Ganz allein im Steinbruch

Was für ein herrlicher Tag – auch wenn so mancher am frühen Morgen noch nicht ganz glauben wollte, dass die Sonne tatsächlich scheinen würde. Beim Frühstück fiel draußen nämlich noch leicht Nieselregen, der aber von Minuten zu Minute weniger wurde. Schon ab der zweiten Tasse Kaffee, so gegen 8 Uhr, war es weitgehend trocken und als wir um kurz vor 9 Uhr Richtung Trainingsplatz starteten, waren bereits die ersten blauen Stellen am Himmel zu entdecken.

Diesmal sollte der Wetterbericht Recht behalten. Für den Morgen waren noch einzelne Schauer angekündigt, dann aber sollte es immer schöner werden. Und genau das war der Fall! Schnell konnten die Jacken im Rucksack verstaut und mit dem Trailer durch den alten Steinbruch gefahren werden. Den hatten wir an diesem Samstag ganz für uns alleine. Kein Nachdenken, welche Sektion als nächste angefahren werden könnte, ohne in Konflikt mit Anderen zu geraten – Jeder konnte da trainieren, wo er wollte.

Kurt in Aktion

Während Uli sich mit seiner Gruppe zunächst viel Zeit für die Grundfahrübungen nahm, hatte Adalbert für die etwas Erfahreneren schon ein paar anspruchsvolle Übungen im Programm. Und Kurt konnte ausgiebig mit den „Profis“ trainieren, also all den Unerschrockenen, die schon ein paar Mal mit uns im Steinbruch waren. Die kamen recht schnell ins Schwitzen, denn der eine oder andere Parcours hatte es durchaus in sich. Nichts, was nicht zu bewältigen gewesen wäre, aber irgendwie kam Jeder in seiner Gruppe auf seine Kosten. So sollte es auch sein.

Nach gut drei Stunden intensiven Trainings war die Mittagspause eine willkommene Unterbrechung. Herrmann, der Platzwart, hatte wieder eine große Portion Nudeln gekocht; wer wollte, bekam auch einen Nachschlag. Den anschließenden Kaffee genossen wir vor der „Trialhütte“, im strahlenden Sonnenschein. Dann ging es wieder in den Steinbruch. Im vergangenen Jahr waren wir hier oft in tiefem Morast unterwegs gewesen, jetzt rutschte das Vorder- oder Hinterrad nur gelegentlich aus der Spur.

Alle waren mit einer solchen Begeisterung dabei, dass das Training etwas länger dauerte, als eigentlich geplant. Das gute Wetter wollte einfach ausgenutzt werden. Erst gegen 17 Uhr saßen wir vor dem Clubheim in der Abendsonne und gönnten uns ein leckeres Stück Käsekuchen. Trial fahren kann so schön sein.

Zurück in der Paradeismühle ging es unter die Dusche und dann zum Abendessen. Auf Elmars Frage, ob oder was man denn morgen anders beziehungsweise besser machen könnte, gab es zunächst keine Antwort. Alle waren zufrieden. Dann gab es aber doch noch eine Anregung: Ob wir das Training am Sonntag nicht mit einer Runde Gymnastik beginnen könnten, um locker und entspannt auf die Trialer steigen zu können, hieß es. Können wir. Wird vielleicht auch nötig sein, denn in der Nacht sollen die Temperaturen auf minus sechs Grad fallen. Ein wenig mehr an Bewegung kann da sicher nicht schaden.

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