Auf historischem Pflaster zum Hotel

So kann es weitergehen: Morgens hüllen sich die Berge in leichten Nebel, doch wenn wir die Motoren starten, kommt die Sonne raus. So war es auch bei unserer Abreise aus Cerkno. Das Schauspiel war so faszinierend, dass wir – kaum dass wir losgefahren waren, gleich einen Fotostopp einlegen mußten, weil das unter einer Wolkendecke verschwindende Tal einfach im Bild festgehalten werden wollte.

Auf kurvenreicher Strecke erreichten wir schon bald die Höhenzüge des „Trnovski gozd“-Gebirge, in dem es natürlich keinen Kaffee gab. Den konnten wir erst in einer kleinen Bar in Ajdovscina ordern, nachdem wir uns zuvor eine kleine enge Schlucht „hinuntergestürzt“ hatten.

Auf Nebenwegen ging es dann Richtung kroatische Grenze. Die Straße 608 sollte uns direkt nach Motovun führen. Allerdings fehlte auf der Landkarte das Signet für einen Grenzübergang. Von dem kroatischen und dem slowenischen Fremdenverkehrsamt hatten wir im Vorfeld zudem widersprüchliche Informationen erhalten: die einen meinten, die Grenze sei passierbar, die anderen meinten, sie sei nicht passierbar. Also: ausprobieren!

Sie ist nicht passierbar, zumindest nicht für Ausländer. Also mussten wir auf die 201 ausweichen und erreichten am frühen Nachmittag Motovun. Unser Hotel lag ganz oben auf dem Berg. Mit den Motorrädern dürften wir bis ganz nach oben fahren, hatte es geheißen. Was man uns nicht gesagt hatte: die letzten 500 Meter führten durch eine Fußgängerzone, in der noch das historische Pflaster lag, das wohl einst die Römer verlegt hatten. Und da rumpelten wir nun drüber …

Von der Idee, gleich noch einmal ans Meer zu fahren, nahm jeder freiwillig Abstand. Ein frühes Feierabendbier unter alten Kastanien war irgendwie viel verlockender. Nach und nach trafen alle drei Gruppen ein und ließen den Tag gemütlich ausklingen. Morgen wollen wir Istrien entdecken.

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