Monatsarchiv: April 2015

Die Macht der Gewohnheit

Ein Wochenende an der Mosel – der ideale Auftakt für eine kurvenreiche Motorradsaison. Um 16 Uhr wollen wir uns in Brodenbach treffen und mit allen, die bis dann schon da sind, eine erste kleine Runde drehen. Gut 75 Kilometer haben wir zum warm fahren eingeplant.

Von Buchholz kommend, lege ich kurz hinter der Ehrenburg, an einer kleinen Aussichtsterrasse, einen obligatorischen Fotostopp ein. Hier lässt es sich herrlich auf die Mosel blicken. Kurz noch die Mailbox abgehört – Mist, da ist mir doch eine Fehler passiert.

Frank sitzt vorm Hotel Anker und ist irritiert, weil dort weder für ihn, aber auch keinen anderen Motorradfahrer, Zimmer reserviert sind. Kein Wunder, denn gebucht haben wir diesmal im Moselhotel Peifer, gut 700 Meter weiter stromabwärts. Ich hatte wohl in alter Gewohnheit das Hotel Anker als Treffpunkt genannt, weil wir hier schon des öfteren übernachtet haben.

Ein paar Telefonanrufe später sind alle Teilnehmer informiert und kurz vor 16 Uhr steht auch der letzte abfahrbereit auf dem Parkplatz vorm Hotel Peifer. Man, man, man …

Die Sonne lacht von Himmel und so starten wir wieder die Motoren, um schon mal ein paar Moseltäler zu erkunden. Der Verkehr hält sich in Grenzen, so dass wir an diesem Freitagnachmittag die herrlich kurvenreichen Straßen fast für uns alleine haben.

Kurz vor 18 Uhr sind wir zurück im Hotel, genießen noch ein kleines Bier auf der Terrasse und lassen uns am Abend von der Küche verwöhnen.

Morgen stehen gut 300 Kilometer auf dem Programm. Um 9 Uhr soll’s losgehen und wieder ist uns Sonne versprochen. Allerdings wird es des morgens wohl etwas frisch sein. Da dürften die Temperaturen gerade einmal einstellig sein. Egal – Hauptsache trocken 😉

Herrliche Ausblicke auf die Mosel, oberhalb von Brodenbach.

Link

Tour 11.04.2015 bei GPSies

11.04.2015 – TAGESTOUR NACH DEM SHT:
Einen ganzen Tag lang waren wir am Samstag, den 11.4.2015, unterwegs. Die gefahrene Route haben wir bei GPSies hochgeladen. Da kannst Du exakt nachverfolgen, welche Straßen wir gewählt haben, Dir unsere Strecke in google-earth als Animation anschauen oder die Route als Track in unterschiedlichen Formaten herunterladen.

Hier ist der Link

150411_SHTTour

Noch ein wenig Statistik – 11.04.2015:

Länge der gefahrenen Strecke: 235,35 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 60,9 km/h
Gesamtdurchschnitt mit Stopps: 35,9 km/h
Reine Fahrzeit: 3:47:57
Zeit im Stand: 2:45:51
Gesamtzeit: 6:33:48
Höhenmeter Anstieg gesamt: 4095 Meter
Höhenmeter Abstieg gesamt: 4025 Meter
Höhendifferenz: 497 Meter (von 135 bis 633 Meter)
maximale Höhe: 633 Meter

150411_HöhenprofilÜbernachtung Fr. 10.4./Sa.11.4.2015
Hotel Gut Hühnerhof
Gettenbacher Straße 1
63584 Gründau-Gettenbach
Telefon: (0 60 58) 9 16 38 40
www.gut-huehnerhof.de

Kaffeepause
Haus Sonnenberg
Laubacher Straße 25
63679 Schotten
(0 60 44) 9 62 10
www.hotel-haus-sonnenberg.de

Mittagessen
Landgasthof Hessenmühle
Hessenmühle 1
36137 Großenlüder
(0 66 50) 98 80
www.landgasthof-hessenmuehle.de

Abschlusskaffee
Cafe & Konditorei Waldfriede
Villbacherstraße 48
63619 Bad Orb
(0 60 52) 22 86
www.cafe-waldfriede.de

Video

Die ersten herrlichen 240 Kilometer

Nach dem Sicherheitstraining am Freitag stand am Samstag noch eine wunderbar kurvenreiche Tagestour durch den Vogelsberg und Spessart auf dem Programm. Von Gründau ging es zunächst nach Schotten, wo wir eine erste Kaffeepause einlegten. Geben Mittag erreichten wir die Hessenmühle nahe Fulda und den letzen Stopp legten wir am Nachmittag im Café Waldfriede in Bad Orb ein.

Unser kleines Video zeigt ein paar Impressionen dieses tollen Tages, der allen wieder viel Spaß gemacht hat.

Noch gibt’s eine Option

Schon mal die Wettervorhersage für die nächsten Tage angeschaut? Wetter.com verspricht für Freitag, Samstag und Sonntag rund um Brodenbach trockene Straßen und Sonne satt. Perfekt, denn da wollen wir an der Mosel drei Tage lang Motorrad fahren.

Vorsichtshalber haben wir im Hotel für Kurzentschlossene noch drei Zimmer auf Option gebucht. Falls Du Dich spontan entscheiden solltest, mit uns von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag auf Tour zu gehen 😉

Kurze Mail an kurvenfieber@mac.com genügt und Du kannst mit uns, durch kurvenreiche Moseltäler fahrend, ein bisschen Alpenfeeling in klein erleben. Besser lässt sich in diesem Jahr nicht in die neue Saison starten.

Perfekte Voraussetzungen fürs Wochenende – verspricht wetter.com

Video

Impressionen vom Sicherheitstraining

Fünf Stunden lang haben wir am Freitag, den 10. April 2015, wieder trainiert, um fit zu sein, für die neue Saison. Unser kurzes Video gibt einen kleinen Einblick in unser interessantes Training, das auf dem Trainingsgelände des ADAC Hessen-Thüringen in Gründau stattfand.

Mehr als 10.000 kamen zum Anlassen

Highway to hell – dass war der Song, den die Band PureQ anstimmte, als gut 10.000 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer auf den Festplatz in Gelnhausen rollten. Von der „Kleinen Kirche am Berg“ kam der imposante Corso. Dorthin  hatte zuvor Bikerpfarrer Torsten Hinrichs zum alljährlichen Anlassen eingeladen.

Auf dem Festplatz sorgte ein interessantes Programm für Kurzweil und Abwechslung: der ADAC präsentierte Auszüge aus dem Sicherheitstraining, Sanitärer zeigten, wie man richtig einen Helm abnimmt, eine Elektro-KTM ludt zu kleinen Probefahrten ein und so mancher Händler präsentierte die neueste Modellpallette. Dazu immer wieder rockige Live-Musik und strahlender Sonnenschein. So könnte jedes Anlassen sein.

Blick von der Bühne aufs Festgelände. Fetziger Rock‘ n roll sorgte für prächtige Stimmung.

 

Aus sechs mach 28

„Auf das Wetterradar ist auch kein Verlass“, schimpft Andreas und lacht dabei herzlich. Am frühen Morgen war er im Vogelsberg gestartet, um rechtzeitig am „Gut Hühnerhof“ einzutreffen. Von dort aus würde unsere Tagestour nach dem (gestrigen) Sicherheitstraining starten. Anlass des amüsierten Wutausbruchs:  „sein“ Wetterradar hatte auf dem Weg nach Gettenbach Regenschauer prognostiziert – tatsächlich schien die Sonne.

„Mein Wetterradar“ zeigte hingegen Niederschläge nur südlich von Frankfurt. Im Norden aber alles trocken. Und auf das Wetterradar war glücklicherweise Verlass.

Kurz nach 9 Uhr ging’s los. Mit 22 Maschinen, aufgeteilt in vier Gruppen, machten wir uns den Weg. Unser erstes Ziel war Schotten. Im Hotel „Haus Sonnenberg“ wollten wir die erste Kaffeepause einlegen. Auf kleinen Nebenstraßen ging es ein weiten Schleifen immer Richtung Norden. Und da wir selten den direkten Weg wählen, wurden aus den sechs Kilometern, in denen wir kurz vor dem ersten Zwischenstopp in Schotten hätten sein können, kurzerhand 28.

Rund 85 Kilometer waren es anschließend bis zur Hessenmühle. Auch wenn die eine oder andere dunkle Wolke am Himmel zu sehen war, blieb es doch den ganzen Tag trocken. Nur der Wind frischte heftig auf, so dass es auf Höhen um die 400 Meter, auf denen wir uns häufig bewegten, teilweise recht kühl war. Da kam ein leckeres warmes Mittagessen gerade recht.

Im Cafe Waldfriede, nahe Bad Orb, klang unsere erste gemeinsame Tour dann bei einem leckeren Stück Kuchen aus. Gut 240 Kilometer waren wir gemeinsam unterwegs gewesen. Und keinen wollten wir missen.

Nächstes Wochenende geht’s übrigens an die Mosel.

Auf vorwiegend kleinen Straßen waren wir auch bei der Tagestour Richtung Vogelsberg, Wetterau und Spessart unterwegs.

Sicherheitstraining in drei Variationen

Strahlend blauer Himmel, 20 Grad im Schatten – und das am 10. April. Besser können wir doch gar nicht in die Saison starten.

Wie in jedem Jahr haben wir unsere Tourteilnehmer zu einem speziellen Sicherheitstraining eingeladen. 26 sind diesmal gekommen. Sechs für ein Basistraining, zehn fürs Perfektionstraining sowie zehn, die diesmal ein Brems- und ABS-Training gebucht haben.

Punkt 15 Uhr sollte es am Freitag los gehen, doch schon um 14 Uhr sind die meisten am Gut Hühnerhof eingetroffen, wo wir heute übernachten wollen. Groß ist die Wiedersehensfreude, haben wir uns doch meist zuletzt im alten Jahr gesehen. Da lässt es sich bei einem Tässchen Kaffee noch ein gutes Stündchen schwofen, bevor unser Sicherheitstraining beginnt.

Fünf Stunden lang wird gebremst, beschleunigt, ausgewichen, die Blickführung trainiert und das Motorrad von der Dynamikplatte leicht aus der Spur gebracht. So langsam schärfen sich wieder die Sinne und die Instinkte werden wach. Der Start in die Saison ist gelungen.

Erst als die Sonne so langsam am Horizont verschwindet, neigt sich unser Sicherheitstraining dem Ende zu. Gegen 20 Uhr ist Schluss – jetzt gibt es noch die Urkunden und ein herzliches Danke schön an die drei ADAC-Moderatoren, die wieder einen tollen Job gemacht haben.

Bei einem gemeinsamen Abendessen lassen wir den Tag ausklingen. Morgen – also Samstag – steht noch eine gemeinsame Tagestour Richtung Vogelsberg und Spessart auf dem Programm. Noch zeigt sich der Wetterbericht unentschlossen, doch wir sind zuversichtlich, dass uns Petrus nicht im Stich lassen wird.

Bis zum Sonnenuntergang wurde trainiert. Das tolle Wetter wollten wir bis zur letzten Sekunde auskosten.

Zwei rosa(-rote) Jahre

Das hat doch wieder alles gut gepasst. Die gelbe G/S kränkelt nicht mehr, ist frisch besohlt und hat neuen TÜV. Jetzt können wir in die neue Saison starten.

Drei Wochen stand das gute Stück bei „Zweirad Norton“ in Mömmlingen. Irgendwie hatte sich der Motor bei den letzten Touren des vergangenen Jahres etwas unwillig gezeigt. Schon bei leichten Steigungsstrecken ging ihm ein wenig die Puste aus und die G/S verlangte ordentlich nach Drehzahlen, um vorwärts zu marschieren. Da war ich doch eigentlich anderes gewohnt.

Vor gut zwei Jahren hatte ich meinem „Schätzchen“ einen 1000er-Umbausatz von Siebenrock spendiert. Danach war es eine reine Lust, die gelbe Kuh zu bewegen. Doch davon war mittlerweile nichts mehr zu spüren. Sollte angesichts der hohen Laufleistung eine Motor-Revision erforderlich sein? Doch nicht bei einer BMW. Mit deutlich mehr als 100.000 Kilometern auf dem Tacho war die doch gerade erst eingefahren 😉

Und so sollte der Fehler auch ein ganz banaler sein: die Vergaser-Membranen waren eingerissen. Die hat der Meister flugs getauscht und mir versichert: „Jetzt läuft sie wieder“.

Auch auf das Popo-Meter ist Verlass. Die Lager am Achsenantrieb waren verschlissen – deshalb zeigte sich die G/S bei mancher Kurvenfahrt etwas kippelig. Beim Austausch zerbrach leider der Lagerdeckel – Verschleiß aufgrund des Alters? Egal. Ein Austauschteil war schnell gefunden.

Ein Satz neue Reifen, eine große Inspektion nebst Wechsel der Bremsbeläge und weil der Kalender zwischenzeitlich April zeigte gleich auch noch TÜV. Alles problemlos – logo! Nur zum putzen bin ich – wieder mal – nicht gekommen. Das lass ich auch besser, sonst regnet es am Wochenende. Und das können wir so gar nicht gebrauchen: Freitag Sicherheitstraining, Samstag erste Tagestour, Sonntag Anlassen in Gelnhausen – da sollte bitte schön die Sonne scheinen. Wir sehen uns?

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Zwei Jahre sind wir nun mit der rosa-(roten) Plakette unterwegs. Über den TÜV ist die alte G/S wieder problemlos gekommen.

Kleine Bilanz vor dem Saisonstart

Wir sind schon ganz schön rum gekommen. Seit 1995 organisieren wir für den ADAC Hessen-Thüringen geführte Motorradtouren – und seit 1996 auch für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises. Jetzt haben wir alle Touren, die wir seither für den ADAC im Programm hatten, mal chronologisch aufgelistet; und zu jeder fällt uns mindestens eine kleine Geschichte ein 😉

Hier ist der Link, falls Du Dir die Übersicht mal anschauen möchtest:
Hier klicken

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Eifel und Ardennen wollen wir im Juni entdecken. Auch 2009 war diese Region eines unserer Ziele. Damals haben wir während der Mittagspause jenen „Künstler“ entdeckt, der uns zeigte, wie handgeschöpftes Büttenpapier hergestellt wird. 

Und weil die Videos der vergangenen Jahre leider immer noch auf sich warten lassen – wir brauchen einfach noch etwas Zeit und bitten um Geduld – haben wir die Kurzvideos der vergangenen Saison schnell noch mal chronologisch geordnet.

Hier ist der Link für die Videoübersicht:
Hier klicken

Unter dem Reiter „Reise-Videos“ – ganz oben auf der Seite – kannst Du die Videos auch thematisch, also nach Touren geordnet, auswählen.