Katschberg statt Nockalm

Der Regen, der uns gestern auf den letzten Kilometern nach Obertauern begleitet hatte, hat sich verzogen – heute morgen scheint die Sonne und die Welt ist wieder in Ordnung.


Nach dem langen Ritt von fast 370 Kilometern am gestrigen Tag, wollen wir es heute etwas ruhiger angehen lassen. Die beiden „Straßengruppen“ starten kurz nach neun Uhr, die Endurofahrer gut eine Stunde später.


Vorbei an Mauterndorf fahren wir durchs Lungau und streifen ein wenig die Steiermark.


Bei Stadl an der Murr nutzen wir die Gelegenheit für einen Tankstopp und folgen anschließend der kurvenreichen L 511 Richtung Süden, hinauf auf die Flatnitz. Nahe Altmark legen wir dann im Schatten einer alten Wehrkirche – die zu den ältesten in der Region zählt – eine kleine Kaffeepause ein.


Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen wäre ein Eiskaffee jetzt nicht schlecht. „Wollts Ihr einen normalen – also mit Kaffee und zwei Bällchen Vanilleeis oder die Wiener Variante, die eher eine trinkbare Creme ist“, werden wir gefragt? Neugierig wie wir sind, entscheiden wir uns für die zweite Variante und werden angenehm überrascht.


Kurz darauf wird es wieder staubig. Auf unbefestigten Wald- und Schotterwegen fahren wir zur „Wegscheide“. An der Kreuzung zweier kleiner Wege hoch oben am Berg steht ein kleines Gasthaus, davor mächtige alte Bäume, darunter Biergarnituren. Ein herrliches Plätzchen!


Wir dürfen auf der Terrasse Platz nehmen und studieren erst einmal die handgeschrieben Karte. Speckknödel oder „faschierte Laibchen“ – wir würden Frikadelle sagen – sind unsere Favoriten.


Weil es so schön ist, verbummeln wir ein wenig die Zeit und machen uns dann auf den Weg nach Tramoitschig. Da gibt es eine Werkstatt, in der vornehmlich BMWs „veredelt“ werden. Da Christian im August zum R nineT-Treffen lädt, soll die geplante Ausfahrt hierher führen – da wollen wir uns doch schon mal vorab informieren.


Auf kleinen und zum Teil geschotterten Wegen geht es weiter zum Ossiacher See – dem südlichsten Punkt unserer heutigen Tour. Dann halten wir uns Richtung Spittal.

Über dem Millstätter See brauen sich zwischenzeitlich dunkle Wolken zusammen. Jetzt zahlt es sich aus, dass wir beim Mittag so getrödelt haben. Denn der Regen ist schon durch, als wir im Drautal ankommen. Doch das Wetter bleibt unbeständig. Irgendwo blitzt und donnert es noch immer.

Wir lassen den geplanten Schlenker über die Nockalm deshalb sprichwörtlich rechts liegen und schlängeln uns auf Nebenstraßen nach Gmünd. Jetzt müssen wir nur noch über den Katschberg. Kurz vor dem Gipfelsanstieg brauen sich auch hier dunkle Wolken zusammen, so dass wir lieber den nächsten Parkplatz ansteuern und die Regenkombis anziehen.


Ein cleverer Schachzug, wie sich herausstellt. Denn zwischenzeitlich zieht das Gewitter über den Berg, so dass wir eigentlich nur noch mit nassen und leicht rutschigen Straßen an den Steilstücken und Gefällestrecken zu kämpfen haben. Hinter Mauterndorf, beim Anstieg zum Radstäder Tauern sind die Straßen schon wieder trocken – und oben am Pass scheint sogar die Sonne.


Das Feierabendbier haben wir uns redlich verdient. Morgen noch eine letzte Tour und dann geht es auch schon wieder nach Hause.

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