Archiv der Kategorie: Endurowandern_2010

Kaffeepause

Kurze Stärkung vor dem nächsten Schotterweg

Kein Schotter mehr am Zoncolan

Ein Versuch war es wert. Nachdem wir vor Jahren auf der alten Strecke hoch zum Monte Zoncolan viel Spaß in knietiefem Schotter gehabt haben, wollten wir jetzt einmal schauen, ob die alte Trasse für ambitionierte Endurofahrer immer noch einen Abstecher lohnt. Sie tut es nicht, es sei denn, man mag kleine, kaum Auto breite Wege, die sich in engen Kurven durch den Wald schlängeln – das aber durchweg asphaltiert. Schade.

Dafür war die Auffahrt zur Straninger Alm, wo wir heute unsere Mittagsrast einlegten, umso schöner. Kilometerlang zog sich der Schotterweg den Berg hinauf; für Christian, der als Ortskundiger vorneweg fuhr, war es eine Freude, mit durchdrehendem Hinterrad immer wieder eine Spur in den Boden zu fräsen, die uns die Richtung weisen sollte …

In Italien war kurz vor Tolmezzo der Einstieg in die alte, im Verfall begriffene Straße parallel zur Autobahn schnell gefunden. Ein kurzer Stopp oberhalb des Flusslaufs animierte Christian, auf seiner KTM einen schmalen Weg hinunter zu den reißenden Fluten unter die Stollenreifen seiner KTM zu nehmen. Was tut man nicht alles für ein tolles Video.

Der Abstecher erwies sich als schweißtreibendes Unterfangen, hatte sich die 990er doch an einer Stelle regelrecht festgefahren. Andreas und Stefan eilten selbstlos zur Hilfe, so dass wir unsere Fahrt bald fortsetzen konnten.

Gegen halb sieben erreichten wir die Pension Jazbec in Idrsko und gönnten uns erst einmal ein leckeres Feierabendbier auf der Terrasse. Morgen wollen wir unter anderem hoch zum Stol fahren. Mal sehen, was der Tag sonst noch so bringen wird. Bis jetzt war alles mehr als prima.

Fantastische Aussicht

Brotzeit auf der Sauschneideralm

Kalt aber trocken

6 Grad zeigte das Thermometer, als wir am Morgen von Obertauern aus Richtung Mauterndorf aufbrachen. Schon in der Nacht hatte es aufgehört zu regnen; des morgens um 7 Uhr lugte bereits die Sonne durch die Wolken. Trotzdem war die Entscheidung, noch ein Fleece anzuziehen nicht die falsche.

Nach ein paar Kilometern kurvenreicher Straße zweigten wir in den Leobengraben ab, eine schöne Schotterpassage, die uns direkt zur Nockalm führt. In der Tangenerhütte, zu der ebenfalls nur ein unbefestigter Weg führt, machten wir die erste Pause. Christian und Erika gönnten sich dort einen Reindling, ein „Weizenmehl-Hefe-Zopf“, gefüllt mit Zucker, Zimt, Wallnüssen und Rosinen – lecker!

Die Mittagspause legten wir am Hochrindl ein, nachdem wir zuvor auf einem kleinen Schotterweg noch einen Abstecher zum alten ehemaligen „Alpenbad Sankt Leonard“ unternommen hatten. Zum Kaffeestopp am Nachmittag steuerten wir die „Sauschneider-Alm“ ein, von deren Terrasse sich ein herrlicher Blick ins Tal bot. Und: hier gab es unheimlich leckeren Heidelbeer-Kaiserschmarrn! Kurz vor Abendessen nicht unbedingt nötig, aber sehr verlockend.

Kurz vor 18 Uhr waren wir zurück im Hotel Solaria; wenn auch nicht durchgefroren, war die heiße Dusche doch eine Wohltat. Morgen geht´s für zwei Nächte nach Slowenien. Mal sehen, welche Schmankerl Christian dort für uns parat hat.

Radstädter Tauern

Die Passhöhe hüllt sich in dichte Wolken

Die Schneefallgrenze sinkt

Wir sind in Obertauern – und das Wetter kann nur noch besser werden. Heute morgen war alles bestens. Über die A 66 ging’s zunächst Richtung Fulda und dann auf der A 7 wieder zurück Richtung Würzburg. Dann aber nicht auf die A 3, sondern über die A 70 und die A 73 nach Nürnberg. Waren zwar gut 100 Kilometer Umweg, die aber flüssig und staufrei zu fahren waren.

Glücklicherweise waren auch die rund um München angekündigten Staus nicht mehr existent, nur am Irschenberg war’s ein wenig zähfließend. Aber kalt war’s und nass! Wohl dem, der mit dem Auto angereist war. Ich musste zeitweise sogar ein wenig die Heizung anmachen und den Scheibenwischer auf Stufe zwei stellen.

Die letzte Herausforderung: der Radstädter Tauern – mit dem vollgeladenen Transit immer ein Abenteuer. Die meiste Zeit ging’s im zweiten Gang mit 40 km/h bergan, nur einmal, am Steilstück hinter der Schlucht, musste ich runter bis in den ersten.

Dichte Wolken hingen am Gipfel, an den Berghängen die Reste vom ersten Schneefall in diesem Jahr. Anfang vergangener Woche war hier alles weiß!

Das wird in den nächsten Tagen hoffentlich nicht der Fall sein. Morgen starten wir mit Christian zur ersten Endurotour. Da scheint die Sonne!

Unterwegs auf losem Schotter

Endlich mal wieder ein wenig Enduro fahren! Am Samstag geht´s los, nach Obertauern. Da steht – hoch oben auf dem Pass – das Hotel Solaria . Christian, einer der beiden Brüder, die dieses Haus schon seit Jahrzehnten erfolgreich betreiben, ist begeisterter KTM-Treiber – und unser Guide für die nächsten Tage. Das wird eine tolle Woche werden!

Am Montag werden wir uns noch in Österreich auf leichten Schotterpassagen ein wenig einschwingen, am Dienstag geht´s dann nach Slowenien, wo wir in einer kleinen Pension nahe Kobarid übernachten – und testen werden, was es hier so alles an interessanten Wegen ohne lästigen Asphalt gibt.

Bei einer Vortour, die wir vor Jahren mal unternommen haben, um zu sehen, wie die Straßenverhältnisse für „normale Tourer“ sind, konnten wir schon den einen oder andern „Leckerbissen“ unter die Stollenräder nehmen. Und wenn ich mir so meine Slowenienkarte im Garmin anschaue, entdecke ich viele gestrichelte Wege, die man mal …

Bei unserer diesjährigen Tour ist das Fahrerfeld wieder bunt gemischt, von der kleinen 350er Suzi über eine Triumph Tiger bis hin zur 1200er GS ist alles dabei. Entsprechend wird die Streckenauswahl sein: kein Hardcore sondern geschotterte Wege, die sich mit kurvenreichen, asphaltierten Straßen abwechseln werden. Zum Mittag geht´s dann hoch auf die Alm und auch für die obligatorischen Kaffeepausen werden wir nette Plätzchen finden.

Schön werden sie sein, unsere Endurowanderungen durch Österreich und Slowenien; natürlich werden wir im Tagebuch wieder ausführlich berichten.

Es schneit und schneit und schneit und schneit

Irgendwie hatten wir mal überlegt, zu Beginn des neuen Jahres zu einer Endurotour nach Andalusien einzuladen. Weil sich die Anreise selbst mit dem Autoreisezug relativ „unbequem“ gestaltet hätte – der fährt nur bis Narbonne und von da sind es bis in den Süden Spaniens noch einmal gut 1000 Kilometer, die auf dem Sattel einer kleinen Enduro nicht wirklich Spaß machen – kam der Gedanke auf, sich eines „Motorradtransporters zu bedienen. Der hätte die Maschinen an einem zentralen Punkt aufgesammelt, wir wären ruckzuck zum Zielort geflogen und hätten dort entspannt unsere Enduros in Empfang nehmen können.

Wenn ich so aus dem Fenster schaue und mir überlege, jetzt mit dem Motorrad zu einem relativ zentral gelegenen Treffpunkt fahren zu müssen, damit meine Maschine dort auf einen Hänger geladen wird – nein danke!

Die Idee, in Andalusien Enduro (und Motorrad) zu fahren, werden wir sicher noch mal umsetzen. Aber bestimmt nicht im Winter. Der Spätherbst soll auch eine schöne Jahreszeit sein – und so weit ist es von Narbonne dann auch nicht. Wir sind doch echte Kerle! 1000 Kilometer Strecke auf einer schmalen, harten Endurositzbank, das muss doch zu schaffen sein, oder?

Endurowandern im Friaul und in Slowenien

Ein Training für Endurofahrer, das konnte doch nicht alles gewesen sein, was sich im Tourenprogramm des ADAC Hessen-Thüringen für Freunde des losen Schotters finden würde – stimmt!

Auch in diesem Jahr wollen wir Dich wieder zu einer schönen Endurowanderung einladen. Von Samstag, den 4. September bis Samstag, den 11. September 2010 geht´s nach Obertauern. Christian, Inhaber des Motorradhotels Solaria, ist begeisterter KTM-Fahrer und kennt sowohl in Österreich, wie auch im Grenzgebiet zu Italien und Slowenien zahlreiche schöne Schotterpässe. Und die wollen wir gemeinsam unter die Stollenreifen nehmen …

„Lass uns doch zur Straninger Alm fahren und dann über die Grüne Grenze ins Friaul. Oder zum Stol und retour über Venzone“ – es sprudelte nur so auch Christian, als ich im vorschlug, doch mal wieder mir einer kleinen Gruppe begeisterter Endurofahrer in sein Hotel zu kommen. Hast Du Lust, mit dabei zu sein?

Den ersten Tag werden wir in Österreich bleiben, hier „durch die Wäler streifen“ und am Abend vielleicht mal eine Runde mit einem „Segway“ über unbefestigte Wege holpern. Von Montag bis Mittwoch wollen wir unter der bewährten Führung von Christian ins Friaul oder nach Slowenien fahren und dort auch übernachten. Dann geht´s „zum Wäschewechseln“ zurück nach Obertauern.

Am Donnerstag und Freitag machen wir uns mit Roadbook sowie einem GPS voll interessanter Wegpunkte selber auf den Weg, gibt es vor Ort doch noch so manch spannenden Abzweig, den wir gern mal mit Dir gemeinsam erkunden würden.

Insgesamt verspricht diese Woche wieder sehr interessant zu werden; wir würden uns freuen, Dein Interesse geweckt zu haben. Ein wenig Enduroerfahrung solltest Du mitbringen; grundsätzlich lassen sich alle Wege auch mit so genannten Dickschiffen befahren. Wichtig wäre nur eine vernünftige Bereifung. Ansonsten gibt es bei einzelnen Passagen viele helfende Hände …

Um die Tour überschaubar zu halten, wird es diesmal nur maximal 8 Teilnehmerplätze geben. Bei Interesse bitten wir um eine kurze Mail an: kurvenfieber@mac.com