Schwierige Entscheidungen

Sie haben es tatsächlich geschafft. Das abgerutschte Stück Straße am Stilfser Joch ist repariert. Kaum eine Woche ist es her, dass im oberen Drittel der Asphalt in einer Kehrengruppe über mehrere Meter weggebrochen war. Und das kurz vor der sehnlichst erwarteten Eröffnung.

Joch_alt

So sah es am Stilfser Joch noch vor Kurzem aus*

Von Hangrutschungen war die Rede und von sorgfältigen Prüfungen. Und jetzt? Alles repariert! Ein bisschen „Kosmetik“ sei noch nötig, heißt es auf der offiziellen Facebook-Seite des Stilfser Jochs. Soll heißen: es muss noch ein wenig der Dreck von der Straße gekehrt werden – was mich aber nicht weiter stören würde. Ein bisschen Schotter unter den Stollenreifen tut der G/S immer gut. Ansonsten wird – zu recht – stolz die Fertigstellung vermeldet. Kompliment, habt Ihr gut gemacht!

Joch_neu

Gut eine Woche später ist alles wieder in Ordnung*

Am 26.5. wird die Passstraße über das Joch offiziell freigegeben, dann soll auch der Gavia wieder befahrbar sein. Immer auf der Suche nach abenteuerlichen Straßen hatte Jürgen mich auf Twitter gefragt, ob ich den Passo del Mortirolo kennen würde. Der verlaufe parallel zum Gavia (und wird bei alpenrouten.de eher als Passo della Foppa benannt).

Danke für den Tipp – den hatte ich bislang nicht „auf dem Schirm“. Das reizvolle, kleine und teilweise sehr steile Sträßchen verbindet das Valle di Córteno mit Mazzo di Vatellina und eröffnet völlig neue Perspektiven.

Ursprünglich sah mein verwegener Plan vor, über den Reschen zum Stilfser Joch zu fahren und dann weiter zum Gavia. Zurück wäre es über den relativ langweiligen Passo del Tonale und auf ziemlich breiten Straßen Richtung Meran gegangen. Höhepunkt am Abend – quasi als Wachmacher – dann übers mautpflichtigen Timmelsjoch wieder ins Hotel. Morgens ein bisschen früher los, abends ein wenig länger fahren, unterwegs ausreichend aber nur kurze Pausen, dann sollten die gut 500 Kilometer zu schaffen sein.

Nun sind andere Varianten denkbar. Beispielsweise vom Mortirolo zum Bernina und in einem weiten Bogen Richtung Westen nach Samedan, um von dort wieder zurück zum Hotel zu fahren.

Foppa

Die Seite http://www.alpenrouten.de informiert wieder vorzüglich*

Oder vom Mortirolo über die Forcella di Livigno in die zollfreie Zone. Weiter dann nicht durch den zwölf Euro Maut teuren Munt-la-Schera-Tunnel sondern über den Passo d‘Eira und den Passo di Foscagno zum Umrail. Zwischendrin gäbe es noch einen attraktiven Abstecher zu einem netten Refugio am Stausee …

Mindestens zwei weitere Alternativen wären denkbar, alle zwischen 420 und knapp 500 Kilometer lang. Ganz schön schwierige Entscheidungen, die da zu treffen sind. Gleichwohl: Mir juckt es jetzt schon in der Gashand, eine davon auszuprobieren. Hoffentlich spielt Anfang Juni das Wetter mit.

*Die Bilder sind der öffentlichen Facebook-Seite des Stilfser Joch entnommen. Der Screenshot stammt von der Seite www.alpenrouten.de, die ich zur Info über Passstraßen sehr empfehlen kann.

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