Viel Verkehr auf der Anreise

Samstag, 7.9.2019 / Cevennen – Anreise: Gut 630 Kilometer liegt heute noch vor mir. Bis nach Saint Blaise geht’s, einer kleinen französischen Gemeinde im Département Haute-Savoie, die in der Region Auvergne-Rhône-Alpes liegt. Hoch oben auf dem 786 Meter hohen „Col du Mont Sion“ steht unser Hotel, in dem wir uns am Abend treffen wollen. Ein Pilgerweg soll hier entlang verlaufen, zumindest finden sich im Netz immer wieder Berichte von Wanderungen, die von Genf kommend über den Berg nach Py-en-Valey führen, entlang der  D1201 über die ich heute Abend hoffentlich nicht allzu spät rollen werden.

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Die Aussichten sehen zunächst nicht gut aus. Als ich losfahre, fängt es kräftig an zu regnen.  Nicht weiter schlimm, denn die ersten beiden Tage werde ich den Begleitbus fahren. Aber: Schon bei Mainz stehe ich das erste Mal im Stau. An der Anschlussstelle zur A63 wird gebaut; es geht nur im Schritttempo voran. Auf den nächsten Kilometern Richtung Kandel herrscht zudem viel Verkehr. Zahlreiche holländische Wohnwagengespanne sind unterwegs und sorgen für „Behinderungen“.

Die französische Grenze naht und endlich läuft es wieder flüssig. Bis kurz vor Straßburg, denn auf dem Autobahnring darf seit einiger Zeit meist nicht schneller als 80 km/h gefahren werden. Vorsorglich habe ich mir für den Ducato noch eine Umweltplakette besorgt, wäre doch auch die A35 bei „Smog“ von einem abgestuften Fahrverbot betroffen. Mein 120 PS-Diesel bekommt nur die Klasse 3, da der Ducato als Kleintransporter gilt. Wäre er ein Wohnmobil, würde – bei gleichem Motor und gleichem Schadstoffausstoß – die „bessere“ Plakette der Klasse 2 zugeteilt. Kann mir das Jemand erklären?

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Ich rolle durchs Elsass, so langsam der Grenze der Schweiz entgegen. Spätestens hier fängt der Urlaub an. Die Höhe Königsburg zieht an mir vorbei, ebenso zahlreiche Cols, die immer wieder Ziel unserer Motorradtouren sind. Kaum ist Basel erreicht, klemme ich mich auf die Schweizer Autobahn – jetzt ist der Genfer See das Ziel.

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Blauer Himmel, Sonnenschein; bis Bern ist das Vorankommen oft recht mühsam. Häufig zeigt die Tachonadel gerade einmal  80 km/h – meist weniger. Da hilft nur Gelassenheit und einfach mitschwimmen.

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Damit ich morgen früh nicht tanken muss, lege ich im Land der Eidgenossen noch einen entsprechenden Stopp ein – und berappe 1,80 SFR für den Liter Diesel. Das tut schon weh …

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Am frühen Abend lasse ich die Schweiz hinter mir und erreiche Frankreich. Die Landschaft ist malerisch, die letzten Kilometer (wieder) ein Genuss.

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Bei strahlendem Sonnenschein erreiche ich gegen halb sieben schließlich Saint Blaise; kurz darauf treffen die ersten Teilnehmer ein. Lutz, Michael, Hans-Friedrich, Axel und Erika zum Beispiel, die noch einen Tag draufgepackt hatten und schon am Freitag übers Elsass angereist waren. Charly, Franz und Herbert sowie Dieter und Dörte waren hingegen auf dem direkten Weg mit dem Auto gefahren und mussten jetzt erst einmal abladen.

Da wurden viele helfende Hände gebraucht, insbesondere um Charlys GS aus dem VW-Bus zu zerren. Mit leidvoller Miene wurde der Boxer schließlich auf dem Seitenständer geparkt, verbunden mit dem Hinweis, zwischenzeitlich doch arg unter Rückenschmerzen zu leiden. Der Ärmste.

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Doch auch um die GS schien es nicht sonderlich gut bestellt, stand das Motorrad doch seit unserer letzten gemeinsamen Tour – die uns in der zweiten Juli-Hälfte in die Karawanken geführt hatte – unberührt im VW-Bus. Die spannende Frage war unter anderem: würde der Boxer morgen früh anspringen? Charly wollte so lange nicht warten und betätigte ungeduldig – und um Gewissheit zu haben – gleich nach dem Entladen den Anlasser. Da brummte der Motor noch …

Ich mache noch ein paar Fotos von der herrlichen Landschaft am Mont Sion, die malerisch in das Licht der untergehenden Sonne getaucht wird.

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Dann wird es langsam Zeit fürs Abendessen. Direkt neben dem „Hotel Rey du Mont Sion“, in dem wir auf der Anreise immer wieder gern übernachten, liegt der „Schlüssel zum Feld“, ein schönes Restaurant, in dem man schon auf uns wartet. Wir genießen (wieder einmal) ein leckeres Drei-Gänge-Menü, einschließlich einer kleinen Käse-Variation vor dem Nachtisch.

Satt und zufrieden gehen wir schlafen. Der Auftakt: gelungen. Mal sehen, was die nächsten Tage so bringen werden …

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