Strahlender Sonnenschein – aber kein Sprit

TOURBERICHT Wales
Sonntag, 20. Juni 2010 | 3. Tag

Sachen gibt’s, die gibt es garnicht. Gestern haben wir an einer kleinen Dorftankstelle Sprit nachfassen müssen, weil Andreas tags zuvor, auf dem Weg zum Fàhrhafen, keine Tankstelle mehr gefunden hatte. Heute hätten die Benzinvorräte für gut 200 Kilometer reichen müssen – eigentlich. Nur hatte Michael aus unerfindlichen Gründen am Samstag nicht getankt und war heute, obwohl schon auf Reserve fahrend, an drei Tankstellen munter vorbeigebrummt. Und so kamen wir gerade einmal 78 Kilometer weit; bis Kineton. Da war dann Schluß und das Benzin alle. Glücklicherweise blieb die BMW genau vor einem netten Straßenkaffee liegen. Das machte den Tank zwar auch nicht voll, zumindest aber die „Wartezeit“ erträglich.

Schnell waren aus dem 42-Liter-Tank der gelben G/S ein paar Vorräte abgezapft, so dass wir die ungewollte Kaffeepause mit einem leckeren Cappucino bewchließen konnten. Und während wir da so saßen, gesellte sich Dave zu uns, ein älterer Motorradfahrer, der uns von einem Oldtimertrefen treffen ganz in der Nähe berichtete. Es wäre ihm ein Vergnügen, uns dorthin zu führen.

Das „Treffen“ entpuppte sich als Zuverlässigkeitsfahrt alter Maschinen, die sich unter anderem ein 14 Prozent steilen Berg hinaufquälen mussten. Überall am Straßenrand der kurzenreichen Strecke saßen interessiere Zuschauer; da wir noch gut 180 Kilometer vor der Brust hatten, blieb wenig Zeit, diese Spektakel zu genießen. Zumal weitere Highlights auf uns warteten.

Ein Abstecher durch die „Cotswold Hills“ nahe Chaltenham gehörte ebenso dazu, wie die Fahrt durch die „Black Mountains“, oberhalb von Abergavenny, unserem heutigen Zielort. Kilomterlang ging es durch schmale, von hohen Hecken gesäumten Wegen, bis auf mehr als 500 Meter hinauf. Die Landchaft, durch die wir fuhren war einzigartig und atemberaubend – Wales, so wie wir es kennen und lieben.

Und das Beste: den ganzen Tag über konnten wir strahlenden Sonnenschein genießen, während es in Deutschland kalt und nass war. Morgen geht es in den Norden von Wales, einmal längs der Cambrian Mountains.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s