Aufbruch ohne Frühstück

Es ist viertel vor sechs, als ich auch ohne Wecker wach werde. Die Sonne krabbelt so langsam über die Berge. Ein malerisches Bild.

Die Koffer sind gepackt, alle Taschen bereits im Ducato verstaut – kurz frisch machen, dann kann es eigentlich los gehen – allerdings ohne Frühstück, denn das gibt es frühestens um 7 Uhr.

Es herrscht so gut wie kein Verkehr, als ich um 6:15 Uhr starte und so langsam Richtung Fernpass rolle. In Richtung Süden ist auch um diese Uhrzeit schon erstaunlich viel los. Meine Fahrbahn aber ist frei – bis ich auf halber Höhe auf einen 40 Tonner mit Auflieger treffe, der hinter einem Traktor her zuckelt. Mit maximal 25 km/h geht es jetzt bergauf. Das kann ja spaßig werden.

Doch der Traktorfahrer macht Platz und auch der Lastwagenfahrer weicht kurz vor der Passhöhe in eine Parkbucht aus, so dass ich bergab freie Fahrt und damit auch eine tolle Sicht auf die Ruine der Festung Ehrenberg habe.

Einst war die mächtige Verteidigungsanlage auch Verwaltungssitz und Zollstation. Heute begeistert die imposanten Anlage vor allem wegen der 400 Meter langen Hängebrücke, die das Tal überspannt.

Die Grenze nach Deutschland überquere ich wieder auf Nebenwegen nahe Pfronten und werfe mich anschließend auf die erfreulich leere A7. Gut zweieinhalb Stunden bin ich unterwegs, dann ist die erste Kaffeepause überfällig. Ein großes Total-Schild lädt zur Rast neben der A7 – zwei große Kaffee und ein Salamibrötchen; dann geht es weiter.

Es läuft erstaunlich gut auf der Autobahn. Wenig Verkehr, kaum Lastwagen – und so beschließe ich kurzerhand bei Ellwangen nicht auf die Bundesstraße und damit quer über Land zu fahren, sondern trotz zahlreicher Baustellen auf der A7 zu bleiben. Wenn alles gut geht, wäre ich so schon gegen Mittag zu Hause.

Der Plan funktioniert und so habe ich noch Zeit, bei Polo einen kleinen Zwischenstopp einzulegen. Ganz offensichtlich hat die Batterie an meiner BMW den Geist aufgegeben – glücklicherweise erst am letzten Tag – und so wird schnell Ersatz besorgt.

Schön war sie, die Woche in den Alpen. Wir haben gemeinsam viel erlebt und hatten wieder einmal riesig Glück mit dem Wetter. Trotz der angekündigten Unwetter mussten wir nur zweimal kurz die Regenkombis anziehen. Ansonsten: Sonne satt! So kann es bleiben, bei all den anderen Touren, die wir in diesem Jahr noch unternehmen werden. Und bei Euren natürlich auch 😉

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