Nur, damit es nicht so staubt

Zwei Wochen herrlichster Sonnenschein – und ausgerechnet heute liegt ein dunkles Wolkenband über dem Norden von Brabant. Sehen wir es positiv: wir werden nicht so schwitzen und arg staubig wird es vermutlich auch nicht 😉

Die Gruppe der Endurowanderer ist bunt gemischt. Die neue Africa Twin und eine Triumph Explorer sind die dicksten Brocken. Dann folgen KTM 690, KTM LC4 und eine Suzuki DR 650 SE. Die Leichtgewichte: zwei Suzuki DR 350, eine Beta Alp 4.0 und zwei Beta Alp 200. Damit rollen wir um kurz nach 9 Uhr vom Hof. Nicht ohne vorher den Luftdruck reduziert zu haben

Nach nur wenigen Metern Asphalt unter den Stollenreifen, haben wir den ersten Feldweg erreicht: eine morastige Piste erwartet uns, mit tiefen Schlammlöchern und einer interessanten Wegeführung. Vor mir tänzelt die Explorer, braucht häufig die ganze Wegesbreite um einigermaßen in der Spur zu bleiben und nimmt manchmal noch ein Stück vom benachbarten Acker mit. Aber: Dirk bleibt aufrecht und auch Mario mit der Africa Twin schlägt sich wacker – Kompliment!


Die Pausen zwischendurch sind nur kurz. Wir verschnaufen und sind gespannt, was uns anschließend erwartet: herrliche Feldwege, verspurte Sandwege, abenteuerliche Pisten durch den Wald – und dann, kurz vor Mittag, ein unvermuteter Stopp an entlegener Stelle. An einer nagelneuen Alp hatte sich die Befestigungsschraube des vordern Ritzel gelöst! Und nun?


Glücklicherweise hatten wir ein ganzes Sortiment unterschiedlicher Schrauben und Unterlegscheiben dabei. Also wurde so lange probiert und geschraubt, bis das Ritzel wieder fest saß. Zehn Minuten Fahrt noch, dann kehrten wir zur Mittsgsrast ein. Unvermutet hatten wir die Grenze zu Belgien überquert. Im „Klothoeve“ kehren wir ein. Omelett mit Pilzen und Käse war der Rennen …


Das nächste Abenteuer ließ nicht lange auf sich warten. Mitten im Wald eine tiefe Pfütze – und der Weg führte mitten hindurch. Lutz versuchte sich mühsam linker Hand daran vorbei zu hangeln, doch der Rest der Truppe blieb erst einmal skeptisch. Klaus erkundete mit einem dicken Ast die „Wat-Tiefe“ und meinte, der Untergrund sei wohl fest. Nur hier und da habe er tiefe Löcher ertastet – ermutigend klingt das nicht.


Nach kurzer Diskussion entscheiden wir uns, das Wasserloch auf Asphalt zu umfahren, wobei ein Jeder beteuert, er wäre ja gefahren, aber die Anderen, die wollten ja nicht ;-(

Zuvor mussten wir noch die Beta befreien, da Lutz sich beim Wenden im Matsch festgefahren hatte. Die Afrika Twin hätten wir da wohl nur mit einem Traktor rausgezogen …


Bis zum späten Nachmittag haben wir unseren Spaß auf einer Vielzahl unbefestigter Weg. Dann heißt es Tanken und so langsam den Heimweg antreten. Wie gut, dass es die letzten 30 Kilometer so richtig zu regnen anfing – da waren Motorrad und Stiefel wenigstens vom gröbsten Dreck befreit.


Nach einer heißen Dusche saßen wir dann wohlgelaunt beim Abendessen zusammen. Lutz, der diese Tour mehrmals im Jahr als Roadbook-Reise anbietet, zeigte uns, was uns „erspart“ geblieben war, weil wir ihn lieber als Tourguide gebucht hatten. Eine gute Entscheidung, wie alle fanden.


Das Abendessen war wieder fantastisch. Nach einem so harten und anstrengenden Tag war eine große Portion Spareribs genau das Richtige. Müde und geschafft ging es bald darauf zu Bett. Morgen warten neue Abenteuer auf uns.

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