotografieren gab. Für dieses Stück Wegstrecke werden wir uns das nächste Mal sicher mehr Zeit nehmen.

Auch die Etappe entlang der Küste wusste zu gefallen. Die Ausblicke waren einfach herrlich. Auf der spanischen Seite vergällten häufige Tempolimits und recht langsam fahrende Autos den Fahrspaß ein wenig, trotzdem war auch die Strecke bis nach Roses ein Erlebnis.

Nach einem guten Abendessen vom Buffet unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang ans Meer, bevor es zurück ins Hotel ging.
Morgen fahren wir bis Sort, was auf spanisch so viel wie Glück heißt. Und Glück brauchen wir; zumindest beim Wetter, das aber noch ein paar Tage gut bleiben soll.

18 oder 80 Minuten

TOURBERICHT PYRENAEN
Mittwoch, 9. September 2009 | 1. Tag

Wir sind unterwegs nach Narbonne. Der Autoeisezug rollt und Michael zieht gerade die dritte Flasche Rotwein auf. Mittlerweile sind wir bei einem guten Sizilianischen angekommen. Den haben wir uns aber auch verdient.

Noch vor halb sechs hatten wir mit dem Verladen beginnen können. Neben unserer 19 Maschinen umfassenden Gruppe waren zahlreiche andere Motorradfahrer nach Neu Isenburg gekommen, um auf der Schiene nach Südfrankreich zu fahren.

Dann hieß es warten. Erst kurz vor 20 Uhr sollte der Reisezug eintreffen. Mit ein paar kurzweiligen „Benzingesprächen“ verbrachten wir die Wartezeit. Dieter schaute kurz vorbei, wenig später kamen Regina und Thomas. Eine tolle Idee!

Als wir dann am Bahnsteig standen, knarzte es im Lautsprecher – und wir wurden darauf hingewiesen, dass unser Zug Verspätung haben würde. Aus betrieblichen Gründen, wie es hieß. 18 oder 80 Minuten? Das war so genau nicht zu verstehen.

Leider war letzteres richtig. Und so saßen wir da – und ließen uns den Spaß nicht verderben. Denn unser treusorgender Dieter hatte uns fünf Flaschen Rotwein dagelassen; für jedes Abteil, das wir gebucht hatten, eine. Und die wurden jetzt auf dem Bahnsteig entkorkt und genüsslich geleert. Dazu ein Stückchen Babybel – das Leben kann so schön sein.

Nach gut einer Stunde kam dann der Zug. Der Zugbegleiter gab sich zuversichtlich, Narbonne am Donnerstag einigermaßen pünktlich zu erreichen. Um 8 Uhr würdel es Frühstück geben, um 10 Uhr sollen wir da sein. Jetzt rollen wir erst einmal in die Nacht und lassen es uns gut gehen.

Das passt ja wieder

Heute Abend habe ich endlich die Zeit gefunden, die Fahrkarten für den Autoreisezug von Neu Isenburg nach Narbonne und zurück zu kontrollieren. 19 Stellplätze und 5 Abteile brauchen wir für die Hinfahrt, 22 Stellplätze und 6 Abteile für die Rückfahrt. Da darf kein Fehler passieren, denn der Zug ist schon seit langem ausgebucht.

Frühzeitig hatte ich unseren Bedarf direkt im Bahnhof Neu Isenburg angemeldet. Michael Müller und dessen Mannschaft haben uns bisher jeden Wunsch erfüllen können – schnell und unkompliziert. Auch diesmal hat wieder alles reibungslos geklappt. Alle Tickets für die Stellplätze sind da – bereits mit Namen und Motorrad versehen und auch die Liegewagenabteile sind komplett.

Mittwochabend, ab 18 Uhr, werden wir mit dem „Verladen“ beginnen, zwei Stunden später rollt der Zug Richtung Süden. Am Donnerstagmorgen, so gegen 10 Uhr, sollten wir in Narbonne eintreffen. Nach dem Abladen geht´s dann Richtung Roses an der Costa Blanca. Knapp 200 Kilometer misst die erste Etappe. Eine gute Einstimmung auf die folgenden, vor allem kurvenreichen Kilometer in den Pyrenäen. Wir freuen uns schon auf diesen schönen Abschluss einer erlebnisreichen Motorradsaison.

Im Oktober geht´s dann noch mal für ein Wochenende an die Mosel. Und dann ist Schluss für dieses Jahr. Dann beginnt das Warten auf den Saisonstart 2010 – mit vielen neuen, abwechslungsreichen Touren.

Die Pyrenäen rücken näher

Nur noch eine Woche, dann starten wir Richtung Pyrenäen. Am Mittwochabend geht es mit dem Autoreisezug Richtung Narbonne. Donnerstag, des morgens um 10 Uhr, sollen wir dort eintreffen. Dann heißt es die Maschinen abladen und auf vorwiegend kleinen Straßen zur Küste fahren. Auf der Michelin-Karte finden sich auf dem Weg nach Roses viele winzige, kurvenreiche Abstecher, die es zu entdecken gilt.

Auch die nächste Tage sind vielversprechend. Schmale Straßen in den Bergen überwiegen – leider auch für den Begleitbus, der die Koffer der Teilnehmer transportieren wird. Mal sehen, wie lange Siegfried und Harald brauchen werden, um die jeweiligen Ziele zu erreichen. Zu erzählen haben sie des abends bestimmt was.

Wir werden mit drei Gruppen unterwegs sein und die Pyrenäen sowohl von der französischen, wie auch von der spanischen Seite bereisen. Auf der BMW sind schon neue Reifen aufgezogen, so dass die zu erwartenden 2500 Kilometer Fahrstrecke ohne bangen Blick auf das schwindende Profil zurückgelegt werden können.

Wenn´s klappt, werden wir wieder von unterwegs am Tagebuch schreiben, so dass Du immer gut informiert bist und nachvollziehen kannst, was wir auf unserer Tour so erleben.

Street view

Es ist einfach unglaublich! Im Augenblick sind wir dabei, die letzten Hotels für unsere Pyrenäenreise im September zu buchen. Eine Vorauswahl haben wir bereits getroffen, nun gilt es zu entscheiden. Hilfreich ist da oft ein Blick in „google-maps“, lässt sich dort doch schnell erkennen, ob das in Frage kommende Hotel verkehrsgünstig liegt und welche attraktiven Ziele die nähere Umgebung bietet.

Nachdem wir unsere Reise auf der spanischen Seite der imposanten Bergkette starten wollen, möchten wir zur „Halbzeit“ drei Tage in den „französischen Pyrenäen“ verbringen. Mit Hilfe von „Logis de France“ haben wir zwei Hotels gefunden, die uns von der Lage gefallen und die auch über 23 Zimmer verfügen, die wir zwischenzeitlich brauchen.

Also, bei „google-maps“ reingeklickt – und siehe da, für den winzig kleinen Ort Beaudean gibt es ein so genanntes Street view. Hier können wir – google sei Dank (oder auch nicht) – vom Schreibtisch aus virtuell durch die engen Gassen der malerischen Ortschaft  am Fuße des „Pic du Midi“ reisen. Das ist doch unglaublich, fast schon beängstigend, oder?

Ein Blick auf die Rue Larrey in Beaudean, rechts das Hotel

"Street view" in die Gassen von Beaudean, rechts das Hotel "Le Catala".

Eigentlich schon ausgebucht

Dass die Nachfrage groß sein würde, hatten wir schon im November vermutet. Auch dass wir dann wohl mit drei – und nicht wie ursprünglich geplant „nur“ zwei Gruppen unterwegs sein werden, um alle Interessenten mitnehmen zu können, war ziemlich sicher. Dass die Motorradtour durch die Pyrenäen aber schon Mitte Januar, noch vor Erscheinen des offiziellen Programmhefts, so gut wie ausgebucht sein sollte, damit hatten wir nicht gerechnet.

Das große Interesse freut uns natürlich. Wir werden jetzt umgehend klären, wieviele Zimmer wir in den verschiedenen Hotels noch zusätzlich bekommen können; dann ist klar, wieviele Teilnehmer wir mehr als geplant mitnehmen können. Mit drei etwas kleineren Gruppen als vorgesehen in der französisch-spanischen Grenzregion unterwegs zu sein, ist doch auch schön. Nur dass der arme alte Ford Transit als Begleitbus jetzt noch ein paar Koffer mehr über die Pässe schleppen muss, gefällt mir gar nicht.

Ärgerlich

Kaum ist die neue Programmbroschüre als pdf verschickt, wird eine Korrektur fällig! Beim Autoreisezug ist uns leider ein dummer Fehler unterlaufen: die Anreise von Neu-Isenburg nach Narbonne kostet für den Transport des Motorrades und einen Platz im Liegenwagen 279 Euro (statt der angegebenen 179 Euro), bei der Rückfahrt sind es 219 Euro (statt 139 Euro). Der Preis für die Sozia ist mit 100 Euro beziehunsgweise 80 Euro korrekt angegeben. Im Internet haben wir die Preise gleich berichtigen können; hoffentlich gelingt uns dies auch noch für die Broschüre, die gerade gedruckt werden soll.

Wir bitten diesen ärgerlichen Fehler zu entschuldigen. Ganz gleich ob mit Autoreisezug oder individueller Anreise – die Tour durch die Pyrenäen zählt in diesem Jahr sicher zu den Highlights unseres Tourenangebots. Kein Wunder, dass schon zahlreiche Anmeldungen vorliegen. Bei Interesse stehen wir für Rückfragen gern zur Verfügung. Schreib einfach eine Mail an: kurvenfieber@mac.com oder schau mal auf unsere Homepage  <http://web.mac.com/kurvenfieber&gt;