Die letzte Etappe

Im Navi haben wir eine Strecke gefunden, die uns den Weg durch Grenoble erspart und quasi am Zentrum vorbeischrammt. Ruckzuck sind wir auf der D 57, die uns kurven- und kehrenreich ins Massif de la Artreuse führt. Schnell ist der Col du Granier erreicht, auf dem wir eine kurze Kaffeepause einlegen. Dann geht es durch Weinberge und kleine Winzerdörfchen Richtung Fronterex. Während Georg mit seiner Gruppe die Cret De Chatillion, nahe Annecy unter die Räder nimmt, fahren wir das Plateau du Teppes hinauf.

Nach einer ausgiebigen Mittagsrast in einer schönen Auberge, in der wir uns noch einmal ein dreigängiges Menü – quasi zum Abschied gönnen – erreichen wir am frühen Nachmittag den Col de la Colombiére, den mit knapp 2000 Metern höchsten Pass dieser Tagesetappe. Bei strahlendem Sonnenschein sitzen wir auf der Terrasse der „Gipfel-Bar“ und genießen süße Leckereien und leckeren Cafe Creme. Noch eine knappe Stunde Fahrt und wir sind wieder in Chatel.

Dort angekommen, gab´s erstmal das übliche Feierabendbier, bevor mit dem Verladen der Motorräder begonnen wurde. So mancher hatte die Anfahrt auf der Autobahn nicht auf dem Motorrad zurücklegen wollen und die eigene Maschine auf den Anhänger oder den VW-Bus geschoben.

Zum Abendessen gab´s eine ordentliche Schlachtplatte auf französische Art sowie zum Nachtisch Eis in Baiser „verpackt“ und flambiert. Gelungener Abschluß einer tollen Woche, die uns über die höchsten Pässe der Alpen bis in die Provence geführt hatte. Und das Anfang Oktober!

Alle, die zuvor gemeint hatten, wir würden spätestens in den Bergen im Schnee stecken bleiben, waren eines Besseren belehrt worden. Sicher hatten wir (wieder einmal) riesiges Glück gehabt mit dem Wetter. Aber unser Mut war belohnt worden. Dieser Abschluss einer insgesamt gelungenen Motorradsaison war einfach klasse.

Und nächstes Jahr? Sollen wir wieder mutig sein? Und Anfang Oktober vielleicht nach Südtirol fahren? Was meinst Du?

Eine Antwort zu “Die letzte Etappe

  1. mutig sind wir allemal, gell?
    und wer wagt gewinnt: bin von der tour 2008 in arezzo über die alpen heim gefahren. geplante ankunft: 14. oktober. das wetter war so schön und klar auf nufenen und furka, dass ich am 13. noch mal nach dem st. gotthard in göschenen übernachtet habe. am 14. früh mußte ich erstmal das moped freikratzen, wurde mit kaffee im sonnenschein am susten belohnt und war dann (leicht verfrohren) um 23 uhr zu hause. am nächsten tag meldeten die wetternachrichten 1 meter neuschnee auf den pässen. und ich hatte ein breites grinsen auf dem gesicht 🙂

    südtirol ist ne gute idee, und zur not gibts einen tunnel gen heimat. hängerfahrer lächeln eh.

    gruß
    eri

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