Monatsarchiv: April 2009

Erste-Hilfe: 30 und 2 – ganz einfach

Eigentlich ist das doch gar nicht so schwer: 30 kräftige Stöße im unteren Drittel des Brustbeins, zweimal beatmen – und das so lange, bis der Arzt kommt. Nur so kann bei einem plötzlichen Herzstillstand Leben gerettet werden. Beim Erste-Hilfe-Kurs sollten wir diese und andere lebensrettende Sofortmaßnahmen ausgiebig trainieren. In locker und entspannter Atmosphäre hat das richtig Spaß gemacht.

Vom Absichern der Unfallstelle über das Absetzen eines Notrufs bis hin zur stabilen Seitenlage und der Herz- Lungenwiederbelebung konnten wir unter fachkundiger Anleitung üben, was Anderen möglicherweise das Leben rettet. Dazu gehört natürlich auch das Abnehmen eines Motorradhelms. Der muss nach einem Unfall auf alle Fälle runter. Warum? Unter anderem, weil die Atmung nur bei überstrecktem Kopf  überprüft werden kann.

Das besondere an unserem Erste-Hilfe-Kurs: am Ende wollten wir die Teilnehmer mit einer Unfallsituation konfrontieren, in der all das zuvor Gelernte noch einmal in Gänze angewendet werden sollte. Das war eine hochinteressante Erfahrung. Denn nun musste überlegt werden: Was mache ich zu erst? Wie sichere ich die Unfallstelle ab? Welche Informationen brauche ich für den Notruf? Was dann? Helm abnehmen, Atmung prüfen, stabile Seitenlage oder Wiederbelebung?

Schon auf dem Parkplatz, auf dem wir einen Unfall simuliert hatten, zeigte sich: das ist ganz schön stressig. Und schnell wurde klar, so einen Erste-Hilfe-Kurs, den sollte man eigentlich einmal im Jahr machen. Also werden wir diesen auch 2010 wieder anbieten. Interesse?

Ein erster Rückblick

Wie war das Trail-Training in Großheubach? Und wie der Besuch beim 1000 Kilometer-Rennen am Hockenheimring? Wir haben die Osterfeiertage genutzt, um von beiden Veranstaltungen ein paar „Erste Impressionen“ auf unsere Homepage zu stellen. Zudem gibt es im „Bilder-Rückblick“ viele schöne Fotos.

Du findest all diese Informationen im Kapitel „Rückblick auf unsere bisherigen Touren“. Ein Klick auf den entsprechenden Link auf der Startseite unserer Homepage http://web.mac.com/kurvenfieber und schon kannst Du wählen, was Du Dir zuerst anschauen möchtest. Wir wünschen Dir viel Spaß dabei!

Endurowandern in der Wallonie

Das waren es nur noch fünf. Je näher unsere abwechslungsreiche Endurowanderung durch die Wallonie rückt, umso kleiner wird das Teilnehmerfeld. Die erste Absage kam, weil eine Ehe in die Brüche ging. Die zweite, weil die Hüfte Probleme macht und der Arzt meinte, Enduro fahren wäre jetzt nicht das richtige. Am Wochenende gab es wieder eine Stornierung: das Motorrad wird nicht fertig. Und einer, der unbedingt mitfahren wollte, bleibt nun doch zu Hause, weil Teilnahmevoraussetzung vernünftige Endurobereifung ist. Die müsste aber erst besorgt werden.

Da wir jedoch wissen, wie sehr sich die Fünf, die jetzt noch dabei sind, auf dieses schweißtreibende Wochenende gefreut haben, werden wir die Endurowanderung in der Wallonie auf alle Fälle durchführen. Auch wenn wir jetzt ein neues Hotel suchen müssen, weil es in dem eigentlich gebuchten plötzlich kein Abendessen mehr gibt. Der Koch habe gekündigt und man müsse erst einen Nachfolger suchen, hieß es.

Manchmal geht aber auch wirklich alles schief. Egal – wir machen das Beste daraus und werden sicher unseren Spaß haben.

Ein toller Tag in Hockenheim!

Der erste Sonnenbrand ist uns gewiss. Am Samstag waren wir – bei durchweg strahlendem Sonnenschein – zu Gast beim 1000 Kilometer-Motorrad-Rennen auf dem Hockenheimring. Harald, Rennsekretär beim ADAC Hessen-Thüringen, hatte alles perfekt für uns organisiert. Nochmals vielen Dank dafür.

Zunächst unternahmen wir einen kurzen Abstecher zur Sicherheitstrainingsanlage, dann konnten wir einen Blick in das so genannte Medical-Care-Center werfen. Hier werden Rennfahrer, die gestürzt sind, erstversorgt. Die beiden Intensivstationen kommen glücklicherweise nur selten zum Einsatz, meist gehen Unfälle recht glimpflich aus.

Nach einem kleinen Imbiss durften wir dann ins „Heiligtum“: zur Rennleitung. Hier ist normalerweise der Zutritt streng verboten. Auch in die Zeitnahme konnten wir einen ausgiebigen Blick werfen und uns erläutern lassen, wie die Rundenzeiten gestoppt und berechnet werden.

Dann ging es in die Boxengasse; hochinteressant, den Teams beim Schrauben zu zusehen. Vom Conti-Turm aus, der für VIP-Gäste reserviert war, konnten wir  bei gleich drei Rennen dem legendären Le-Mans-Start beiwohnen: Nachdem sich die Startflagge gesenkt hatte, spurteten die Rennfahrer über die Piste, schwangen sich auf ihr Motorrad und brausten los. Beeindruckend!

Nicht minder spannend war es, gut acht Runden später den Fahrerwechsel zu beobachten. Einer nach dem Anderen kam in die Boxengasse gefahren, stoppt kurz neben seinem „Kopiloten“, rutschte von der Sitzbank, der Andere nahm Platz, ein motivierender Klaps auf die Schulter und schon wurde wieder verbissen um die besten Rundenzeiten gekämpft.

Der Blick hinter die Kulissen beim 1000 Kliometer-Rennen war ein beeindruckendes Erlebnis. Mal sehen, was wir im nächsten Jahr so bieten können.

Der legendäre Le-Mans-Start beim 1000 Kilometer-Rennen

Der legendäre Le-Mans-Start beim 1000 Kilometer-Rennen

„Anlassen“ am 19. April

Am Sonntag, den 19. April, findet auf dem ehemaligen Kasernengelände in Gelnhausen das nunmehr 28. „Anlassen“ statt. Zum Saisonstart der Motorradfahrer haben der ADAC Hessen-Thüringen, der Verband christlicher Motorradfahrer und hr 1 wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt.

Los geht es schon um 12 Uhr. Da lädt „Bikerpfarrer Rupi“ zum traditionellen Motorradfahrer-Gottesdienst in die Bergkirche in Niedergründau ein. Im Anschluß geht es im gemeinsamen Korso zum „Festgelände“ nach Gelnhausen. Hier spielt ab 14 Uhr die „Tom Pfeiffer Band“ bei freiem Eintritt klassischen Rock.

„Einfach mal einen Gang runter schalten“, so lautet das Motto des diesjährigen Anlassens. Und um dieses Thema werden sich auch die kurzweiligen Diskussionen auf der Bühne drehen. Daneben gibt es auf dem Festgelände viel zu sehen – unter anderem ein Airbag-Motorrad der Dekra und Vorführungen aus dem Bereich Sicherheitstraining.

Ab 15:45 Uhr präsentiert die Band Pay*ola melodiösen Hardrock aus Nordirland. Die enthusiastischen Jungs aus Belfast geben, auf Einladung des ADAC, beim „Anlassen“ ihre Deutschlandpremiere.

Natürlich sorgen zahlreiche Imbiss-Angebote für das leibliche Wohl der Besucher, zudem bietet so mancher Stand Sehens- und Wissenswertes rund um´s Motorrad, so dass das diesjährigen Anlassen, am Sonntag, den 19. April, wieder ein voller Erfolg werden wird. Sehen wir uns?
 

Pay*ola hat schon mit „Status Quo“ und „Tin Lizzy“ gespielt.

Pay*ola hat schon mit „Status Quo“ gespielt.

Einschränkungen

So schön das neue Navi auch ist, ganz kann es mich nicht überzeugen. Dieser Tage bin ich beim DRK in Hofheim vorbei gefahren und habe einen Wegpunkt gesetzt. Anhand der Koordinaten können alle, die am nächsten Wochenende unseren Erste-Hilfe-Kurs besuchen (und GPS am Motorrad haben) die Rot-Kreuz-Geschäftsstelle leichter finden.

Dummerweise lassen sich die Koordinaten von gesetzten Wegpunkten am nüvi 765 nicht direkt auslesen. Eine Nachfrage bei Touratech hat ergeben, dass eine solche Funktion wohl nicht vorgesehen sei. Also muss ich die Wegpunkte auf den PC kopieren und mir die Koordinaten dann raussuchen.

Schade eigentlich, denn beim Abspeichern werden die Koordinaten auf dem Display unter dem Stichwort „Aktuelle Position“ angezeigt. Und wenn ich einen bestimmten Punkt ansteuern will, kann ich am 765 auch Koordinaten eingeben. Die dritte, und eigentlich folgerichtige Option, sich Koordinaten von vorhandenen Wegpunkten anzeigen zu lassen, aber gibt es nicht. Merkwürdig, oder?

Elektrik-Trick

Seitdem ein Pannenhelfer während der Norwegenreise an unserem alten Ford Transit die Kohlen an der Lichtmaschine gewechselt hat, fließt irgendwo Strom, auch wenn die Zündung ausgeschaltet ist. Die Werkstatt in Deutschland löste das Problem ganz elegant und baute einen „Killschalter“ ein. Das daraus resultierende Kabelgewirr im Motorraum sah nicht sonderlich vertrauenserweckend aus, so dass „Elektrikspezialist“ Dieter am Samstag mal einen Blick darauf werfen sollte und bei der Gelegenheit auch das defekte Radio und die Rückfahrkamera hätte reparieren können.

Können – wohlgemerkt – denn irgendwie läuft einem bei solchen Aktionen die Zeit davon. Aber: die Kabel im Motorraum sind nun ordentlich verlegt; die Ursache des Stromverbrauchs aber konnten auch wir auf die Schnelle nicht finden. Dafür wissen wir jetzt, warum die Rückfahrkamera nicht mehr geht: ein kleines Kabel ist gebrochen.

Ich bin immer wieder begeistert zu sehen, wie Dieter mit seinem Lötkolben hantiert und solche Defekte ruckzuck wieder in Ordnung bringt. Vielen Dank! Beim nächsten Mal machen wir uns dann ans Radio – und an die Steckkdosen am Amaturenbrett, die einen Wackelkontakt aufweisen.

Wohl dem, der mit einem Lötkolben umgehen kann.

Wohl dem, der mit einem Lötkolben umgehen kann.